Arbeitsrecht Zwischenzeugnis, was steht hier hinter?

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Indilzar

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Hallo, (soll natürlich heißen: steckt hier hinter :D )

ich habe meinen aktuellen Arbeitgeber darum gebeten mir ein Zwischenzeugnis auszustellen.

Nun habe ich eins erhalten, allerdings sind einige Sätze etwas seltsam bzw. verstehe ich sie als negativ. Vllt. könnt ihr mir dabei weiter helfen diese zu analysieren.


Es startet mit den Stadardsätzen.... und dann kommen diese Sätze:

1. xxxxx verfügt über ein gutes, fundiertes Fachwissen und versteht diese Kenntnisse zum Wohle unserer Bewohner einzusetzen.

(wieso erst fundiertes Wissen, wenn es dann doch nur Kenntnisse sind? )

2. Notfallsituationen werden von .... erkannt und im Rahmen seiner Kenntnisse in adäquater Weise beherrscht.

(das hört sich eher negativ an?)

3. Den Bewohnern begegnet .... stehts hilfsbereit, zeigt Geduld und berücksichtigt deren individuellen Bedürfnisse.

(Ok, dass scheint gut zu sein...)

4. .... organisiert als Pflegefachkraft des Wohnbereiches Abläufe.

(aha....)

5. ..... erfüllt die an ihn gestellten Aufgaben zu unserer vollsten Zufriedenheit.

(gut oder doch befriedigend, kann nicht selbständig arbeiten??)

6. .... Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeiter ist einwandfrei.

(fehlt da nicht stets? also "nur" meistens einwandfrei?)

7. .... übernimmt im Bedarfsfalle zusätzliche Dienste, wenn dies notwendig ist.

(Ist das nun die Rüge, dass ich nach 250 Überstunden nun keine mehr mache?)

8. ..... leistet......, wie alle Pflegefachkräfte unserer Einrichtung, regelmäßig Nachtdienste ab

(Wow, ich mache sogar Nachtdienste....)

Ich finde in einem Zwischenzeugnis müsste etwas mehr stehen...


Grüße und danke für Anwort.
 
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Lisy

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AW: Zwischenzeugnis, was steht hier hinter?

Hallo Indilzar,
ich versuch mich mal an einer Antwort.
1. xxxxx verfügt über ein gutes, fundiertes Fachwissen und versteht diese Kenntnisse zum Wohle unserer Bewohner einzusetzen.

(wieso erst fundiertes Wissen, wenn es dann doch nur Kenntnisse sind? )
Daran kann ich nichts negativesfinden, vermutlich wollte der Schreiber eine Wortwiederholung verhindern. (2x Wissen hintereinander liest sich nicht flüssig)

2. Notfallsituationen werden von .... erkannt und im Rahmen seiner Kenntnisse in adäquater Weise beherrscht.

(das hört sich eher negativ an?)
jepp, "im Ramen seiner Kenntnisse" bedeutet doch eher in Notfallmanagement kennt er sich nicht so gut aus.

3. Den Bewohnern begegnet .... stehts hilfsbereit, zeigt Geduld und berücksichtigt deren individuellen Bedürfnisse.

(Ok, dass scheint gut zu sein...)
oder bedeutet, du warst dem AG zu "langsam"

4. .... organisiert als Pflegefachkraft des Wohnbereiches Abläufe.

(aha....)
daran erkenn ich jetzt nichts negatives

5. ..... erfüllt die an ihn gestellten Aufgaben zu unserer vollsten Zufriedenheit.

(gut oder doch befriedigend, kann nicht selbständig arbeiten??)
na, ist eigentlich eine glatte 1, besser gehts nicht

6. .... Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeiter ist einwandfrei.

(fehlt da nicht stets? also "nur" meistens einwandfrei?)
jepp, das kleine Wörtchen stets fehlt und dein Verhalten gegenüber den Angehörigen

7. .... übernimmt im Bedarfsfalle zusätzliche Dienste, wenn dies notwendig ist.

(Ist das nun die Rüge, dass ich nach 250 Überstunden nun keine mehr mache?)
könnte sein, (allerdings würde ich das glatt überlesen)

8. ..... leistet......, wie alle Pflegefachkräfte unserer Einrichtung, regelmäßig Nachtdienste ab

(Wow, ich mache sogar Nachtdienste....)

Ich finde in einem Zwischenzeugnis müsste etwas mehr stehen...
Was fehlt dir denn?
Ich weiß nur, wenn mir jemand ein zu umfangreiches "aalglattes" Zeugniss, das vor Lob nur noch so "strotzt" werde ich stutzig, denn kein Mensch kann in allen Bereichen erstklassig sein. Jeder hat irgendwo eine kleine Schwäche.
Da heute jeder ein Zeugniss richtig lesen kann, liegt das "Geheimiss" der Zeugnisssprache nicht mehr so unbedingt bei den Formulierungen, sondern eher bei den Dingen, die nicht erwähnt werden oder den Dingen, die sehr hervorgehoben werden.
(Sorry, wegen des langen Satzes)
Gruß Lisy


Grüße und danke für Anwort.[/QUOTE]
 
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thorstein

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AW: Zwischenzeugnis, was steht hier hinter?

..... erfüllt die an ihn gestellten Aufgaben zu unserer vollsten Zufriedenheit.
Das ist die entscheidende Gesamtnote.

Zu unserer vollten Zufriedenheit oder stets zu unserer vollen Zufriedenheit lese ich als gut.
Stets zu unserer vollsten Zufriedenheit wäre die eins.

Ansonsten ist das für ein Zwischenzeugnis durchaus ausführlich genug. Wurde das Zeugnis mit dir besprochen? Der AG sollte sich schon die Mühe machen, dem Mitarbeiter zu erklären, wie er ihn beurteilt hat. Gelegentlich verwenden auch AG unbeabsichtigt unglückliche oder missverständliche Formulierungen.

Grüsse
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Nachtdienst
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