Intensiv Zwischenfälle durch eingeschränkte Gebrauchstauglichkeit bei Medizinprodukten!!!

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M

medical-ergonom

Neues Mitglied
Basis-Konto
06.08.2004
Hallo allerseits,

ist es euch schon mal aufgefallen, dass durch schlecht gestaltete Geräte Zwischenfälle ausgelöst werden könnten und ausgelöst worden sind???

Damit meine ich medizinische Geräte bzw. Produkte, die durch mehr oder weniger offensichtliche Fehlkonstruktionen zu kritischen Situationen führen bzw. führen könnten. Oder Situationen auslösen, die im Pflegealltag einfach nur ärgerlich sind.

Hier ein paar Stichpunkte: schlecht ablesbare Displays, gleiche Anschlüsse für verschiedene Schläuche mit unterschiedlichen Funktionen, komplizierte Menüführungen an Geräten, die in Stresssituationen zu Fehlbedienungen führen können, gleiche Geräte jedoch mit unterschiedlichen Software Versionen und damit unterschiedlichen Funktionen, nicht intuitiv anwendbare Geräte, gleich klingende Alarmtöne, u.s.w.....

Für alle Antworten schon mal vielen Dank im Voraus...


medical-ergonom
 
Qualifikation
Dipl.-Ing. Medizintechnik
Fachgebiet
Fachhochschule Münster
E

Emsländer

Mitglied
Basis-Konto
08.07.2004
26188
Moin medical-ergonom!
Ehrlich gesagt kenne ich solche Situationen nicht! In Unserem Hause gibt es immer nur Geräte von ein und derselben Firma und wenn eine neue Software installiert wird, dann immer auf alle Geräte - sonst wäre es ja auch ausgesprochen schwachsinnig!
 
Qualifikation
Fachpfleger für Anästhesie - und Intensivmedizin
Fachgebiet
Interdisziplinäre ITS
M

Markus Schmidt

Mitglied
Basis-Konto
31.01.2001
50679
Hallo!

Ich möchte mich meinem Vorgänger anschliessen... bei uns ist es auch noch nie zu einem Zwischenfall gekommen. Allerdings stimme ich Dir zu, das so manche Menuführung ein wenig unsinnig erscheint.

Z.B. haben wir an unseren Monitoren (Siemens SC7000) eine "Notfalltaste", dann erscheint unten links ein blaues Feld und dort läuft eine Uhr. Bei Reanimationen ganz hilfreich u.U. . Was man wissen muss: die Alarme sind dann lokal stumm geschaltet, nur an der Zentrale ertönt ein Alarmton.
Als wir damals die Monitore neu hatten, gab es, ich will mich mal so ausdrücken: die ein oder andere "brenzlige" Situation.

Unserer Meinung nach vollkommener Unsinn die Alarme komplett und auf Dauer (bis zum "Ende" des Notfalls) stumm zu schalten.

Ich muß aber auch sagen, die meisten Firmen zeigen sich sehr kooperativ, wenn man so etwas beanstandet, und versuchen den "Mangel" zu beheben. Sie sind i.d.R. ganz dankbar, wenn der "Praktiker" Verbesserungsvorschläge macht. Das kann natürlich auch daran liegen, weil wir ein großes Haus mit 9 Intensivstationen sind. Übrigens ..., Siemens gehört nicht dazu.

Schönes Wochenende und Grüße aus Köln
 
Qualifikation
Case-Management
Fachgebiet
operative Intensivpflege
Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
Teammitglied
25.06.2000
Hallo!

Ich möchte mich meinem Vorgänger anschliessen... bei uns ist es auch noch nie zu einem Zwischenfall gekommen. Allerdings stimme ich Dir zu, das so manche Menuführung ein wenig unsinnig erscheint.
Mir fällt jetzt spontan zwar keine Menükonfiguraton ein, die zu Problemen führte - allerdings gibt es technisch-bauliche Eigenschaften an Gerätschaften, die für ungeübte schnell zur Falle werden können.

Ein Paradebeispiel hierfür ist der Respirator Evita4 der Firma Draeger, respektive dessen Touch-Screen Oberfläche.
Gleich vorweg - ich bin bekennender Evita 4-Jünger, da mich die Geräte schlichtweg überzeugt haben. Zuverlässig, überschaubar, einfache Wartung und Bedienung. Aber genau da erlebte ich dann die Überraschung.

Ein beatmeter Patient kam im CPAP unter Stress, erschöpft sich respiratorisch und leidet unter sichtlicher Atemnot. Der Versuch in den BIPAP-Modus zu wechseln und dem Patienten somit eine Erholungspause zu gönnen, scheiterte daran, daß sich das Bedienfeld des Touch-Screens nicht mehr aktivieren ließ. Es dauerte mehrere Minuten, bis mr schließlich der Kugeschreiber auffiel, der *im* Touch-Screen (also, unten am Rand) lag.

Der Touch-Screen wird über ein Gitternetz aus Infrarotstrahlen angesteuert, das aus dem Rand des Screens über die Bedienfläche strahlt. Berührt man mit einem Finger die Fläche des Screens, registrieren die Srahlen somit die genaue Position des Fingers und somit des gewählten Bedienelementes. Ein in diesem Rand liegender Gegenstand verhindert diesen Vorgang und somit ist das Bedienfeld eben nicht mehr anzuwählen !

Ergo, dieser Rand sollte so abgeflacht werden, das Kugelschreiber oder andere Utensilien dort nicht liegen bleiben können, sondern herunterfallen würden, wenn man sie dort ablegt.

Aber Draeger hat da schon einen dezenten Hinweis von mir bekommen, ich weiß allerdings nicht, ob das bei der Evita XL zu Änderungen führte.

Viele Grüße,
Christian.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
Weiterbildungen
Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
Studium
Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
D

docblumenkind

Mitglied
Basis-Konto
16.09.2004
85057
Hi,

mir fällt da nur die kurze Akkulaufzeit von Perfusoren ein. Ein Katecholaminperfusor, der sich im Aufzug plötzlich ausschaltet ist nicht besonders spassig....
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
inten. Intensivstation
S

scorpina71

Neues Mitglied
Basis-Konto
09.09.2004
46499
Hi medical-ergonom !!

Was mir erst gestern im Dienst wieder negativ aufgefallen ist, dass der ADU von Datex sich trotz komplettem Ausschalten nicht wieder auf "normale" Beatmungsparameter zurücksetzt. Ist schon blöd, wenn der Vornutzer ein extremes Atemzeitverhältnis eingestellt hat.
Gruß scorpina71:eek:
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester
Fachgebiet
Anästhesie
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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