Intensiv ZVD Messung bei Femoralis Katheter?

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iranwo

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26.12.2000
Bei uns taucht immer wieder die Frage auf inwieweit bei einem liegenden Femoraliskatheter zur invasiven RR Messung es Sinn macht den ZVD zu messen. Ist er verwertbar? Oder ist es doch besser bei liegendem Femoralis Katheter konventiionell mittels Wassersäule zu messsen?
Wer kann mit Tipps bzw. Antworten geben?
 
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FKS FÜr Intensivpflege
Fachgebiet
Internistische Intensivstation
P

Pidder

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24.03.2003
Meinst du, den ZVD über den Femoraliskatheter nicht mittels Druckaufnehmer, wohl aber per Wassersäule zu messen? Wo liegt da der Vorteil?
 
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K-PDL
Fachgebiet
Anästhesie/Intensiv
I

iranwo

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Themenstarter/in
26.12.2000
Leider kann ich erst heute antworten, da irgendwas mit meinem Passwort nicht o.k. war.
Also ich meine die ZVD Messung über Druckaufnehmer, d.h. wir schließen die eine Leitung der art. Systmes an den distalen Schenkel des ZVK an und legen den Dreiwegehahn so, dass eine Verbindung zw. ZVK distal und Druckaufnehmer vorliegt. Meine Frage ist, ob dieser ZVD zu verwerten ist, denn schließlich ist der angezeigte RR am Monitor auch höher bei liegendem Femoraliskatheter als bei tatsächlich herrschende Blutdruck in der Aorta. Verstehst Du jetzt was ich meine?
 
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FKS FÜr Intensivpflege
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Internistische Intensivstation
P

Pidder

Mitglied
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24.03.2003
Entscheidend sollte doch wohl sein, wo die Spitze des Venekatheters liegt, denn dieser Druck wird ja gemessen. In jedem Fall würde ich die Messung über Druckwandler vorziehen, v.a. wenn er eh' für den arteriellen Druck genutzt wird und vorhanden ist. Wie sieht denn die venöse Druckkurve aus?
 
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K-PDL
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Anästhesie/Intensiv
D

Dirk Jahnke

Mitglied
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Moin iranwo

Verstehe euer Problem nicht.

Wenn du über den Druckaufnehmer den ZVD misst muss ja noch nicht einmal eine art. Kanüle vorhanden sein. Mit dem Druckaufnehmer hast du dafür den sicheren Wert - da Kurve beurteilbar - Atemschwankungen sauber erkennbar.

Warum ist der Druck in der femoralis höher als in der Aorta - bzw. welche Konsequenz hätte das ?
 
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Internistische Intensivpflege
M

Markus Schmidt

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31.01.2001
50679
Hallo

schliesse mich meinem Vorgänger an ... verstehe das Problem leider nicht so ganz...
ZVD ist ZVD! Natürlich müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein damit ich den Wert verwenden kann ... Erste Bedingung ist ein korrekt liegender ZVK.
Alle anderen Drücke sind bei der ZVD-Messung primär ersteinmal vollkommen uninterressant. Wie gesagt ... wenn es um die reine Messung geht.
Interessant wird es wenn ich die Gesamtsituation des Patienten einschätze... da spielen natürlich alle Drücke mehr oder weniger eine Rolle (Volumensituation, pulmonale Situation...).
Schönen Abend noch und Grüsse aus Köln

Markus :eek: :confused: :eek:
 
Qualifikation
Case-Management
Fachgebiet
operative Intensivpflege
E

Elisabeth Dinse

Gesperrter Benutzeraccount
13.08.2000
00000
Hallo @all

Ich verfolge diese Diskussion schon eine Weile und bin zunehmend mehr verwirrt.
Was ist der ZVD?

<BLOCKQUOTE>quote:</font><HR>Der Zentralvenöse Druck (ZVD) ist der Druck, der im oberen und unteren klappenfreien Hohlvenensystem herrscht. Er ermöglicht eine Aussage über das vorhandene intravasale Volumen und seine Verteilung und läßt Rückschlüsse auf die Leistung des rechten Ventrikels zu.
Die Meßgenauigkeit wird von verschiednen Faktoren beeinflußt:
Lage des Katheters:<u>soll in der Hohlvene 2-4 cm vor dem Herzen liegen</u>
.....<HR></BLOCKQUOTE>
Hirt/ Bubser, Handbuch der Anästhesie für Schwestern und Pfleger, S.171

Welcher Femoraliskatheter reicht bis 2-4 cm vors Herz? Bei korrekter Lage habe ich das Problem der Druckschwankungen im Thorax durch die Atmung. Wie verhält es sich beim Femoraliskatheter- sind da die Druckverhältnisse im Abdomen relevant? Wenn ja, wie?
Als einzigster Verlaufsparameter für die Volumensituation halte ich den ZVD für ungeeignet. Zu viele Störfaktoren sind vorhanden. Das fängt schon mit der Atmung des Patienten an: hat er zum Messungszeitpunkt eine organ. oder psychosomat. bedingte exspirator. Dyspnoe- habe ich zwar einen Wert. Der wird aber falsch hoch sein. Bringt mich also auch nicht weiter.

Wir messen bei uns nur noch ganz selten ZVD. Hängt vom Doc ab. Therapiert wir auf Grund des ZVD Wertes nicht.

Elisabeth
 
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I

iranwo

Neues Mitglied
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Themenstarter/in
26.12.2000
Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten. Mal sehen ob sich meine Kollegen damit zufrieden geben. :smile:
 
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FKS FÜr Intensivpflege
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Internistische Intensivstation
S

Schöhler

Mitglied
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04.02.2001
Ludwigshafen
Hallo allerseits,

hm, das mit dem liegenden ZVK zum ZVD messen ist doch eigentlich mehr oder minder ein Gerücht...
Richtig relevant ist der ZVD doch (fast) nur als Verlaufsparameter, also inwieweit Schwankungen auftreten...
Was sagt es denn schon aus, wenn man (als isolierter Messwert, bei einem hypothetischen Pastienten, über den man sonst nichts weiß), einen ZVD von 8mmHG hat?
Nichts, genau....aber wenn er bei der nächsten Messung 5 hat, und bei der übernächsten 3, dann weiß ich wos lang geht..und als VERLAUFSPARAMETER spielt der Messort keine übergeordnete Rolle, solangs eben venös ist...und wenn ich dann noch eine atmeverschiebliche Kurve mit a, b, c x und y habe, ist doch alles in Ordnung...

Das Problem mit der arteriellen Messung das angesprochen wurde, ist doch ein ganz normales..der gemessene Druckj in der art. rad ist auch nicht so wie in der Aorta..aber womit, ausser dem Druckaufnehmer einer IABP, misst man schon den Aortendruck? Macht ja wenig Sinn...

Oder versteh ich grad gar nix?. :redface:)

Gruss
Schöhler
 
Qualifikation
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Herzchirurgie
S

Schöhler

Mitglied
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04.02.2001
Ludwigshafen
Hallo allerseits,

wie ich in meinem Thread schon sagte...EIN gemessener ZVD ist in keinster Weise aussagekräftig.
Trotz allem, macht Euch mal den SPaß und messt den ZVD über den korrekt liegenden, 2-4 cm vor dem rechten ATrium liegenden Katheter, und über eine frische, grosslumige Braunüle, und über einen Femoraliskatheter..die Unterschiede sind winzig.
Sicher kommt es auf den Patienten an...aber wenn ich einem Pat. mit Rechtsherzinssufizienz (um mal ein Extrembeispiel zu nehmen) einen halben Liter Kolloidale in 10 min zukommen lasse, und den ZVD (EGAL wo gemessen) damit in unermessliche Höhen schiessen lasse, dann kann ich doch trotz allem eine AUssage treffen, oder nicht?
(nämlich das er das Volumen, wie erwartet, nicht wegtransportiert)...
Und dabei ist der Meßort eben fast egal.....

Oder?

gruss.. ;)

Schöhler
 
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