Arbeitsrecht Zustimmung einer Nebenbeschäftigung

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Anniu

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Ich hatte mich vor kurzem auf 450 Euro Beworben. Mein Hauptarbeitgeber weiß nichts davon.
Der neue Arbeitgeber verlangt von mir das ich ihm die vollständige Daten des Hauptarbeitgebers nenne. Grund hat er nicht genannt. Es hieß nur. " Es wird so in unserer Einrichtung Praktiziert "
Bin ich verpflichtet dem neuen Arbeitgeber die vollständige Adresse des Hauptarbeitgebers zu nennen.
Kann der Hauptarbeitgeber die Nebenbeschäftigung ablehnen obwohl ich nur Teilzeit arbeite.
 
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Böserwolf

Böserwolf

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AW: Zustimmung einer Nebenbeschäftigung

Ich denke, du hast bei deinem AG gekündigt? s.dein anderes Thema.
Wenn man einen Nebenjob ausüben will, muss immer der Arbeitgeber zustimmen, so kenne ich das.
 
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

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AW: Zustimmung einer Nebenbeschäftigung

Wenn man einen Nebenjob ausüben will, muss immer der Arbeitgeber zustimmen, so kenne ich das.
Das ist zwar formal korrekt, aber die Ablehnung einer geringfügigen Beschäftigung ist beinahe unmöglich. Das Arbeitsrecht hat die Ablehnungsgründe da sehr eingeschränkt und zielen in toto darauf ab, ob die Nebentätigkeit die Erfüllung der arbeitsvertraglichen Pflichten im Haupt-Beschäftigungsverhältnis konkret gefährden würde. Das ist bei einer geringfügigen Beschäftigung beinahe gänzlich auszuschliessen und die Einholung einer ersatzweisen Zustimmung durch das Arbeistgericht zulässig und üblicherweise erfolgreich.
 
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Anniu

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AW: Zustimmung einer Nebenbeschäftigung

Das stimmt, ich habe gekündigt zum ende des Monats ( 4 Wochen Kündigungsfrist ). Der neue Arbeitgeber verlangt jetzt die Adresse vom alten Arbeitgeber.
Ich habe noch keinen Vertrag unterschrieben.
Der neue Arbeitgeber informierte mich heute auch darüber ( wovon ich bisher nicht wußte das es sowas gibt ) das ich im Monat nicht die kompletten 450 Euro überwiesen bekomme sondern etwa 380 Euro, der Rest wird mehrmals im Jahr als Sonderleistung Überwiesen. Es ist ein Kirchliches Haus und daher stehen die Sonderzahlungen wie: ZVK, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld ect. den Geringfügigen Beschäftigten auch zu.
Ich dachte das man jeden Monat seine 450 Euro bekommt und fertig. Ich habe den Arbeitsvertrag noch nicht gesehen
 
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

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AW: Zustimmung einer Nebenbeschäftigung

mehrmals im Jahr als Sonderleistung
Ich bin ja nun weder Arbeitsrechtler noch Steuerberater, aber Teile des regulären Arbeitsentgelt einzubehalten und später als Sonderleistung auszubezahlen, da klingeln doch sämtliche Alarmglocken. Arbeitszeitkonten sind bei geringfügigen Beschäftigungen ja durchaus sinnvoll, aber das hier scheint etwas ganz und gar anderes zu sein. Überleg Dir sehr gut, ob Du Dich auf so etwas einlassen willst.
 
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Microknee

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AW: Zustimmung einer Nebenbeschäftigung

Der AG muss über eine Nebenbeschäftigung in Kenntnis gesetzt werden, dieser aber nicht zustimmen.
Solange man mit dem Hauptjob nicht in Interessenkonflikt gerät und die Hauptarbeit dabei nicht negativ betroffen ist.

Der AN muss die Firma, die Tätigkeit, welche dort ausgeübt wird, die Entlohnung und den Stundenumfang dem AG bekannt geben = Anzeige einer nicht genehmigungspflichtigen Nebenbeschäftigung.
Wenn der AG über eine nicht genehmigungspflichtige Nebenbeschäftigung nicht in Kenntnis gesetzt wurde, darf er diese verbieten.

Also spiel mit offenen Karten, teile ihm mit, wo du arbeitest, wieviele Stunden es sein werden und was du dort verdienst. Dann weiß er Bescheid und kann es auch nicht verbieten.

LG Microknee
 
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Anniu

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AW: Zustimmung einer Nebenbeschäftigung

Mir geht es hauptsächlich um die Frage:

Kann der neue Arbeitgeber der mich auf 450 Euro Basis einstellen will vom alten Arbeitgeber eine schriftliche Bestätigung verlangen das der alte Arbeitgeber dies genehmigt.?

Durch die Aktuelle Erfahrung frage ich mich langsam ob ich das tun soll ( auch wegen 380 stattr 450 )?
 
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

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AW: Zustimmung einer Nebenbeschäftigung

Kann der neue Arbeitgeber der mich auf 450 Euro Basis einstellen will vom alten Arbeitgeber eine schriftliche Bestätigung verlangen das der alte Arbeitgeber dies genehmigt.?
Nicht das ich wüßte. Was hätte auch der "neue" mit dem Innenverhältnis zwischen Dir und Deinem "alten" Haupt-AG zu tun?
 
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