Zusammenziehen mit H4

A

Axis!

en freund von mir will mit seiner freundin zusammen ziehen..

er geht arbeiten , sie 1 kind, alleinerziehend, bekommt unterhalt vom ex und bezieht h4....

was ist grade bezüglich auf hartz 4 zu beachten. soweit ich informiert bin würde die frau doch evtl das h4 gestrichen bekommen...!!??

wie kann man das problem lösen weil würde die kohle vom amt wegfallen wäre schon ein problem weil er sie von seinem geld nicht mitfinanzieren könnte..

hatte sowas schonmal jemand? evtl jemand lösungsansätze?


Danke
 
C

Chef de Saucier

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AW: Zusammenziehen mit H4

Es gibt verschiedene Ansätze:

* sie ziehen zusammen im Sinne von Mieter und Untermieter, welche keine persönliche Beziehung zueinader haben, also im Sinne des SGB II. keine Bedarfsgemeinschaft offiziell darstellen. Hierzu muss natürlich eine Trennung auf verschiedenen Ebenen stattfinden, also jeder kauft selbst für sich ein, jeder hat sein eigenes Zimmer, sein eigenes Bett usw... Hierfür muss man natürlich auch eine Wohnung haben/ teilen, die eine solche Trennung nachvollziehbar und glaubhaft macht. Würden beide sich meinetwegen eine 50-60 qm Wohnung teilen, dann wäre das u.U. wenig nachvollziehbar, weil die Frau mit Kind hiervon keinen Vorteil hätte. Wenn sich also die Mutter durch das Zusammenziehen "verschlechtern würde" hinsichtlich der Wohnungsgröße, dann würde man sich mit Recht fragen: Warum macht jemand sowas, wenn nicht eine persönliche Beziehung zum Mitbewohner besteht. Denn sie hätte nicht mehr Geld und hätte sogar ggf. weniger Wohnraum für das Kind und sich selbst.

* andere Möglichkeit: Sie geht im Rahmen ihrer Möglichkeiten arbeiten und erwirtschaftet das Geld aus eigener Kraft. Einige könnten die Auffassung vertreten, dass die Mutter das Kind in die Welt gesetzt hat und ein Interesse daran haben sollte auch für das Kind zu sorgen anstatt sich auf H4 einzurichten und das Kind ausschließlich durch fremde Mittel durchzubringen. Eigenverantwortung könnte hier der Schlüsselbegriff sein. Gibt es eine größere Motivation als für sein eigenes Kind sich anzustrengen?

* Sie leben weiterhin in getrennten Wohnungen, weil man sich das Zusammenziehen nicht leisten kann bzw. der neue Partner möglicherweise nicht mit seinem Einkommen für Frau und Kind einstehen kann oder möchte.

* Oder: Wenn sie nicht weit voneinander wohnen, dann behält sie einfach ihre Wohnung offiziell, wohnt aber tatsächlich bei ihm. Solange sie noch ihre eigene Wohnung hat, würde die ARGE wahrscheinlich nicht auf die Idee kommen, dass sie tatsächlich woanders mittlerweile wohnt. Aber sowas würde doch sicherlich keiner machen.

* Oder: Er hört auch auf zu arbeiten und wenn beide von H4 Leben, dann kann man beiden nichts wegnehmen und eine größere Wohnung, da drei Menschen, gibt es vielleicht auch.

Wenn sie offiziell eine Bedarfs/-lebensgemeinschaft darstellen, dann wäre abzuklären, ob man aufgrund des Gesamteinkommens ggf. ergänzende Mittel beantragen und erhalten würde, um das Existenzminimum zu haben. Da muss man sich einmal schlau machen und rechnen und am Ende entscheiden, ob man tatsächlich einen erheblichen finanziellen Verlust hat oder nicht und wie die mögliche Einkommenseinbuße zu bewerten ist im Vergleich zur Lebensqualität, wenn man zusammen wohnt.
Das sind nur ein paar Möglichkeiten. Meine persönliche Meinung hat mit den beschriebenen Varianten nicht zutun.

Gruß C
 
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