Zur Arbeit gezwungen

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Marie- Louise

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24.02.2010
13347
Ein herzliches Hallo

Ich bin seid November bei einer Ambulanten Firma angestellt, angefangen habe ich dort allerdings als Leasing- Kraft. Angestellt bin ich nun mit 70% einer Vollzeitstelle (ca.28 std/woche). Am Ende des Monats habe ich aber deutlich Überstunden und bin auch schon ein paar Mal für Kollegen eingesprungen. Letztes Ereignis: Ich bin für einen Kollegen am Samstag eingesprungen, wofür er für mich an einem Donnerstag arbeiten wollte. Nun ist dieser Donnerstag da und (wegen der hohen Krankenzahl) wurde ich eindringlich gebeten einzuspringen. Ich habe allerdings abgelehnt und wurde nun zum Dienst 'gezwungen'.

Ist das rechtens? Kann man (trotz ausreichender Stundenanzahl) zum Dienst gezwungen werden?
Leider stehen in meinem Arbeitsvertrag folgende verräterischen Worte: 'Die Arbeitnehmende verpflichtet sich, die vereinbarte Tätigkeit in dem betriebserforderlichen Arbeitszeitrythmus einschließlich notwendig werdender [...] Mehr- und Überstundenarbeit im Schicht- bzw. Wechselschichtdienst zu leisten.'
Darf ich dennoch zur Arbeit gezwungen werden?

Dazu muss ich sagen, dass ich in meiner Bewerbung um ein persönliches Gespräch gebeten habe, was ich nie bekommen habe und den Vertrag musste ich auch sehr schnell (zum Dienst erschienen und unterschreiben müssen) unterschreiben musste, sodass ich keinerlei Fragen oder ähnliches stellen konnte.
 
Qualifikation
Pflegehelferin
Fachgebiet
Hauspflege
bienemaja

bienemaja

Mitglied
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19.02.2009
10178
AW: Zur Arbeit gezwungen

http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/arbzg/gesamt.pdf vergleich das mal mit deinem vertrag.
Grundsätzlich darf ein arbeitgeber dich zur Mehrarbeit "bewegen" aber in betrieblichen notsituationen (hoher Krankenstand ist eigentlich überall ein guter grund-mittlerweile routine und gern genommen...)
deine arbeitszeit sollte wöchlich 48 h nicht überschreiten aber bei ner 70% stelle bin ich ratlos...
gibt es eine regelung bei euch zb auszahlung oder Ausgleich muss auf alle fälle drin sein....
Jedenfalls darfst du nicht einfach zuhause bleiben.lasse dir vereinbarungen in deinem Vertrag schriftlich eintragen und schreibe dir die Überstunden persönlich auf mit grund und lasse es auf dem Dientplan vermerken.
wieviele Überstunden man maximal haben darf??? § hab ich noch nicht gefunden... ich habe mehrere Kollegen die könnten 1 bis 2 Monate (Vollzeit)zu hause bleiben...für dich jetzt aber kein anreiz...
 
Qualifikation
Ex. Altenpflegerin
Fachgebiet
Beatmung+Wachkoma
Weiterbildungen
Weiterbildung zum Pflegeexperten Wachkoma
F

Freiberufler73

Gesperrter Benutzeraccount
02.02.2010
29633
AW: Zur Arbeit gezwungen

Hallo,
ich gehe jetzt mal davon aus,daß Du heute wohl frei hast ? Beim Frei gilt,daß der DP,wenn er vorher "steht",nur nach Einverständnis des AN geändert werden darf,denn mit der Erstellung und dem Aushang des DP hat der AG sein Weisungsrecht verwirkt und Du kannst getrost Nein sagen ! Und ein hoher Krankenstand ist keine Begründung,Dich zum Dienst zu zwingen. Ist schlimm,sowas lesen zu müssen :mad_2:.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Freiberuflerin
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.01.2006
63110
AW: Zur Arbeit gezwungen

Ist schlimm,sowas lesen zu müssen :mad_2:
Und das regelmässig, ist ja schon manchmal tägliches Thema. Warum können solche "Personalplaner" machen, was sie wollen? Das muss doch irgendwann Konsequenzen haben. Der "kleine Mann" wird für jedes Vergehen bestraft, in welcher Form auch immer. Wenn er sich wehrt, hat er kein leichtes Leben mehr.
So wird es leider überall gehandhabt.:00000894:Ob in der Politik oder Wirtschaft, die machen, was sie wollen, fabrizieren so richtigen Mist und? Millionenabfindung!:kotz:
:heul:Wasserfrau
 
Qualifikation
Krankenschwester
F

Freiberufler73

Gesperrter Benutzeraccount
02.02.2010
29633
AW: Zur Arbeit gezwungen

Hallo Wasserfrau,
*grien* und eben deswegen macht es mir ab und an so richtig Spaß,als Freiberuflerin bei solchen Kunden auf den Tisch zu :kotz:. Bei ein oder zwei Einrichtungen hat es auch schon was gebracht,denn wenn wir solche Machenschaften mitkriegen,wandern diese auf unsere "schwarze Liste" und dann haben plötzlich Freiberufler keine freien Kapazitäten:grin:. Leider klappt das nicht immer und überall,aber teilweise haben wir Erfolg damit. Ganz lustig war mal ein klitzekleines Heimchen mit gerade mal 15 Beschäftigten,das von heute auf morgen so ganz ohne Personal da stand,weil alle 15 gekündigt hatten,nachdem sie den Schritt in die Freiberuflichkeit vorbereitet und Aufträge hatten:laughing:. Das Heim mußte leider leider zu machen und das Management dieses Heims wollte in der näheren Umgebung auch niemand anstellen...ganz böse Sache :whistling.
Die Bewohner konnten in ein anderes Heim umziehen und wurden dort teilweise von ihren "alten" Schwestern betreut,war wirklich ne wunderschöne Aktion :thumbsup2:thumbsup2
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Freiberuflerin
T

thorstein

Aktives Mitglied
Basis-Konto
14.03.2008
85221
AW: Zur Arbeit gezwungen

Hallo Marie-Loise,

du hast in dein Zitat aus dem Vertrag eine Klammer gesetzt. Was fehlt da? Mich würde schon interessieren, ob ein socher Passus statthaft ist. Damit macht man sich ja zum Leibeigenen des AG. Ich nehme an, es handelt sich um eine private Einrichtung ohne Betriebsrat oder Tarifbindung.
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Nachtdienst
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Marie- Louise

Neues Mitglied
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Themenstarter/in
24.02.2010
13347
AW: Zur Arbeit gezwungen

Vielen Dank für eure zahlreichen und hilfreichen Antworten.

Dass eine Dienstplanänderung eigentlich vorher mit dem Betreffendem abgesprochen ist, war mir bekannt. Im Internet habe ich auch noch den Auszug gefunden (nicht genauer Wortlaut), dass bei einer betrieblichen Notsituation und bei einer möglichen Gefährdung eines Patienten kommt man nicht drum herum. Als Notsituation gilt allerdings nicht!! zu hoher Krankheitsstand. Dieses Problem bleibt bei der PDL und hat mich nicht zu kümmern

Frei hatte ich heute leider nicht. Aber morgen 'zum Glück'. Leider haben wir keinen richtigen Betriebsrat in unserer Außenstelle, sodass ich mich vor Ort mit niemandem darüber unterhalten konnte. Schön war aber heute auch einige Gespräche mit Mitarbeitern, die mir versicherten, dass ich mir keine Sorgen machen brauche und dass sie in jeder Hinsicht hinter mir stehen - anbei ich wurde als Einzige dazu 'bewegt' den Dienst zu übernehmen.

In den eckigen Klammern stand nichts spezifisches, was den Wortlaut des Satzes verändert hätte- nur der Zusatz: sowie an Feier- uns Sonntagen.

Aber noch einmal vielen Dank für eure Hilfe. :)


Edit[hat noch was zu sagen]: Darf ich zu ständigem Spätdienst geordert werden?
 
Qualifikation
Pflegehelferin
Fachgebiet
Hauspflege
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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