Zulage?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
NetSpy

NetSpy

Mitglied
Basis-Konto
24.06.2002
48151
Aloha!

Liebe Kollegen,

meine Frage ist, wie es mit Sondervergütungen/zuschlägen für exam. Pflegepersonal aussieht, welches ausschliesslich auf onkologischen Stationen arbeitet. Speziell: Personal, welches mit der Applikation/Umgang von Zytostatika beauftragt ist.
Erhalten in euern KH entsprechende Kollegen einen Zuschlag? Wenn ja, in welcher Höhe?
Gibt es eine gesetzliche Vorgabe, in welcher die Höhe dieser Zulage vorgeschrieben ist?

Grund der Frage:
Nach langem zähen Kampf meinerseits, erklärte sich die PDL nebst Verwaltung im vergangenen Jahr bereit, eine Zulage zu zahlen. Dreisterweise allerdings nur für 2 Kollegen monatlich, d.h. diese Zulage wechselt monatlich, schliesslich sollen alle mal was davon haben (Ironie).
Die Bitten um Zulage wurden erst dann erhört, als ich mit zwei Studien "drohte":
<BLOCKQUOTE>quote:</font><HR>
1999 wurde in einer niederländischen Studie belegt, dass Pflegepersonal auf onkologischen Stationen ein 17mal höheres Risiko trägt, Kinder mit Geburtsschäden zu gebären, als das Personal auf anderen Stationen.<HR></BLOCKQUOTE>
<BLOCKQUOTE>quote:</font><HR>
Im selben Jahr zeigte eine amerikanische Studie, dass auf 7000 Schwangerschaften von Personal, das regelmäßig in Kontakt mit Zytostatika kommt, 800 Fehlgeburten erfolgen; ein 50% höheres Risiko.<HR></BLOCKQUOTE>

Hallelujah! Man lasse es sich auf der Zunge zergehen. :eek:

MfG
SpY :mad:
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger
Fachgebiet
Notaufnahme
Weiterbildungen
Stationsleitung, Notfallpflege, Pain Nurse, Mega-Code-Trainer
C

Claudi

Mitglied
Basis-Konto
28.04.2002
Bei uns hieß es, die Zulage hienge davon ab, wie viele Chemos im Monat oder im Jahr benötigt würden. Darüber hätten wir aber keine Statistik, also gäb's auch kein Geld. :(

Wir haben dann selbst eine Statistik gemacht mit einer selbst erstellten Excel-Tabelle, da wir auch immer noch um unsere Palliativbetten zittern mussten. Nach zwei Jahren haben wir nochmal Zulage beantragt. Ergebnis: Wir hatten nachweislich zuwenig Chemos, Zulage Fehlanzeige. Unser Problem ist, wir nehmen alles, was an internistischem an unsere Tür klopft, also auch nicht-onkologische Patienten. Die ziehen uns sozusagen den Durchschnitt nach unten.

:confused:
 
Qualifikation
Krankenschwester, Mentorin
Fachgebiet
Hämatologie/Onkologie
NetSpy

NetSpy

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
24.06.2002
48151
Hab da was gefunden: <BLOCKQUOTE>quote:</font><HR>
In der Anlage 1b, Abschnitt A BAT heißt es in der Protokollerklärung Nr. 1:

"(1) Pflegepersonen der Vergütungsgruppen Kr. I bis Kr. VII, die die Grund- und Behandlungspflege zeitlich überwiegend bei

an schweren Infektionskrankheiten erkrankten Patienten (z.B. Tuberkulose-Patienten), die wegen der Ansteckungsgefahr in besonderen Infektionsabteilungen oder Infektionsstationen untergebracht sind,
Kranken in geschlossenen oder halbgeschlossenen (Open-door-System) psychiatrischen Abteilungen oder Stationen,
Kranken in geriatrischen Abteilungen oder Stationen,
gelähmten oder an multipler Sklerose erkrankten Patienten,
Patienten nach Transplantationen innerer Organe oder von Knochenmark,
an AIDS (Vollbild) erkrankten Patienten,
Patienten, bei denen Chemotherapien durchgeführt oder die mit Strahlen oder mit inkorporierten radioaktiven Stoffen behandelt werden,
ausüben, erhalten für die Dauer dieser Tätigkeit eine monatliche Zulage von 90 DM. <HR></BLOCKQUOTE>

weiterhin, für dich Claudi: <BLOCKQUOTE>quote:</font><HR>
Woran ist die Zulage nach Absatz 1 nicht gebunden?

Wie hoch der Anteil des unter a) bis g) aufgeführten Personenkreises an den belegten Betten einer Abteilung ist. So wäre z.B. möglich, daß nur 20% der Betten einer onkologischen Abteilung mit Patienten aus dem unter g) genannten Personenkreis belegt sind, aber eine bestimmte Pflegeperson ihre Grund- und Behandlungspflege zu mehr als 50% bei diesem Personenkreis ausübt.
Ob alle Pflegepersonen einer Abteilung die Bedingung erfüllen. Nach dem unter 1. angeführten Beispiel hätte nur ein Teil des Mitarbeiterteams Anspruch auf die Zulage nach der Protokollerklärung Nr. 1.
Ob dieser Personenkreis das ganze Jahr gepflegt wird. Die Zulage wird nur für die Monate gezahlt, in denen die Bedingungen erfüllt werden. So wäre z.B. möglich, daß in einer onkologischen Abteilung die Zuständigkeit für diesen Personenkreis monatlich wechselt, jeder mal in den "Genuß" der Zulage (und der damit verbundenen Belastungen und Gefahren) kommt und die Belastung insgesamt etwas verteilt wird. Sind jedoch in dem unter 1. genannten Beispiel alle Mitarbeiter für die besagten Patienten zuständig, erfüllt niemand die Bedingungen der Zulage und die Verwaltung spart Geld. Ob deshalb die Belastung wirklich geringer wird, ist mehr als fraglich! <HR></BLOCKQUOTE>

und... <BLOCKQUOTE>quote:</font><HR>
Der Anspruch auf eine Zulage nach Abs. 1 Buchst. g) (Chemotherapie und Strahlenbehandlung) bezieht sich nur auf Patienten, bei denen die Behandlung aktuell stattfindet. Die Pflege in den Zeiten vor und nach der Behandlung ist für diese Zulage ohne Belang. <HR></BLOCKQUOTE>

nunja

~

[ 02. Februar 2003 15:31: Beitrag editiert von NetSpy ]
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger
Fachgebiet
Notaufnahme
Weiterbildungen
Stationsleitung, Notfallpflege, Pain Nurse, Mega-Code-Trainer
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
Dieses Thema hat seit mehr als 365 Tagen keine neue Antwort erhalten und u.U. sind die enthalteten Informationen nicht mehr up-to-date. Der Themenstrang wurde daher automatisch geschlossen. Wenn Du eine ähnliche Frage stellen oder ein ähnliches Thema diskutieren möchtest, empfiehlt es sich daher, hierfür ein neues Thema zu eröffnen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.