Zu wenig Aufklärung über Beratungsangebot

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F

Förderverein gemeindenahe

Hallo,

nach meiner Erfahrung, gibt es für viele Probleme eine Beratungsstelle. Sei es von staatlicher Seite oder von Institutionen. Es gibt aber zu wenig Menschen oder auch Medien, die auf diese, oft sehr effektiven, Angebote aufmerksam machen.
Ein Beispiel aus meiner Vergangenheit; über ein Jahr war ich bei einem Psychiater in Behandlung, ich hatte u.a. Probleme auf meiner Arbeitsstelle, durch die Erkrankung. Erst nach über einem Jahr wurde ich vom Arzt auf den PSD (Psycho Sozialer Dienst) hingewiesen. Damals war ich ziemlich sauer. Andere PE und Angehörige haben die gleichen Erfahrungen gemacht.
Mich interessieren Meinungen, wie kann man dies in Zukunft besser machen?

Herzliche Grüße
Wolfgang

------------------
wolfgang

willst du etwas wissen, so frage einen Erfahrenen und keinen Gelehrten. (Aus China)
 
K

Kristin

Themenstarter/in
Hi Wolfgang,
mein Lieblingsthema! In der sozialen Arbeit und besonders in der Pflege wird viel zu spät und meist nur zufällig beraten. In der sozialen Arbeit liegt es an dem fehlenden CASE-Manager (Führer durch das Gesundheitswesen), der den Klienten durch den unübersichtlichen Dschungel führt. Diese Position ist seit ewigen Zeiten dem Hausarzt übertragen worden. Seit jahrzehnten versagt er darin jämmerlich. Leider wird es keiner anderen Berufsgruppe übtertragen. In England funktioniert das hervorragend über Pflegepersonal und in den USA über Sozialarbeiter, Pflegekräfte und Ärzte.
In der Pflege wird noch aus weiteren Gründen schlecht beraten. Pflegekräfte fühlen sich nicht zuständig und verweisen schnell auf den Sozialdienst. Leider ist Pflegeberatung nur minimal Ausbildungsinhalt und in Weiterbildungsthemen kaum zu finden. Ich hoffe Pflege erkennt (und aufgrund des sich wandelnden Krankheitsspektrums muß sie es auch)bald, daß Beratung eine originäre Pflegeaufgabe ist.
Ich baue derzeit eine Beratung speziell für chronisch Kranke, altergebrechliche und alterverwirrte Menschen auf, die am Anfang ihrer Betroffenheit stehen, sodaß sie und ihre Angehörigen gleich am Anfang Beratung erfahren und mit meiner Hilfe ein soziales Netzwerk aufzubauen , um mit der Krankheit leben zu können.
Ich hoffe es gelingt mir.
Viele Grüße Kristin
 
F

Förderverein gemeindenahe

Themenstarter/in
Hallo Kristin,
über Deine offene Antwort habe ich mich gefreut. Sie deckt sich auch mit meinen Erfahrungen.
Viele Sozialarbeiter sind noch größere Mimosen, wie wir *g*. Jeder Vorschlag, den ich bis jetzt gemacht habe, wurde so ausgelegt, als wenn die Beratung schlecht ist. Ich glaube es liegt an den starren Struckturen der Kliniken. Viele achten streng darauf, dass sie ihre Kompetenzen oder ihren Aufgabenbereich nicht überschreiten. Eine Schwester, die einen Tipp gibt, macht evt. den Sozialarbeiter überflüssig und umgekehrt
*gg*. Manchmal hatte ich den Eindruck: Pflegepersonal, Sozialarbeiter, Ärzte usw. sind ihr eigenes Team im Team. Ein richtiges Team gibt es da nicht.
Wenn Du einmal Zeit hast, sieh Dir mal bitte unsere HP an: http://rz-home.de/~foerderverein.psychiatrie

Vielleicht können wir dort eine Art "Beratungsforum" einbauen. Wir werden uns etwas überlegen.
Schönen Tag noch!

Herzliche Grüße
Wolfgang

------------------
wolfgang

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Förderverein gemeindenahe

Themenstarter/in
PS unsere eigenen Leute haben natürlich am wenigsten davon. Die meisten können sich keinen PC leisten, weil sie vom Sozialamt leben. Vielleicht bringen wir aber auf diese Weise einige zum Nachdenken.

Gruß Wolfgang
 
K

Kristin

Themenstarter/in
Hallo Wolfgang danke für Deine Mail, kann Dir leider nicht direkt antworten, da mein E-Mail Programm jetzt völlig hin ist. Frauen und Technik!!!"!!! :mad:

[Dieser Beitrag wurde von Kristin am 10. Juli 2000 editiert.]

[Dieser Beitrag wurde von Kristin am 10. Juli 2000 editiert.]
 
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05.07.2001
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