Allgemein zu spät ausgeglichene Rechnungen

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josepadilla

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Hallo!

Ich wollte mal fragen, wie ihr das mit zu spät (vor allem regelmäßig zu spät) bezahlten Rechnungen handhabt.

Berechnet ihr sofort nach Ablauf der Zahlungsfrist Verzugszinsen, wartet ihr eine gewisse Zeit oder mahnt ihr nur den Betrag an, ohne zusätzliche Zinsen zu berechnen? Wie berechnet ihr dann die Zinsen? Gibt es irgendwo eine Quelle, daß man diesbezüglich im Recht ist, damit ich die dem Auftraggeber zum Besten geben kann?

Ich habe leider das Problem, daß ich überwiegend bei den gleichen Auftraggebern tätig bin und diese in schöner Regelmäßigkeit meine Rechnungen zu spät bezahlen. Im Extremfall waren es bereits 1,5 Monate zu spät gewesen.

Wenn man da Zinsen berechnet, würde im Laufe der Zeit einiges zusammenkommen und letztendlich ist es ja auch mein Geld, mit dem die Auftraggeber Zinsen erhalten, solange es nicht bezahlt wurde. Mir fehlen dann die Zinsen auf meinem Tagesgeldkonto bzw. die entsprechende Rendite meiner Altersvorsorge. Ganz zu schweigen, wenn es wie im Moment etwas eng wegen Steuernachforderungen des Finanzamts wird.

Wie ist das bei Euch?

Ein schönes WE
 
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AW: zu spät ausgeglichene Rechnungen

Rechtzeitig eine Erinnerung schreiben, dann Mahnung und dann Inkasso. Oder gleich Mahnung. Wie ist Dein Zahlungsziel?

Ich hatte das Problem auch schon und bisher war ich noch kulant. In Zukunft wird das nicht mehr sein, da ich mir das eben nicht erlauben kann. Es ist meine Existenz.
 
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josepadilla

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AW: zu spät ausgeglichene Rechnungen

Da ich eben schon vermehrt zu späte Zahlungen erhalten habe, habe ich mein Zahlungsziel von 14 auf 7 Tage reduziert. Wenn ich also Glück habe, ist das Geld "pünktlich" nach 14 Tagen auf dem Konto.

Ist Inkasso wirklich eine gute Idee, wenn ich noch länger bei dem Auftraggeber tätig sein möchte? Wenn ich selbst Verzugszinsen berechne, habe ich dann doch eigentlich mehr davon und viel weniger Aufwand.
 
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AW: zu spät ausgeglichene Rechnungen

ja richtig. Allerdings üblich ist 8 Tage, gesetzlich 14 Tage. Ich würde nach 10 Tagen eine Erinnerung schicken, wenn dann nach weiteren 5 Tagen z.B. nichts kommt, dann sofort Mahnung. Oder direkt eine Mahnung. Berechtigt wärst Du. Mit dem Inkasso würde ich durchaus warten. Empfehle Dir allerdings nur aus eigener Erfahrung : knallhart denken. Die wissen das und wer nicht zahlt...den sollte man abwerfen...ganz einfach.
 
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josepadilla

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AW: zu spät ausgeglichene Rechnungen

Wie machst Du das mit der Mahnung? Berechnest du einen bestimmten Prozentsatz des Rechnungsbetrages, abhängig davon, wie lange der Ausgleich überfällig war?
 
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wuschwark

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ja richtig. Allerdings üblich ist 8 Tage, gesetzlich 14 Tage. Ich würde nach 10 Tagen eine Erinnerung schicken, wenn dann nach weiteren 5 Tagen z.B. nichts kommt, dann sofort Mahnung. Oder direkt eine Mahnung. Berechtigt wärst Du. Mit dem Inkasso würde ich durchaus warten. Empfehle Dir allerdings nur aus eigener Erfahrung : knallhart denken. Die wissen das und wer nicht zahlt...den sollte man abwerfen...ganz einfach.
Denke mal, der wirds wissen :wink: : Verzug ab wann
 
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AW: zu spät ausgeglichene Rechnungen

Also bei mir ist alles in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen geregelt und dies unterschreibt der Auftraggeber im Vorfeld auch. Ebenso steht bei mir auch das Zahlungsziel in der Rechnung.

Wie wäre es mit einer Suchmaschiene z.B. Verzugszinsen berechnen? Da gibt es genügend Seiten, die das ganz genau erklären.
 
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wuschwark

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AW: zu spät ausgeglichene Rechnungen

Alles schön und gut. Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen den AGB´s und den Gesetzen (meine ich zumindest :blushing:) Nach Ablauf der Zahlungsfrist, die man in den AGB´s festgelegt hat, kommt ersteinmal die Zahlungserinnerung. Hat der Kunde dann nach (insgesamt) 30 Tagen immer noch nicht gezahlt könnte das (gesetzliche) Mahnverfahren beginnen. So habe ich es jedenfalls hier Die Sache mit dem Zahlungsziel so rausgelesen.
Toi toi toi, bei uns lief es bisher reibungslos :thumbsup2:
 
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@wuschwark: Da gibt es einen Unterschied, den ich schon erwähnte.
 
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Hein

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AW: zu spät ausgeglichene Rechnungen

Hallo Ihr Lieben,

jeder von Euch sollte erstmal seine eigene AGB haben. Dies ist dem Auftraggeber in in Vertragsform unterschreiben zulassen.
In den AGB´s sollte u.a. ein Punkt sein in dem drin steht wann die Rechnungen eingereicht werden und wie die Zahlungs Zeiträume sind.
Wie das mit Mahnungen ist und wie hoch die Gebühren - Zinsen sind.
Um es einfacher rechtlich Durchsetzen zu können ist das notwendig.
Ich mache mir diesen Streß nicht mehr ich rechne mit einer Factoringfirma ab, da habe ich mein Geld sicher nach 8 - 10 Tagen.
Die Gebühren schlage ich einfach auf mein Std. Honorar drauf somit hält sich der Verlust in Grenzen und ich habe mein Geld immer.
Versucht es mal
l.G
Hein
 
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AW: zu spät ausgeglichene Rechnungen

Eigene AGB`s sind wichtig, um sich rechtlich abzusichern. Ich habe meine Tücher vorab ins Trockene gelegt...bevor ich freiberuflich tätig wurde.
 
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