Zitate und Statements zur Pflege oder: Wie die anderen uns sehen !

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Fragmentis

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auf der Webseite www.pflege2011.de, welche einige von Euch vielleicht oder wahrscheinlich schon kennen, habe ich folgende Zitate gefunden von namhaften Leuten, die meinen, etwas über den Pflegeberuf sagen zu dürfen. Nun, einerseits ein wenig überrascht von der Offenheit, mit der diese Leute unseren Berufsstand abwerten oder den ihren überbewerten, war ich doch auch gelinde gesagt etwas ungehalten, wer denn da sich berufen fühlte, sich so zu äußern. Hier die Beispiele zum Genuß oder Verdruß, wie man es nimmt:

Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe Dr. Theodor Windhorst zum Gesundheitscampus NRW Bochum am 10.12.2009: "Stecken Sie das das viele Geld lieber in die Ausbildung der Ärzte und nicht in ein akademisiertes Proletariat!"


Die Kanzlerin gegenüber der „Bild-am-Sonntag“ am 5.9.2010: „Wir haben 2,2 Millionen Hartz-IV-Empfänger, die arbeitsfähig sind, aber keinen Job finden. Ich sehe nicht ein, dass Pflegekräfte künftig nur noch aus Osteuropa kommen. Daran können wir etwas ändern“.


"Wir müssen mehr Männer für den Pflegeberuf begeistern, gerade solche aus bildungsfernen Schichten, die wegen schlechter Zeugnisse den Einstieg nicht geschafft hätten, könnten in Pflegeberufen unterkommen" Bundesfamilienministerin Kristina Schröder im Februar 2011


"Pflegende Angehörige entlasten die Beitrags- und Steuerzahler um Milliardenbeträge. In vielen Familien wird gering oder gar nicht bezahlte Pflegearbeit geleistet und damit eine kostenintensive professionelle, vor allem stationäre Pflege vermieden." VdK-Präsidentin Ulrike Mascher am 9.2.2011


„Wenn Verdi einen Tarifabschluss für die Mediziner abschließe, sei dies so, als wenn die Gewerkschaft der Kulissenschieber die Honorare für die Schauspieler aushandelt“, so Frank Montgomery im August 2006 gegenüber SWR 2


Wie erleuchtend ! Welch weise Worte !

Und deswegen suche ich noch weitere Zitate von Politikern, Ärztevertretern oder sonstigen Leuten, die vielleicht sogar unsere Geschicke lenken wollen oder dürfen, beides vielleicht sogar wider besseren Wissens und Vermögens, damit man in Zukunft vielleicht die Schönredner in Politik und Wirtschaft besser identifizieren kann und sich bei ihnen nicht in falscher Sicherheit wiegt oder ebensolcher Hoffnung hingibt, wenn man ihren Versprechungen lauscht.

Also: Auf geht es... lasst uns sammeln die BestOf der nicht wirklich qualifizierten Zitate zum Thema Pflege. Vielleicht auch Zitate von Leuten, die sich und ihre "wahre Meinung über Pflege" versehentlich al la Stoiber herausgequatscht haben, obwohl sie sich nachher lieber die Zunge abgebissen hätten. Und gerne natürlich auch Zitate, welche die Situation der Pflege oder die Zustände mal so richtig kernig auf den Punkt bringen. Was Ihr meint, was passt zu der Stimmung, die diese Sprüche verbreiten.

Nach langer Zeit mal wieder grüßend,
Fragmentis
 
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thorstein

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AW: Zitate und Statements zur Pflege oder: Wie die anderen uns sehen !

Hallo Fragmentis,

ich weiss nicht genau, was du mit diesem Aufruf bezweckst. Fest steht aber, egal wie man diese Zitate im Einzelnen bewertet, sie von Leuten kommen, die in diesem Land etwas zu sagen und entscheiden haben.
Und daraus erklärt sich auch die Situation der Pflege, die nämlich diesen weisen Worten nichts Fundiertes entgegenzusetzen hat.
Das erste Zitat wendet sich zum Beispiel gegen eine Akademisierung der Pflege. Da wollen die Ärzte unter sich sein. Das würden wahrscheinlich 80% der Kolleginnen aus der Pflege sofort unterschreiben.
 
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AW: Zitate und Statements zur Pflege oder: Wie die anderen uns sehen !

Ich glaube nicht, dass 80% der Schwestern dem zustimmen, dass studierende Pflegekräfte "akademisiertes Proletariat" sind - selbst dann nicht, wenn sie eigentlich nur Grundpflege machen wollen.

Es geht hier um die Wertschätzung eines Berufstandes, der immer mal wieder gerne herangezogen wird, als Beispiel für harte Arbeit und zu geringen Lohn, weil dann alle bedächtig und zustimmend mit dem Kopf nicken und sich besser fühlen. Die Wertschätzung hat sich dann aber damit auch erledigt.
Gerade der Hartmann-Bund hat immer mal wieder Sätze in seinem Schmierblättchen bei denen ich mich frage, wie akademisierte Bader dazu kommen sich auf einem solch proletariaischen Verbalniveau zu bewegen.

Wertschätzung für Pflege kommt immer nur dann wenn Pflege aktuell gebraucht wird. Solange der Politik und vor allem der Gesellschaft nicht klar ist, dass JEDER potentiell eine ausgeruhte, motivierte und kompetente Pflegekraft haben möchte, wenn es ihm schlecht geht wird es beim bedächtigen Nicken bleiben: Krankenschwestern sind ja auch so unterbezahlt.

Es ist den Menschen nicht klar, dass z.B. auf chirurgischen Station die meiste Zeit des Tage kein Arzt anwesend ist. Es ist ihnen nicht klar, dass ihr Wohl und Wehe in weiten Teilen auch von der Beobachtungs und Bewertungsfähigkeit der Pflegekraft abhängt. Es ist den Politikern nicht klar, dass Pflege mehr ist als Hintern putzen und Pipibeutel leeren - kein Mensch weiß was eine gute Pflegekraft sieht, wenn sie nur mal schnell ins Zimmer kommt um einem der anwesenden Patienten seine Tropfen zu bringen.

Die Anforderungen an die Ausbildung werden ständig höher - die an die in der Pflege tätigen sowieso und gleichzeitig werden die Zugangsvoraussetzungen herabgesetzt.
Im Bereich Intensiv solle es jetzt eine Ausbildung zur Intensivpflegekraft in drei Jahren geben - OHNE Vorkenntnisse. In den Altenpflegebereich werden Umschüler mit und ohne Interesse und Eignung geschoben, weil es dort Bedarf gibt.

Damit wird die Pflegequalität natürlich nicht steigen... und damit sind solche Aussagen wie oben self-fullfilling prophecy.
Zum Thema Intensivfach(!)kraft in drei Jahren sagte der DBfK einer Kolleigin auf Nachfrage: Man kann nur hoffen, dass es keine Bewerber dafür gibt, wir könne da nix machen"

Natürlich könnten die Berufsverbände etwas machen: Nämlich auf die Darstellung der Pflegekräfte Einfluss nehmen. Bei jeder dieser Aussagen muss ein Berufsverband auf der Matte stehen und LAUT und vernehmlich widersprechen. Aber bitte nicht mit dem Argument der "hart arbeitenden Krankenschwester" sondern mit Fakten: Pflege braucht Fachlichkeit - deswegen kostet sie Geld. Pflege ist mehr als nur im Laienverständnis "sich kümmern" - Pflege braucht gut ausgebildete und motivierte Menschen, die in der Lage sind Entscheidungen zu treffen, Wahrnehmungen zu bündeln und bewerten - dazu brauchen sie eine gute Ausbildung, bestimmte Zugangsvoraussetzungen und eine anständige Bezahlung.
Pflege ist NICHT vergleichbar mit Handwerksberufen. Die Verantwortung einer Pflegekraft ist eine ganz andere als die eines Handwerkers, weil sie unmittelbar am Menschen handelt und ihre Fehler oder ihre Mangelnde Ausbildung sich unmittelbar auf den Menschen auswirken. Einen Menschen pflegen ist etwas anderes als ein Auto warten oder eine Heizungsanlage - denn es gibt vom Menschen eben nicht nur xy Modelle sondern nur Individuen mit individuellen Abweichungen vom idealisierten Standartmodell, die deutlich größer sind als bei einem Audi A8.
Damit möchte ich Handwersberufe nicht herarbwürdigen - aber niemand käme auf die Idee jemanden der keinerlei Interesse an Handwerk und Angst vor Strom und sich mit dem logischen Denken eher schwer tut in eine Ausbildung als Elektroinstallateur zu stecken. Warum nicht? Weil dieser Mensch vermutlich kein guter Installateur würde, selbst dann nicht, wenn er zuhause sein Glühlampen selbst anschließt.
Aber jeder der seinen Hintern selbst putzen kann soll dann auch pflegen können - das ist absurd.

Leider ist das aber in den Köpfen nicht präsent. Der Mensch ist gerenel auf Mitleid angelegt - schon kleinste Kinder sind darauf angelegt Mitmenschen in Not zu helfen... das müssen wir prinzipiell nicht lernen, das können wir.
Das hat aber mit professioneller Pflege so viel zu tun wie Geranien in den Blumenkasten pflanzen mit Landschaftsgärtnerei.

So lange wir und unsere Berufsverbände es nicht schaffen, ja noch nicht einmal versuchen, diesen Unterschied verständlich an die Masse der Menschen zu bringen, so lange werden wir eben pflegendes Proletariat bleiben - und bekommen genau den angeworbenen Nachwuchs, den wir verdienen.
 
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thorstein

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AW: Zitate und Statements zur Pflege oder: Wie die anderen uns sehen !

So lange wir und unsere Berufsverbände es nicht schaffen, ja noch nicht einmal
versuchen, diesen Unterschied verständlich an die Masse der Menschen zu bringen,
so lange werden wir eben pflegendes Proletariat bleiben - und bekommen genau den
angeworbenen Nachwuchs, den wir verdienen.
Eben! Volle Zustimmung.
Allerdings besteht noch eine geringe Hoffnung, weil es auch andere Kräfte gibt, dei ein wenig mit herumrühren. Die Patienten selbst, die Angehörigen, die (EU-)Politik, die Hochschulen...
Pflege ist ein enormer Kostenfaktor und soll und muß daher billig bleiben. Aus diesem Hamsterrad werden wir uns so schnell nicht befreien. Der Kostendruck wird fraglos steigen und damit die Wahrscheinlichkeit einer Aufwertung unseres Berufes fallen.

http://www.deutscher-pflegerat.de/dpr.nsf/0/CE8AE32C3F6D059CC1257A77005FEF45/$file/DPR_Presseinformation_Trotz Milliardenpolster der GKV Personalsituation der Pflege dramatisch - Ausbildung unterfinanziert_120911.pdf

Das wäre sicher ein richtiger Ansatz gewesen. Wer hat das Statement gelesen?
 
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AW: Zitate und Statements zur Pflege oder: Wie die anderen uns sehen !

Das wäre sicher ein richtiger Ansatz gewesen. Wer hat das Statement gelesen?


Ich - gerade eben.

Ich denke das wäre aber eben auch nur wieder ein Tropfen auf den heißen Stein. Natürlich gut, wenn es gut angelegt wird... was ich vermisse ist immer noch der Aufschrei in der Presse wegen zig-tausend abgebauten Stellen in der Pflege... auch wenn die vermutlich ein wenig besser bezahlt waren als die Schleckre-Mitarbeiter oder die von Nokia.
Es ist überhaupt nicht präsent. Kein Mensch weiß das. Die Zahlen tauchen irgendwo mal nebenher auf. Es wird gesagt, dass weniger Pflegekräfte mehr Menschen versorgen müssen. Und dort hört man dann auf. Es wird nicht weitergedacht, was das für die Menschen die versorgt werden heißt. Nur die Schwester, die arbeitet schon hart und wird eigentlich zu schlecht bezahlt.

Verstehst du was ich meine? Es fehlt immer das Weiterdenken, das Weiterschreiben. Pflege als gesellschaftliche Aufgabe in ein einer Gesellschaft die immer älter wird. Wer soll das denn leisten und zu welchem Preis. Was ist Pflege wert? Und was die subventionierte Butter die dann vernichtet werden muss wegen gnadenloser Überproduktion?

Im anderen Thread geht es darum betroffen zu sein, weil Pflege nicht das leistet (oder leisten kann) was wir uns alle wünschen - wir die Pflegenden und die Patienten, Bewohner, Kunden - nicht mal im Ansatz. Alle machen fleißig Kompromisse - vor allem auch unsere Patienten, Bewohner, Kunden - die meisten sind geduldig und verständig, bereit sich zu gedulden, hintenanzustehen... die arme Krankenschwester und so schlecht bezahlt.
Chick macht sich die 65 jährige in Zimmer 17 aber in der Klinik morgens um kurz vor sechs... weil der Chefarzt ja vorbeischauen könnet zum Händedruck, währende der Mit-Fünfziger in Zimmer 23 auf die Bitte sich doch zuzudecken oder eine Unterhose anzuziehen meint: "Ach Schwester sie sind das doch gewohnt" Umgekehrt ist mir das eher noch nie aufgefallen.

Die Bezahlung hängt unmittelbar mit der Wertschätzung zusammen. Diese ist aber trotz des hohen Ansehens der Bevölkerung in die Berufsgruppe Pflege auf Platz zwei direkt hinter dem klein-Jungentraum Feuerwehrmann (Bürgerbefragung: Diese Berufe haben das beste Image in Deutschland - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT) nicht wirklich hoch.
Pflege wird immer noch als helfender Beruf gesehen in dem am ehesten die moralische und emotionale Arbeit hoch geschätzt wird - die faktisch professionelle eher völlig unbekannt ist - was sich auch in den Kommentaren von der Couleur "Das könnte ich nicht... so viel Leid sehen". "Wie sie das schaffen immer freundlich zu sein....!?" (Muss die Verkäuferin auch bei jedem Deppen und bei jedem Arroganten sonstwas). Wir bekommen Wertschätzung für Dinge die in der Regel nicht bezahlt werden - und genauso werden wir auch bezahlt.

Was wir brauchen ist Wertschätzung für das was wir fachlich können:
- Pflege als Hilfe zu Selbsthilfe
- individuelle HIlfestellung
- Faktisches Wissen auf den Gebieten der Medizin, Psychologie, Pädagogik, Soziologie, Hygiene, etc etc etc
- Pflege als Unterstützung in den ATLs/AEDLs
- Pflege als Prozess der geplant und evaluiert wird
- Pflege unter Einbeziehung von Konzepten: Bobath, Basale Stimulation, Kinästhetik, Aromatherapie, Musiktherapie,
- Pflege unverzichtbarer therapeutischer Bestandteil von Heilung oder Erhalt von Lebensqualität
- Pflege als Fortsetzung therapeutischer Behandlung und als Kooperationspartner von Ärzten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden
- Pflege als kompetente Berater: häusliche Versorgung, Gesundheitsberatung, Prävention...

Pflegende sind die, die viel tun was oft nach nicht allzuviel aussieht. Nicht was wir so alltäglich tun macht unseren Wert aus, sondern wie wir es tun und dass wir wissen warum wir es genau so tun und nicht anders.
Wertschätzung braucht es für unserer Funkton die Informationen zusammenzuführen, weil wir diejenigen sind, die am meisten Zeit mit den Menschen verbringen. Damit wir das können müssen wir all das was ich oben angeführt habe, wissen und sinnvoll anwenden können.


 
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http://www.deutscher-pflegerat.de/dp...ert_120911.pdf

Das wäre sicher ein richtiger Ansatz gewesen. Wer hat das Statement gelesen?
ja, find ich auch. Wird es bei der Pressemitteilung bleiben ? Und nur als solche wird sie verschallen wie der Rauch im Wind.
 
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Fragmentis

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AW: Zitate und Statements zur Pflege oder: Wie die anderen uns sehen !

Thorstein,

ich habe Deine Frage nicht verstanden... was will ich hiermit bezwecken ?

Eigentlich das, was hier geschehen ist... ein Aufwecken, ein Aufrütteln... wir sind uns ja vollkommen nahe... Geantwortet haben bisher nur die Leute, die eh eine klare Haltung zu Ihrem Berufsstand haben. So Leute wie Du, Leavingthemoon und Speerkämpferin.

Was ich allerdings verstanden habe, ist die Resignation, die Du verdeutlichst, eben dieser Aufrechten gegenüber den vielen scheinbar unerweckbaren Kolleginnen. Aber... kann man die nicht mit einem solchen Zitat auch mal mitnehmen in der Kaffeepause auf die Reise in die sachliche Wut, wenn ich das so diametral mal andeuten darf ?

Aber im Endeffekt wollte ich nur eines: Zitate sammeln... und aufrüttelnde Sprüche... da weiß man doch, wen man nicht wählen kann beim nöchsten mal, oder ?
Aber gerne ERWEITERE ICH DEN AUFRUF: Sammelt tolle Sprüche und aufmunternde Zitate !!!

Ich habe grad mal einen adaptiert:

Anursemous !
We are legion.
We don't forgive.
We don't forget.
Expect us.

Na. steckt da viel Wahrheit drin ?!? Habe ich mir grad ausgedacht nach einer stressigen Zeit vor meinem Urlaub... Das auf einer Tasse...
Ich glaube, ich entwerfe das Logo dazu aus reinem Spaß an der Freude...

Also, nochmal: Ich suche Zitate, Sprüche, aufmunternde Worte oder Sätze über Pflege, deren Aussprechende sich nachher besser hätten die Zunge abbeißen sollen...

Ist der Sinn jetzt klarer geworden ? Wenn Ihr Pflegende erreichen wollt, dann müßte selbst ein Pflegerat dies mit kurzen knackigen Botschaften versuchen. Für mehr bleibt vielen im Alltag keine Zeit... oder ?

Gruß,
Fragmentis
 
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AW: Zitate und Statements zur Pflege oder: Wie die anderen uns sehen !

Anursemous !
We are legion.
We don't forgive.
We don't forget.
Expect us.
gefällt mir.

Nur das Sammeln von Sprüchen nutzt nix, die muss man veröffentlichen.

Welche(r) Politiker(in) hat denn eigentlich Ahnung von Pflege, dem Beruf des AP der KS? Ich kenne keinen.

Und selbst unsere akademisch gebildete Kanzelerin hat anscheinend keine Ahnung, sonst würde sie nicht solche Sprüche los lassen.

Bis jetzt ist Zugangsvoraussetzung immer noch die Mittlere Reife bzw. eine Ausbildung zum APH und mit der Mittleren Reife zähle ich mich nicht unbedingt zum Proletariat - das ist schon eine Unverschämtheit sondergleichen.

So lange die Berufsverbände dagegen nichts unternehmen, wie sollen wir das schaffen?
 
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thorstein

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Unsere Politiker sind nicht (alle) dumm!
Was ein Politiker hasst, sind höhere Steuern und Abgaben.
Kann ihn den Job kosten.
Insofern sind die Äusserungen zur Pflege auch als Überlebensstrategie aufzufassen.
 
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AW: Zitate und Statements zur Pflege oder: Wie die anderen uns sehen !

So lange die Berufsverbände dagegen nichts unternehmen, wie sollen wir das schaffen?
ich denke, dass zu viele verschiedene Faktoren diese Problematik verursachen und sie somit immer unlösbarer wird.
-es gibt zu viele Berufsverbände, das zersplittet
-es gibt zu wenig Fachkräfte, die in der Pflege verblieben sind.
-in den Pflegebereichen arbeiten immer mehr Hilfskräfte, die für den Berufststand gar verteidigen können.
-leider gibt es auch einen großen Teil Pflegemitarbeiter die sich immer mehr verausgaben, um Unmögliches zuschaffen.
-und es gibt anscheinend immer noch genügend Einrichtungen, bei denen angeblich alles wunderbar ist.
-das grandiose Benotungssystem
-aus dem Osten konnten nicht genügend Pflegekräfte aquiriert werden, deshalb jetzt aus China. Und sie genieren sich nicht mal, öffentlich zu äussern, dass die chin.Pflegekräfte sicher gerne die Angebote annehmen, da für sie unsere Gehälter traumhaft wären.
-Medien berichten über Mißstände, die zweifellos immer mehr um sich greifen - nur werden die Verursacher beschuldigt?
-Angehörige sehen meist nur, dass ihr zu Pflegender nicht mehr gut versorgt wird, aber wenden sie sich an die tatsächlichen Verursacher?

Ich denke nach wie vor, dass Pflege endlich streiken müsste, so wie es Ärzte können. Dazu müssten Angehörige ins Boot geholt werden!
Im Moment ist es doch so, dass Angehörige Pflegekräfte angreifen, diese sich verteidigen, Abwehrhaltung einnehmen, Angehörige als schwierig empfinden, usw. Das ist auch ganz prima so. denn beide Seiten sind damit genügend beschäftigt und verpuffen ihre Energie sinnlos.
 
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AW: Zitate und Statements zur Pflege oder: Wie die anderen uns sehen !

Ich hatte auch schon Angehörige, die sich beschwerten. Ich setze mich auch mit den Leuten dann auseinander und sage klipp und klar, dass sie sich an der falschen Stelle beschweren: richtige Ansprechpartner wären die Heimleitung, die Pflegekassen, die Politiker - davor scheut man sich anscheinend.
Ärzte streiken - warum das Pflegepersonal nicht auch?!
 
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23.04.2012
Hamburg
Hallo, ich habe auf der Seite der Freien Presse
(Wenn Politiker für einen Tag zur Pflegekraft werden - Freie Presse) einen schönen Artikel gesehen. Hier sollen Politiker für einen Tag in der Pflege arbeiten. Eine Landtagsabgeordnete der CDU (Frau Saborowski-Richter) hat die Einladung eines Wohlfahrtsverbandes angenommen.
Schöne Idee, aber zu wenig praktiziert.

Hier noch etwas zur Diskusion aus der Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel (Bundesregierung | Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Einzelplan 04 - Bundeskanzlerin und Bundeskanzleramt)
Datum: 12.09.2012
Ort: Bundestag
Zitat: Man kann auch eine gute Pflegekraft werden, wenn man nur zehn Jahre zur Schule gegangen ist und drei Jahre Ausbildung gemacht hat. Man muss nicht Abitur haben.

Ich finde das übrigens auch.
 
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05.07.2001
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