Zeugniserstellung

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mohrneitz

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12.05.2006
56729
Hallo,
ich habe einige Fragen zur Zeugniserstellung:
  1. Wie erhaltet ihr Rückmeldung von den Stationsleitungen über den zu beurteilenden Mitarbeiter, schriftlich oder mündlich? Wenn schriftlich: gibt es dazu ein Raster dass die Stationsleitung zur Beurteilung ausfüllt?
  2. Werden, bei hausinternen Versetzungen, ebenfalls schriftliche Beurteilungen an die PDL weitergegeben, um eine spätere Zeugniserstellung zu vereinfachen?
  3. Gibt es im Internet Informationen über die Zeugniserstellung im Pflegedienst?
Viele Fragen, vielleicht kann mir jemand helfen.
Gruß Mohrneitz
 
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Kalimera

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  1. Wie erhaltet ihr Rückmeldung von den Stationsleitungen über den zu beurteilenden Mitarbeiter, schriftlich oder mündlich? Wenn schriftlich: gibt es dazu ein Raster dass die Stationsleitung zur Beurteilung ausfüllt?
In meinem Haus füllen die jeweiligen Stationsleitungen ein Formular aus, was den einzelnen Mitarbeiter nach der Methode (Zeugnisnoten) beurteilt, die dann dafür genommen werden um ein Zeugnis zu schreiben.
In meinem vorherigen Haus gab es Mitarbeiter Beurteilungs- und Fördergespräche, die als Vorlage benutzt wurden.
  1. Werden, bei hausinternen Versetzungen, ebenfalls schriftliche Beurteilungen an die PDL weitergegeben, um eine spätere Zeugniserstellung zu vereinfachen?
Bei hausuínternen Versetzungen gibt es nur auf Anfrage des jeweiligen MA eine Beurteilung. Jeder neue MA wird nach der Probezeit beurteilt und Schwangere, die in Mutterschaftsurlaub gehen.
  1. Gibt es im Internet Informationen über die Zeugniserstellung im Pflegedienst?
Es gib sowohl im Internet als auch in Buchform jede Menge Literatur über die Zeugniserstellung bis hin zu fertigen Programmen, was aus einzelnen Textbausteinen besteht. Meiner Meinung nach braucht es für den Pflegedienst keine gesonderten Informationen, da die bestehenden Informationen, Anleitungen...ect. ausreichend sind.
 
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Sabse

Sabse

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23.02.2006
91560
Hallo Mohneitz,
also erstens würde ich mich bei meinem Betriebsrat erkundigen, zweitens bei einem Wechsel innerhalb eines Hauses oder eines neuen Vorgesetzten würde ich mir auf alle Fälle ein Zwischenzeugnis ausstellen lassen (für alle Fälle), drittens gibt es im Internet viele Seiten, die Dir bei einem Arbeitszeugnis helfen. Gib bei Google einfach Arbeitzeugnis ein.
In der Regel sollte jeder Mitarbeiter einmal im Jahr ein Gespräch mit seinem Vorgestzten haben in dem Lob und Tadel besprochen werden kann.
Ich habe in der letzten Vergangenheit gelernt alles nur schriftlich zu machen, beugt Unstimmigkeiten vor.
Viele Grüße
Sabse
 
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Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen
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mohrneitz

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12.05.2006
56729
Hallo Sigrid,
könntest Du mir dieses Formular zukommen lassen, dass die Stationsleitung ausfüllt. Wir haben ebenfalls ein Formular welches jedoch der Pflegedirektorin zur Zeugniserstellung oftmals nicht ausreicht
Viele Grüße
Marta
 
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HL2917

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19.09.2005
Hallo,

auch wir erstellen alle 1 - 1.5 Jahre eine sogenannte Qualifikation in einem Formular, welches 5 Beurteilungsbereiche abdeckt ( Bei Führungskräften 6).Beurteilt wird mit A - D, bei c und D werden Ziele formuliert. Diese werden in Statndortgesprächen und in der nächsten Quali überprüft.
Zeugnisse erstelle ich anhand dieser Unterlagen und zusammen mit den Stationsvorgesetzten.

Viel Erfolg

Pflegeexpertise
Bei Stationswechsel gibt es, wie auch auf Wunsch, ein Zwischenzeugnis.
 
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Kalimera

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Hallo Sigrid,
könntest Du mir dieses Formular zukommen lassen, dass die Stationsleitung ausfüllt. Wir haben ebenfalls ein Formular welches jedoch der Pflegedirektorin zur Zeugniserstellung oftmals nicht ausreicht
Viele Grüße
Marta
Das würde ich gerne, befinde mich aber z.Z. im Urlaub und Du müsstest noch ca. 14 Tage warten.
Wenn es für Dich dann noch aktuell ist maile mich bitte per PM an, denn ich kann nicht versprechen, dass es mir bis dahin nicht entfallen ist.

Danke
 
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Pflege
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HL2917

HL2917

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19.09.2005
Hallo,

mich würde interessieren, ob bei Euch die Zeugnisse kodiert oder nicht kodiert verfasst werden.

Schöne Pfingsten

Pflegeexpertise
 
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Rehabilitation, Psychiatrie
K

Kalimera

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17.01.2001
Hamburg
Hallo,

mich würde interessieren, ob bei Euch die Zeugnisse kodiert oder nicht kodiert verfasst werden.
Es gibt heute dermaßen viele Codes, dass m.E. niemand darum herum kommt sein Zeugnis nach solchen zu durchsuchen.
Ich selbst habe vor einiger Zeit ein Zeugnis erhalten wo ich Bücher und Internet durchsucht habe um herauszufinden was wie gedeutet werden kann/wird.
Und der Aussteller dieses Zeugnisses wollte mir persönlich mit Sicherheit nichts Böses, geschweige denn ein schlechtes Zeugnis ausstellen.
Dennoch habe ich einiges korrigiert, hinzugefügt und/oder rausgestrichen.
Die Ausstellerin war sich bei manchen Formulierungen überhaupt nicht bewusst, dass es nachteilig gewertet werden könnte. Bei Dingen, die ich hinzugefügt habe wusste sie nicht mal, dass ich solche Aufgaben wahr genommen habe, da sie kürzere Zeit im Haus war als ich und auch niemand mehr danach fragen konnte, da unsere gesamte Leitungsspitze mittlerweile gewechselt hatte.
Insofern kann es m.E. durchaus passieren, dass Codes versteckt sind, auch wenn man solche nicht benutzen möchte. Besonders bei frei formulierten Zeugnissen (ohne Programme und/oder Textbausteine) kann es leicht passieren, dass man etwas gut meint, aber was anderes lt. Literatur dahintersteckt.
Am wenigsten Probleme machen Zeugnisse, die positiv sind. Je weniger gut jemand beurteilt wird, umso mehr wird man auf Codes achten, da ja nun mal nichts Negatives drin stehen darf.
Als STL habe ich es recht einfach, da ich wahr beurteile nach besten Wissen und Gewissen, aber ein qualifiziertes Arbeitszeugnis, was meine PDL dann schreiben muss ist sicher etwas schwerer denke ich.
Da kann nicht drin stehen, dass der Mitarbeiter ständig zu spät kam, oft intrigiert hat und wenig Fachwissen hat. So etwas muss dann ja immer umschrieben werden.
 
Qualifikation
Pflege
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HL2917

HL2917

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19.09.2005
Hallo Sigjun,


unter unseren Zeugnissen steht immer, dass sie nicht kodiert sind und wir kennen auch weder die Codes in unserer Klinik, noch nutzen wir entsprechende Programme.

Meines Erachtens für beide Seiten die sauberste Lösung.

Herzlichen Gruss

Pflegeexpertise
 
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letizia

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01.06.2006
14197
hallo zusammen,
hallo pflegeexpertise,


mich würde sehr interessieren, wie das in eurer institution klappt ohne codierte Zeugnisssprache. ein zeugniss muß wohlwollend und doch wahrheitsgemäß geschrieben werden, aus diesen gründen hat sich eine codierte sprache erst entwickelt.bekanntlich hat ein haus nicht nur super tolle angagierte mitarbeiter. wenn du z.b. eine sehr schlechte mitarbeiterIn hast, wie vereinbarst du im zeugniss das wohlwollende und die sehr schlechte leistung.

herzlichen grüße

penicillin
 
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gelöscht

@penicillin:

§109 Gewerbeordnung:
(2) Das Zeugnis muss klar und verständlich formuliert sein. Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen.
Wenn ihr in eurer "Institution" codierte Formulierungen im Sinne dieser eindeutigen Zweideutigkeiten verwendet, wie sie gerne mal in Zeugnissen auftauchen, verstoßt ihr gegen geltendes Recht.
Darüber solltest du dir mal Gedanken machen...

Gruß derpfleger
 
S

Susen

Aus der Sicht einer Stationsleitung kann ich schildern, wie bei uns (öffenticher Dienst i.e.S.) Beurteilungen ablaufen:
Ich (SL) bekomme von der PDL die entsprechenden Formulare, die einheitlich für das ganze Haus gelten und verbindlich sind, und die darüber hinaus auch jeder/m zugänglich sind. Das sind recht viele Seiten und inhaltlich nach einzelnen Aspekten unterteilt. Zu jedem abgefragten Punkt gibt es mehrere Einzelfragen, die anhand von Textbausteinen zu bewerten sind. Die Graduierung ist dabei klar und natürlich nicht negativ. Die jeweils beste Formulierung ist gespickt mit "stets" "zur vollsten Zufriedenheit" etc. und diese Begriffe werden nach und nach ausgedünnt (jetzt mal untechnisch). So sind die Unterscheidungen klar und ich bespreche und erstelle die Beurteilung mit dem / der entsprechenden MA gemeinsam. Mit diesem Entwurf setzen wir uns mit der PDL oder ihrem Stellvertreter zusammen und gehen sie Punkt für Punkt nochmal durch, wobei auch konkrete Besipiele, Begründungen besprochen werden. Dann wird alles schön offiziell geschrieben und von allen unterschrieben.
Die Frage nach "Kodierung" kann ich nicht ganz nachvollziehen. Das paßt so gar nicht zu meinem Verständnis von Mitarbeiterführung.
Bei Wechsel der Vorgesetzten haben MA das Recht, ein Zwischenzeugnis zu erhalten, was ja, (siehe Sigrun) auch oft sinnvoll ist.
Unerfahrene MA können unbeabsichtigt schnell Fehler machen, daher kann ich nur jedem raten, dazu mal ein Gewerkschaftseminar mit einem Juristen zu machen.
Was anderes sind unsere "Mitarbeitergespräche", die nur auf Wunsch der MA mit der/dem direkten Vorsetzten geführt werden und immer anlaßfrei sind. Ihr Ziel ist es, dem /der MA die Möglichkeit zu geben, mit der/dem Vorgesetzten zu klären, welche Unterstützung sie von dieser braucht (z.B. Fortbildungen) u.ä. also ein Angebot für die MA.
 
L

Lisy

Hallo ihr alle,
hab bis jetzt alle Beiträge gelesen und bin mir trotzdem unschlüssig um welche Art der Zeugnisse es geht.
Bei Zeugnissen/ Beurteilungen im Betrieb braucht man denk ich keine Kodierung.
Bei Zeugnissen nach Beendigung der Arbeit sind die Kodierungen zwar auch verboten aber auch ziemlich unsinnig, denn der neue eventuelle Arbeitgeber weiß nicht ob der alte Arbeitgeber fit in der Zeugniss Erstellung ist. Ich schau mir die Zeugnisse fast nie wirklich an, ich verlass mich auf ein gut organiesiertes Bewerbungsgespräch.
Gruß Lisy
Wenn ich jrtzt total falsch liege nicht böse sein, einfach nur mir mitteilen, um was es geht
 
L

letizia

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01.06.2006
14197
an der pfleger,

§ 630BGB es besteht eine verpflichtung zur großen sorgfalt für die formilierung seitens des arbeitgebers. das ist mir schon klar!!!

was ich gemeinet hab ist , das das arbeitszeugnis aufs wohlwollende und aufs wahrheitstreue basiert und so schreibt es das arbeitsrecht vor.

meine institution benutzt codierte arbeitszeugnisssprache und wenn ein arbeitnehmer sehr schlecht gearbeitet hat steht das auch drin, genauso wie ein sehr guter mitarbeiter ein tolles zeugniss erhält.
jeder arbeitnehmer hat das recht sein zeugniss prüfen zu lassen, wir geben auch diese möglichkeit unseren mitarbeitern.

das es einige arbeitgeber gibt, die den mitarbeiter dadurch einen reinwürgen wollen, finde ich sehr schade und absolut nicht in ordnung.

wir beurteile die leistung und führung eines mitarbeiters!!!
danke für deinen beitrag, bin arbeitsrechtlich bzw. haftungrechtlich gut informiert.

grüße an alle

penicillin
 
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stellvertr. PDL / QMB
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05.07.2001
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