Allgemeinchirurgie Zahnreinigung bei Wachkoma

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siggi

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Hallo,
seit Jahren lassen wir die Zähne unserer im Wachkoma befindlichen Tochter (43) jährl. 1 x in einer Klinik unter Vollnarkose reinigen. Jetzt lehnt die Klinik dies wg. der Gefahr einer Aspiration(?) ab (beim letzten Mal gab es Probleme).Dormicum soll auch nicht gegeben werden.

Das Heim-Pflegepersonal befürchtet noch größere Probleme mit der Zahnreinigung, wenn jetzt ohne Vollnarkose gereinigt wird. Die Klinik sagt, das ist schonend und unbedingt notwendig, weil auf Sicht ohne Reinigung alles viel schlimmer wird.

Kann uns jemand einen Rat geben?

Danke.
 
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Rentner/Betreuer
Fachgebiet
Essen
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Selma

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Hallo,

Wenn ihre Tochter eine Trachealkanüle besitz ,wäre meine nächste Frage Geblockt oder Ungeblockt? Wenn sie eine geblockte besitz kann man eine aspiration vermeiden, ich würde mir viel mehr gedanken um die Narkose machen. Ich glaube nicht das es so gut ist Koma Patienten zusätzlich noch eine Narkose auch wenn es nur Dormicum ist zu geben. Ich habe mal gehört ob es nun stimmt sei dahin gestellt das wenn man Koma Patienten in Narkose versetzt sie noch tiefer ins Koma fllen können. Putzen die Schwestern denn bei der Ganzkörperpflege die Zähne nicht mit so gut es geht ?

Gruß Selma:eek:riginal:
 
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krankenschwester
Fachgebiet
Intensiv
T

Tinimaus

Hallo Siggi,
steht euch denn ein absauggerät zur verfügung? Weil dann ist zähneputzen täglich eigentlich kein problem... putzen, absaugkatheter rein und los gehts... auch mit tupfer und klemmen kann man sehr gute erfolge haben... aber wichtig ist natürlich das man das täglich mehrmals macht und nicht nur einmal im jahr... auch aus dem bereich basale Stimulation kann man viel anwenden um einen erfolg in der zahnhygiene zu erzielen!
Ich wünsche dir alles gute und hoffe das ich die etwas helfen konnte...
alles liebe tini
 
R

Rehapfleger

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Hallo Siggi,

wahrscheinlich werdet Ihr mit der basal stimulierenden Mundpflege die besten Erfolge haben, weil ich in Vergangenheit festgestellt habe, dass die meisten Patienten, insbesondere auch komatöse Patienten bei Klemme und Tupfer eher zubeissen. Ihr werdet nun sagen : Leichter gesagt als getan; wie geht das eigentlich?
Hierzu möchte ich Euch nicht im Regen stehen lassen und Euch einige Buchempfehlungen zum Thema Basale Stimulation geben, wo Ihr im übrigen auch andere Möglichkeiten finden werdet, wie Ihr über gezielte Angebote der einzelnen Sinne mit Eurer Tochter kommunizieren könnt. Am ehesten möchte ich Euch jedoch raten, ein Seminar zum Thema Basale Stimulation zu besuchen, das solltet Ihr auf jeden Fall tun. Anbieter findet Ihr auf der Homepage Basale Stimulation . Solltet Ihr genauere Informationen benötigen, dürft Ihr mir gerne jederzeit eine private Nachricht schreiben.
Aber hier erst mal die versprochenen Literatuthinweise :

1) Basale Stimulation
-Neue Wege in der Pflege Schwerstkranker-
4. Auflage
von : Peter Nydahl und Gabriele Bartoszek
Verlag Urban und Fischer
ISBN3-437-26501-6

2) Wachkoma
-Betreuung, Pflege und Förderung eines Menschen im Wachkoma-
von : Peter Nydahl
Verlag Urban und Fischer
ISBN 3-437-27080-x

3) Basale Stimulation in der Pflege
-Die Grundlagen-
von Christel Bienstein und Andreas Fröhlich-
Verlag Kallmeyer
ISBN 378004001-8
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger
Fachgebiet
Psychiatrie
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