Wunddokumentation bei PEG-Verband?

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alexandrab72

Neues Mitglied
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05.11.2007
31275
Hallo,

wir haben hier gerade eine Meinungsverschiedenheit... Muß eine Wunddoku geführt werden, wenn laut ärztlicher Verordnung 2x wöchentlich die PEG verbunden wird. Die Einstichstelle ist ansich unauffällig und sie wird eigentlich nur zum Schutz verbunden. Genauso wie der suprapub. Katheter. Meiner Meinung nach ist eine Wunddokumentation da nicht notwendig, oder?

Grüße, Alexandra
 
Qualifikation
stellvertr. PDL
Fachgebiet
amb. Pflege
L

Lisy

Unterstützer/in
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03.04.2008
SCHWÄBISCH GMÜND
Hallo alexandra,
ich mach auch bei PEG eine Wunddokumentation. So kann ich belegen, das das nur ein Schutzverband ist. Außerdem erwartet der MDK in der Regel die Wunddokumentation.
Gruß Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
SaarNadja

SaarNadja

Mitglied
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05.08.2006
66625
Hallo!!

.... hmmmm .... *grübel*

Also wenn doch die Einstichstelle reizlos ist, benötigt man doch keine Wunddoku.

Um den "Schutzverband" zu dokumentieren käme das ärztliche VOblatt und/oder die Pflegeplanung in Frage, oder?
Warum wird überhaupt ein Verband angelegt?

VG
Nadja
 
Qualifikation
PDL, Mentorin
Fachgebiet
stat. Altenhilfe
Sonnenschein-06

Sonnenschein-06

Mitglied
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07.04.2008
Türkheim
hallo zusammen,
bei uns wird auch keine Wunddoku geführt, da es ja nur ein Schutzverband ist
schönen Montag
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
ambulanter Pflegedienst
F

Fleescha

Mitglied
Basis-Konto
01.08.2007
14979
Hallo auch,

ich finde eine Wunddoku bei PEG oder SP-Katheter ist nur in der ersten Zeit nach Neuanlage nötig, um die Heilung zu dokumentieren.
Da die Wunddokumentation in der Akte des Patienten verbleibt, mache ich bei meinen Patienten in regelmäßigen Abständen ein Foto der Einstichstelle, um durch das Vergleichen mit vorherigen Fotos Veränderungen erkennen zu können.

@ Nadja:
Eigendlich nur, um eine mechanische Reizung der Einstichstelle durch Bewegung des Schlauches zu verhindern.
 
Qualifikation
Gesundheits - & Krankenpfleger
Fachgebiet
Berlin/Brandenburg
Weiterbildungen
da gibt es keine Arbeitsgruppe... ;o)
Lildanceqt

Lildanceqt

Mitglied
Basis-Konto
Ausführliche Wunddokumentation ist mit Sicherheit nicht notwendig (wie zum Beispiel bei einem aufwendigen Dekubitusverband). Aber da er ja anhand einer ärztlichen Verordnung durchgeführt ist, sollte schon erwähnt werden, wie der "Wundzustand" ist. Und wenn er reizlos ist, dann umso besser. Aber so kann man (oder der MDK) auch sehr schnell kleinste Veränderungen und Handlungsbedarf erkennen.
LG Katrin
 
Qualifikation
Krankenschwester, Pflegegutachterin beim MDK
Fachgebiet
Sachsen
U

UlrichFürst

Ich würde auch bei jedem Verbandswechsel dokumentieren. Wenn alles o.k. ist kann ich ja "Wunde o.B." oder "keine Entzündungszeichen" eintragen. Geht doch schnell, macht aber deutlich, dass bei Dir noch alles o.k. war.

Ulrich Fürst
 
Vaiolenz

Vaiolenz

Aktives Mitglied
Basis-Konto
Hallo!
Soviel ich als Hygienebeauftragter gelernt und während meiner jetzigen Fachweiterbildung erfahren habe, sind PEGs und suprapubische Katheter als Wunden zu behandeln und somit auch dokumentierpflichtig. Bei einer Fortbildung in Sachen Wundmanagement meinte die Dozentin, dass der MDK Niedersachsen eine solche ebenfalls fordern würde. Die Erklärung, dass es keine "natürliche Öffnung, sondern eine chirugisch hinzugeführte Wunde bzw. Öffnung" sei, erschien mir plausibel. Was macht Ihr denn, wenn hier Sekret zu sehen ist oder das Wundumfeld rissig, spröde, et cetera ist? Es wird doch behandelt! Aber warum, wenn es denn nun keine Wunde ist? Versteht Ihr, was ich meine? Und wie ist es denn dazu gekommen, wird man Euch fragen? Antwort: öhhh, irgendwie? So immer ein bischen mehr? Und plötzlich sah alles verdammt übel aus! Sorry, sorry, das war jetzt sehr ironisch, aber das erklärt doch letztendlich den Sachverhalt, darum dieses (blöde) Beispiel. Der Wundverlauf muß demnach auch immer auf dem neuesten Stand sein, damit dem Problem gleich entgegengewirkt werden kann. Bitte, bitte immer daran denken: was nicht dokumentiert ist, wurde nicht getan.
Liebe Grüße von
Jens.
 
Qualifikation
Altenpfleger, Pflegeexperte Wachkoma, PA, Hygiene
Fachgebiet
24- Stunden Heimbeatmung
Weiterbildungen
Ich würde mich auf eine Fachweiterbildung in Palliative Care freuen. Und das schon seit nunmehr sechs Jahren. Ich pack das..........!
D

degra

Mitglied
Basis-Konto
04.06.2008
45699
Hi zusammen
JA JA und nochmals JA!!! Auch bei PEG oder SPK Verbänden geade wenn diese vom Arzt angeortnet sind,egal ob reizlos oder nicht muss eine Wunddoko angelegt werden.Zum einen musst du ja nachweisen können ob die Behandlungspflege durchgeführt wird dazu reicht es nicht nur abzuhacken.Dieses Thema hatten wir erst kürzlich auf einer Fortbildung Dokomentation in der Pflege besprochen.Der MDK vergibt bei nicht führen von Wunddokos bei Angeorneten Verbänden dicke Minuspunkte und kann richtig Ärger machen.Also Wunddoko immer .

gruß degra
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Ambulante Pflege
Vaiolenz

Vaiolenz

Aktives Mitglied
Basis-Konto
Hallo, degra!
Genauso hab ich das auch gelernt. Vielleicht ist es von Bundesland zu Bundesland verschieden, aber wenn man so verfährt, kann man nichts verkehrt machen. Ich hab das seit Jahren eingetrichtert bekommen: "was nicht dokumentiert ist, ist nicht gemacht". So sei es wohl. In jeglicher Hinsicht.
Liebe Grüße vom
Jens.
 
Qualifikation
Altenpfleger, Pflegeexperte Wachkoma, PA, Hygiene
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24- Stunden Heimbeatmung
Weiterbildungen
Ich würde mich auf eine Fachweiterbildung in Palliative Care freuen. Und das schon seit nunmehr sechs Jahren. Ich pack das..........!
T

tassina

Mitglied
Basis-Konto
24.01.2007
30419
Wir führen auch eine Wunddoko. Bei der letzten Verordnung müßten wir die wunddoko. vorlegen.

gruß
 
Qualifikation
krankenschwester
Fachgebiet
amb.pflegedienst
N

n0gger0

Mitglied
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11.05.2006
21109
Hallo,

wir haben hier gerade eine Meinungsverschiedenheit... Muß eine Wunddoku geführt werden, wenn laut ärztlicher Verordnung 2x wöchentlich die PEG verbunden wird. Die Einstichstelle ist ansich unauffällig und sie wird eigentlich nur zum Schutz verbunden. Genauso wie der suprapub. Katheter. Meiner Meinung nach ist eine Wunddokumentation da nicht notwendig, oder?

Grüße, Alexandra
Wie sieht es da mit der Verordnungsfähigkeit aus? Der Patient kann sich nicht selbst verbinden und die Einstichstelle ist in der Regel reizlos. Ich bekam mit, dass es da Probleme mit der Kasse gab..
 
Qualifikation
examinierter Altenpfleger
Fachgebiet
ambulante Pflege
T

tassina

Mitglied
Basis-Konto
24.01.2007
30419
haloo, ich kenne es eigentlich nur, das eine wunddoko angelegt wurde, als Beispiel:
Pat bekommt neuen katheter,Arzt meint kein Verband, pat trägt jeans, am nächsten tag waren entzündungszeichen da, da wir sowie so eine wunddoko angelegt hatten, konnten wir klar sagen, das es ohne verband nicht geht. Somit bekomme wir auch ohne Probleme Verbandmaterial verschrieben, und so ein großer aufwand ist das schreiben der wunddoko ja auch nicht.

gruß tassina
 
Qualifikation
krankenschwester
Fachgebiet
amb.pflegedienst
S

steffileinchen

Mitglied
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31.01.2008
88605
also bei uns wird es so gehandhabt:

-eintragung in pflegeablauf und Pflegeplanung z.B.:2mal wöchentlich VW PEG-Sonde
-wenn Punktionsstelle suppt,gerötet etc. ist wird das ins berichteblatt eingetragen,bei keinen veränderungen wird nach bedarf "Einstichstelle reizlos" (ca.1mal monatl) eingetragen
-und zu guter letzt als nachweis muss es im leistungsnachweis abgesegnet werden

lg steffi
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
Meatball

Meatball

Verstorbenes Forenmitglied
Basis-Konto
28.07.2008
24149
Hallo,

ihr solltet bei der Wunddoku über eine begleitende Fotodokumentation der Wundsituation (ggf. mit Digitalkamera) nachdenken.

Dies kann in einigen Situationen bei Streitfragen mit den Kassen hilfreich sein. Es kann auch eine Absicherung für euch bedeuten, wenn ihr großflächige Wunden oder endzündliche Prozesse auf diesem Wege dokumentiert.

Nicht vergessen, ein Einverständnis des Patienten/Betreuers vorher einzuholen (ist im Regelfall aber kein Problem, da es nur im Interesse des Versicherungsnehmers ist, die benötigen Hilfs-/Heilmittel erstattet zu bekommen).

Grüße

Hannes
 
Qualifikation
Rentner
Fachgebiet
Keine Angabe möglich
M

Mesuximid

Mitglied
Basis-Konto
15.05.2008
30559
Wir haben auch eine Patientin mir einer PEG und wir führen keine WuDuko da wir sie nicht verbinden..... Wir haben die ersten vier Wochen verbunden und WuDuko geschrieben aber dann meinte die Ärztin das alles ok ist und kein Verband mehr gemacht werden brauch . Ist bis jetzt auch alles ok und die liegt jetzt schon Drei Jahre ohne Probleme.....
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
C

Classic

Neues Mitglied
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16.09.2008
13435
Auf meiner Station habe ich veranlasst, dass der Verbandwechsel alle 2 Tage gemacht wird und die Wunddokumentation 1x wöchentlich (z.B. Eintrittstelle PEG o.B.)
 
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Altenpfleger/WBL
Fachgebiet
Pflegeheim
P

Piet24

Neues Mitglied
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26.08.2008
29413
Hallo! Bei uns in der Einrichtung ( auch ambulater Pflegedienst) ist die Wunddoku pflicht. Da auch eine PEG Punktion sich entzünden kann und bei uns in Niedersachsen fragen auch die KK nach der Doku. Ist auch eine rechtliche absicherung. Gruß Piet 24
 
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Altenpfleger
Fachgebiet
ambulante Pflege
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Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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