Wo bleiben die Pflegekammern ?

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Willy_Wuff

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Ich stelle mir schon seit längerem die Frage wo denn die Pflegekammern bleiben ?
„Pflegekammern übernehmen sowohl die Funktion der Selbstverwaltung ihres Berufsstandes als auch je nach gesetzgeberischem Ermessen als legitim geltende öffentliche Aufgaben, an deren Erfüllung laut herrschender Rechtsprechung ein gesteigertes Interesse der Gemeinschaft besteht.Die Pflegekammer Niedersachsen veröffentlichte im Dezember 2018 einen „Bericht zur Lage der Pflegefachberufe in Niedersachsen“, in dem betont wird, dass es darauf ankomme, „fundierte und nachhaltige Entscheidungen im Sinne der Pflegenden und der zu Pflegenden treffen zu können“.Hierdurch wird deutlich, dass sich die Pflegekammer auch als zuständig für die Interessen von zu Pflegenden betrachtet.“

Sagt Wikipedia, befragt zur Pflegekammer.

Besonders Interessand finde ich im Moment den letzten Satz, denn damit wurden ja auch in der Vergangenheit die Beitragspflicht begründet.
Nun haben wir Pflegekammern und es sind auch schon viele Beiträge gezahlt worden…..

Wo bleibt der Aufschrei unserer Interessenvertretung, wenn es darum geht das im Moment tausende von Pflegekräften in den Einsatz geschickt werden, obwohl man weiß das sie in diesem ihre eigene Gesundheit aufs spiel setzen ?
Wo bleibt der Aufschrei unserer Interessenvertretung, wenn unsere Politiker mal wieder Medienwirksam runter beten wie gut unser Gesundheitssystem aufgestellt ist ?
Wo bleibt der Aufschrei unserer Interessenvertretung wenn mal wieder das leben von Bewohnern in Pflegeheimen in grob fahrlässiger weise gefährdet wird, einfach weil zu wenig Pflegekräfte und zu wenig Hilfspersonal vorhanden ist ?
Wo bleibt der Aufschrei unserer Interessenvertretung, wenn Politiker mal wieder so tun als ob jede Pflegekraft Problemlos ein Beatmungsgerät bedienen könnte ?
Vor einiger Zeit ist Herr Laschet auf die super Idee gekommen das man ja im Rahmen eines Notstandsgesetzes Pflegekräfte und auch Ärzte Zwangsrekrutieren könne, meines Wissens gibt es bei dieser Zwanksrekrutierung keine gesetzlich vorgeschriebenen Einschränkungen.

Wo bleibt unsere Interessenvertretung, wenn Politiker meinen das sie Pflegekräfte im Alter > 60 oder >70 Zawanksrekrutieren können ?
Also eine Risikogruppe in den Hochrisikoeinsatz schicken, wohlwissendlich das man mit diesem Einsatz das Leben und die Gesundheit der ehemaligen Pflegekräften gefährdet.
Nicht einmal in einer solchen Situation hört man etwas von unseren Interessenvertretern, die sich eigentlich ganz gut dafür bezahlen lassen das sie sich scheinbar überhaupt nicht für unsere Interessen interessieren.
Hier wäre eigentlich einmal die Möglichkeit das die Pflegekammern den Pflegenden beweisen das sie eine Existenzberechtigung haben und die Zwangsbeiträge genutzt werden um die Interessen der Pflegenden zu vertreten.
Aber irgendwie machen die Pflegekammern selbst bei einem Gesetzesentwurf wie Herr Laschet versucht ihn im Schnellverfahren durch zu bekommen, machen die Pflegekammern das was sie immer machen …… Nix

Irgendwie sind wir momentan von den Berufsvertretern der Ärzte weit besser vertreten als von unseren eigenen Pflegekammer.
Wenn die Pflegekammern berechtigt sind die Pflegenden mit Juristischen Mitteln zur Abgabe ihrer Beiträge zu zwingen ….. warum sind die Pflegenden dann nicht in der Lage ihre Berufsvertretung dazu zu zwingen endlich ihren Job zu machen ?
Werum Bombardieren die Pflegenden ihre Berufsvertretungen nicht mit Briefen in denen sie sie zur Handlung auffordern ? Warum Bombardieren die Pflegenden nicht ihre Landesvertreter mit Beschwerden über die Pflegekammern ?
Warum wenden die Pflegenden sich nicht an die Presse und fordern die Pflegekammern in offenen Briefen auf zu handeln ?

Warum ich das nicht mache ?
Ich habe das Glück das ich nicht in eine Solche Organisation gezwungen wurde.
Aber verstehen tue ich es trotzdem nicht.
Wir haben jetzt die Öffentliche Aufmerksamkeit die wir immer haben wollten, verdammt noch mal, dann nutzt sie doch endlich auch.
 
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ludmilla

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Die Pflegekammern sind in erster Linie dazu da in
unserem Land eine pflegefachlich professionelle
Pflege zu sichern. Und dann die beruflichen Interessen der Pflegekräfte zu fördern, aber unter Beachtung der Bevölkerungsinteressen die Pflege auch zu überwachen. So inetwa formuliert das der dbfk!

Das zeigt deutlich dass es nicht in erster Linie um die Pflegekräfte geht sondern um die Sicherstellung der Pflege für die Bevölkerung! Und der fehlende Einsatz der Kammern für die Pflegenden derzeit, bestätigt genau das. Die Interessen der Pflegekräfte sind nicht von Belang wenn es um die Versorgung der Bevölkerung geht! Es werden Gesetze geplant die die Rechte der Pflegekräfte weiter beschneiden, wenn die Pflege in diesen Zeiten ihren A.....nicht zum Protest hochkriegt, dann ist ihr nicht zu helfen!
Wundern tut es mich allerdings nicht....
 
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Willy_Wuff

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Leider wahr, allerdings muss mann auch sagen das es langsam mehr Pflegekräfte werden die die Zustände in ihren Einrichtungen anprangern.
Sonst hätten wir warscheinlich nie erfahren das z.B. Vivantis der Meinung ist das es OK ist wenn sie ihren Pflegekräften Mundschutz geben, den selbige dann zu Hause auskochen müssen.
Ganz ehrlich, wenn nach Corona auch nur noch eine Pflegekraft für ein Unternemen arbeitet, dass dies unter Mittarbeiter Schutz versteht, dann hat sie es nicht besser verdient.
 
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Roadreaper

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Eine berechtigte Frage was die Pflegekammern aktuell so machen, allerdings muss man für die Antwort weit ausholen und von Bundesland zu Bundesland gehen.

In Niedersachsen gab es ja eine Neuwahl und es wurde eine neue Präsidentin gewählt, die zurückgetretene Vizepräsidentin hat sich wieder in den Vorstand hineinwählen lassen. Leider ist auch die aktuelle Besetzung des Vorstandes mit einem kleinen Beigeschmack zu betrachten. Immerhin haben vier dieser Personen an dem im Vorfeld vom BffK erwähnten Rechtsbruch teilgenommen. Offenbar scheint das immer noch in der Pflegekammer Niedersachsen ein gängiges Vorgehen zu sein. Kurz vor der Wahl hat ein weiteres Mitglied des Vorstandes nach Berichten zu Folge wohl nichts besseres zu tun gehabt, als anwesende Zuhörer mit dem Zitat: „Ich habe 20 Jahre für diese Pflegekammer gekämpft und ich lasse sie mir von euch nicht kaputtmachen!“, in einer nicht angemessenen Lautstärke angegangen. Überlegt man, dass diese Person angeblich Kommunikationswissenschaften studiert hat, dann ist von dem Erlernten nicht viel übrig geblieben. Ebenfalls sollte dieses Mitglied sich überlegen, ob der Ton angemessen und für seine Stellung auch der Richtige war. Das Unterlassen einer Entschuldigung, wie auch der Inhalt der Aussage spricht dann noch weiter für sich.

Ebenfalls wurde bedingt durch die derzeitige Situation vom zuständigen Ministerium geäußert, dass die für Mitte März angekündigte Befragung zur Pflegekammer auf unbestimmte Zeit verschoben wurde, da es dem Personal in der momentanen Lage nicht zumutbar wäre, an der Abstimmung teilzunehmen. Nicht erwähnt wurde aber, dass es dann zumutbar sei unter den derzeitigen Bedingungen arbeiten zu können. Hr. Boeddinghaus vom BffK hat dieses in einem Video bestätigt und dabei auch noch auf Ungereimtheiten von Seiten des Ministeriums hingewiesen. Hier soll wohl Zeit gewonnen werden. Obendrein von der derzeitigen Ministerin eine klatschende Ohrfeige für die Pflegekräfte.

Auch der Ende letzten Jahres erwähnte Landeszuschuss für Beitragsfreiheit und Rückerstattung für bereits gezahlte Beiträge, der von der Pflegekammer gerne fälschlicherweise als Anschubfinanzierung bezeichnet wird, damit man vielleicht diesen Betrag für etwas anderes als vorgesehen nutzen könne, scheint irgendwie unerwähnt zu bleiben. Immerhin wurde geäußert, dass die Beiträge in der derzeitigen Situation nicht zeitnah zurück erstattet werden könnten. Dazu wäre es angeblich problematisch, da es evtl. ja auch Unterschiede zwischen der überwiesenen und der beitragspflichtigen Person geben könne. Also versucht man mit merkwürdigen Aussagen die Rückzahlung im Moment auch noch zu verzögern. Was ist dann mit dem Betrag vom Land Niedersachsen in der Zwischenzeit passiert?

Auch wurde wieder angedacht, dass man in Krisenstäben dann auch Pflegekräfte einsetzen wolle um die entsprechenden Abläufe planen zu können. Auch da ist es nur eine Aussage, welche keine Wirkung erzielen wird.

Wenn man sich die Frage stellt, was die Pflegekammer ansonsten bisher getan hat, dann kann man nur erwähnen, dass sie sich zu den Arbeitssituationen und zur Schutzausstattung geäußert hat, allerdings blieb dieses ohne Wirkung, da sie ja gesetzlich kein Mitbestimmungsrecht hat und es auch nicht vorgesehen ist dieses zu erhalten.

Ebenfalls hat die Pflegekammer sich zu der angedachten Möglichkeit Medizinstudenten zur Unterstützung des Pflegepersonals in Kliniken einzusetzen pauschal ablehnend geäußert. Dabei wurde aber nicht bedacht, dass ein Teil der Studenten vorher eine Ausbildung in der Krankenpflege oder auch im Rettungsdienst hatten. Schlauer wäre gewesen anzuregen, dass lediglich Medizinstudenten eingesetzt würden, welche vorher eine entsprechende Ausbildung durchlaufen haben. Meiner Meinung nach wollte man damit sich lediglich erwähnt wissen, aber leider wurde dabei vor dem Nachdenken gehandelt. Es ist also nicht in Ordnung, wenn man Personal einsetzt, welches schon eine entsprechende Ausbildung innehat. Im Gegensatz dazu ist es dann in Rheinland-Pfalz (genau das Bundesland mit der ersten Pflegekammer und der Berufsordnung), genauer in Koblenz okay, wenn man berufsfremde Menschen zwei Tage schult und dann als Hilfskräfte in Altenheimen und Klinikeneinsetzen möchte, zu sehen war dieser Beitrag am 02.04.2020 bei ZDF heute. Föderalismus in Reinform.

In Schleswig-Holstein wollte man wie bekannt die zusätzliche Anschubfinanzierung des Landes in Höhe von 3 Millionen € zwar annehmen, aber mit den Bedingungen ist die PBK SH dann nicht einverstanden gewesen und wollte noch nachverhandeln. Für die Pflegekräfte an der Basis ist auch dort bisher nichts Erkennbares passiert.

Rheinland-Pfalz glänzt weiterhin lediglich mit seiner Berufsordnung, welche eher an die Vergangenheit erinnert, als das etwas positiv langfristiges für die Zukunft zu erkennen ist.

In Baden-Württemberg wurde die derzeitige Situation klammheimlich genutzt, um wieder mit den bereits bekannten Standardfloskeln mit geringem Wahrheitsgehalt für die Pflegekammer geworben. Vermutlich wurde nicht aus der derzeitigen Situation in Niedersachsen und Schleswig-Holstein gelernt und man geht in gewohnter Weise vor. Bliebt nur noch abzuwarten, bis aus der wie so oft vorher repräsentativen Umfrage die Zustimmung zur Errichtung einer Pflegekammer wird.

Auch Nordrhein-Westfalen zeigt doch aktuell wie man mit den Pflegekräften umzugehen gedenkt, der Gesetzesentwurf der Landesregierung vom 28.03.2020 zeigt es ganz deutlich und wäre nicht von der Opposition auf die fragwürdigen Sätze hingewiesen worden, dann kann ich mir gut vorstellen, dass es so auch verabschiedet worden wäre. Ebenfalls schon bedenklich, dass man dann auch Menschen rekrutieren möchte, die entweder aus dem Beruf ausgeschieden sind oder sich auch schon in Rente befinden. Ist man dort gestraft, nur weil man den Beruf der Krankenschwester/-pfleger, Kinderkrankenschwester/-pfleger oder der Altenpflegerin/-pfleger erlernt hat? Auch ist zu bedenken, dass die bereits berenteten Kollegen zu den Risikogruppen gehören.

Obendrein wird dann auch versucht, dass sich ehemalige Pflegekräfte, welche in der aktuellen Lage dann noch unterstützend tätig sein wollen, damit zu verscheuchen, dass erwähnt wird, sie könnten sich dann ja bei der entsprechenden Pflegekammer registrieren lassen. Was ist aber danach? Hurra wir haben deine Daten und jetzt bist auch Du zwangsverkammert? So kann man dann auch versuchen Leute welche eigentlich nur helfen wollten zur Zahlung von Beiträgen zu zwingen. Das schreckt eher ab, als alles andere.

Bleibt für die bestehenden Pflegekammern festzuhalten, dass für die Pflege nichts getan wurde. Soviel zu der starken Stimme der Pflege. Es ist schon erschreckend, wie mit den Pflegekräften in Bezug auf Arbeitsbedingungen, Arbeitssicherheit und Arbeitszeit umgegangen wird. Irgendwie macht es den Eindruck, als wenn man bewusst die Pflege in die Knie zwingen möchte und somit auch viele zum Ausstieg bewegt, damit man danach weiter wie bisher und dann noch am Besten mit Billigkräften weitermachen kann. Da bekommt das Wort systemrelevant auf einmal eine sehr schale Bedeutung. So geht man dann also aus Sicht der Regierung mit diesen Personen um.

Auch der DBfK scheint aktuell sich eher für die Empfänger von pflegerischen Leistungen zu interessieren als für die freiwilligen Mitglieder. Wie sonst kam es dazu, dass vom DBfK Bundesverband folgendes geschrieben wurde: „Es geht um die Hochrisikogruppe – diese Patien/innen und Bewohner/innen könnten bei nicht ausreichendem Schutz die Krankenhäuser fluten.“ Aber das Pflegepersonal, also die Berufsgruppe für die sich der DBfK zuständig sieht wird nicht bedacht. Offenbar ist vom DBfK vergessen worden, dass sie sich doch mit Verbesserungen rühmen und auch bei der Installierung von Pflegekammer federführend sind, welche immer als starke Stimme der Pflege bezeichnet wird. Dieser Umstand hat zumindest für diesen Moment selbst die größten Befürworter von Pflegekammern gegen selbige gestellt. Ob es ein generelles oder nur situatives Umdenken ist, wird man sehen.

Aktuell gibt es jeden Tag immer mehr Stilblüten in den Bedingungen unter denen Pflegepersonal arbeiten soll. Willy Wuff hat schon Vivantes erwähnt. Ich frage mich, was wohl die Hersteller der Masken sagen, ob solche Verfahren überhaupt zulässig sind, denn wenn etwas passiert, dann wird mit Sicherheit keiner die Verantwortung für derartige Verfahren und Vorgaben nehmen wollen und dann auch entsprechen sich in Haftung nehmen lassen. Dazu bedenkt der Konzern auch nicht, dass durch den Transport der Maske auf dem Weg zum Wohnort des Mitarbeiters noch mehr Menschen infiziert werden könnten, da hier eindeutig die Carrier-Funktion des Erregers gegeben ist. Das RKI hat in einer Stellungnahme auch darauf hingewiesen, dass eine längere und mehrmalige Benutzung einer FFP 2 Maske möglich sei, aber auch erwähnt, dass dadurch ebenfalls die Möglichkeit der Vermeidung einer Infektion reduziert ist.

Noch bedenklicher finde ich den Artikel welcher bei Lokalo 24 vom 24.03.2020 zu finden ist, in welchem die DRK-Kliniken Nordhessen ihre Mitarbeiter schon im Vorfeld informierten, dass bedingt durch die aktuelle Lage mit Gehaltseinbußen und fehlender Zahlung der Jahressonderzulage (Weihnachtsgeld) zu rechnen sei. Da wird die Berufsgruppe, welche sich gerade die Füße wundrennt bereits jetzt informiert, wie man sie später bedenken möchte. Angeblich hat nach dem Artikel wohl ein Umdenken stattgefunden. Möglicherweise aber auch, um nicht auch noch zusätzlich bedingt durch das Verhalten zeitnah Mitarbeiter zu verlieren.

Ein Krankenhausverbund, welcher sich seit über einem Jahrzehnt aus dem TVöD herausgenommen hat und in welchem das Personal teilweise 15 – 20 % weniger verdient als tariflich bezahltes Personal, welches Gewinne für sich in Anspruch nimmt, möchte nun von der Stadt und dem Landkreis für die anstehenden Verluste Hilfestellung haben. Also Gewinne für mich und den Verlust soll jemand anderes tragen. Dazu das Personal ausquetschen, bis zum geht nicht mehr und der Betriebsrat stimmt durch Stillschweigen auch noch zu.

Dazu dann noch die wildesten hausinternen hygienischen Richtlinien, wo eine Gefährdung von Personal und Patient nur noch eine Frage der Zeit ist.

Auch das Aussetzen der Personaluntergrenzen zeigt doch deutlich auf, wie man mit den Pflegekräften umgeht.

Wenn man dann schon mitbekommt, wie die Bevölkerung in Frankreich teilweise mit dem Pflegepersonal umgeht, dann fragt man sich, ob denen eigentlich bewusst ist, dass nicht das Personal die Menschen gefährdet, sondern eher Menschen, welche sich nicht an die Vorgaben halten möchten gefährden das Pflegepersonal.

Vielleicht sollte man ein Forum erstellen, wo man diese ganzen Stilblüten der Arbeitgeber und Bedingungen erwähnt, kann mir aktuell gut vorstellen, dass dort die kuriosesten Vorgaben eingestellt werden.

Vielleicht kommt ja noch im Laufe der Zeit etwas an der Basis wirklich feststellbares von den Pflegekammern, aktuell kann man das nicht bestätigen.
 
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johannes2017

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Die Pflegekammern sind in erster Linie dazu da in
unserem Land eine pflegefachlich professionelle
Pflege zu sichern. Und dann die beruflichen Interessen der Pflegekräfte zu fördern, aber unter Beachtung der Bevölkerungsinteressen die Pflege auch zu überwachen. So inetwa formuliert das der dbfk!

Das zeigt deutlich dass es nicht in erster Linie um die Pflegekräfte geht sondern um die Sicherstellung der Pflege für die Bevölkerung! Und der fehlende Einsatz der Kammern für die Pflegenden derzeit, bestätigt genau das. Die Interessen der Pflegekräfte sind nicht von Belang wenn es um die Versorgung der Bevölkerung geht! Es werden Gesetze geplant die die Rechte der Pflegekräfte weiter beschneiden, wenn die Pflege in diesen Zeiten ihren A.....nicht zum Protest hochkriegt, dann ist ihr nicht zu helfen!
Wundern tut es mich allerdings nicht....
"... in erster Linie dazu da in unserem Land eine pflegefachlich professionelle Pflege zu sichern ..."

Hört sich zunächst mal gut an. Ist aber Betrug!

Wenn die Pflegekammer den Abbau von Pflegepersonal begrüßt, das damit unter 50 % Arbeitszeit für 100 % Mindestanforderungen genehmigt bekommt (Pflegekammer Rheinland-Pfalz zum PSG II, 2016/2017) ist es mit "pflegefachlich professioneller Pflege" nicht weit her.

Da meistens nicht die Zusammenhänge betrachtet werden, wird das allzuleicht übersehen.
 
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Willy_Wuff

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Insgesammt muß ich sagen das ich es zumindest positiv finde das diese ganzen Sachen in der Zwischenzeit endlich auch von der Presse veröffentlicht werden, denn ich fürchte das einem großen teil der Bevölkerung gar nicht bewusst ist in welchem maße mit ihrer Gesundheit Roulett gespielt wird.
Mich würde mal interessieren ob wes in den kommenden Jahren überhaubt noch Auszubildende gibt.

Denn ganz ehrlich.... nen ehrlicher Werbesloagen ist ja :
Hast Du keinen Bock auf Privatleben ? Gehen Dir Deine Freunde eh nur auf den Käks ? Willst Du schuften bis zum Umfallen ? Gibst Du selbst auf Dein leben und Deine Gesundheit keinen Pfifferling ? Möchtest Du, wenn Du das Rentenalter erreichen solltest, von Deiner Regierung in den Tod geschickt werden ( Danke Herr Laschet ) Dann werde Kranken/Alten Pflegekraft, aber nur wenn Du auch keinen Bock auf ne Bezahlung hast von der Du leben kannst ..... brauchst auch nicht, da Deine Lebenszeit außerhalb der Arbeit eh im Halbkoma verbringst hast auch keine Zeit Geld aus zu geben, was willst also damit.

Bin mir ganz sicher damit werden wir das Nachwuchs Problem lösen ;-)
 
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Willy_Wuff

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Habs noch mal auf mich wirken lassen.
Irgendwie doch beruhigend das es auch in Kriesenzeiten kontinuität und Stabilität gibt.
Die Kammern haben vor Corona die überbezahlten Pflegekräfte zwangsgemolken und nix für ihr Geld getan, zumindest nicht für die Leute die die Kohle abdrücken.
Während Corona tun sie nix, ausser die überbezahlten Pflegekräfte zwanks zu melken.
Nach Corona werden sie wohl das gleiche tun.
Was ja auch völlig OK ist, weil die Pflegekammern ja die Interessen der zu pflegenden vertritt.

Hmmmm.... Was ich aber bis heute noch nicht begriffen habe ist : warum finanzieren Pflegekräfte per zwangsabgabe die Interessenvertretung der Pflegebedürftigen und der Arbeitgeber ?
Wat bin ich froh das wir sonen Verein in HH nicht haben, ich geh für die Zwangsabfabe jeden Monat lecker Eiss essen, somit bin ich eine der wenigen Pflegekräfte die was davon haben.
Übrigens, auch in HH sind viele Stellen in Kliniken, Pflegediensten und Pflegeheimen frei.
Smile
Automatisch zusammengeführt:

Und nicht zu vergessen.... Wir haben total leckere Eissdielen.
Frech grins
 
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