Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

heloisa

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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

also weiter den Kpof einziehen???
Das kann die Lösung nicht sein. Wenn in einem 150 Bewohner Haus das ganze unzufriedene Personal sich sammelt und auftritt, will das Cheflein die alle entlassen?? Sicher nicht..der Laden würde zusammenbrechen und das wissen auch die Träger selbst.Ich versteh´s einfach nicht.
So wie es ist wird es weitergehen, es wird sich nichts ändern.
Daß "das alles so nicht mehr weiter gehen kann" hab ich schon vor 7, 8 Jahren gehört.
 
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altenpflegerin, studentin
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

also weiter den Kpof einziehen???
Das kann die Lösung nicht sein. Wenn in einem 150 Bewohner Haus das ganze unzufriedene Personal sich sammelt und auftritt, will das Cheflein die alle entlassen?? Sicher nicht..der Laden würde zusammenbrechen und das wissen auch die Träger selbst.Ich versteh´s einfach nicht.
So wie es ist wird es weitergehen, es wird sich nichts ändern.
Daß "das alles so nicht mehr weiter gehen kann" hab ich schon vor 7, 8 Jahren gehört.
genau deshalb hab ich irgendwann aufgehört mich an solchen diskussionen zu beteiligen bzw krampfhaft zu versuchen was zu ändern..

es wird immer nur gemault gemault und noch mal das ganze von vorne.. es wird sich nix tun! die hoffnung hab ich schon lange aufgegeben!


Fast alle Pflegekräfte die ich kenne und treffe sind unzufrieden. Unternehmen tun sie fast alle nichts. Es wird nicht gestreikt, man kommt immer wieder zum Einspringen und regt sich dann darüber auf, es wird nicht wirklich um mehr Gehalt gekämpft, von anderen Berufsgruppen des Gesundheitswesens wird man nicht anerkannt, und auch darüber wird sich dann gewundert und geschimpft.
Die Angestellten der großen Träger könnten gesammelt auftreten, streiken, kämpfen; man wird sie wohl nicht gesammelt entlassen.
Gab es das schon einmal?
Von der Einstellung die viele Pflegende ihrem Job gegenüber haben ganz zu schweigen; da kommen mir immer wieder mal Kommentare zu Ohren bei denen ich mich einfach nur wundern kann und mir die Patienten und Bewohner leid tun.
genau das sind meine erfahrungen .. deshalb..

und selbst wenn mein arbeitgeber mit entläst. fast jedes haus sucht plfegekräfte.. soll er doch ..
naja müssen schon alle mitziehen weil sonst fliegt man selber oder geht freiwillig und zieht von haus zu haus!
 
Kessia

Kessia

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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Wenn in einem 150 Bewohner Haus das ganze unzufriedene Personal sich sammelt und auftritt
Tja, das passiert aber eben nicht, da die Mitarbeiter mitbekommen, welchen Schikanen der Mitarbeiter ausgesetzt ist, der sich eben für Veränderungen einsetzt und automatisch ein Gefüge der Angst bei den verbliebenen Mitarbeitern entsteht. Das ist auch keineswegs abwertend gemeint. Wer also allein auf weiter Flur steht, sollte sich fragen, wie lange er das mitmachen will.
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Der Zustand in Deutschland ist eine Katastrophe. Ich persönlich habe daher die Konsequenz gezogen und werde mich so schnell nicht mehr fest anstellen lassen. Aus punkt basta Ende.

Das wir an der Pflegemisere selbst dran schuld sind : Ja ein Stück weit in jedem Falle, denn was macht ein festangsteller Pflegemitarbeiter oft....er springt ein, er bleibt länger und verausgabt sich bis zum bitteren Ende. Das ich das genauso tat zollte seinen Tribut, denn ich war chronisch übermüdet, genervt und verlor dadurch fast die komplette Lust an meinem ursprünglichen Traumberuf.

Dann musste ich schlichtweg an mich denken: Ich hab mir eine Auszeit genommen und mich auf die Freiberuflichkeit vorbereitet. Nun bin ich dort angekommen, wo ich meine Berufung wieder spüren kann.
 
Qualifikation
ex. KS, FKS A+I, Diplom. GuKP, RbP, Studentin
Fachgebiet
freiberuflich, Bayern, Studentin Pflegepädagogik staatliche Hochschule Ba-Wü
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Studentin Pflegepädagogik , Gründungsmitglied Bundesverband freiberuflicher Pflegefachkräfte e.V.
Kessia

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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Das ich das genauso tat zollte seinen Tribut, denn ich war chronisch übermüdet, genervt und verlor dadurch fast die komplette Lust an meinem ursprünglichen Traumberuf.

Dann musste ich schlichtweg an mich denken: Ich hab mir eine Auszeit genommen und mich auf die Freiberuflichkeit vorbereitet. Nun bin ich dort angekommen, wo ich meine Berufung wieder spüren kann.
Wenn Depressionen, Kopfschmerzen, Angst, Schlafstörungen oder unentwegtes Kreisen der Gedanken um den Stress im Job im Vordergrund stehen, brauch man - und das ist richtig - Abstand zum Geschehen. Viele realisieren erst Jahre später, welche Chancen sich durch eine Krise aufgetan haben. Aber besser eben spät, als nie. :thumbsup:
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Wenn Depressionen, Kopfschmerzen, Angst, Schlafstörungen oder unentwegtes Kreisen der Gedanken um den Stress im Job im Vordergrund stehen, brauch man - und das ist richtig - Abstand zum Geschehen. Viele realisieren erst Jahre später, welche Chancen sich durch eine Krise aufgetan haben. Aber besser eben spät, als nie. :thumbsup:

Ja genau so war es und obwohl ich wirklich sehr hart im Nehmen bin (dachte ich zumindest) war es mehr der Zufall, dass ich diese Auszeit voll und ganz umsetzen konnte. Vier Monate aus dem Job raus und nun fühle ich mich wieder um Welten wohler. Allerdings brauchte es auch seine Zeit bis ich innerhalb der Tätigkeit begriff, dass ich nun nicht mehr festangestellt bin, sondern selbständig.
Nun habe ich mich sogar für eine Pflege-Studium entschieden. Das beflügelt ungemein. Denn ich lerne gerne.
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Hallo alle zusammen,
das habe ich bei Verdi bzw. im Stern entdeckt:


http://www.stern.de/wirtschaft/job/lohndumping-durch-leiharbeit-die-miesen-tricks-der-diakonie-1642522.html
Erscheinungsdatum: 12. Januar 2011, 11:17 Uhr

Lohndumping durch Leiharbeit: Die miesen Tricks der Diakonie

Von Wohlfahrt und Nächstenliebe keine Spur: Pflegeeinrichtungen der Diakonie drücken durch Dumpingmethoden die Löhne zehntausender Angestellter. Vor allem bei qualifiziertem Personal spart das Unternehmen nach stern-Recherchen kräftig.


Nächstenliebe gegenüber alten Menschen - aber nicht beim Personal: besonders bei Fachkräften spart die Diakonie© Oliver Berg/DPA
Pflegeeinrichtungen der Diakonie drücken nach Recherchen des stern durch Dumpingmethoden die Löhne zehntausender Angestellter. Die Beschäftigten werden unter anderem über eigene Zeitarbeitsfirmen zu niedrigeren als den üblichen Löhnen eingestellt. Durch ein ähnliches Vorgehen war vor einem Jahr die Drogeriemarktkette Schlecker in die Schlagzeilen geraten.
Die Diakonie ist der Wohlfahrtsverband der evangelischen Kirche. Ihre Heime nutzen die unternehmenseigene Leiharbeitsfirma Dia Logistik, um neue Mitarbeiter zu den niedrigen Zeitarbeitstarifen einzustellen. Vor allem bei qualifiziertem Pflegepersonal spart das Unternehmen so kräftig: Nach Informationen des Magazins verdient eine examinierte Altenpflegerin nach zwei Jahren Berufserfahrung bei der Diakonie pro Stunde 14,28 Euro. Bei der Leiharbeitsfirma erhält sie nur in der Stunde nur 10,16 Euro – ein Minus von monatlich 640 Euro. Auch gründeten Geschäftsführer diakonischer Einrichtungen GmbHs, um gekündigte Beschäftigte zu schlechteren Konditionen wieder neu einzustellen.

Lesen Sie die ganze Geschichte... ...im neuen stern.
Der Bundesverband des Diakonischen Werks kommentierte die Vorwürfe des stern mit den Worten: "Alle diakonischen Einrichtungen müssen den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Nächstenliebe aushalten. Wenn eine Einrichtung ausschließlich finanzielle Gesichtspunkte in den Vordergrund stellt, handelt sie nicht mehr diakonisch."
Mit insgesamt 435.000 Festangestellten zählen die Einrichtungen der Diakonie zu den größten Arbeitgebern Deutschlands. Laut Nikolaus Schneider, dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sind acht Prozent (35.000 Mitarbeiter) der Diakonie-Beschäftigten ausgelagert. Schneider räumt ein, dass es unter diesen Beschäftigten Probleme mit der Lohnhöhe gebe. Michael Heinrich, der Sprecher der diakonischen Mitarbeitervertreter, geht dagegen von 75.000 Beschäftigten aus, die bei der Diakonie unter Lohndumping leiden.
 
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Nachtdienst/stat. Altenpflege
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Hier ist nochmal barny,
"Ohne Organisation gibt es keine Bewegung!"Und eine Bewegung ohne ( oder wenig) Mitglieder, da kann sich nichts bewegen. Also organisiert euch !!!!!!

hier ein Auszug aus dem Verdi Interview:

Wer etwas ändern will, muss nach den Kräften fragen, die etwas ändern können. Das ganze System der Misswirtschaft funktioniert nur so lange, so lange wir es mitmachen. Wenn wir uns zum Beispiel immer wieder aus der freien Zeit in den Dienst rufen lassen, wenn wir nicht selbst auf das Arbeitszeitgesetz achten, wenn wir auf Freizeit und ein Familienleben verzichten und uns in Berufung auf unser Helfersyndrom bis zur Selbstaufgabe aufopfern, dann schaden wir nicht nur uns, sondern auch den älteren Menschen, die uns anvertraut sind, denn so kann nie Veränderung kommen.

Wenn wir aber „Halt“ rufen und auf unseren Rechten bestehen, wenn wir unsere Interessen an menschenwürdigen Arbeitsbedingungen, an ordentlicher Bezahlung und an wertgeschätzter Behandlung durchsetzen, dann werden die Missstände in der Altenpflege automatisch rückläufig sein.

Was wir brauchen ist eine Altenpflege in Bewegung. Gemeinsam müssen wir mit den älteren Menschen, mit denen, die den Menschen in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen wollen, aktiv werden. Und die Beschäftigten der Altenpflege stellen dabei die wichtigste Kraft dar. Stell Dir vor, alle Beschäftigten in der Altenpflege würden sich weigern, unter diesen Arbeitsbedingungen weiter zu arbeiten.

Stell Dir vor, die Altenpflegerinnen und Altenpfleger kämen morgens nicht zur Arbeit und würden den Markt-Politikern sagen: „Macht doch den Scheiß alleine.“ Wir hätten schon die Macht etwas zu ändern, wenn wir koordiniert und bewusst handeln würden.

Aber wir sind ja Realisten. Wer eine Vision verwirklichen will, der muss das organisieren. Das ist unsere Aufgabe. Zurzeit sind etwa zehn Prozent der Kolleginnen und Kollegen der Altenpflege in ver.di organisiert. Wäre der Organisationsgrad bei 50 oder mehr Prozent, dann wäre die Pflege in Deutschland besser. Ganz klar ist: Ohne Organisation gibt es keine Veränderung.


mehr könnt ihr lesen auf der Verdi -Hompage Rubrik: Altenpflege
 
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Nachtdienst/stat. Altenpflege
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Hier ist nochmal barny,
"Ohne Organisation gibt es keine Bewegung!"Und eine Bewegung ohne ( oder wenig) Mitglieder, da kann sich nichts bewegen. Also organisiert euch !!!!!!

hier ein Auszug aus dem Verdi Interview:

Wer etwas ändern will, muss nach den Kräften fragen, die etwas ändern können. Das ganze System der Misswirtschaft funktioniert nur so lange, so lange wir es mitmachen. Wenn wir uns zum Beispiel immer wieder aus der freien Zeit in den Dienst rufen lassen, wenn wir nicht selbst auf das Arbeitszeitgesetz achten, wenn wir auf Freizeit und ein Familienleben verzichten und uns in Berufung auf unser Helfersyndrom bis zur Selbstaufgabe aufopfern, dann schaden wir nicht nur uns, sondern auch den älteren Menschen, die uns anvertraut sind, denn so kann nie Veränderung kommen.

Wenn wir aber „Halt“ rufen und auf unseren Rechten bestehen, wenn wir unsere Interessen an menschenwürdigen Arbeitsbedingungen, an ordentlicher Bezahlung und an wertgeschätzter Behandlung durchsetzen, dann werden die Missstände in der Altenpflege automatisch rückläufig sein.

Was wir brauchen ist eine Altenpflege in Bewegung. Gemeinsam müssen wir mit den älteren Menschen, mit denen, die den Menschen in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen wollen, aktiv werden. Und die Beschäftigten der Altenpflege stellen dabei die wichtigste Kraft dar. Stell Dir vor, alle Beschäftigten in der Altenpflege würden sich weigern, unter diesen Arbeitsbedingungen weiter zu arbeiten.

Stell Dir vor, die Altenpflegerinnen und Altenpfleger kämen morgens nicht zur Arbeit und würden den Markt-Politikern sagen: „Macht doch den Scheiß alleine.“ Wir hätten schon die Macht etwas zu ändern, wenn wir koordiniert und bewusst handeln würden.

Aber wir sind ja Realisten. Wer eine Vision verwirklichen will, der muss das organisieren. Das ist unsere Aufgabe. Zurzeit sind etwa zehn Prozent der Kolleginnen und Kollegen der Altenpflege in ver.di organisiert. Wäre der Organisationsgrad bei 50 oder mehr Prozent, dann wäre die Pflege in Deutschland besser. Ganz klar ist: Ohne Organisation gibt es keine Veränderung.


mehr könnt ihr lesen auf der Verdi -Hompage Rubrik: Altenpflege

Richtig..organisieren ist super wichtig.....es ist leider Alles schwer eine Kostenfrage und oft kombiniert mit dem reinsten Politikum:,) Das ist sehr frustrierend. Ich persönlich werde immer wieder die Gleiche Konsequenz aus der Pflegemisere ziehen und mich selbständig machen....denn dort kann ich endlich wieder nach meiner Berufung pflegen. Sorry....da bin ich vielleicht ein Stück weit hart, aber nur so funzt es für mich persönlich.Denn so lange die Häuser nicht mich als Fachkraft in ein Festangestellten- Verhältnis hineinziehen bzw. die ersten Kontakte adäquat pflegen und sich um mich kümmern bei entsprechender Bezahlung und Aufgabenstellung bzw. Angebote über eine Weiterentwicklung anbieten...solange werde ich als Fachkraft nicht mehr fest bei einem AG arbeiten. Aus basta Ende...meine Dienstleistung, die ich biete sticht von Anderen ab und nur in der Freiberuflichkeit kann ich genau das aufzeigen, überzeugen und rüberbringen bzw. besser werden....denn es geht hierbei um eine Zufriedenstellung für Alle.....nur hier finde ich zu meiner Berufung.
 
Qualifikation
ex. KS, FKS A+I, Diplom. GuKP, RbP, Studentin
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freiberuflich, Bayern, Studentin Pflegepädagogik staatliche Hochschule Ba-Wü
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

@rundum...

Ich persönlich werde immer wieder die Gleiche Konsequenz aus der Pflegemisere ziehen und mich selbständig machen....denn dort kann ich endlich wieder nach meiner Berufung pflegen. Sorry....da bin ich vielleicht ein Stück weit hart,
Wenns denn dann so wäre. Kann es sein, dass du entweder etwas sehr aussergewöhnliches anbietest oder noch am Anfang deiner Selbständigkeit stehst.

Denn als Selbständiger muss ich mich auch nach der Decke strecken und kann nur so pflegen wie es der Kunde beauftragt und bezahlt und nicht nach meiner "Berufung", was das auch immer sein mag.

Ich erlebe es nicht als das Paradies, wie du es meiner Meinung ein Stück weit schilderst.
Motto: Mach dich Selbständig und alles ist super.


Ich bleibe weiter in diesem System.
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Aus basta Ende...meine Dienstleistung, die ich biete sticht von Anderen ab und nur in der Freiberuflichkeit kann ich genau das aufzeigen, überzeugen und rüberbringen bzw. besser werden....denn es geht hierbei um eine Zufriedenstellung für Alle.....nur hier finde ich zu meiner Berufung.
würde mich auch mal interessieren in wieweit deine Dienstleistungen von anderen absticht...
Auch als Freiberufler kannst du nicht Frau Schmidt 1 Stunde lang füttern, wenn dafür nur 10 Min. vorgesehen sind...oder wie soll ich mir das vorstellen?
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

@rundum...

Wenns denn dann so wäre. Kann es sein, dass du entweder etwas sehr aussergewöhnliches anbietest oder noch am Anfang deiner Selbständigkeit stehst.

Denn als Selbständiger muss ich mich auch nach der Decke strecken und kann nur so pflegen wie es der Kunde beauftragt und bezahlt und nicht nach meiner "Berufung", was das auch immer sein mag.

Ich erlebe es nicht als das Paradies, wie du es meiner Meinung ein Stück weit schilderst.
Motto: Mach dich Selbständig und alles ist super.


Ich bleibe weiter in diesem System.
Aus Berufung bin ich in diesen Beruf gegangen. Im System selbst verlor ich irgendwann die Berufung, da das Angstelltenverhältnis viele Vor- und Nachteile hat. Nun darf ich als Selbständige und zwar zu 100% wieder meiner Berufung nachgehen und zwar für den Patienten. Die Berufung die ich neben der Pflege auch noch sehe ist es nicht nur meinen Auftraggeber zufrieden zu stellen, sondern eben auch den überarbeiteten und frustrierten Pflegekräften innerhalb des Systems den Weg durch meine Unterstützung freizuschaufeln. Ich sehe mich ganz klar als "Unterstützerin" und dann können sich die Pflegekräfte im Angestelltenverhältnis entspannter ihren Problemen widmen und dort eine Lösung finden.
Der Kunde ist mir in meiner pflegerischen Tätigkeit nicht weisungsbefugt. Es ist allerdings so, dass man als Freiberufliche Pflegekraft natürlich nicht gegen den Strom schwimmen sollte. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass ich nicht Alle Standards und Gegebenheiten von Beginn an kennen kann. Als Erfahrene ist dies aber weniger das Problem. Ausserdem sind die Kollegen gewillt einem zu helfen. Ich als Freiberuflerin arbeite nach anerkannten fachlichen Standards, die nicht unbedingt mit den hausüblichen Standards konform sind und auch nicht sein müssen. Denn als Freiberufler muss ich mich schnell einarbeiten und meine Patienten versorgen können.
Wichtiger ist es die Arbeit hochqualitativ abzuliefern und keine zusätzliche Unruhe in eine Misere hineinzubringen. Dann kann man durchaus absolut fromm, fröhlich-frei arbeiten und das ist auch der Sinn der Sache.
Denn eine Weisungsbefugnis besteht nur letztendlich vom Arzt bezüglich Anordnungen und Co.
Da ich im Intensivbereich tätig und das schon mehr als ein Jahrzehnt stellt es für mich kein wirkliches Problem dar frei zu arbeiten. Es ist möglich.
Es wird überall möglich sein, solange man den Kollegen/innen dies auch dementsprechend vermittelt.

Eben eine hochqualitative Dienstleistung anbietet.
Es ist jedem selbst überlassen, wie er seine mehr oder weniger Berufung sieht oder eben nicht.
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

@böser wolf:

In der Alten- und ambulanten Pflege mag dies auch so sein. Ebenso in der Allgemeinen Krankenpflege, aber in der Intensivpflege innerklinisch besteht da viel mehr Spielraum. Als erfahrene Intensivschwester bin ich es gewohnt mit Unvorgesehenem klar zu kommen. Ich passe mich der Situation jedes Mal aufs Neue an. Prioritäten setzen ist sehr wichtig. Ansonsten wird man sich selbst im Kreis drehen und den Blick fürs Wesentliche verlieren.
Die Genauigkeit ist dennoch immer noch möglich. Wichtiger dabei ist es u.a. auch dann auch mal Abstriche zu machen. Allerdings sehe ich mich als Freiberufliche Fachpflegekraft ganz klar in der Unterstützerrolle und steche daher vor, weil ich nicht nur meine Arbeit erledige, sondern durch meine enorme Erfahrungen einen schnellen Blick für die Situation habe. Das bedeutet, dass ich mich schneller auf eine andere mir u.U. neue Situation umstellen kann.
Das ich dabei noch mein reguläres Arbeitspensum sehr gewissenhaft erledige hängt einfach damit zusammen, dass ich das selbst von mir erwarte.
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Na ja, "Unterstützer" sind wir eigentlich alle, denn wenn Personal fehlt, braucht man uns...und als Freier muss man flexibel sein, eine schnelle Auffassungsgabe haben, sich in kurzer Zeit schnell mit allem vertraut machen, sonst ist man eher Belastung als Hilfe.
Das ist für mich die Grundvoraussetzung für Freiberuflichkeit und eigentlich nichts außergewöhnliches.
"Frei" zu arbeiten wäre für mich eigentlich folgendes: es ist genügend Personal da und ich als Freier würde das tun, was die Angestellten nicht können, nämlich mehr Zeit für die Bewohner zu haben...und das ist leider nicht der Fall, denn ich bin eigentlich kein "Unterstützer" sondern Ersatz für fehlendes Personal.
Dass jeder hochqualifizierte Arbeit und das so professionell wie möglich abliefert sollte eigentlich selbstverständlich sein.
 
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Na ja, "Unterstützer" sind wir eigentlich alle, denn wenn Personal fehlt, braucht man uns...und als Freier muss man flexibel sein, eine schnelle Auffassungsgabe haben, sich in kurzer Zeit schnell mit allem vertraut machen, sonst ist man eher Belastung als Hilfe.
Das ist für mich die Grundvoraussetzung für Freiberuflichkeit und eigentlich nichts außergewöhnliches.
"Frei" zu arbeiten wäre für mich eigentlich folgendes: es ist genügend Personal da und ich als Freier würde das tun, was die Angestellten nicht können, nämlich mehr Zeit für die Bewohner zu haben...und das ist leider nicht der Fall, denn ich bin eigentlich kein "Unterstützer" sondern Ersatz für fehlendes Personal.
Dass jeder hochqualifizierte Arbeit und das so professionell wie möglich abliefert sollte eigentlich selbstverständlich sein.
Durchaus gebe ich Dir grundsätzlich schon Recht. Leider ist das mit der hochqualifizierten und professionellen Arbeit nicht immer selbstverständlich. Auch nicht bei allen Freiberuflern. Es gibt schon schwarze Schafe.
Jeder Freiberufler sticht hervor, der ein aussergewöhnliches Maß an Eigeninitiative, Engagement und Motivation vermittelt.

Ich habe Zeit frei zu pflegen und wenn es mal Tage gibt, die nicht so sind, dann ist es so. Kann ich auch mit leben. Gerade ich liebe die Tage, wenn sehr viel zu tun ist.
Das kein Personal da ist - das interessiert mich ehrlichgesagt nicht. Solange ich alleine arbeiten kann und die Anderen zusätzlich unterstützen kann, dann bin ich happy. Ansonsten auch. Allerding erledige ich die meisten Aufgaben Alleine und weiß auch wie ich das einzuschätzen und vorallem umsetzen kann. Wenn ich dann doch Hilfe brauche, dann plant man dies und fragt den Kollechen.
Wenn keine Hilfe da ist, dann wird z.B. mikrogelagert oder der Patient nicht in den Sessel mobilisiert. Denn einen beatmeten Patienten, der keinen Tonus hat alleine kinästhetisch (auch mit tollen Tricks) und vorallem sicher zu mobilisieren, werde ich ohne zweite Person garantiert nicht. Denn da geht die Patientensicherheit vor.
Prioritäten setzen ist sehr sehr wichtig, um sich nicht selbst auszubrennen.
 
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Also ich bin in einem Heim angestellt und leiste auch hochqualifizierte Arbeit ab. Alles andere ist für mich undiskutabel. Auch ein "Rundumsorglospaket" kocht nur mit Wasser.
 
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heloisa

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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Jetzt halten auch hier die Streitereien Einzug.....kann man das nicht sein lassen und jedem seine Meinung und Erfahrung lassen?
Selbstständigkeit für MICH (bitte beachten: nicht unbedingt für andere zutreffend) bedeutet, Zeit zu haben zum lernen, mich ständig weiter zu entwickeln, frei zu sein vom täglichen Zickenalarm und letztlich ne gescheite Honorierung.
Nachteil: auch arbeiten wenn der Rücken weh tut, oft genug nirgends dazu zu gehören, Unklarheit "wo bin ich nächste Woche?", "wann zahlt der Kunde?"
Und letztlich: Jeder ist seines Glückes selber Schmied.......Amen.
:))

PS: Wer geht streiken??
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

keep cool :,) jeder ist sich selbst seines Glückes Schmied und es ist eben nicht selbstverständlich gewissenhaft als Freiberufler zu arbeiten. Ich lernte davon leider einige schwarze Schafe kennen.

Ich lebe nun als Freiberuflerin in meinem Job ganz neu auf....es ist mir nichts zu viel ....und nicht jeder sieht sich wirklich als " Unterstützer" .

Meine Beobachtung!

P.S.: Stimmt- auch ein Rundumsorglospaket kocht gelegentlich nur mit Wasser.
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Ich lebe nun als Freiberuflerin in meinem Job ganz neu auf....es ist mir nichts zu viel ...

P.S.: Stimmt- auch ein Rundumsorglospaket kocht gelegentlich nur mit Wasser. Allerdings weiß ich eben einfach von mir selbst, weil mein Anspruch an mich von Haus aus sehr hoch ist, dass ich eben sehr verantwortungsvoll und gewissenhaft agiere.

same here...
 
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