Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

So lange es Kollegen/innen gibt, die freiwillig früher kommen, quasi ihre Freizeit in die Arbeit einbringen, sich immer "im Dienst" befinden, sich aus Frei, Urlaub etc. zurückrufen lassen, so lange wird sich großartig nichts ändern. So eine Haltung kommt den AG natürlich entgegen, der Mehrzahl der Kollegen/innen wahrscheinlich nicht. Das war schon in der Schule zu. "Streber" wurden nicht gern gesehen.

Ich bin ja nun FB und werde nach meinen geleisteten Arbeitsstunden bezahlt. Auch ich komme dem AG in gewisser Weise entgegen, dass ich z.B. wenn ich mal 5 - 15 Min. länger arbeite, diese Zeit nicht berechne. Ab 20 Min. wird die Zeit aber in Rechnung gestellt.

Kein AG wird freiwillig, weil eine Angestellte so fleissig ist, das Gehalt erhöhen oder mal eine Zuwendung machen und kein AG wird einem FB, der ohne Berechnung "Überstunden" macht einen Dank aussprechen.

Engagement im Beruf ist ok, aber nicht um jeden Preis.
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Es kann nicht sein, dass man seine Freizeit dem Chef zur Verfügung stellt.
Vielleicht ist es aber auch der Beginn einer Resignation und des "über sich ergehen lassens". Sobald man als AN die eigenen Rechte vertritt, geht man schon negativ an den Arbeitstag heran. Zur Überwindung haben schon manche Opfer die Interessen ihres Täters vertreten, nur um den Kopf in den Sand zu stecken und nichtsmehr hören und sehen zu wollen. Das ist wie ein Schutzmechanismus. Aber wir müssen es nicht @gerontonurse. Es geht auch anders!


Grüße
 
IMC Köln

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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Sicher müssen die Kolleginnen-/Kollegen im Bereich Pflege das "Neinsagen" erst noch lernen,bloss wird das nichts werden,wenns immer Kollegen wie GerontoNurse gibt. Bitte,GerontoNurse,das ist kein Angriff gegen Dich persönlich :nono: !
Ich meine nur,solange es MA gibt,die aus irgendwelchen Gründen an ihrem Job "festgewachsen" und nicht flexibel genug für einen Wechsel sind,ihren AG als "den Herrn über Wohl und Wehe" ansehen und somit jeder noch so ungerechtfertigten Forderung nachkommen oder sich ganz und gar "gratis" einbringen,wird sich da nichts tun.
Wir Pflegende sollten mal langsam viel kritischer mit uns selbst werden,nicht die "soziale Ader" über die Kreuzschmerzen stellen und einsehen,dass wir diejenigen sind,mit denen das Unternehmen des AG steht oder fällt !
Engagement im Beruf ist eigentlich klar,denn man will ja für sich selbst auch was erreichen,dies aber nicht ohne Gegenleistung,wie Böserwolf ganz richtig feststellte. Wenn der AG sich Freiberufler leisten kann,kann er sich auch den eigenen MA bei Bestleistungen erkenntlich zeigen und dies nicht als selbstverständlich ansehen,denn ein FB verdient nur so gut,wie er arbeitet,seine Leistung wird entsprechend honoriert. Das aber nicht,weil er womöglich mehr weiss und kann,sondern deshalb,weil die Marktwirtschaft es gebietet. Wäre ganz nett zu wissen,wie die Pflege aussehen würde,wenns denn nur noch Freiberufler gäbe :verknallt.
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Wäre ganz nett zu wissen,wie die Pflege aussehen würde,wenns denn nur noch Freiberufler gäbe .
das würde mich auch interessieren:kopfkratz:
Dazu wird es aber nicht kommen, weil es Menschen gibt, die eine geregelte und strukturiere Arbeitswelt brauchen, ein festes Einkommen (hat man als FB auch) und nicht so flexibel sind bzw. sein können, wie man es als FB sein muss.

Habe mich mal mit Kollegen unterhalten was wäre wenn alle Pflegenden nur 1 Tag streiken würden...Chaos

Wenn man nach Frankreich schaut, die Menschen dort sind sich einig - die gehen auf die Strasse - warum ist das bei uns nicht der Fall?
Was hindert uns? Wie unterscheidet sich da unsere Mentalität von z.B. den Franzosen? Mir ist das ein Rätsel.
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

@IMC Köln: Deine ziemlich abwegeige Interpretation meiner Posts werd ich definitiv nicht als persönlichen Angriff werten. Dies ist ein Forum und da kann jeder jeden Post interpretieren, dramatisieren und breitreten wie er möchte und jedes kleine Detail auf seine persönliche Realität übertragen.

Und wenn die Rückmeldung von den Kollegen lautet: "Wir arbeiten gerne mit dir, weil es immer so ruhig ist und nicht so stressig..", dann glaube ich schon was richtig zu machen.
Die arbeit ist wie im Post #236 angedeutet auch ohne die halbe Stunde zu schaffen, aber mit eben bei weitem nicht so stressig.
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Ich habe schon einmal in einem anderen Thread geschrieben, dass wir die Pflegewelt nicht ändern werden. Es werden sich niemals soviel Pflegekräfte engagieren wie wir uns das alle wünschen. Jeder hier möchte diese Wunschvorstellung gerne haben aber kaum einer ist z.B. politisch engagiert, registriert oder gewerkschaftlich aktiv. Wir brauchen auch nicht auf den "goldenen Reiter" zu warten, der uns aus der Miserie befreit. Es wird niemand kommen.
Das einzige was wir selber tun können, ist uns selber pflegen. Wir müssen uns selber in den Fokus stellen und nicht die Bewohner/Patienten oder Kunden. Schön, wenn die Patienten mit unsere Pflege zufrieden sind aber wir müssen erst eimal mit uns zufrieden sein. Diese Zufriedenheit findet man allerdings kaum noch in ihrgend welchen KH, AH oder ambulanten Einrichtungen. Wenn dem so ist, wunderbar und derjenige sollte froh sein. Ansonsten müssen wir lernen, einen "Work-Life-Balance" hinzubekommen. Wenn wir bis zur Rente arbeiten wollen, und leider keinen AG haben, der dies als sein Ziel ansieht seine MA bis zur Rente behalten zu wollen, müssen wir selber sehen, dass wir dieses Ziel schaffen können. Ich z.B. arbeite ab November in Teilzeit. Bin allerdings auch in der günstigen Lage dies machen zu können. (Finanziell) Andere haben vieleicht andere Möglichkeiten. Ich glaube mittlerweile, dass dies ein möglicher Weg ist. Auf die anderen Wege haben wir als einzelner leider, meiner Meinung nach, keinen Einfluss.

Gruß
Heike
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Schön, wenn die Patienten mit unsere Pflege zufrieden sind aber wir müssen erst eimal mit uns zufrieden sein.
tja, du wirst lachen. Seit dem ich freiberuflich arbeite bin ich wirklich zufrieden in meinem Beruf und da spielen mehrere Faktoren zusammen:
man ist ungebunden, d.h. ist eine Einrichtung einschl. Kollegen nicht so das Gelbe vom Ei weiß man, es ist nur auf Zeit...das finanzielle stimmt auch, ich teile mir meine Arbeitszeit so ein wie ich es möchte, mich ruft keiner aus meinem Frei zurück, kann mir einteilen an welchen Feiertagen ich arbeiten will - treffe sehr sehr oft nette Kollegen/innen, nette PDL und wunderbare Bewohner - man schätzt mich und meine Arbeit und das zeigt und sagt man auch, in dem ich immer wieder gebucht werde und das alles zusammen macht meine Zufriedenheit aus.
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Auf der Homepage unserer Einrichtung steht auf der Seite "Stellenanzeigen" u.a.:
"Wir bieten mehr ..."
(Es folgen diverse Leistungen)
Und zum Schluss:
... Doch wir verlangen auch viel. Natürlich stehen in der Stiftung Uhlebüll die Betreuten an oberster Stelle, doch nur wenn es den Beschäftigten gut geht, geht es auch den von ihnen betreuten Menschen gut. Sehr gute Noten und lobende Worte bei amtlichen Überprüfungen sind nicht zum "Nulltarif" zu bekommen.
Wir wissen sehr wohl, wem wir das zum größten Teil zu verdanken haben: Einem hoch motivierten Kollegium, dem wir auch an dieser Stelle unseren ausdrücklichen Dank aussprechen."

Hoch motiviert heißt nicht unbezahlt länger arbeiten, auch nicht 30 Minuten pro Schicht!!!
Unbezahlt arbeiten heißt freiwillige "Selbstausbeutung" und nichts anderes.
Bernd
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Und wenn die Rückmeldung von den Kollegen lautet: "Wir arbeiten gerne mit dir, weil es immer so ruhig ist und nicht so stressig..", dann glaube ich schon was richtig zu machen.
Die arbeit ist wie im Post #236 angedeutet auch ohne die halbe Stunde zu schaffen, aber mit eben bei weitem nicht so stressig.
Ist nur die Frage, wielange du es noch durchstehst. Es kann lange gut gehen, bis deine Fasade den ersten Bruch erleidet und du mitten im Burn Out steckst, denn du hast ja schon zur Kenntnis genommen, dass deine Kollegen es GUT finden, mit dir zu arbeiten, da es nicht so stressig ist. Deine Anspruchshaltung an dir selbst ist meiner Meinung nach sehr hoch, denn die Grenze, dich unentbehrlich zu finden ist fließend! Du bist professionell Pflegender und sollst niemandem "Helfen" keinem Chef in seinem Personalmangel noch Kollegen, denn am Ende muß sich leider jeder selber organisieren. Deine Arbeit ist sein Geld wert. Es beruht zwischen AG und AN auf geben und nehmen.
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Burn-Out? Als Teilzeitkraft in so einer guten Einrichtung wird mir das nicht so schnell passieren. Hab nach der Ausbildung in anderen Einrichtungen gearbeitet, wo 15 Tage am Stück, danach ein Tag frei gang und gebe waren. Als Exe mit 3 Pflegehelfern 3 Stationen á 20 Bewohner, keine Pflegeplanungstage, eine HL die dich für eine Überlastungsanzeige oder das bitten um ausreichend freie Tage ausgelacht hat...

Eure apokalyptischen Szenarien in allen ehren.. in dem Betrieb, wo ich jetzt bin fühle ich mich wohl und gehe wie viele kollegen gerne zur Arbeit. Es gibt nur eben solche Querdenker dort die alles dramatisieren und auf Krawall gebürstet sind, wo es kein Drama gibt. "Mich hat die PDL schon wieder angerufen, ob ich den Dienst von der kranken XY übernehmen könnte und ich hab zugestimmt... Wenn das so weiter geht, gehe ich zum Arzt!".. Öh, ja.. wie wärs mit Nein sagen? Nur ein Beispiel um mal eine für sich selbst kontraproduktive Haltung zu demonstrieren.
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Du hast geschrieben:
Es gibt nur eben solche Querdenker dort die alles dramatisieren und auf Krawall gebürstet sind, wo es kein Drama gibt.
Soso...meinst du also diese hier:

Du hast geschrieben:
Andererseits kann ich deren oberflächliche Begründungen keineswegs nachvollziehen die da z.B. lauten: das allseitsbeliebte "zu wenig Zeit", "zu wenig Personal", "Wo sollen wir denn hin, im Grunde ist es doch überall das gleiche.", das tägliche gemecker über den Dienstplan und hunderte von offenen Überstunden
Klar,...wenn du unbezahlt ne halbe Stunde früher zu arbeiten beginnst dann ist es - deiner Meinung nach - nicht stressig. Also sollte jeder deiner Kollegen ne unbezahlte Stunde arbeiten, dann müssen sie nicht jammern.

Meiiiine Güte.... dazu fällt mir garnichtsmehr ein
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Nein, sollten sie nicht.. das mach ich für mich selbst.
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Aber wenn du selbst sagst, dass es für dich stressig ist und dir nicht die Zeit bleibt, WENN du nicht ne halbe Stunde unbezahlt früher anfängst, dann gestehe doch wenigstens deinen Kollegen zu, dass sie NICHT umsonst arbeiten wollen und die Zeit dafür ihnen einfach zu knapp wird.
Ich erkenne in deinen Argumenten (noch) keine Logik. Du kennst doch diese "apokalyptischen Zustände" aus Heimen, in denen du nach deiner Ausbildung gearbeitet hast, so wie du geschrieben hast "15 Tage am Stück arbeiten", oder "HL lacht dich aus". Wirst dich sicherlich nicht darüber gefreut haben - nehm ich zumindest an.

Also irgendwie suche ich gerade nach dem Sinn darin. Du weißt selbst wie es in vielen Heimen läuft, hast für dich eine Lösung gefunden, die für den meisten zurecht nicht tragbar ist, und findest das "gejammere" der anderen aber nicht für gerechtfertigt. Hm....
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Im Grunde wollte ich damit auch nur darstellen, das man erstmal nach einer Strategie für sich selbst suchen sollte um sich Dienste so angenehm wie möglich zu gestalten und aufhört seine Energie mit kontraproduktiven Meckern zu verschwenden um auf biegen und brechen letztendlich 0 zu erreichen ausser sich selbst mehr Stress zu machen und sich selbst sowie dem Umfeld zu schaden. Ob jemand nun dem Betrieb eine halbe Stunde schenken möchte um mehr Zeit zur Verfügung zu haben ist letzlich sein eigenes Ding.. es ist nur eine Möglichkeit von vielen.

Und ja, es war gewiss nicht schön von einer Heimleitung ausgelacht und nicht ernst genommen zu werden und dafür hat sie die Kündigung von mir bekommen. Die Betriebe suchen Händeringend nach qualifizierten Kräften.. da werd ich mit Sicherheit nicht dort bleiben, wo es mir nicht gefällt.
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Ja gut - deine "Strategie" ist es, umsonst ne halbe Stunde zu arbeiten, um seinem Stress etwas entgegen zu kommen. Es ist die Sicht der Dinge über was man sich nun mehr aufregen könnte: Über schimpfende Kollegen oder über Kollegen, die unbezahlt arbeiten auf die Gefahr hin, dass mein AG es von mir auch verlangen könnte.
Ist dein AG bei Minus-Std auch so liberal wie du, indem er 30 Minuten minus verschwinden lässt?
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

tja, du wirst lachen. Seit dem ich freiberuflich arbeite bin ich wirklich zufrieden in meinem Beruf und da spielen mehrere Faktoren zusammen:
Das freut mich für dich. Dann hast du ja deinen Weg gefunden. Herzlichen Glückwunsch!
Andere gehen andere Wege....

Gruß
Heike
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Hallo GerontoNurse;

Warum führen wir dann nicht einfach gleich wieder die 40-Stundenwoche bei gleichem Gehalt ein?
Bei 40 Kolleg/innen in der Pflege wären das immerhin 60 Stunden/Woche. Sparen dann gleich noch eine Vollzeitkraft ein. Das wär´s doch, oder?
Bei uns wurde die 38,5-Stundenwoche nie in Frage gestellt. Weder von Arbeitgeberseite, noch von den Pflegeklassen. Von Arbeitnehmerseite natürlich erst recht nicht.
Im Gegenteil: Wir haben es bei den letzten Pflegesatzverhandlungen sogar geschafft, dass diese die 2% eines Monatsgehaltes für die Betriebliche Altersversorgung übernehmen.
Was wir nicht geschafft haben war, dass sie auch die 8% eines Monatsgehaltes übernehmen, welche an Gewerkschaftsmitglieder gezahlt werden.
Trotzdem: Wenn man vernünftige Argumente hat (z. Bsp. einen Tarifvertrag) und offensichtlich gute Arbeit geleistet wird, kann man mit den Pflegekassen auch vernünftig verhandeln.
Dann ist es nicht erforderlich, dass Mitarbeiter/innen unbezahlte Überstunden machen.
Wenn das bei uns passieren würde, würden wir nur den Pflegekassen in die Hände spielen, denn die würden feststellen, dass es auch ohne Kostensteigerung geht.
Es tut mir leid, doch ich kann Deinen Argumenten nicht folgen.
Offen gestanden möchte ich Menschen mit Deiner Einstellung nicht unter unseren Mitarbeiter/innen haben. Die "versauen" mir mit ihren altruistischen Verhalten schnell das Betriebsklima.
Mein Ziel ist es, dass beide Seiten, also Arbeitgeber und Arbeitnehmer/innen ihre per Tarif-und Anstellungsvertrag eingegangenen Verpflichtungen nachkommen und nicht mehr und nicht weniger.
Bernd
 
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AW: Wir sind alle selber Schuld an der Pflegemisere

Nee,Deine persönliche Einstellung in allen Ehren,aber Deine pauschale Übertragung auf andere MA kommt wie gesagt nicht gut,denn sowas gibt nur böses Blut im Team...
Das,Berd-KL,hab ich auch schon festgestellt.
GerontoNurse,Du beschwerst Dich über Kollegen,die trotz Jammern immer wieder einspringen,bist selbst aber bereit,für Umme,nullkommanix,gratis zu arbeiten. Die Kollegen,die einspringen,bekommen jedoch für dieses Einspringen ihr Geld !
Deinen Argumenten zu folgen ist deshalb wirklich recht schwer...
 
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Ein kleiner Tipp am Rande: Es gibt ein wunderbares Buch, vor allem für Pfleger-innen im geriatr. Bereich von Erich Schützendorf:
"Wer pflegt, muss sich pflegen" , in dem aufgezeigt wird, wie man seine eigenen Bedürfnisse überhaupt wahrnimmt, besser versteht und vertritt
http://www.amazon.de/dp/3211996540/?tag=_pb-21
 
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