J

johyle

Mitglied
Basis-Konto
0
30625
0
hALLO,
ist es ok, bei starkem Harnverhalt zu windeln?

Gruß
 
Qualifikation
Studentin
Fachgebiet
Sozialpädagogik
A

adypo

Mitglied
Basis-Konto
3
Karlsruhe
0
AW: Windel

Ich würde mir erst einmal Gedanken darüber machen, welche Ursachen zu diesem starken Harnverhalt geführt haben.Ansonsten können die Konsequenzen für den Patienten sehr gefährlich werden.
 
Qualifikation
Pflegefachkraft
Fachgebiet
-
Benzodiazepin

Benzodiazepin

Mitglied
Basis-Konto
AW: Windel

Geht mit dem Harnverhalt ein ungewollter Urinabfluss einher? Wenn ja, ist ein Inko-System durchaus geeignet. Weshalb nicht?

Die Informationen sind aber zu spärlich, als dass eine Einschätzung möglich wäre. Bei mobilen Patienten die noch zu Hause wohnen würde ich bspw. eher zu einem harnableitenden System raten.
 
Qualifikation
Altenpfleger, Wundexperte ICW, Pflegemanager B.A.
Fachgebiet
QMB
leaving-the-moon

leaving-the-moon

Unterstützer/in
Fördermitglied
83
Karlsruhe
0
AW: Windel

Ich glaube hier herrschen irgendwie Begriffsunklarheiten vor. Mein erster Gedanke zum Thema Harnverhalt ist Einmaktheter, da bei "starkem" Harnverhalt es zum einem Rückstau in die Niere kommen kann mit entsprechenden Schäden. Zudem wäre ein dauerhafter Harnverhalt ein Problem das auf jedenfall Urologisch abzuklären wäre.

Vielleicht ist auch eine Überlaufblase gemeint (Die TE ist offensichtlich nicht vom Fach, Studentin Sozialpädagogik) mit häufigem ungewolltem Harnabgang - hier drohen bei ständigen hohen Restmengen in der Blase gehäufte Infektionen.
Bei einem Harnverhalt geht eher kein Urin ab, sonst würde man nicht von Harnverhalt sprechen.

Vielleicht beschreibst du dein Problem nochmal in alltäglichen Worten - dann verstehen wir die Frage auch besser
 
Qualifikation
PFK Intensiv und Anästhesie
Fachgebiet
Freiberufler, Intensiv und Anästhesie
Weiterbildungen
abgebrochenes Studium von anno dunnemal, FWB Anästhesie und Intensiv, FWB Stationsleitung, Peer Toutoring Kinaesthetics,
Onkel Fritz

Onkel Fritz

Aktives Mitglied
Basis-Konto
11
Berlin
0
AW: Windel

Vielleicht ist auch eine Überlaufblase gemeint (Die TE ist offensichtlich nicht vom Fach, Studentin Sozialpädagogik) mit häufigem ungewolltem Harnabgang - hier drohen bei ständigen hohen Restmengen in der Blase gehäufte Infektionen.
Bei einem Harnverhalt geht eher kein Urin ab, sonst würde man nicht von Harnverhalt sprechen.
Spricht man doch, allerdings von chronischem Harnverhalt.
 
Qualifikation
KS
Fachgebiet
kein
leaving-the-moon

leaving-the-moon

Unterstützer/in
Fördermitglied
83
Karlsruhe
0
AW: Windel

Deswegen wäre eine Klärung des tatsächlichen Sachverhaltes bei der Fragestellung durch jemanden, der auch ein Laie sein könnte doch hilfreich.

Kurzes Wiki Zitat:

[h=3]Chronischer Harnverhalt[Bearbeiten][/h]Liegt eine chronische Harnverhaltung vor, staut sich der Urin oft bis in die Nieren zurück und führt dort zu druckbedingten Schädigungen. Dabei treten als typische Befunde Hydroureter, Hydronephrose und eine Erhöhung der harnpflichtigen Substanzen auf. Therapeutisch, erfolgt zunächst die Ableitung mit Harnröhrenkatheter oder suprapubischem Katheter. Bei bestehender Druckschädigung der tubulären Nierenfunktion kommt es nach der Entlastung häufig zu einer polyurischen Phase mit einer Urinausscheidung von bis zu 6 Litern am Tag.
Liegt eine neurogene Ursache der Harnverhaltung zugrunde, ist der Dehnungsschmerz oft nur gering und verursacht wenig Beschwerden. Infolge der lang anhaltenden Überdehnung entstehen myogene Schädigungen mit Restharnbildung, chronische Harnverhaltung und später daraus resultierende Überlaufinkontinenz.
Also in beiden Fällen nutzt die Windel nichts - außer Überlaufmengen aufzufangen die unkontrolliert abgehen. Keine Inkontinenzversorgung hilft auch nichts weder gegen den chronischen Harnverhalt noch gegen eine ggf. bereits bestehende Überlaufinkontinez. Dann müsste die Antwort auf die Frage lauten: Egal welche Ursache dem ungewollten Harnabgang - Inkontinenzversorgung schützt die Kleidung vor Verschmutzung und dämmt Gerüche ein löst das grundlegende Problem aber nicht - keine Inkontinenzversorgung löst das grundlegende Problem auch nicht und führt nicht dazu, dass die Kontrolle wieder eintritt. Es ist eben nicht wie bei kleinen Kindern, die unter Umständen nur zu beschäftigt sind auf die Toilette zu gehen bei grundsätzlich bestehender Kontinezfähigkeit und deshalb ab und an mal durch nasse Kleidung daran erinnert werden dem Bedürfnis kontrolliert nachzugehen.


Einzige sinnvolle Antwort daher: Urologisch abklären lassen und DANN bei unkontrolliertem Harnabgang Inkontinenzversorgung - wieso auch nicht.
 
Qualifikation
PFK Intensiv und Anästhesie
Fachgebiet
Freiberufler, Intensiv und Anästhesie
Weiterbildungen
abgebrochenes Studium von anno dunnemal, FWB Anästhesie und Intensiv, FWB Stationsleitung, Peer Toutoring Kinaesthetics,
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.