Arbeitsrecht Wie würdet ihr reagieren in folgendem Fall?

Angie42

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Hallo Zusammen,

folgende Situation:
Eine Mitarbeiterin hat seit Anfang des Jahres immer wieder massive Probleme mit dem Rücken. Krankschreibung 3 Tage dann wieder ok.
Teilweise an der Arbeit müssen Kollegen ihr Arbeit übernehmen, da der Bewohner zu schwer ist usw.
Dann wieder krankschreibung 4 Tage, wird vom Chef beim Shoppen gesehen (angeblich konnte sie mit den Schmerzen kaum laufen). Kurz nach dem sie wieder arbeiten geht, kann sie jemanden bei Umzug helfen.
An der Arbeit wieder der oder das ist zu schwer.
Dann hat sie 1 Tag frei fährt mit Kindern in einen Freizeitparkt. 1 Tag arbeit beschwert sich wieder über Probleme. Wieder ein Tag Urlaub hilft an dem darauffolgenden Samstag bei einer Hochzeit mit 160 Leuten als Bedienung.
Montags kommt die Krankmeldung über 5 Tage.

Wie reagiert man richtig? Welche Lösungen habt ihr mit dieser MA
 
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adypo

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AW: Wie würdet ihr reagieren in folgendem Fall?

Konfrontiere sie doch erst einmal wenn noch nicht geschehen mit ihren Freizeitaktivitäten ( Umzug helfen,Freizeitpark,shoppen gehen, bedienen) . Es ist doch merkwürdig, das sie immer auf der Arbeit über Rückenprobleme klagt aber bei den aufgeführten Freizeitaktivitäten plötzlich wieder kuriert ist. Ich meine das sieht ein bisschen nach krankmacherei aus, ich würde das ganze noch ein paar Wochen beobachten , mit ihr erstmal über die ganze Situation sprechen wenn keine Besserung in Sicht ist dann müsst ihr reagieren bevor das Betriebsklima noch darunter leidet.
 
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Angie42

Angie42

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AW: Wie würdet ihr reagieren in folgendem Fall?

Ein Gespräch fand schon statt, keine Besserung.
Daher mal hier die Frage was tun.
 
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pegean

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AW: Wie würdet ihr reagieren in folgendem Fall?

Für das was sie in ihrer Freizeit macht wird sie kaum belangt werden können.
Aber wenn sie selbst angibt dieses und jenes nicht zu machen können bei der Bew.versorgung dann sollte sie vielleicht zum Med.Dienst geschickt werden zwecks
Arbeitstauglichkeit .Auch wenn der AG dieses bezahlen muß dürfte es doch nicht so teuer kommen als die Unkosten wegen ihrer Krankschreibungen.
Sollte der bescheinigen daß sie eigentlich gesund ist dann kann man sehr wohl verlangen daß sie alle Arbeiten macht .Wenn sie sich dann wieder weigert ihre Arbeit zu machen kann der AG arbeitsrechtl.Schritte einleiten.

LG
 
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traveler

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AW: Wie würdet ihr reagieren in folgendem Fall?

Für das was sie in ihrer Freizeit macht wird sie kaum belangt werden können.
In so einem Fall, selbstverständlich. Ich während meiner Krankschreibung nicht woanderst arbeiten gehen - fristlose Kündigung, evtl. sogar Schadenersatz - Lohnfortzahlung Rückzahlung und ich gehe davon aus, dass das Bedienen schwarz war?

Schwere körperliche Arbeit, im Krankenstand wegen Rückenproblemen, natürlich kann da der AG, wenn gut Dokumentiert kündigen, mindestens aber Abmahnen.

Für mich ist auch Eindeutig - Klärung - das ist Angelegenheit des Vorgesetzten und nicht der Kollegen auf Station.


Bei so einem Verhalten hätte diese Kollegin von mir keine Rücksichtnahme zu erwarten, ich würde ihr auch sagen warum, mich aber auf keine Diskussion einlassen - wenn diese Vorwürfe bestätigt sind und nicht hören sagen!
 
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Monika58

Monika58

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AW: Wie würdet ihr reagieren in folgendem Fall?

Ich sehe es ähnlich wie meine VorrednerInnen.

Im "günstigsten" Fall kann angenommen werden, dass die Kollegin ihren Job nicht mehr er"tragen" kann - die Beschwerden also eher psychosomatscher Natur sind. Dies kann aber nur von einer neutralen Stelle festgestellt und bescheinigt werden. U.U.muss dann der Kollegin ein anderer Arbeitsplatz zugewiesen werden.

Selbstverständlich kann die Kollegin nicht dafür belangt werden, was sie in ihrer Freizeit macht - es sei denn, es passiert während des Krankenstandes (der AN ist verpflichtet, alles in seinen Möglichkeiten stehende zur Genesung beizutragen und Schädliches zu vermeiden). Aber VORSICHT: schädliches Tun während des Krankenstandes muss offenbar sein - also nicht auf Hörensagen oder gar auf "Bespitzelung" basieren.

UND: genau betrachtet ist es eine "Nettigkeit" der Kollegin den Grund der Krankschreibung zu offenbaren - sie ist nicht dazu verpflichtet. Allerdings kann sie sich dann auch nicht auf eine Diagnose berufen, um bestimmte Tätgkeiten nicht durcführen zu müssen.

Als Team würde ich Euch empfehlen:
- macht die Geschichte wirklich zur Chefsache
- dokumentiert genau, wann die Kollegin welche Tätigkeit mit welcher Begründung ablehnt und lasst Euch das von der Kollegin gegenzeichnen - im besten Fall erkennt die Kollegin selber ihr "Muster" und lässt sich vernünftig helfen.

Gruß
Monika
 
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Paddy

AW: Wie würdet ihr reagieren in folgendem Fall?

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