GuK Wie reden euch die Patienten an?

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Lea18

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Hallo

Mich würde mal interessieren wie die Patienten euch Schüler anreden. Duzen oder Siezen die Patienten euch? Reden sie euch als Schwester (Uschi) oder Schülerin (Anne) an oder wie?
 
Qualifikation
praktikant
Fachgebiet
praktikumsstelle
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Andreas_AUT

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Hallo Lea18,

für mich ist die Ansprache von Pflegepersonal ein Reizthema. Die Entwicklung des Berufs ist irgendwie an vielen Menschen (auch an Vertretern des Pflegeberufs) vorbeigegangen. Die Ansprache „Schwester (Vorname)“ stammt aus einer Zeit, in der die Pflege ausschließlich von weiblichen Angehörigen eines christlichen Ordens verrichtet wurde. Die Ansprache dieser Damen ist aus religiöser Sicht so gewollt. Mittlerweile ist der Pflegeberuf ein klassischer Ausbildungsberuf, mit einer Lehrzeit von bis zu drei Jahren und das sollte auch in der Ansprache der betreffenden Person zur Geltung kommen. Demnach sollte zunächst die geschlechtsspezifische Anrede (Frau oder Herr) erfolgen und anschließend der Nachname. Die Berufsbezeichnung hat in der Anrede nichts zu suchen. Es gibt in Deutschland sonst keinen anderen Ausbildungsberuf, in dem die Berufsbezeichnung und der Vorname als Ansprache gelten. Stell Dir vor, Du würdest beim Finanzamt zu der Person gegenüber „Steuerfachangestellter (oder so ähnlich) Jürgen“ sagen. Oder beim Einkaufen: „Fleischwarenfachverkäuferin Pauline, gibt mir bitte fünf Scheiben Blutwurst.“ – Zwei Beispiele, die ein Unding aufzeigen. Dieses Unding ist allerdings in der Pflege Realität. Begründet wird das häufig mit den klassischen Argumenten der Pflege (sinngemäß: „Das haben wir schon immer so gemacht.“).

Ich selbst habe mich seit der Ausbildungszeit von Patienten stets mit Nachnamen anreden lassen. Das war häufig mit einem Erklärungsbedarf verbunden, doch mit der oben aufgeführten Argumentationslinie hat das bislang jeder Patient verstanden und eingesehen. Problematisch wurde es häufiger mit den alteingesessenen Pflegekräften. Aber auch das war irgendwann kein Problem mehr. Es ist alles nur eine Frage der Gewöhnung.

Ich hoffe, dass ich Dir damit weiterhelfen konnte und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

[font=&quot]Andreas[/font]
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Pflegepädagogik Studium
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anja04

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Hey Lea18,

ich arbeite im Pflegeheim und betreue dort demente Bewohner...die werden je bekanntermaßen immer häufiger, also muss man sich, egal ob Alten- oder Krankenpflege darauf einstellen, hm?
Ich werde je nach Laune der Bewohner mit "mei Schätzje", "Mutti", "Saumensch", "Goldstück" oder ganz klassisch "Schwester" (obwohl ich Soz.päd. bin und keine Arbeitskleidung trage...) angesprochen.
Orientierte Bewohner sprechen mich i.d.R. mit Anrede und Nachnamen an, das mag auch an der "Kultur" unserer Einrichtung liegen...ich kenne auch Häuser, das wird jeder von jedem geduzt.

Als Schülerin würde ich mich auf mein Gefühl verlassen...muss ich mich eher abgrenzen und behaupten, dann nenne ich bei der Vorstellung eben nur meinen Nachnamen! Kann (und will) ich eine engere Beziehung zulassen, dann gibts den Vornamen.

Ich find, jede Form ist ok, wenn "Du" (wenn ich das so sagen darf...:wink:) damit zurecht kommst...und ich finde, man kann auch Unterschiede machen...meine Kollegen duzen mich, meine Chefin "natürlich" nicht!

Viele Grüße

Anja
 
Qualifikation
Dipl.Sozialpädagogin
Fachgebiet
stat. Altenhilfe
U

Uli05

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Hallo Du,

ich arbeite seid 18 Jahren in der Pflege und ich finde die Schwester in der Anrede immer noch nett! Obwohl ich Altenpflegerin bin *gg*

Also ich halte es immer mit Vornamen und Sie (mein Nachname ist zu kompliziert!) und ich habe mich auch als Schwester Ulrike nie degradiert gefühlt!!
Warum auch!! Der Begriff Schwester ist nicht geschützt und das mit der Fleischereifachverkäuferin stimmt schon, aber ich finde diese Reaktion übertrieben...sorry :innocent: !!

Aber bestehe auch als Schülerin auf das Sie, das schafft Distanz zum Patienten!
Am ehesten handle natürlich nach Deinem Bauch!! Wenn Dich der Vorname ärgert, trage ein Schild mit dem Nachnamen!!

Schieriges Thema!!
Uli
 
Qualifikation
Altenpflege
Fachgebiet
Altenheim
P

pfl.baltru

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Hallo zusammen!

Ich stimme Andreas´s Meinung voll und ganz zu. Die Argumente die du geschrieben hast, führe ich selber immer wieder auf. Lustig finde ich auch den Irrglauben vieler KollegInnen, dass die "bösen" Patienten schnell mal der Schwester auflauern oder belästigen könnten, wenn man seinen Nachnamen preisgibt. Hab sowas noch nie gehört, und wenn´s einer drauf anlegt, wird er den Nachnamen eh rausbekommen. Zu Uli05 muß ich sagen, dass du natürich recht hast, dass man auf sein Bauchgefühl hören sollte, dennoch bin ich der Meinung, dass unser Berufsstand durch die Bezeichnung Schwester/Pfleger XY degradiert wird. Oft erlebe ich Pat., die erstaunt sind was so ne Schwester alles macht und können muß. Ubrigens ist die Bezeichnung "Schwester" meines Wissens nach nicht geschützt. So darf sich jeder nennen. Nur "Krankenschwester" etc. nur diejenigen, die es auch sind :happy:


So, das war´s von mir... bis denne
 
Qualifikation
Krankenpfleger;Student FH Bielefeld
Fachgebiet
Allg. u.Gefäßchir.
W

wetterauer_Elf

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Vielleicht sollte man diese Frage mit einer Gegenfrage beantworten... Sollte Sich Pflege professionalisieren bzw. weiterentwickeln??? Ich denke hier sagt jeder "auf jeden Fall".
Nehmen wir jetzt das typische "Schwester- Bild":
Eine Kaffeetrinkende Person, die ab und zu mit dem Schieber übern Flur rennt und gerne die (Chef) Ärzte verführt. Nebenbei ist die Person rund um die Uhr für alles und jeden zu sprechen (Sr. Stephanie). Das eine professionelle Krankenpflegekraft aber ganz andere verantwortungsbewußte Aufgaben hat weiss der Standardpatient im Krankenhaus kaum. Das führt oft zu Ansprüchen, die kaum zu befriedigen sind und dem Berufsbild der professionellen Pflegekraft schaden. Um das Ansehen des Berufsbildes der Krankenpflege zu stärken sollte daher jeder drauf achten das man sich das gewohnte Schwester XY als Anrede abgewöhnt. Mein Standardsatz ist nunmehr: Guten Tag, meine Name ist 'Müller' - ich bin Krankenpfleger hier auf Station. Bisher hat das JEDER akzeptiert und verstanden. Ich denke eine Anrede mit Nachnamen steht nicht nur für ein selbsticheres Auftreten sondern auch für ein professioneles, selbstständiges Arbeiten und das sollte in der Pflege endlich auch in allen Köpfen ankommen...
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
freiberuflich
I

Infermiera

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Hallo zusammen, mit grossem Interesse habe ich die diskussion verfolgt.
Ich persönlich finde es egal, ob schülerin oder ex.Pflegekraft...der Pat sollte höflich bleiben und die Grenze mit "SIE"sollte auf jedenfall gegeben sein.
Ich arbeite auf einer kardiologischen Station. Die Patienten sind unterschiedlichen Alters.
Ich selbst bin immer noch für den Vornamen und Schwester. Der Nachname steht inzwischen auch auf dem Namensschild aberdiese Schilder sind so klein, dass es die älteren Pat nicht lesen können. Wenn jetzt der Nachname noch ins Spiel kommt wird´s kompliziert.Es werden beziehungen zu anderen Menschen mit dem gleichen Nachnamen hergestellt, man ist leichter im tel.Buch zu finden und wenn die Patienten den Namen vergessen ist leichter nach der Schwester zu rufen als nach Frau....XX. ich erlebe das auch oft in Gaststätten wo nach dem "Fräulein" gerufen wird. Mal ehrlich kennt ihr den NAmen dfer Kellnerin oder des Kellners der euch bedient?

Ob die Bezeichnung Schwester noch zeitgemäss ist wuirde schon vor 10 Jhren geführt. ic fühle mich mit dieser Bezeichnung wohl. Warum die Männer mit Nachnamen angesprochen wurden liegt wahrscheinlich daran dass früher die Krankenpfleger eine "höherer"Aufgabe zugesprochen wurde.
Unser Berufsbild müssen wir auf jeden korrigieren, denn von Medien ist es zu sehr durch die Serien wie Sr Stephanie geprägt.
Ich wünsche euch allen noch eine schöne Zeit.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Innere
U

UlrichFürst

Der Begriff Schwester ist nicht geschützt
Irrtum, der Begriff ist geschützt und bezeichnet eine Angehörige eines katholischen Ordens.

Warum die Männer mit Nachnamen angesprochen wurden liegt wahrscheinlich daran dass früher die Krankenpfleger eine "höherer"Aufgabe zugesprochen wurde.
Ebenso Irrtum: Pfleger waren früher die, die die unangenehmen, schmerzhaften oder groben Arbeiten verrichtet haben! :)
Aber mit "Bruder Ulrich" angesprochen zu werden würde mich persönlich ziemlich befremden :wink:

Ulrich
 
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Vanessa

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Hallo..
Ich bin Krankenschwester und arbeite in einem Altenheim.Also mich reden die Bewohner mit Vorname und DU an.Ich finde das nicht schlimm. Im Altenheim hat man einen ganz anderen bezug zu den Bewohnern als im Krankenhaus zu den Patienten.Die Bewohner sehe ich Tag für Tag, den sie leben dort.Bei uns wird niemand mit Sie oder Nachnamen angesprochen.
Ich denke ich arbeite doch viel öfters und enger mit Bewohner zusammen, als das ich an die Fleischtheke gehe.
Man kann doch die Arbeit von Krankenschwestern/Pfleger mit Patienten oder Bewohner, nicht mit der arbeit einer Fleischwarenfachverkäuferin und dessen kunden vergleichen!!!!:confused:

Liebe Grüße...
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Fachgebiet
Alten- und Pflegeheim
Isis

Isis

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Ich arbeite auch in einem Altenpflegeheim, und die meisten Bewohner reden uns mit SIE und Vornamen an, im Kollektiv sind wir "die Schwestern" und ganz wenige nennen uns auch Schwester.
Die dementen Bewohner sagen schon mal öfter DU.
Dies alles ist für mich soweit in Ordnung, ich möchte an 90jährigen nicht wirklich meine Professionalität ausgerechnet an der Anrede festmachen.:wink:
 
Qualifikation
Krankenschwester/Nachtwache
Fachgebiet
Altenpflegeheim
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Andreas_AUT

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Hallo zusammen.
Natürlich ist es richtig, dass man an der Anrede nicht die fortgeschrittene Professionalisierung festmachen kann. Nur darf man sich nicht wundern, wenn man die Anrede aus dem 18Jh. noch nutzt, dass die Patienten auch ein entsprechendes Bild von diesem Beruf haben. Viele der typischen Klischees sind hier bereits gefallen. Um die Gerüchte zu komplettieren fehlen noch, dass die jüngeren männlichen Pflegekräfte alle samt eigentlich Zivis sind und wenn das nicht zutrifft, dann sind sie schwul oder waren zu dumm für ein Medizinstudium.... (alles schon gehört...) :sick:.

Wenn der Vergleich mit der Fleischwarenfachverkäuferin etwas hingt, dann biete ich auch gerne zwei weitere Vergleiche aus dem medizinischen Bereich an:
Physiotherapeuten (früher auch Krankengymnasten genannt) haben, vor allen in der Reha, auch einen engen Kontakt zu den Patienten (z.T. mehrere Stunden täglich). Dennoch ist es bei diesen Berufsangehörigen nicht üblich, dass sie mit dem Vornamen, geschweige denn mit ihrer ?Berufsbezeichnung? angeredet werden. Ein weiteres Beispiel wären Psychotherapeuten. Auch hier ist es die Nähe zu ihren Patienten nicht zu verleugnen. Aber auch in diesem Fall wird nur der Nachname zur Ansprache verwendet.

In diesen beiden Beispielen wird deutlich, dass man es den Patienten durchaus zumuten kann, dass sie einen mit Nachnamen ansprechen können. Warum soll das nicht auch für die Berufsangehörigen der Gesundheits- und Krankenpflege gelten? :innocent:

In diesem Sinne
Liebe Grüße
Andreas
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Pflegepädagogik Studium
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LPSt

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hallo

bin jetzt im 1. kurs (1. semester) auf der urologie eingesetzt - das alter unserer patienten reicht von 16 jahren bis ins dreistellig hohe alter. generell werden alle mit "sie" und dem vornamen angesprochen bzw mit "schwester [vorname]" oder z.B. "die schwester mit den blonden kurzen haaren" :grin:
alle sehen ein rausgerutschtes "du" seitens der patienten sowohl als auch der pfleger/innen nicht als schlimm an. aber es wird keinesfalls zur dauerform.
es ist allerdings ein komisches gefühl patienten zu haben, die im gleichen alter sind und diese dann mit "sie" anzureden :wassat:.
ob man nun als schüler mit "herr"/"frau" XYZ angeredet werden soll(te), muss jeder für sich ausmachen. für mich persönlich wäre das nichts. ich stelle mich immer mit "schüler steffen" vor - lege auch keinen großen wert auf "sie" oder "du" - allerdings bleibe ich bei dem "sie", wenn ich mich mit patienten unterhalte.
unter kollegen (schwestern/pflegerinnen, (brüdern:wink:)pflegern & schülern) finde ich es total komisch, ungewohnt und nervig, sich mit "sie" anzusprechen.

gruß
steffen
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpflegeschüler
Fachgebiet
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lounge

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Hallo,

also ich finde die Sr.-Bezeichnung auch ziemlich veraltet und kann mich nur im Einzelfall dafür aussprechen. Jemand, der schon 30 Jahre im Dienst ist hat ja auch irgendwo ein Gewohnheitsrecht und nicht zuletzt wurde der Titel "Schwester" bezahlt. (Vor 10 Jahren waren das wohl 50 DM wurde mir letztens erzählt auf Station)

Ich persönlich stelle mich bei den Eltern immer mit Vor- und Nachnamen vor und erzähle dann auch gleich, dass ich Schülerin im so und sovielten Lehrjahr bin. Dann suchen die sich das aus: Manche wählen gleich den Vornamen und duzen, manche nennen mich beim Vornamen und siezen. Selten passiert es mir, dass ich "Tante" genannt werde oder auch mal "Schwester!" (ohne Vorname, einfach nur "Schwester" zu mir gesagt wird, "kommen sie mal kurz" oder sonst was...) Dann erwähn ich normaleerweise aber gleich bei nächster Gelegenheit, dass ich Schülerin bin und nenn meinen Vornamen... das klappt dann auch.

Sofern sich die Kinder schon äußern können nenen sie mich beim Vornamen.
 
Qualifikation
Pflege, B.A.
Fachgebiet
Intensiv
sisternic

sisternic

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Hallo
bei uns im Haus wird man auch noch mit Schwester+Vornamen angesprochen.
Bisher stellen sich nur einige Kollegen mit Nachnamen vor, ob beim Pat. oder am Telefon (z.B. unsere Leitung/Oberschwester :happy: ).

Und doch stelle ich immer wieder fest, dass Sie sich noch so viel Mühe geben können, beim nächsten Mal ist es doch nur wieder "Schwester/Pfleger".

Die Patienten merken sich das einfach leichter.

In der Psychiatrie wurde es so gehalten, dass man sich mit Frau/Herr+Nachnamen vorstellt, einfach, um die Distanz zu den Pat./Bewohnern noch einmal zu vergrössern.
Habe mich auch stets daran gehalten.

Das mit dem "Du" finde ich ok unter Kollegen.
Und bei Patienten, die jünger sind als ich, sofern diese es in Ordnung finden, mit dem "Du" angesprochen zu werden.
Ansonsten ist es meiner Meinung nach ein Zeichen von Respekt gegenüber dem Anderen, dass es bei dem "Sie" belassen wird.

Normalerweise heisst es, dass auch der Ältere dem Jüngeren das Du zuerst anbietet.
Ablehnen darf man,wenn es einem lieber ist.

Und was ich auch noch zu Respekt dazu zähle, ist, dass man seine Patienten nicht mit "Opa" oder "Oma" oder dergleichen anredet.

Schliesslich ist es ja in den seltensten Fällen einer meiner Verwandschaft.

Jetzt kommt sicher wieder die Argumentation, dass ich ja auch nicht die "Schwester" oder der "Pfleger (Bruder)" des Pat. bin, doch sollte man da beachten, dass diese Bezeichnungen ja vom Beruf her kommen..

:smile:
 
Qualifikation
KS, Rettungssanitäterin, Desinfektorin, RAiP
Fachgebiet
Amb. Pflege, Rettungsdienst, Krankentransport
Weiterbildungen
2001 Staatsexamen zur KS
2004 RDH
2008 RS
2013 Staatl. gepr. Desinfektorin,
2014 Ausbildung zur Rettungsassistentin
zudem tätig als Hygienebeauftragte, zuständig für Lager, Verwaltung und diverse andere Tätigkeiten
C

Cystofix

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Moin,

grundsätzlich stelle ich mich auch mit meinem Nachnamen vor - in seltenen Fällen ( bspw älterer Pat, der sich meinen Nachnamen partout nicht merken kann ) auch mal mit dem Vornamen.

Bei Pat. meines Alters ( 25 ) wäge ich ab, biete aber nicht selten das Du von mir aus an ( auch wenn diese Pat bei uns auf der ITS selten sind ).

Ich betrachte das Anreden mit Schwester/Pfleger + Vorname ( bei selbstverständlicher Anrede des Pat mit dem Nachnamen ) als mehr als antiquiert.

Cys
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Anästhesie/Intensiv
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Mimu

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Hallo an alle.
Da ich eine männliche Pflegekraft bin, haben die meisten Patienten oft ein Problem damit, wie sie mich anprechen sollen. Die meisten sagen dann einfach "Schwester" zu mir. :angry:
Auch dass mich die meisten Patienten Duzen, stört mich immer mehr.
Was ich verwunderlich finde ist, dass man als Rettungsdienstpersonal so gut wie nie geduzt wird und auch angesehener ist, als im Krankenhaus als Pflegekraft.
Ich muss dem Beitrag von Andreas_ AUT vollkommen zustimmen.
Sehr gut gefällt mir der Beitrag von Wetterauer_Elf. Nur bis das in den Köpfen von Patienten und auch Kollegen ankommt, dauert es noch eine ganze Weile. Auch das Bild einer Pflegekraft wird sich hoffentlich in den nächsten Jahren noch ändern. Nein, es muss sich ändern !

Liebe Grüße,
Mike
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Pflegeheim ( leider )
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Flux

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- "Sie da"

- "Sani"

- "Sanitäter"

- "Herr XXXXXXXX"
 
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Krankenpfleger
Fachgebiet
Krankenhaus (Chirurgie)
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Polly-Püppchen

Hallo,

Ullrich: noch eine Korrektur, die Männer wurden früher "Wärter" gerufen. Furchtbar, oder? Da würde ich auch lieber meinen Nachnamen nennen.

Mir war es unangenehm, dass man auf meiner letzten Station meinen Nachnamen sehen konnte. JA; ich heiße Frühsorge. Na und? Täglich hörte ich diesen achsotollen Vergleich mit "Fürsorge" und Krankenschwester.
Nun arbeite ich auf einer Abteilung, wo ich Termine an andere Stationen vergebe. Wenn ich mich mit Sr. Sonja melde, das klingt doch viel netter.
Auch unsere zum Teil sehr alten Patienten mögen das.

Und lasst doch die Leute "Herr Pastor", "Herr Wachtmeister" und "Schwester" sagen. Wir alle üben unsere Berufe nicht nur als Profession sondern aus Überzeugung aus.

Gute Nacht, Gruß

Sr. Sonja ;-)
 
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mona

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Hallo Listies,

ich arbeite in einem Haus der Wiedereingliederungshilfe für psychisch Erkrankte und bei uns ist es üblich, dass Personal und Patienten bzw. Bewohner ( sind überwiegend länger bei uns) sich duzen. Letztendlich entscheidet das aber jeder für sich selbst, ob nun Bewohner oder Angehöriger des Personals. Bei uns ist es so, dass viele Bewohner sich irgendwie "aufgehobener" oder mehr so wie "in Familie" fühlen und das fördert das Vertrauensverhältnis.
Auch während meiner Zeit in KHs habe ich mich nicht herabgesetzt gefühlt, wenn die Patienten oder Angehörige anderer Berufsgruppen mich mit Schwester angeredet haben. Im Gegenteil: (Nicht nur) Patienten verbinden das Wort Schwester mit Wertschätzung und Hochachtung.
Von kranken, alten oder dementen Menschen verlangen zu wollen, sich x Nachnamen zu merken, damit die Pflegekräfte sich wertgeschätzt und professionell fühlen, finde ich irgendwie albern...
Meiner Ansicht nach liegt es am EIGENEN Selbstbild, ob man sich durch die Ansprache herabgesetzt oder gewürdigt fühlt. :))

Nix für ungut und freundliche Grüße,
Mona
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege/ Caritas
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Hohenstein

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hallo, meistens sagen die patienten auch den Vornamen und sie, aber es gibt auch manche, die mich als Schülerin mit Du anreden, wobei ich das auch oh finde.
Aber wir hatten eine Patientin, die immer Katilein zu mir gesagt hat, da war ich doch schon etwas sauer drüber, das klang immer so als kennen wir uns schon ewig oder so.
aber auch Schwester und den Vornamen finde ich ok oder Schülerin Katja.
 
Qualifikation
Krankenpflegehelfer-Azubi
Fachgebiet
KH:allg.Orthopädie
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