Studium & Beruf Wie reagiert man als Qualitätsmanager auf einen aufgebrachten Arzt, der ...

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Peter001

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Frage:

Wie reagiert man als Qualitätsmanager auf einen aufgebrachten Arzt, der mich mit Dienstverfehlungen eines seiner Kollegen konfrontiert?



Vorschlag A:

das Problem sofort an den dienstrechtlich Vorgesetzten weiterleiten



Vorschlag B:

Herstellen einer (1) Gesprächsbeziehung, indem dem Arzt ruhig begegnet wird und man ihn mitteilen/aussprechen lässt. Durch diese Gesprächsbeziehung kann das (2) Sachproblem erreicht und hier gezielt die wesentlichen Inhalte der Mitteilung des Arztes erhoben werden. Anschließend wird die in diesem Gespräch erhaltene (3) Information in dafür vorgesehene Strukturen implementiert. Das sind in diesem Fall die Kontaktaufnahme mit der (3/1) fachlichen Dienstaufsicht (nach Problemfall der leitende Stationsarzt oder der ärztliche Direktor) sowie – gegebenenfalls – die inhaltliche Implementierung der (3/2) strukturellen Ursachen und Bedingungen dieses Problems / dem Umgang damit in dafür vorgesehene Qualitätssicherungsstrukturen.

Idee dahinter: Im komplexen Geschehen eines QM muss eine klare Botschaft vorliegen, die nur erfahren werden kann, wenn ich einer emotionell geklärten Beziehungsebene ein angemessener Zugang zum Sachproblem besteht. Es geht also darum, die wesentlichen Eckpunkte der Botschaft des Arztes abzuklären, um diese „kommunikativ adäquat“ in das Problemsystem (3) einbringen zu können.



Mit der Bitte um Ihre kurze Rückmeldung oder Diskussion verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Peter
 
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Hi Peter,

mach mal halblang! So wie das aussieht, steckt da höchstens eine persönliche Abneigung dahinter. Fragt man sich doch, für was man als QM noch alles zuständig ist? Sag Deinem Arzt, er soll Dir die Fehlermeldung zukommen lassen, dann kannst Du prüfen ob´s wirklich am System liegt oder ob es doch nur ums "eine-reinwürgen" geht.

Also immer cool bleiben. Ich denke, dass Dich das wohl eher nichts angeht.

Viele Grüße,
Jürgen
 
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Peter001

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Hallo Jürgen,
da ich Dir aus Österreich schreibe, dort halten wir den Ball gewöhnlich eher flach, will ich Dir gerne sagen, dass meine obige Falldarstellung eine Frage, entnommen aus einem Vorstellungsgespräch war und dass laut QM-Fachfrau nur die Version A gilt. Meine Meinung zu dieser Entscheidung kannst Du Dir vermutlich denken.
Schöne Grüsse
Peter
 
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Hallo Peter,

das ist ja fast nicht mehr zu toppen! Antwort A ist auch nicht ganz richtig, weil der QM ja wohl nicht derjenige sein soll, wo jeder seinen Müll abladen kann und der dann alles schön weiterleitet... Du verstehst schon: Ablaufsteuerung!
Aber was soll´s? War ja nicht der Ernstfall... (Gott sei Dank!)

Schöne Grüße nach Linz,
Jürgen
 
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Peter001

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Hallo, Du meintest vermutlich Version B? Schöne Grüsse! Peter
 
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Hallo Peter,

nein, ich meine damit beide Varianten. Du bist zuständig für die Errichtung, Weiterentwicklung und Aufrechterhaltung des QM-Systems, alles andere läuft über den Prozess Beschwerdemanagement und da bist Du einfach der falsche Ansprechpartner. Nicht Du, sondern er trägt seine Beschwerde beim Vorgesetzten vor.

Das meine ich damit wenn ich sage, dass die nicht alle ihren Müll beim QM loswerden sollen.

Jürgen
 
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Peter001

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Hallo Jürgen,
so wie ich Dich verstehe wäre die Antwort auf die Eingangs gestellte Frage: Wie reagiert man als QM auf einen aufgebrachten Arzt, der mich mit den Dienstverfehlungen eines seiner Kollegen konfroniert, die, dass ich ihm empfehle, seine Beschwere/Beobachtung selbst dem Vorgesetzten vorzutragen? Das wäre dann eine dritte Version. Daran habe ich (noch) nicht gedacht. Merci! Peter
 
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Hallo Peter,

klar musst Du das so sehen. Dem Ganzen wird doch lediglich darurch Gewicht verliehen, dass es ein 'Arzt' ist, der dich da zumüllen will. Wäre Dir das gleiche Problem mit einer 'Putzfrau' geschildert worden, die sich über eine 'Dienstvergehen' ihrer Kollegin aufregt, dann hättest Du sie doch auch zu ihrer Vorgesetzten geschickt, oder?

Das kann´s nicht sein, denn einmal Mülleimer, dann immer Mülleimer! Oder möchtest Du, dass alle nur noch zu Dir kommen, wenn sie ihre Problemchen des Alltags loswerden wollen? Für was gibt´s denn dann das QM?

Noch ein guter Tipp für die Zukunft: Wenn Du den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr siehst, dann gehe einfach einen Schritt zurück und betrachte das ganze ganz ruhig aus der Ferne... Das hilft, glaub´s mir! Habe ich auch schon oft genug erlebt!

Liebe Grüße,
Jürgen
 
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Nicola

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Genau das habe ich als QM Beauftragte auch schon mal erlebt. Habe dafür unser Beschwerdemanagment benutzt und der Heimleitung weitergegeben. Die mußte sich dann damit beschäftigen und sich mit dem Arzt auseinandersetzen. Ergebnis wird dann genauso wie die Beschwerde schriftlich festgehalten.
 
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