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Teetrinkerin

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Zwei Kollegen haben gemeinsam Nachtwache. Es ist sehr viel los und es war keine Zeit, eine Pause zu nehmen, für beide nicht. Durch einen Sterbefall mit einer Menge Angehörigen die zu betreuen waren, einen präfinalen Patienten und einer sehr intensiven Angehörigenbegleitung überaus in Anspruch genommen, haben beide Nachtwachen sich die Pause als Plus im Dienstplan eingetragen, das ist so üblich. Danach hatten beide Kollegen einige Tage arbeitsfrei.
Bei der Rückkehr in den Betrieb stellte eine der beiden fest, dass "jemand" am Dienstplan bei ihr und dem Kollegen jeweils ein Fragezeichen bei dem nicht genommenen Pauseneintrag gemalt wurden.
Sie erkundigte sich bei der PDL, ob es ein Problem mit der nicht genommenen Pause gäbe, erhielt die Antwort, wenn ihr das schreibt wird das wohl so sein. Er hat die Fragezeichen nicht gemalt.
Da der zweite Kollege noch frei hatte, informierte Kollegin 1 den Kollegen, der sagte, wir haben uns nichts zuschulden kommen lassen, der Chef wars nicht - radier die Fragezeichen aus!
Das tat sie. Am nächsten Tag waren die Fragezeichen wieder da.
Äußerst aufgeregt fragte sie den vorangegangenen Dienst ob sie .... keiner war es. Dann fragte sie noch die letzten beiden Kollegen die in Frage kamen, den ND und erhielt die Antwort:
Ja, das waren wir. Ist doch schon komisch, immer nur wenn du mit dem xy Dienst hast, schreibt ihr euch die Pause auf und wir haben die ganzen Akten durchgelesen, alle Leute haben in der Nacht geschlafen, schon komisch oder??? Anmerkung: die Akten der verstorbenen und der präfinalen und inzwischen auch verstorbenen Patientin waren schon in der Verwaltung, da hätte man nachlesen können, was für eine Horrornacht das war.
2. Anmerkung: Das mit dem immer nur wenn ... ist quatsch und nicht zu belegen, blödes Geschwätz.
Aber davon abgesehen.
Welche Art Energie oder Motivation ist das, wenn Kollegen erstmal anonym im DP rumkritzeln um Kollegen in Misskredit zu bringen und dann noch die Frechheit (und scheinbar die Zeit) haben, die Dokumentation durchzuschauen, ob man gelogen haben könnte!
Die kamen sich auch noch schlau und witzig vor, der Kollegin das ins Gesicht zu sagen!
Beiden Kollegen geht es seither nicht gut, sie leiden sehr unter dieser Attacke, es ist an die PDl gegangen, aber es hat sich noch nichts getan.
Bei dem zweiten Kollegen ist es nun schon das zweite Mal, dass der Kollege von dem Nachtwachenkollegen ähnlich angegangen wurde, damals ging es um hinterhertratschen ob der Kollege vielleicht tablettensüchtig sei ... :mad_2:

Wie kann man so vertrauensvoll weiter zusammen arbeiten?
Welche Art Energie oder Motivation ist das, wenn Kollegen sowas nötig haben?
 
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SvenJ

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Versucht das untereinander zu klären. Einfach offen kommunizieren.
Wenn das nicht hilft, grenzt das ja schon an Mobbing. Also schriftlich verfassen und an PDL/HL und Betriebsrat schicken.
Das persönliche Gespräch hätte bei mir jedoch allerhöchste Priorität.
Ich hab mich auch schon oft gewundert, warum manche Schichten ihre Arbeit kaum schaffen, obwohl es eigentlich locker ist, aber manche haben das Pech einfach angezogen.
Da kann ja niemand was für.
Ansonsten würde mich persönlich jedoch so ein Fragezeichen kaum belasten und eher zu einem schmunzeln führen.
 
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pegean

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Der DP ist ein Dokument .Veränderungen dürfen nur durch "berechtigte" MA -i.d.R. PDL + WBL-eingetragen werden .
Und schon mal gar nicht dürfen die Veränderungen mit Blei /Buntstiften eingetragen werden .Das dann nicht radiert
werden darf versteht sich von selbst .

@Teetrinkerin : wieso toleriert Dein PDL überhaupt dieses Verhalten ? Einmal dieses ständige Bemalen des DP
sowie dieses Gezicke und Gezerre untereinander ?

Vorschlag : Besetzung der Nächte ändern .Lass die zusammen arbeiten die sich ansonsten "angiften" .
Vorher einen Ablaufplan erstellen was wer wann machen sollte.
Pausenzeiten so vorgeben das immer wer am arbeiten ist .Aber vorerst zwischen den Pausen immer wieder gemeinsames arbeiten anweisen .
Meine das so :1 MA Pause : 01. -01.30 Uhr - die nächste MA Pause 02.-02.30 Uhr .

Ansonsten Teamsitzung einfordern und alles glasklar benennen .

LG
 
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Teetrinkerin

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AW: Wie reagieren?

@Teetrinkerin : wieso toleriert Dein PDL überhaupt dieses Verhalten ? Einmal dieses ständige Bemalen des DP
sowie dieses Gezicke und Gezerre untereinander ?
Das habe ich mich auch gefragt.
 
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Teetrinkerin

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Es freut mich berichten zu können, dass dieser Streit unter den Beteiligten (außer einer abwesenden Mitverursacherin) ohne die Beteiligung der Leitung beigelegt werden konnte.
Die Beteiligten haben sich ausgesprochen, es wurde sich entschuldigt und man will versuchen, achtsamer und respektvoller miteinander umzugehen.
Die Leitung wird darüber informiert und für die Beteiligten ist das Thema erledigt, es wurde ausgemacht, dass man dieses Thema auch nicht mehr tratschmässig besprechen würde.
 
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nofretete

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Schön, dass ihr das geklärt habt! So Scheixxe das auch war von den Kollegen, war es doch gut, dass sie es zugegeben haben, und ihr geredet habt! Erstaunlich finde ich immer wieder, dass alle stöhnen, wir haben echt viel zu tun, keine Zeit sich mal hinzusetzen, aber im Gegenzug haben sie genügend Zeit, sich um Kollegen zu kümmern, die mal wegen viel Arbeit keine Pause machen konnten. Da ist dann Zeit Akten zu lesen, zu tratschen oder vielmehr lästern ... und und und! Ist ja bei uns ähnlich, allerdings sollte die PDL noch mal klar und deutlich die Dienstplanschmiererei anprangern, ihr wißt ja jetzt, wer es war!
 
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SvenJ

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Ist doch jetzt geklärt. Ich würd das nicht neu anfachen.
Als PDL häte sie da früher durchgreifen müssen.
Ich find`s gut, das es immer noch mit dem guten alten Gespräch und ohne PDL, MAV und co. geht.
 
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Teetrinkerin

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Die Luft ist jetzt wieder erheblich besser seit es geklärt wurde.

Aber die Grunddiskussion ist so alt wie die Welt ... :)

Und um ehrlich zu sein ist es doch tatsächlich meistens so: früher gehen tut man gern mal und KEINER schreibt sich minus auf.
Aber länger bleiben oder keine Pause wird notiert.

Ich bin da selber auch nicht frei davon, der Stress jetzt hat mir das mal wieder deutlich gemacht.
 
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Eisenbarth

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früher gehen ohne minus aufschreiben = no go.

dann würde mir aber auch die carotis platzen, wenn sowas wie hier beschrieben passiert.


-.-


€:

an nem schlechten tag hätte ich persönlich das übrigens eskalieren lassen. mehrfache urkundenfälschung - und zwar vorsätzlich - bewusstes ignorieren von fakten (wir haben aber in 2 akten reingeschaut *heul* die haben alle geschlafen) +/bzw. verleumdung = ab zur pdl, offizielle beschwerde, danach ne persönliche ansage an die betreffenden - unabhängig von der beschwerde.

da sind bereits so viele grenzen überschritten worden - das geht überhaupt nicht.

an nem guten tag dasselbe, ohne beschwerde bei der pdl.


das, was ich mit "ansage" meine, würde dann staubtrocken & sachlich passieren, gleichwohl nicht ohne sehr deutlich zu machen, wie geil ich lügen, tratschen, "mobben" und manipulation von dokumenten unter kollegen so finde.

sowas ist mir allerdings in vergleichbarer heftigkeit noch nie passiert; das hier ist imo schon eine wirklich krasse nummer.
 
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Yvonne1305

Yvonne1305

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AW: Wie reagieren?

früher gehen ohne minus aufschreiben = no go.

dann würde mir aber auch die carotis platzen, wenn sowas wie hier beschrieben passiert.


-.-


€:

an nem schlechten tag hätte ich persönlich das übrigens eskalieren lassen. mehrfache urkundenfälschung - und zwar vorsätzlich - bewusstes ignorieren von fakten (wir haben aber in 2 akten reingeschaut *heul* die haben alle geschlafen) +/bzw. verleumdung = ab zur pdl, offizielle beschwerde, danach ne persönliche ansage an die betreffenden - unabhängig von der beschwerde.

da sind bereits so viele grenzen überschritten worden - das geht überhaupt nicht.

an nem guten tag dasselbe, ohne beschwerde bei der pdl.


das, was ich mit "ansage" meine, würde dann staubtrocken & sachlich passieren, gleichwohl nicht ohne sehr deutlich zu machen, wie geil ich lügen, tratschen, "mobben" und manipulation von dokumenten unter kollegen so finde.

sowas ist mir allerdings in vergleichbarer heftigkeit noch nie passiert; das hier ist imo schon eine wirklich krasse nummer.
Geht noch besser: Ich bin vor 14 Tagen Opfer eines tätlichen Überfall´s eines deliranten Patienten geworden... In der Zeit, wo ich telefoniert habe, um das ganze dann als BG aufnehmen zu lassen, hat der Kollege schon die Leitung zu Hause angerufen und rumgejammert, wie stressig es doch ist... Ich hab es mitbekommen und 5 min später rief die Leitung mich zurück und hat mich durch die Blume als Simulant betitelt... Bin dann zum Doc und Konsequenz ist ein getapter Rücken und eine Halskrause. Jetzt steht am Dienstag ein paravertebralis Doppler an, um Gefäßschäden auszuschließenn, dann eine Belastungserprobung, da ich seit diesem Vorfall ANGST habe. es soll auch noch eine Trauma-Ambulanz eingeschaltet werden... Dazu kommt jetzt der Druck wieder fit werden zu müssen, da ja alle "soviel" arbeiten müssen, aber während der Arbeit vom Smartphone aus in sozialen Netzwerken rumschmökern ist drin... Da platzt mir der Kragen... Außerdem hat der Kollege mir gegenüber zugegeben, dem Arbeitspensum teilweise nicht mehr gewachsen zu sein. Deswegen würde er auch keinen Nachtdienst machen, denn da wäre er ja alleine und hätte nachts auch noch die ambulanten MKG-Patienten mit zu betreuen... :heul:
 
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Teetrinkerin

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AW: Wie reagieren?

Manchmal muss etwas geschehen, das uns nachher bewusster agieren lässt.
Ich schrieb ja, dass ich nicht frei davon bin und bei deinem Post - Eisenbarth - hab ich mich irgendwie erwischt gefühlt.
Es geschieht ziemlich oft dass Kollegen den Dienst vorzeitig verlassen, ohne sich minus einzutragen. Da handelt es sich nicht gleich um eine halbe Stunde, aber gestern abend z.B. war die Übergabe rasch abgewickelt und die Kollegen waren 10 min. vor Dienstschluss auf dem Heimweg, dasselbe einen Abend vorher, da war es sogar eine Viertelstunde UND der eine Kollege vom ND war schon da und begann die Übergabe vor der Zeit - also aus seiner Freizeit.
Das macht er öfters, er kommt immer sehr zeitig und dann stürzen sich die Kollegen auf ihn: dürfen wir dir schon was erzählen?
Aus diesem Sachverhalt heraus kann ich den Hintergrund der Fragezeichenaktion etwas verstehen, aber da hätte er schon früher vor Ort reagieren können.
Ich kenne das auch, zu Beginn bin ich auch immer sehr zeitig zur Nachtwache gekommen und wurde gleich beansprucht, hab das Mäulchen nicht aufgekriegt und hab meine Konsequenz gezogen, ich komme pünktlich. Ich sage das jetzt nicht um mich zu beweihräuchern. Naja ich hab die Kollegen dann halt auch früher gehen lassen, aber mir hat es dann gestunken, es kam keiner mal zeitig zur Übergabe an den Frühdienst und hat gesagt: mach deine Übergabe und schau dass du deine Bahn kriegst.
Seither komme ich eben pünktlich.

Der aktuelle Konflikt hätte - offen mit PDL ausgetragen - einen Supergau verursacht.

Die Kollegen die sich - auch im Tagdienst - ihr Frühergehen nicht als minus aufschreiben, wären sowas von stinksauer gewesen - wegen so einem kleinen Fragezeichen so einen Aufriss machen.
Die beiden betroffenen Kollegen hätten es dort in der Zukunft sehr schwer gehabt.

Ich weiss das ist nicht besonders mutig. Aber reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Wieder mal hab ich gelernt, besser die Klappe halten.

Auch wenns gut ausgegangen ist.
 
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