Wie kommt ihr mit den kurzen Zeiten klar?

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tl745

tl745

Mitglied
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11.01.2007
Hannover
Hallo zusammen!

Dass es in der ambulanten Pflege stressig ist und man ständig unter Zeitdruck steht war mir ja immer klar!
Aber was ich zur Zeit erleben muss ist echt Hammer!
Die Pflegezeiten sind so kurz wie irgendmöglich gehalten! Da soll ich innerhalb von 10 Minuten einen Patienten auf den Toilettestuhl setzen, die Schutzhose wechseln (also alles ausziehen und wieder an), warten dass Stuhlgang kommt und noch einen ganzen Becher Trinken in ihn hineinbekommen (was er wie fast alle alten Leutchen nicht mag)...

In 15 Minuten einem Patienten etwas zum Mittagessen kochen, ihn natürlich vorher fragen was, denn er soll sich ja bei uns wohl fühlen, die Urinflasche leeren und eventuell noch Waschmaschine und/oder Geschirrspüler ausräumen!

Und das beste sind dann die Wegezeiten! Hab das mal mit einem Online-Routenplaner ausrechnen lassen der echt super korrekte Angaben macht aber leider keine Ampeln kennt. Also eigentlich was die Zeit betrifft nur Sonntagnacht zuverlässig ist, wenn die Straßen leer und viele Ampeln aus sind. Da gab er mir für eine Strecke z.B. 18 Minuten an. Unter 23 hab ich es leider noch nicht geschafft denn auch Berufsverkehr bezieht er natürlich nicht mit ein. Und meine Chefin gibt mir 10 Minuten!!! Als ich sie deswegen ansprach hiess es nur, sie müsse die Zeiten straff kalkulieren sonst rechne sich der ganze Einsatz nicht!
Bei solchen Tourenplänen ist der Ärger mit den Kunden natürlich vorprogramiert! Und wer kriegt den ganze Ärger ab? Zunächst natürlich in vollster Ladung die Pflegekräfte! Und dann erst in abgeschwächter Version, wenn viel Ärger schon verflogen ist die PDL!

Ist das nur bei uns so extrem? Alle meine Kollegen hier im Pflegedienst erzählen mir nämlich das selbe. Alle fangen schon 15 Minuten eher an um dann auch noch länger arbeiten zu dürfen...
So viel Stress geht doch auf die Gesundheit!!!

Gruß

tl745
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Ambulante Pflege
B

bradon

Mitglied
Basis-Konto
05.01.2007
55129
Hallo tl745,

leider könne ich das Problem als ich noch selber in der amb.-Pflege war.
Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur zustimmen, dass die Zeiten zu knapp berechnet werden. ( wenn man von knapp moch reden kann).
Deine Chefin hat auch nicht unrecht, das es sich nicht immer rechnet wenn sie mehr Zeiten zu Verfügung stellt, schließlich muß sich das Unternehmen finanzieren, damit das Unternehmen bestehen bleiben kann.
Die Frage lautet in diesem Fall, was machen wir jetzt?
Es sollte natürlich nicht so aussehen, dass sie Pflegekräfte früher anfangen um hinter länger bleiben zu drüfen!!
Da ich beide Seiten verstehen kann, werde ich dir Keine Lösung anbieten können, da einer von beiden Parteien den kürzeren ziehen würde.
Ich kann Dir nur sagen wie ich reagiert habe. ( Ich habe gekündigt und bin in die stationäre Pflege gegangen).
Wie gesagt ich kann dir keine Lösungen präsentieren, aber anregen sich um zuschauen, wenn du mit der Situation dich nicht identifizieren kannst.

Gruß Bradon
 
Qualifikation
Pflegefachwirt + PDL und QM
Fachgebiet
Stationäre Pflege
W

wuschelkopp

Mitglied
Basis-Konto
20.01.2006
30655
Genau diese Situation ist der Grund, das ich nimmer ambulant arbeiten will.
Hab immer zum Wochenende einen PC Ausdruck bekommen, mit den Patientennamen und der Dienstanfangzeit und der laut Zeitvorgaben korrekten Dienstendezeit drauf.

EInes Freitags ist mir dann versehentlich die Kopie des Ablaufplans, die eigentlich für die Leitung war, ausgehändigt worden. Pfffft....ganz großes Kino, da standen mal alle Zeiten einzeln aufgelistet, und hach wie interessant....plötzlich hatte ich da viel mehr Zeit (40Min.) zur Verfügung, obwohl ich vier EInsätze mehr zu leisten hatte, als an dem Vergleichswochenende davor.

grumpf....
 
Qualifikation
Pflegehelferin
Fachgebiet
Pflegeheim
L

Lisy

Hallo zusammen,
Zeitnot in der ambulanten Pflege wird sich nicht vermeiden lassen, jedoch kann man manchmal durch Umstellen der Touren Zeit gewinnen. Wir sparen nicht an der Zeit beim Kunden, sondern versuchen die Tourenabläufe zu optimieren. Manchmal ist es schon hilfreich, wenn man Ampeln umfahren kann.
Fraglich ist es auch ob es tatsächlich Sinn macht, die Zeiten beim Kunden so eng zu bemessen, denn letztendlich ist es egal ob man Pleite geht, weil die Kunden sich einen anderen PD suchen, oder ob die Tour nicht genügend Geld bringt. Hier ist ein bischen nachdenken angesagt.
Gruß Lisy
 
Valentina

Valentina

Aktives Mitglied
Basis-Konto
Hallo tl745,
das Thema hatten wir hier - ich glaube unter Fahrtzeiten - schon gehabt.
Unter 23 hab ich es leider noch nicht geschafft denn auch Berufsverkehr bezieht er natürlich nicht mit ein. Und meine Chefin gibt mir 10 Minuten!!! Als ich sie deswegen ansprach hiess es nur, sie müsse die Zeiten straff kalkulieren sonst rechne sich der ganze Einsatz nicht!
Wie Lisy schreibt, ist die Tourenplanung das A & O in einem Pflegedienst. Auch wir können für eine Medikamentengabe nur kurzzeitig in der Wohnung des Patienten verweilen oder für eine Grundpflege zwischen 30 und 60 Minuten - aber für ein freundliches Gespräch, ohne in Hektik zu verfallen, ist dank kurzer Fahrzeiten immer Zeit vorhanden. Die von dir geschilderte Versorgung in 10 Minuten halte ich für unwürdig - soll der Herr während des Toilettengangs den Becher leeren? :bier:
Es ist Wunschdenken der Einsatzleitung, wenn sie 10 Minuten kalkuliert und es in der Wirklichkeit mindestens 23 Minuten - und zurück? dauert (vielleicht sollte sie die geplante Tour regelmäßig selbst abfahren, um zu sehen, ob die Planung realistisch ist).
Wie soll denn der Mitarbeiter die Patienten adäquat versorgen, wenn er aufgrund von Mißmanagement die Einsatzzeiten ohne die - unverhofft vorkommenden - Besonderheiten niemals einhalten kann?
Wenn du länger unterwegs bist, was ja logisch wäre, bekommst du die Zeit dann trotzdem bezahlt?
Ob du deine PDL überzeugen kannst, dass diese Denkweise kurz gedacht ist (Thema Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit), das kann ich von hier aus nicht beurteilen. Die Qualität wird immer darunter leiden, die Kollegen und die Patienten werden auch irgendwann ihre Konsequenzen ziehen...
Bei den derzeitigen Benzinpreisen ist für alle Pflegedienste wirtschaftliches Handeln dringend geboten. Aber ehrlich gesagt, verstehe ich die Einsatzleitungen mancher Pflegedienste nicht, die ihr Personal für eine Insulininjektion oder Medikamentengabe mit 30 Minuten Fahrtweg quer durch die Stadt jagen. Das kann sich niemals rechnen.
Grüße
Valentina
 
Qualifikation
Krankenschwester/TQM-Auditorin
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
N

Nordlicht

Mitglied
Basis-Konto
09.02.2006
25377
Moin zusammen,

tl745, kann es sein, dass Deine Chefin etwas habgierig ist oder kann sie einfach nicht Leistungen verkaufen?

Zu Deinem ersten Kandidaten:
- auf T-Stuhl setzen = Lagern/Mobi = 100 Punkte
- Darm-Blasenentleerung Leistungskomplex 8b = 150 Punkte
- Getränk reichen ist beim Medi reichen mit drin (irgendwie müssen die Pillen ja runter) ansonsten könnte hier private Versorgung durch eine Pflegekraft mit 3 Minuten berechnet werden.

Also: wenn sie geschickt die Leistung verkauft, hättest Du ausreichend Zeit, denn 250 Punkte kannst Du etwa mit 20-25 Minuten gleich setzen.

Zum 2.:
- Zum Essen kochen: die Leistung heißt Zubereiten einer warmen Mahlzeit und hat 270 Punkte
- Urinflasche leeren = Darm-Blase ohne pflegerische Leistung 50 Punkte
- plus Wäsche wechseln, reinigen, da mußt Du mal sehen, ist es ein Dementer oder Inkontinenter, da kann man auch noch anders abrechnen.
damit wärst Du schon den ersten beiden Posten mit ca. 30 Minuten dabei, da dürften die Kartoffeln gar sein.

Wegezeiten sind ganz ungeliebt, da die meisten Computerprogramme mit Durchschnittswerten arbeiten (daher meistens 5 Minuten-Vorgaben), aber dass kann man manuell ändern und ist manchmal sinnvoll, besonders, wenn man mit dem Pat. Zeiten abmacht. Manchmal muß man eben 18 Minuten fahren (inkl. Bahnschranken, Ampel und Parkplatzsuche), manchmal wohnen 2 Pat. in einem Haushalt oder nebeneinander und da vertrödelt man ja auch keine 5 Minuten, um von einem Zimmer zum anderen zu kommen.
Unsren Ma sind konkrete Zeiten lieber.

Google doch mal unter Ambulante Pflege, Leistungskomplexe damit Du argumente hast, warum es gar nicht Not tut, einen alten Herrn auf den T-Stuhk zu zerren und ihm womöglich dort noch mal schnell 200 ml einzuflößen.

Wirtschaftlich denken ist gut, aber Eure Zeitenvorgaben sind Blödsinn.
Gruß Britta.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
KH
tl745

tl745

Mitglied
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Themenstarter/in
11.01.2007
Hannover
Hallo,

Hallo tl745,
Aber ehrlich gesagt, verstehe ich die Einsatzleitungen mancher Pflegedienste nicht, die ihr Personal für eine Insulininjektion oder Medikamentengabe mit 30 Minuten Fahrtweg quer durch die Stadt jagen. Das kann sich niemals rechnen.
Sowas haben wir auch mit dabei. Unsere Chefin hofft auf Mundpropaganda bzw die Werbung auf unsern Autos. Dann würden wir ja auch in dem noch abgelegenen Gebiet bald mehrere Kunden haben...

Naja. Die Zeit die wir länger brauchen bekommen wir übrigens vergütet. Allerdings weiss ich dass nicht alle Kollegen die Zeit aufschreiben, dem Pflegedienst also die Zeit schenken. ICH mach da nicht mit! Wenn ich schon durch die Gegend jage und mich abhetze, dann wenigstens als Arbeitszeit! Allerdings bekomme ich dadurch auch viele Überstunden, die ich nur schlecht wieder loswerde!

Die neueste Idee unserer Chefin: Jeder schreibt mal seine eigenen Tourenpläne! So nach dem Motto: Macht euern Scheiß doch alleine...
Die besten Ideen braucht sie dann ja nur noch offiziell für alle gültig zu machen!
Nee, nee. Ich weiß dass die PDL´s es nicht leicht haben! Aber die haben sich ihren Job doch selber ausgesucht und werden entsprechend bezahlt!

Gruß
tl745
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Ambulante Pflege
L

Lisy

Hallo tl745,
da machst du dir es aber ein wenig zu einfach. Gute Tourenpläne können nur gemeinsam erarbeitet werden. Nur der, der die Tour ständig fährt kann sagen wo die Staus sind, wo die Zeitfresser zu finden sind.
Gruß Lisy
 
S

Spyke

Gesperrter Benutzeraccount
14.05.2006
10115
Naja. Die Zeit die wir länger brauchen bekommen wir übrigens vergütet. Allerdings weiss ich dass nicht alle Kollegen die Zeit aufschreiben, dem Pflegedienst also die Zeit schenken. ICH mach da nicht mit! Wenn ich schon durch die Gegend jage und mich abhetze, dann wenigstens als Arbeitszeit! Allerdings bekomme ich dadurch auch viele Überstunden, die ich nur schlecht wieder loswerde!
Dann verstehe ich irgendwie Dein Problem nicht. Denn, wenn Du die Zeit, die Du länger brauchst, vergütet bekommst, dann hast Du doch genügend Zeit. Oder sehe ich das falsch? Und irgendwie widersprichst Du Dir selber. Die lägere Zeit bekommst Du vergütet und hast trotzdem Überstunden? :kopfkratz: So viele können es dann aber nicht sein. Weiterhin ist eine gemeinsame Tourenplanung wichtig, denn wie soll Deine PDL alle Fahrzeiten im Kopf haben, sie muß sich auf Eure Ausagen verlassen.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
amb.Pflege/stellv.PDL
tl745

tl745

Mitglied
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Themenstarter/in
11.01.2007
Hannover
Hallo!

Ja sicher. Gemeinsam kann man das ja machen. Wir geben ja auch immer Bescheid wenn irgendwo die Zeit zu kurz ist oder die Wünsche der Pat. sich ändern. Aber mal ehrlich: Einen kompletten Tourenplan zu schreiben ist echt nicht einfach! Ich kenne auch nicht alle Pat. und ihre Wünsche. Ich weiß nicht inwieweit ich welchem Pat. etwas mehr Zeit geben kann. Und das alles innerhalb von 3 Tagen hinzubekommen, wenn man vorher nie Pläne hat schreiben müssen, ist Hammer! Ich zumindest bin ganz schön fertig. Bin mal gespannt was die anderen machen...

Sicher ist es für mich egal was für Zeiten auf den Plänen stehen, wenn ich doch die Überstunden (zur Zeit sind es übrigens 140) auf meinem Zeitkonto gutgeschrieben bekomme! Aber unsere Kunden bekommen Pläne auf denen steht wann welche Pflegekraft kommt. Und da steht dass ich z.B. diese Woche anbends um 19:00 zum Strümpfe ausziehen komme. Wenn ich schnell bin und mich nicht aufhalten lasse, das Tempolimit ignoriere und kein Zwicenfall eintritt dann bin ich um 19:30 Uhr da. Und die Pat. sind genervt! Spätestens am 3. Tag! Da kann ich denen erklären was ich will, die haben einen Plan und an den haben wir uns zu halten! Selbst die Pat. die nicht auf den Plan schauen erzählen mir: ausgemacht war mit ihrer Chefin aber was anderes! Dann erklär ich dass es nicht schneller geht und ich krieg als Antwort: Dann sind sie für diesen Beruf nicht geeignet!
Super, denk ich mir dann! Das ist genau die Motivation die mir fehlte!

tl745
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Ambulante Pflege
N

Nordlicht

Mitglied
Basis-Konto
09.02.2006
25377
und ich stelle mir gerade vor:
Pat 1: 5 Minuten zu spät, Diskussion, also Pflege plus 5 Minuten Sabbelei, d. h. bei
Pat 2: 10 Minuten zu spät, Diskussion, also Pflege plus 5 Minuten......

Mußt Du Dir das antun?
Wenn Ihr den Pat. Besuchspläne gebt, müßte doch spätestens bei der Pflegevisite das Gespräch mit der Leitung und dem Pat. stattfinden (sag jetzt nicht, das gibt es bei Euch auch nicht)

Wie wäre es, den Patienten zu sagen: "Das Pläne-schreiben ist Leitungssache, wenn Sie nicht zufrieden sind, füllen Sie bitte, vielleicht mit meiner Hilfe einen Kritikerfassungsbogen aus oder rufen Sie bitte im Büro an."

Auf der einen Seite steht natürlich die Vergütung, aber das scheint ja zu klappen, auf der anderen aber Kunden- und MA-zufriedenheit und das ist Chefsache.

Schönen Abend, Britta
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
KH
L

Lisy

Hallo tl745,
wieso stehen erhalten denn Kunden eine Uhrzeit?
Und wieso müssen die Kunden vorher schon wissen, wer kommt.
Wir arbeiten übrigens mit der schönen, alten Stecktafel, so können wir schnell was ändern.
Und wie gesagt, Kundenzufriedenheit ist das wichtigste.
Und Pünktlichkeit ist sehr wichtig. Mir scheint eure PDL will ihr Unvermögen klein reden.
Gruß Lisy
 
meli26

meli26

Mitglied
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21.11.2006
45968
Hi Leute
zeit mangel, pläne passen von der zeit nicht ob fahrzeit oder pflegezeit das alles kenne ich gespräche mit PDL bringt auch nicht viel.
ich hatte immer 30min.-45.min. früher angefangen konnte es auch aber nur im spätdienst und am ende war ich trotzdem laut plan ca 20-30min. zuspät fertig. es lag nicht da dran das langsam war im gegenteil ich habe ruhig schnell ohne stress vesucht zu arbeiten den die pat merken es auch wenn man von einem zimmer in die andere rent.
vor allem leute ist richtig planen wichtig was man beim pat in der reihen folge macht dann wird fertig. danach ein zwei nette sätze natühlich auch während der arbeit unterhalten und dann beim doku eintragen unterhalten und tschüss.
viele werden jetzt sagen warum soll ich 30-45min. früher anfangen die nicht bezahlt werden stimmt ihr habt recht,aber so konnte ich in ruhe ohne mir stress zu machen arbeiten und meine dokus richtig + vollständig eintragen.

gruss meli
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Tagespflege
tl745

tl745

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Themenstarter/in
11.01.2007
Hannover
Hallo Lisy!

Natütlich MÜSSEN unsere Patienten nicht wissen wer kommt. Allerdings gibt es ja immer auch ein paar Pat. die gewisse Pflegekräfte aus unterschiedlichsten Gründen nicht bei sich haben möchten. Hat die PDL beim planen das nicht berücksichtigt, sieht der Pat. sofort dass Pfleger Joachim die kommende Woche zur Grundpflege kommen soll und hat noch die Chance im Büro anzurufen und dies ändern zu lassen. Denn nichts ist blöder, als wenn ich immer wieder und wieder zu diesen Pat. hinfahren muss und mich immer wieder abweisen lassen muss. Für beide Seiten.
Und das mit den Zeiten ist doch auch eine gute Idee! So können die Angehörigen oder manchmal auch die Pat. selbst sich auf den Besuch des Pflegedienstes einstellen. Wir kommen nicht jeden Tag gleich. Manche Pat. fahren wir jan nur 2 oder 3x die Woche an. D.h. alle Zeiten verschieben sich entsprechend. Und wenn die Kunden dann sehen dass wir Donnerstag um 9:15 da sein wollen, können die uns gleich Bescheid sagen dass sie an dem Tag aber um 9:30 beim Arzt sein müssen. Also verschieben wir den Besuch entsprechend.
Die sogenannten Patientenpläne sind als Serviceleistung bei uns eingeführt worden und kommen bei den meisten sehr gut an. Haben eben nur den Nachteil dass manche Patienten sich auf die Zeiten fixieren!

Das mit den Kritikerfassungsbögen ist eine gute Idee. Da mach ich mir mal ein paar Gedanken zu und schlage es unserer Chefin vor. Pflegevistiten gibt es natürlich! Aber das ist doch auch nicht viel anders als beim MDK. Wenn die Chefin da ist, läuft natürlich alles gut!
Hätten die Pat. aber die Chance mittels Kritikbögen jederzeit etwas einzuwenden, kämen ihre Sorgen im "Akutfall" bei der Chefin an. Denn wie gesagt, bei Anruf, sind die Pat. oder Angehörigen immer schon wesentlich abgekühlter...

tl745
 
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Ambulante Pflege
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Pflegeboard.de

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05.07.2001
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