Wie ist der Mann zu seinem Beruf gekommen?

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H

Hartwig

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30.11.2005
75010
Moin!

Ich bin auch über Umwege in die Pflege gekommen: Erst Abitur, dann ein paar Monate Ausbildung als Krankenpfleger, Abbruch der Ausbildung weil ich keine Lust mehr hatte gegen die verstaubten Strukturen der alten Schwestern zu kämpfen, deren Fachwissen auf dem Stand kurz nach dem Weltkrieg stehen geblieben war. Danach Studium der Physik, Tätigkeit im technischen Vertrieb und dann Rückbesinnung auf die alten Wurzeln und nochmal Ausbildung in der Pflege, mit der Hoffnung, dass sich ein paar Dinge geändert haben.
Allerding musste ich feststellen, dass sich nichts geändert hat...
Es gibt immer noch keine Pflegeplanung, von Pflegediagnosen will ich mal gar nicht sprechen...
Es wird nach wie vor (von Seiten der weiblichen Kollegen) zu emotional diskutiert, es fehlt die Fähigkeit zur Abstraktion
Der Patient scheint in der Pflege immer weiniger eine Rolle zu spielen
Es fehlt die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und Dinge selbst zu entscheiden, man versteckt sich hintern dem Team
Aufgaben werden immer mehr an andere Berufsgruppen abgetreten
Der Fachwissen der Kollegen ist immer noch - teilweise - auf einem katastrophalen Stand, die Bereitschaft, sich weiter zu bilden nach wie vor gering.

usw...

Was mich trotzdem zur Pflege geführt hat ist die Vielseitigkeit des Berufs, es geht nicht nur um Medizin und Naturwissenschaften, sondern auch um Psychologie, Soziologie und Pädagogik. Mich interessiert vor allen Dingen die wissenschaftlich Tätigkeit verbunden mit der Möglichkeit, Pflegehandlungen auf eine überprüfbare Basis zu stellen.
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Endoskopie
Griesuh

Griesuh

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Moin!

Ich bin auch über Umwege in die Pflege gekommen: Erst Abitur, dann ein paar Monate Ausbildung als Krankenpfleger, Abbruch der Ausbildung weil ich keine Lust mehr hatte gegen die verstaubten Strukturen der alten Schwestern zu kämpfen, deren Fachwissen auf dem Stand kurz nach dem Weltkrieg stehen geblieben war. Danach Studium der Physik, Tätigkeit im technischen Vertrieb und dann Rückbesinnung auf die alten Wurzeln und nochmal Ausbildung in der Pflege, mit der Hoffnung, dass sich ein paar Dinge geändert haben.
Allerding musste ich feststellen, dass sich nichts geändert hat...
Es gibt immer noch keine Pflegeplanung, von Pflegediagnosen will ich mal gar nicht sprechen...
Es wird nach wie vor (von Seiten der weiblichen Kollegen) zu emotional diskutiert, es fehlt die Fähigkeit zur Abstraktion
Der Patient scheint in der Pflege immer weiniger eine Rolle zu spielen
Es fehlt die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und Dinge selbst zu entscheiden, man versteckt sich hintern dem Team
Aufgaben werden immer mehr an andere Berufsgruppen abgetreten
Der Fachwissen der Kollegen ist immer noch - teilweise - auf einem katastrophalen Stand, die Bereitschaft, sich weiter zu bilden nach wie vor gering.

usw...

Was mich trotzdem zur Pflege geführt hat ist die Vielseitigkeit des Berufs, es geht nicht nur um Medizin und Naturwissenschaften, sondern auch um Psychologie, Soziologie und Pädagogik. Mich interessiert vor allen Dingen die wissenschaftlich Tätigkeit verbunden mit der Möglichkeit, Pflegehandlungen auf eine überprüfbare Basis zu stellen.



Hallo Hartwig,
Frage: wo machst du Deine Ausbildung?? In welcher Einrichtung und welcher Schule??
Keine Pflegeplanung kann ich mir nicht vorstellen.
Nach dem § 80 ff, des Qualitätssicherungsgesetzes, sind im QM Pflegeplanungen vorgeschrieben.
Gut, mit den Pflegediagnosen ist noch umstritten, etliche Kollegen wissen nicht, dass es so was gibt. Ist aber auf jedenfall im vormarsch
Was den Wissensstand der Pflegekräfte betrifft, kann ich so nicht nach vollziehen. Die Fort u. Weiterbildung der Pflegekräfte, ist verpflichtend im im §80 (QM) und in den SGB V Leistungs -u. Gütungsvereinbarungen der Pflegeeinrichtungen vorgeschrieben.
Deshalb meine Frage wo Du die Ausbildung machst.
ich kann mir ehrlich gesagt solche Mängel in einer zugelassenen Einrichtung und Kankenpflegeschule nicht vorstellen. Zumindest nicht im dem von Dir beschriebenem Maß.
Deine Dozenten oder Le(e)hrkräfte sollten auf den neusten Stand der Pflegewissenschaft stehen.
Liegt es evtl. an Deinen Vorstellungen und Deinen Erwartungen die evtl. etwas zu Hoch angesetzt sind?.
Oder liegt es daran, dass für Dich psychologie, Soziologie und pädagogik der bessere Beruf wäre als Pflege?
Kann es sein, dass Du die verkehrte berufswahl getroffen hast?
Solltest Du nicht besser Pflegewissenschaft studieren??
Nur mal so, als Gedankenanregung, bevor Du in einem Pflegeberuf unglücklich wirst.

Grüße Griesuh
 
Qualifikation
Krankenpfleger/PDL/MDK Gutachter
Fachgebiet
Ambl. Pflegedienst
H

Hermann L

Mitglied
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11.01.2006
26817
Mutter Altenpflegerin, vier Tanten in der Pflege tätig und ich wollte eigentlich Zimmermann werden:wassat: Nach Berufspraktikum festgestellt das mir der Beruf zwar Spaßmacht aber auf Dauer dann doch nicht ,nach einem Praktikum in einem Alten und Pflegeheim Feuer und Flamme für den Beruf.:wub:
Übrigens Ich habe keinen Zivildienst gemacht sonder habe Brav meinen Wehrdienst abgeleistet( War auch ganz Lustig):pinch:
 
Qualifikation
Altenpfleger/ Hospizhelfer
Fachgebiet
Pflegezentrum
katze

katze

Mitglied
Basis-Konto
AW: Re: Wie ist der Mann zu seinem Beruf gekommen?

Ich schreibe hier für meinen Mann, der hier im Forum nicht registriert ist.
Er hat die Alltenpflegeausbidung absolviert, nachdem er 15 Jahre den elterlichen Bauernhof als Landwirt weitergeführt hat.
Es wurde vom Regierungspräsidium als Umschulung bezahlt, als er anefangen hat war ich mit dem 7. Kind schwanger!
Ich selbst habe auch mal Landwirt gelernt und mich entschieden die Krankenpflegeausbildung zu machen!

Seit Montag ist mein Herr Gemahl wieder in der Schule, er wird gerontopsychiatrische Fachkraft.

Er ist in seinem Beruf total glücklich und wird von den alten Menschen bestens angenommen!
Liebe Grüße
Hannelore
 
Qualifikation
krankenschwester
Fachgebiet
Psychiatrie, Schiziphrenie und Psychose
Weiterbildungen
Gerontopsychiatrie
Palliativ Care
Pflegeboard.de

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Teammitglied
05.07.2001
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