wie hättet ihr euch verhalten?

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georgie

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ich hatte letzens frühdienst als um die mittagszeit ein anruf kam ,der spätdienst wäre krank..es könnte also sein ,ich müsste etwas länger bleiben.kein problem.dann gab es einen ersatz,dem aber kurzfristig einfiel ,das er den spätdienst doch nicht machen könnte wegen kindergeburtstag seines kindes.mein chef ruft mich an,sagt mir wir sollen das untereinander klären,was ja schonmal unverschämt ist.also sagt ich meiner kollegin,das ich bereit sei etwas länger zu bleiben aber auch spätestens nach 10 stunden doch mal nach hause möchte.das war ihr nicht recht,sie hätte mich frühestens nach 13 std abgelöst oder sie hätte ihren kindergeb.absagen müssen.tja was macht man? ein kinderherz brechen?.aber wäre ich nicht länger geblieben wäre ich ja auch unflexibel oder?ach so der beste spruch meines chefs war der zu der anderen kollegin,das ich ja sowieso genug minusstunden hätte und bestimmt gern den dienst bis abends mache..
 
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UlrichFürst

Keine Ahnung, wie ich mich verhalten hätte. Ich war glücklicherweise noch nicht in so einer Situation und mir fällt spontan auch nichts ein. Wie ist es denn ausgegangen?

Ulrich Fürst

P.S. Erstens würde meine Leitung nicht so reagieren und zweitens würde ich vielleicht die PDL anrufen und fragen, was ich tun soll!?:kopfkratz: Das Problem ist aber wohl nicht übertragbar, weil wir nicht alleine im Dienst sind (außer nachts) und zweitens Du wahrscheinlich keinen weiteren Vorgesetzten hast.
 
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dieKathi

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Hallo, ich weiß auch nicht, wie ich mich verhalten hätte.
Seltsam finde ich, dass der Kollegin der Kindergeburtstag offenbar erst nach dem Zusagen eingefallen ist. Wie kann man den Kindergeburtstag vergessen, wenn er am selben Tag stattfindet? (Wäre es ein Termin ein paar Tage später gewesen, könnte ich das eher nachvollziehen. Aber so? Ich habe selbst Kinder und die Geburtstagsparty ist so ein Ereignis, das "vergißt" man nicht eben mal.)

Und dann hat dein Chef es sich ganz schön einfach gemacht. Im Endeffekt, wenn du den längeren Dienst gemacht hast, hast du gegen das Arbeitszeitgesetz verstoßen. Indem er dir bzw. euch die Verantwortung überlassen hat (macht das unter euch aus), hat er den schwarzen Peter für die Überschreitung der Höchstarbeitszeit euch (dir) übergeben. Anordnen hätte er die Mehrarbeit in dieser Länge nämlich nicht.

Klar, dass man in so einer Situation den Patienten nicht allein läßt, auf diese Verantwortlichkeit spekulierte dein Chef offensichtlich.
Und auch darauf, dass du dem Kind die Geburtstagsfeier nicht verderben wolltest.
Aber fair ist das nicht. Und auch nicht mit "die hat ja eh noch Minusstunden" zu rechtfertigen. So kann ich gut verstehen, dass du dich ärgerst.

Deswegen jetzt einen guten Feierabend (hoffentlich) und auf jeden Fall einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Viele Grüße,
dieKathi
 
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Jungsmama4

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Hallo,

na seltsam ist das schon... die Kollegin sagt erst zu und dann fällt ihr der Kindergeburtstag ein:spinner: ... ein Schelm wer böses dabei denkt...:wink:
scheinen ja recht unangenehme Zustände bei euch zu herrschen, der Chef sollte ja schon mal was von der Höchstarbeitszeit gehört haben... :suche: aber scheinbar werden Minusstunden immer mal wieder als Druckmittel benutzt :nono:

wie ich mich verhalten hätte, kann ich so nicht sagen - ich war glücklicherweise noch nicht in so einer Situation. Aber ich glaube ich hätte auch erst angeboten etwas länger zu bleiben, damit Ersatz organisiert werden kann - aber zu 13 Std. hätte ich sicher nein gesagt -

wünsche dir einen guten Rutsch in neue Jahr und lass dir nicht alles gefallen - es ist dein gutes Recht auch nein zu sagen:thumbsup2:
 
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catty2

catty2

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Hey Georgie!

Frechheit kann ich dazu nur sagen und was ich machen kann hätte ich in dem Moment auch nicht so spontan gewusst bzw. wäre mir über die Konsequenzen unsicher. Man kann ja auch leider nicht alles stehen und liegen lassen und gehen.
Aber so hingenommen hätte ich es auch nicht, den so wird sich nie etwas ändern. Ich höre momentan von vielen Seiten katastrophale Arbeitsbedingungen und denke immer mehr, wenn man sich nicht wehrt, bleibt alles so.
Ich glaub ich hätte bei Verdi angerufen und mich abgesichert bzw. nachgefragt was ich machen soll. Ob ich einfach so gehen darf oder ob ich bleiben muss. Ein Dienst über 10 Std. ist sicherlich nicht zulässig. Dann hätte ich so gehandelt, wie die Kollegen es dort empfohlen hätten, denn ich möchte mir nichts mehr gefallen lassen und auch mir bzw. uns als Arbeitgebern stehen Rechte zu, die auch Freizeit haben, nicht nur auf Abruf am Telefon sitzen und ihr frei ohne Rechtfertigung geniessen möchten!


Lg
Catty
 
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catty2

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...mein chef ruft mich an,sagt mir wir sollen das untereinander klären,was ja schonmal unverschämt ist...
Daraufhin hättest du auch auflegen können und sagen können, dass du jetzt Feierabend hast und gehst und sicherlich nicht für die Dienstplanung zuständig bist. Wenn er als Chef so mit dir umgeht, hast du allemal das Recht ihn auch so zu behandeln. Frechheit, ehrlich, da krieg ich echt die Wut :mad_2:
 
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Kalimera

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Ich hätte meinen Chef, wenn dieser nicht anwesend gewesen wäre den nächsten Vorgesetzten angerufen und angeboten, bis zu 10 Stunden Arbeitszeit zu bleiben, damit er die Möglichkeit hat Ersatz zu besorgen.
Auf alles andere hätte ich mich nicht eingelassen, da ich in diesem Falle weder in der Position, noch in der Verantwortlichkeit gewesen wäre Ersatz zu besorgen oder es unterinander zu klären.
 
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Daraufhin hättest du auch auflegen können und sagen können, dass du jetzt Feierabend hast und gehst und sicherlich nicht für die Dienstplanung zuständig bist. Wenn er als Chef so mit dir umgeht, hast du allemal das Recht ihn auch so zu behandeln. Frechheit, ehrlich, da krieg ich echt die Wut :mad_2:
Diese Reaktion wäre aus dem Affekt heraus mehr als verständlich!
Aber nach dem Hörerauflegen und Verlassen der Wohnung wäre ich wieder umgekehrt, eben weil dort ein schwerkrankes Kind unbetreut zurückgeblieben wäre. Wer von euch könnte wirklich so etwas tun?

Und das ist eben das Problem. Mit unserem Verantwortungsgefühl wird ja gerechnet.

Ich würde deshalb zeitnah ein terminiertes Gespräch mit der Leitung suchen und ihr deutlich sagen, wie enttäuschend die Übernahme von Verantwortung eben durch sie selbst in dieser Situation war. Dass man doch erwarten muss, dass sie eine Lösung findet, und wenn sie eben selber kommt.
Außerdem muss er dringend von dir gesagt bekommen, dass er nicht enttscheiden kann, welches deine Bedürfnisse sind, und er bitte anders dafür Sorge tragen muss, dass deine Minusstunden reduziert werden.
Ein klar geführtes Gespräch, in dem du deine Erwartungen an ihn auf den Punkt bringst und deutlich machst, dass du nicht frei verfügbar bist, ist fällig.

Hat der Chef denn wenigstens mal tel. nach 15 Min oder so nachgefragt, welche Lösung gefunden wurde?

Nora
 
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stern3007

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Diese Reaktion wäre aus dem Affekt heraus mehr als verständlich!
Aber nach dem Hörerauflegen und Verlassen der Wohnung wäre ich wieder umgekehrt, eben weil dort ein schwerkrankes Kind unbetreut zurückgeblieben wäre. Wer von euch könnte wirklich so etwas tun?

Und das ist eben das Problem. Mit unserem Verantwortungsgefühl wird ja gerechnet.
Man sollte sich aber nicht immer wieder mit dem Nichtbetreutsein eines Patienten erpressen lassen. Im Zweifelsfall muß halt der Chef antreten, wenn er es nicht schafft Ersatz zu besorgen. Er ist der Verantwortliche und nicht die jeweilige Arbeitskraft die einspringen soll. Verantwortungsgefühl ist gut, aber man hat auch eine Verantwortung sich selbst und seiner Gesundheit gegenüber. Leider vergessen das viel zu viele immer wieder.
 
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hallo.nein ihn hat das nicht mehr interessiert.ich habe dann mit der pflegemama geredet und sie hat dann das kind für 3 stunden übernommen,so das ich nach hause konnte.sowas ist schon öfter vorgekommen.haben uns alle im team schon tausendmal aufgeregt und gespräche mit den vorgesetzen geführt aber es passiert einfach nichts.an mein handy gehe ich mittlerweile nicht mehr wenn ich frei habe und einspringen nur wenn es mich wirlich nicht stört.es vergeht eigentlich kein freier tag an dem man nicht angerufen wird von denen..und ruft man nicht zurück wird man über tage belästigt..aber ich hab schon von vielen gehört das es bei denen ähnlich schlimm abläuft..an dem tag war ich einfach so vor den kopf gestossen das ich gar nciht reagieren konnte..
 
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stern3007

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Ist doch klar das nichts passiert, wenn ihr immer wieder einspringt. Manche Arbeitgeber müssen auflaufen bevor sie kapieren, dass es so nicht geht.
 
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hallo.nein ihn hat das nicht mehr interessiert.ich habe dann mit der pflegemama geredet und sie hat dann das kind für 3 stunden übernommen,so das ich nach hause konnte.sowas ist schon öfter vorgekommen.haben uns alle im team schon tausendmal aufgeregt und gespräche mit den vorgesetzen geführt aber es passiert einfach nichts.an mein handy gehe ich mittlerweile nicht mehr wenn ich frei habe und einspringen nur wenn es mich wirlich nicht stört.es vergeht eigentlich kein freier tag an dem man nicht angerufen wird von denen..und ruft man nicht zurück wird man über tage belästigt..aber ich hab schon von vielen gehört das es bei denen ähnlich schlimm abläuft..an dem tag war ich einfach so vor den kopf gestossen das ich gar nciht reagieren konnte..
Wenn das bei allen anderen genauso schlecht läuft, dann könntet ihr doch gemeinsam ein Gespräch mit dem Chef führen und könntet in der Masse Druck ausüben.
Wieso muss denn so viel eingesprungen werden, ist der Krankenstand so hoch?
Ist die Motivation so schlecht?

Man sollte sich aber nicht immer wieder mit dem Nichtbetreutsein eines Patienten erpressen lassen. Im Zweifelsfall muß halt der Chef antreten, wenn er es nicht schafft Ersatz zu besorgen. Er ist der Verantwortliche und nicht die jeweilige Arbeitskraft die einspringen soll. Verantwortungsgefühl ist gut, aber man hat auch eine Verantwortung sich selbst und seiner Gesundheit gegenüber. Leider vergessen das viel zu viele immer wieder.
Ich widerspreche dem nicht. Ich wollte georgie mit meinem Beitrag sagen, wie ich in dieser akuten Situation gehandelt hätte. Da wäre mein Verantwortungsgefühl erstmal beim Kind gewesen.

Wenn das Verantwortungsgefühl aber so inflationär "benutzt" wird, dann kommt vielleicht die Arbeitssituation zustande, dass immer wieder einer fehlt, eben weil es nichts mehr wert ist. Und alles wird immer schlimmer. Jeder fragt sich nur noch, warum denn ich jetzt.

Nora
 
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georgie

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na ja die haben angeblich immer zuwenig personal..aber es liegt eher an der organisation,die einfach nur schiefläuft..bei 4 chefs die alle was zu sagen haben wollen kein wunder..das team in dem ich die tagdienste mache und ich wir hatten schon diverse supervisionen und dienstbesprechungen wo wir das alle imme rwieder angesprochen haben.aber es hiflt einfach nichts..ich weiss auch nicht was daran so schwer ist mit einer mitarbeiterzahl von gerade mal 40 leuten zu arbeiten..
 
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wir springen ja nicht immer wieder ein.ich zumindest nicht.aber mal andersrum,wenn ich krank bin,möchte ich ja auch das mich jemand vertritt oder?und ein gesundes maß an flexibilität gehört nunmal zu diesem job dazu.ich hatte vor kurzem erst ein streitgespräch mit einem der vorgesetzten und ich möchte sowas nicht nochmal haben.
 
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wir springen ja nicht immer wieder ein.ich zumindest nicht.aber mal andersrum,wenn ich krank bin,möchte ich ja auch das mich jemand vertritt oder?und ein gesundes maß an flexibilität gehört nunmal zu diesem job dazu.ich hatte vor kurzem erst ein streitgespräch mit einem der vorgesetzten und ich möchte sowas nicht nochmal haben.
Im Eingangsposting warst du sehr unzufrieden. Jetzt sagst du, dass Flexibilität dazu gehört, und diese würde sogar im gesundem Maß verlangt. Und dass du kein Ärger mit deinem Chef haben willst.

Ich habe den Eindruck, dass du, sobald dein Ärger nicht mehr akut ist, eigentlich doch ganz zufrieden bist.

Warum hattest du dich dann beschwert? Und du willst ja alles so hinnehmen.

Nora
 
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Hallo !!!

Also ich finde das unmöglich. Wie ich mich verhalten hätte keine ahnung. War da noch jeman im Spätdienst ??? Denn ich währe dann spätestens nach 3 Stunden Spätdienst gegangen. Da hätte mir meine Kollegin leid getan. Aber irgendwann klappt e mit der konzentration auch nicht mehr.
Ich hab auch schon mal Frühdienst gehabt dann Spätdienst bis 17 Uhr und das war schon heftig. Ich war danach richtig fertig und konzentrieen konnte ich mich auch nicht mehr.
Aber das finde ich auich blöde das die Kolegin sagte sie muß zum Kindergeburtstag. Denn ich überlege vorher ob ich kann oder nicht.

Gruß Katja
 
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georgie

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Im Eingangsposting warst du sehr unzufrieden. Jetzt sagst du, dass Flexibilität dazu gehört, und diese würde sogar im gesundem Maß verlangt. Und dass du kein Ärger mit deinem Chef haben willst.

Ich habe den Eindruck, dass du, sobald dein Ärger nicht mehr akut ist, eigentlich doch ganz zufrieden bist.

Warum hattest du dich dann beschwert? Und du willst ja alles so hinnehmen.

Nora
ich sagte das man in dem beruf ein gesundes mass an flexibilität besitzen sollte aber nicht das man sich ausnutzen lassen muss.und ich sagte keineswegs das mein arbeitgeber ein gesundes mass an flexibilität verlangt!!wo behaupte ich denn das ich alles so hinnehme?ich weiss ja nicht wie es bei dir auf arbeit ist aber in den meisten fällenist es ja leider so das sich alle beschweren aber keiner zusammenhält.was ich im übrigen schade finde.denn ich sage durchaus meine meinung,sonst hätte ich nämlich nicht das gespräch mit meinem arbeitgeber gehabt.aber in meiner firma ist es nunmal leider so,das wir als mitarbeiter seit jahren gegen eine wand reden,es ändert sich nichts.und da es eine kleine private firma ist gibt es auch keine mitarbeitervertretung.trotzdem danke für deine antwort.ich wollte lediglich wissen wie andere sich verhalten hätten in so einem oder ähnlichen fall.
 
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