Arbeitsrecht Wie Flexibel muss man sein ???

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Mesuximid

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15.05.2008
30559
Hallo

Ich hab mal eine Frage...Wir haben 2 DB im Monat...es kann vorkommen das eine Abgesagt wird und auch gleich ein neuer Termin dabei steht wo sie nach geholt wird....dies ist ok da es immer rechzeitig war um planen zukönnen...( 3-5 Tage) .
Nun hat es sich aber eingeschlichen das die DB abgesagt wurde und gleich am folge Tag der neue Termin ist.
Dies ist für mich zu kurzfristig da ich zwei Kinder habe und einen Mann der 12-16 h am Tag arbeitet und auch meine Familie voll Berufstätig ist.
Nun ist es so das ich nicht an der DB teilnehmen kann weil ich 1) keinen für die Kinder habe und 2) ich Arzttermine mit den Kindern habe die schon teilweise seit 8 Wochen fest stehen.

So.... muss ich jetzt immer so flexibel sein ? Mein AG sagt es ist Dienstverpflichtend und ich muss kommen.....
Ich kann doch aber nicht nur so planen das ich immer zeit für die arbeit habe .... oder seh ich das falsch...
 
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Fachgebiet
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PflegerPhil

PflegerPhil

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16.02.2014
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Das ist wieder mal die Frage der Dienstplansicherheit. Um es kurz zu fassen: Dein AG kann den genehmigten, ausgehängten DP nicht einfach einseitig ändern, sondern höchstens einvernehmlich. Der DP ist verpflichtend für beide Seiten. Sollte die für morgen angesetzte DB aufgrund von Verhinderung des Chefs abgesagt werden, kann dieser eigentlich nur lieb fragen, ob du dafür übermorgen außerplanmäßig zur DB kommst und muss ein nein von dir akzeptieren. Eine Abmahnung o.ä. Aufgrund dessen würde von keinem Arbeitsgericht der Welt anerkannt werden.

Wichtig auch hier: Wenn der AG dich tatsächlich abmahnen sollte, weil du es nicht einrichten konntest zur verschobenen DB zu kommen, würde ich auf der Abmahnung vor der Unterschrift noch dokumentieren, dass die Abmahnung wohl aufgrund dessen ausgestellt wurde und du sie ausschließlich zur Kenntnis nimmst und nicht als gerechtfertigt akzeptierst.
Wenn jetzt e7ne zweite Abmahnung und i.v.d. Kündigung deswegen erfolgen sollte (Arbeitsverweigerung/Dienstpflichtverletzung) hättest du bei einer Kündigungsschutzklage gute Erfolgsaussichten.
 
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Microknee

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31.08.2011
Augsburg
Bei unseren Dienstbesprechungen (ich nenne es Teamsitzung) sind auch nicht immer alle Mitarbeiter anwesend, obwohl diese Termine 4 Wochen im voraus bekannt sind.
Es wird während der Teambesprechung ein Protokoll geführt, welches in einem Teambesprechungsordner abgeheftet wird. So hat jeder MA die Möglichkeit auf dem selben Informationsstand zu sein, wie die MA, die anwesend waren.
Dieser Infostand wird per Handzeichen quittiert.
Bei mir ist noch nie jemand abgemahnt worden, weil er nicht an der DB teilgenommen hat. Finde ich auch sehr fragwürdig und als falsche "Machtausübung" seiner Position.
Eine "gute" Führungskraft hat bessere Mittel alle MA auf denselben Stand zu bringen, als Sanktionen.

LG
 
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

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25.06.2000
Wichtig auch hier: Wenn der AG dich tatsächlich abmahnen sollte, weil du es nicht einrichten konntest zur verschobenen DB zu kommen, würde ich auf der Abmahnung vor der Unterschrift noch dokumentieren, dass die Abmahnung wohl aufgrund dessen ausgestellt wurde und du sie ausschließlich zur Kenntnis nimmst und nicht als gerechtfertigt akzeptierst.
Kurz zur Unterzeichnung einer Abmahnung: eine Abmahnung sollte niemals unterschrieben werden, auch besteht hierzu keinerlei Verpflichtung. In einem eventuellen späteren Verfahren kann einem AN das u.U. als Schuldanerkenntnis ausgelegt werden, auch wenn dieser in der Annahme war, er würde lediglich die Entgegennahme/Kenntnisnahme damit bekunden - selbst dann, wenn die Unterschriftszeile mit "Zur Kenntnis genommen" oder ähnlichem beschriftet ist.

Sollte ein AG für eine wie hier dargestellte Situation eine Abmahnung erhalten, sollte diese förmlich angegriffen und der AG zur Entfernung aus der Personalakte aufgefordert werden - günstigstenfalls über eine auf Arbeitsrecht spezialiserte Anwaltskanzlei (Rechtsschutzfähig) in Zusammenwirken mit dem Betriebsrat.
 
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Thomas aus Aachen

Thomas aus Aachen

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....dies ist ok da es immer rechzeitig war um planen zu können...( 3-5 Tage) .
Nun hat es sich aber eingeschlichen das die DB abgesagt wurde und gleich am folge Tag der neue Termin ist.
Ich finde auch eine Änderung 5 Tage vorher nicht rechtzeitig und fragwürdig. Wenn es geht, ist es ok, aber wenn nicht, dann muss das akzeptiert werden.
Es ist das ewig gesungene Lied: Der Arbeitgeber möchte sich darauf verlassen, dass ich zu den angeordneten Diensten erscheine. Das gleiche Recht möchte ich auch haben: Geplantes Frei ist und bleibt frei!
Ich will mich darauf verlassen, dass der Dienstplan nicht geändert wird (was er ja ohne meine Zustimmung auch nicht kann). Und ich habe einfach keine Lust (mehr), das immer wieder erklären zu müssen. Da bin ich schrecklich unflexibel (geworden).
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Psychiatrie
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Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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