Wie an Patienten kommen?

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S

sr. tequila

Hallo,

bin ganz neu hier bei euch gelandet und habe gleich eine wichtige Frage.
Ich arbeite in einem ambulanten Pflegedienst und nun haben wir das Problem das uns in kürzester Zeit mehrere Patienten verlassen haben (durch Tod, Gang ins Altenheim etc.).
In unserer Stadt gibt es 2 Krankenhäuser, die auch jeweils ihren eigenen Pflegedienst besitzen, sprich die werden regelmässig mit neuen Patienten versorgt.
Was können wir machen um an neue Patienten ranzukommen?

Schonmal Danke im Vorraus für eure Antworten.

lg sr. tequila
 
R

rueporade

Mitglied
Basis-Konto
16.01.2006
42477
Hallo sr. tequila,
zunächst einmal herzlich willkommen hier im board -
in der ambulanten Pflege gibt es immer wieder Phasen mit einer Reduzierung der Patientenzahlen. Ist dann eine schwierige Situation, wenn die umliegenden Krankenhäuser eigene Pflegedienste vorhalten.
Über die Verpflichtung dieser Häuser zur neutralen Vermittlung an die jeweiligen Anbieter brauchen wir hier sicher nicht sprechen.
Es bieten sich aber Gespräche in den ansässigen Arztpraxen an. Günstig wäre auch ein Angebot oder zusätzlichen Schwerpunkt anzubieten, den die Krhs.- Pflegedienste nicht haben.
Das bedeutet zunächst mal "Klinkenputzen", aber ist dann mal ein guter Kontakt hergestellt, muß man diesen mit qualitativ hochwertigen Leistungen fstigen. Das bringt auf Dauer immer wieder neue Patienten.
Gruß
rueporade
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger f. Psychiatrie, PDL
Fachgebiet
Privater amb. Pflegedienst, PDL
Weiterbildungen
Amb. Pflege, PDL, Psychiatrische Pflege
R

rueporade

Mitglied
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16.01.2006
42477
Hallo sr. tequila,
sehe Du bist noch als Betrachter geführt, wenn Du Zeit und Lust hast, können wir das Thema im chat weiterführen. Alle anderen sind auch herzlich eingeladen.
Gruß
rueporade
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger f. Psychiatrie, PDL
Fachgebiet
Privater amb. Pflegedienst, PDL
Weiterbildungen
Amb. Pflege, PDL, Psychiatrische Pflege
S

sr. tequila

Themenstarter/in
Hallo rueporade,

danke für deine schnelle Antwort.
Ja, um das "Klinkenputzen" wird meine Chefin wohl nicht herum kommen.

Zitat:
Über die Verpflichtung dieser Häuser zur neutralen Vermittlung an die jeweiligen Anbieter brauchen wir hier sicher nicht sprechen.

Nein, das brauchen wir wirklich nicht. Die besagten Pflegedienste können sich wahrscheinlich vor Patienten kaum retten.

Habe schon eine Freundin, die in einem der beiden Häuser beschäftigt ist, gebeten dem Sozialdienst zuvor zukommen und bei in Frage kommenden Patienten ein gutes Wort für uns einzulegen. Vielleicht klappt es ja.

lg sr. tequila
 
L

Lisy

Themenstarter/in
sr.Tequlla,
Ich hab das gleiche Problem,
Wir versuchen durch Werbung an Kunden zu kommen, wenn mannbesondere Dienste anbietet und durch Qualität "glänzt" ist die Wirkung recht gut. Wir bieten zum Beispiel Urlaub für Pflegebedürftige an. Kommt gut an.
Gruß Lisy
 
S

sr. tequila

Themenstarter/in
Hallo Lisy,

da zu unserem Pflegedienst auch eine kleine Seniorenresidenz gehört machen wir auch im "privaten" Bereich sehr viel für unsere Patienten/Bewohner, sei es ein Ausflug, Grillnachmittage etc., wohin wir natürlich auch die Patienten von "außerhalb" einladen.
Wie sieht denn so ein Urlaub für Pflegebedürftige bei euch aus, wenn ich fragen darf?

lg sr. tequila
 
L

Lisy

Themenstarter/in
was hälst du vom Chat? Geschäftsideen sollten solche bleiben
 
L

Lisy

Themenstarter/in
Ungeduldig, ich bin in den Chat rein und du raus. Hexen kann mein langsamer Rechner nicht. Wann bist du bereit?
 
S

sr. tequila

Themenstarter/in
sorry, hab gerade etwas probleme mit dem chat, kann nicht schreiben...
 
L

Lisy

Themenstarter/in
Ok. Wier probieren es noch mal. Bin auch kein Ass, vielleícht kann ich dir trotzdem helfen
 
L

Lisy

Themenstarter/in
Hey Ungeduld in der Pflege ist nicht gut. Für den Anfang, wenn du mit mir Chatest solltest du schon 15 minuten einrechnen
 
H

hummel1313

Mitglied
Basis-Konto
11.08.2004
65549
Re: Wie an Patienten kommen?nicht durch/mit illeg. osteuropä.Hilfskräften !!!!

Hallo !
ja kenne das problem der durststrecke auch nur zu gut ... muß sagen das es laut unserer statistik der letzten jahre immer 2 "durststrecken" gibt einmal diese und dann nochmal im herbst welche man ja ganz gut überbrücken konnte ... welches problem jetzt noch dazu kommt sind die illegalen osteuropä. "Hilfskräfte" die uns / vielen sehr viele Pat. vor der nase wegschnappen mit ihren "mafia" methoden ..... wie z.b. so .... sie fahren pflegediensten nach und klingeln später dort und machen billige angebote und vermitteln billige polen um die pflege zu übernehmen ( sorry wenn ich es so schreibe wenn es ja seinen rechten gang geht ist es ja ok aber nicht so .....)

oder eine familie die eine polin hat natürlich illegal .... diese hat sehr schlechte augen gehabt..... der ehemann der zu betreuenden person ging mit ihr zum augenarzt hat sich ein rezept verschreiben lassen (auf seinen namen ) und die polin hat jetzt eine brille ( natürlich vom ehemann bezahlt weil die polin ja so arm ist )

da brauch man sich nicht zu wundern das unter anderem durch solche aktionen unsere kassen leer sind ?!!


naja im nachbarort der pflegedienst zeigte ein ehepaar an welches sich eine illegale hilfskraft nahm ( auch zur Pflege )wie man sich schon denken kann ging der schuss nach hinten los die hilfskraft ist zwar weg aber auch der "gute name" des Pflegedienstes ...

NUN MEINE FRAGE WIE HANDHABT IHR DAS THEMA ??? BZW WIE GEHT IHR VOR ???

wir haben uns alle aus unserem kreis (heime , pflegedienste , presse , bürgermeister usw.) zusammengetan und versuchen so etwas zu bewegen aber das ist ein schwieriger und langer weg .....


naja klar die krankenkassen dulden es auf eine gewisse weise da diese ja gut bei der sache abschneiden nur kann es ja nicht sein das wir auf der strecke bleiben .....

wenn dann alles zusammen kommt wie eine kleine "durststrecke" und noch ein paar pat. durch hilfskräfte zu verlieren kann das schon dazu führen das einige pflegedienste zu machen müßen .....

und da müßen wir uns doch alle langsam gedanken machen .......
meine es hat doch noch irgendeinen sinn das wir drei jahre lernen oder sind wir mal wieder soweit " PFLEGEN KANN JEDER " ?!?
wie soll das denn noch weitergehen "unser" geld geht nach polen und in unsere kassen wird nichts mehr reinbezahlt ...das kann ja nicht aufgehen ..

meiner meinung nach wird diese problematik sich noch knapp 2 jahre so hinziehen bis dort auch der euro eingeführt wird ... aber dann verlagert es sich noch weiter und es sind keine polen mehr sondern ... naja ein grauen ohne ende ....

würde mich freuen wenn ihr auch eure erfahrungen schreibt und wie ihr in solchen fällen handelt ...


lieber gruß frank

sorry hoffe man kommt daraus klar was ich sagen möchte nur dieses thema löst eine solche wut in mir aus ....:mad_2: :mad_2: :mad_2:

ps
möchte noch betonen das ich nichts dagegen hätte sobald diese angemeldet sind und auch ihre beiträge zahlen müßten .... :smile:
 
Qualifikation
zert.Wundtherapeut,Krankenpfleger,spezi.-Ausbildung in Gerontopsychiatrie
Fachgebiet
Selbstständig
M

Murkel

Themenstarter/in
Hallo,
ich kenne sowohl die Durststrecken im Frühjahr als auch die "Polinnenlösung". In der ersten großen Durststrecke haben wir alle möglichen teuren Reklamefehler gemacht. Es ging los mit Brötchentüten mit unserem Logo, über Stadtpläne mit unserem Logo bis zu einem Reklamefilm (sehr teuer) der 3 Mal tgl. in einem Krankenhaus lief. Das hat uns alles keinen einzigen neuen Kunden gebracht. Wir haben 3 Gratisbehandlungen angeboten......ohne Resonanz. Dann haben wir die Sozialarbeiter der Krankenhäuser aufgesucht. Die Krankenhäuser versorgen natürlich zuerst ihre eigenen Pflegedienste. Doch, ja, wir haben Kunden bekommen: Schwerstpflegefälle! Sterbefälle! Das bedeutete: enorm großer kurzfristiger Aufwand für sehr wenige Tage. Wir haben alles genommen!
Aber nach ca. 2-3 Monaten kamen dann neue Kunden, durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Reklame machen wir kaum noch, lediglich in der Stadtteilzeitung, im Kirchenblatt und mit unseren Autos. Aus jeder Durststrecke sind wir gestärkt hervorgegangen. Das zum Trost!
Die Polinnenlösung wurde einer neuen Kundin vom Chefarzt des Krankenhauses, in dem sie behandelt wurde, nahegelegt. Da eine 24-Std. Pflege mit unserem Pflegedienst aus finanziellen Gründen nicht in Frage kam, wurde uns zunächst nach eingehender Pflegeberatung dankend mitgeteilt, man wolle die Pflege familliär regeln. Nach 1 Woche wurden wir plötzlich doch zur Pflege gerufen, da die Polinnen leider mit der Pflege überfordert waren. Inzwischen pflegen wir auch den Ehemann. Die Polinnen (Wechsel alle 6 Wochen) machen den Haushalt. Wir hatten überlegt, ob wir eine Anzeige machen sollten, haben es dann aber doch nicht getan! In unserem kleinen Ort hätte die Mund-zu-Mund-Propaganda auch in die andere Richtung losgehen können.
Ein schönes Wochenende
Birgit
 
R

rueporade

Mitglied
Basis-Konto
16.01.2006
42477
Hallo. liebe Kolleginnen und Kollegen,
das Problem mit den Einsätzen von ungelernten Kräften (vorwiegend aus dem ehemaligen Ostblock) nimmt stetig zu.
Eine Möglichkeit wäre, bei den so (unter-)versorgten Patienten beim notwendigen Pflegeeinsatz nach § 37 Abs. 3 SGB XI besonders gründlich hinzuschauen und im Zweifelsfall festzustellen: "Die Pflege ist nicht gesichert".Natürlich gepaart mit ausgiebiger Beratung.
Gruß
rueporade
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger f. Psychiatrie, PDL
Fachgebiet
Privater amb. Pflegedienst, PDL
Weiterbildungen
Amb. Pflege, PDL, Psychiatrische Pflege
G

gerste

Mitglied
Basis-Konto
11.03.2006
83527
bin auch dabei wann sed ihr im chat???????
 
Qualifikation
Intensivpflegekraft
Fachgebiet
amb.Pflege
Barbara2

Barbara2

Mitglied
Basis-Konto
04.04.2006
69250
Es wurde vorgeschlagen, die ansässigen Arztpraxen anzugehen.

An diesem Problem kaue ich auch schon eine Weile, weil ich mir nicht im Klaren bin, wie ich dieses Gespräch führen soll.

Unsere Ärzte kenne ich gut, dennoch weiß ich nicht wie ich anfangen soll.
" Hallo Hr. Dr. ..., hätten sie nicht noch ein paar Patienten für uns?"

( natürlich nicht so plump, aber dennoch .....)

Bin noch im wachsen und bräuchte noch ein wenig Hilfe, was das angeht.

Wie kriegt man hier elegant die Kurve, von den Patienten, die man schon hat von diesem Arzt hat, zu evtl. Neuen?

Hat einer eine Idee.
( Bitte laßt mich nicht all zu doof aussehen, denn solche Fragen zu stellen ist schon schwer genug. :)

Gruß
Barbara2
 
Qualifikation
Pflegedienstleitung
Fachgebiet
Ambulante Pflege
L

Lisy

Themenstarter/in
Barbara2,
wenn hier irgendjemand eine gute Idee hat, ich küss ihm die Füße. Hab nämlich das gleiche Problem
Gruß Lisy
 
L

Löwenherz

Mitglied
Basis-Konto
10.03.2006
63150
Hallo,

ich kann nur von meiner Erafhrung berichten:

ich bin damals in alle Arztpraxen gegangen und habe den Pflegedienst vorgestellt. (Nach vorheriger Terminabsprache - ansonsten ist der Arzt eher ungeduldig).
Ich habe versucht in kurzen Worten darzulegen, daß auch ein Hausarzt Vorteile davon hat, wenn seine PatientInnen gut versorgt werden.
Zudem habe ich versucht deutlich zu machen, daß auch er Arbeitserleichterungen hat wenn das Zusammenspiel Pflegedienst/Patienten/Anghehörige/weitere Dienstleister gut klappt.

Daraufhin konnte ich dann Faltprospekte im Wartezimmer auslegen.

Ob die Hausärzte nun tatsächlich unseren Dienst weiterempfohlen haben kann ich so nicht sagen. Jedoch war es stets eine gute Zusammenarbeit und wir konnten über Patientenmangel nicht klagen.

Ich persönlich favorisiere auch eine Homepage. Denn: wer guckt denn eigentlich nach einem Pflegedienst für seine Angehörigen? Eben!
Das sind nicht unbedingt die Betroffenen, sondern auch deren Kinder (denke da an Menschen zwischen 35 und 55 Jahren). Und die sind Internet-fit und haben ganz gerne auch mal schon Infos am heimischen PC.
Also..ich plädiere auch dafür und die ]Pfegedienst-hompageadresse müsste aufs Auto !!:thumbsup:

Ansonsten bin ich nach wie vor für Mundpropaganda:
Wer sich gut betreut und gepflegt fühlt..der wird das weitererzählen, bzw dessen Angehörige. Auf dem Markt, in der Apotheke, beim Seniorenkaffee, in der Kirchengemeinde..überall da wird sich ausgetauscht.

Schönen Tag euch allen..Grüsse, Löwenherz
 
Qualifikation
Hygienefachkraft
Fachgebiet
Gesundheitszentrum
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S

sr. tequila

Themenstarter/in
hallo,

wollte mich auch mal wieder zu Wort melden.
Bei uns hat sich in den letzten Wochen ein wenig was getan.
Es sind ein paar Patienten dazu gekommen, zwar grösstenteils Aufträge für Tablettenstellen, Verbandswechsel etc., aber das ist doch schonmal etwas, vorallem weill diese Patienten ja auch nicht jünger werden...und in absehbarer Zeit vielleicht auch Grundpflege benötigen...

Wir hoffen das es jetzt so weitergeht und wir vom nächsten "Loch" verschont bleiben...

lg sr. tequila, die jetzt um einiges besser schlafen kann.
 
R

Rubina

Mitglied
Basis-Konto
10.02.2006
48488
Hallo,

das Problem haben wir seit letztem Jahr und es will einfach nix dazukommen. Z.Zt betreuen wir zu viert 10 Pat. Keiner kommt auf seine Stunden und ich habe manchmal schon Angst um meinen Job. Meine Kollegin und ich glauben zu wissen woran es liegt, aber der Chef kommt nicht dahinter. Es gibt in diesem Winzlingsberieb tatsächlich eine Kollegin, die ständig querschießt und immer vom Chef gedeckt wird, z.T. arbeitet sie auch sehr schlampig und macht vor Pat. den Chef schlecht. Da die Pat. nie zu ihm etwas sagen, sondern immer nur zu uns, meint er er hätte da keine Handhabe.
Ich glaube, das Ganze steht und fällt auch mit den Mitarbeitern und dem Wir-Gefühl.
Schaun wir mal wies weitergeht, wir anderen geben jedenfalls unser bestes.
Grüße Rubina
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Ambulante Pflege
Status
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