Wer sind die Sozialschmarotzer?

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Harry Plewa

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29.03.2002
69198
www.pflege.de
Es ist schon jetzt so das sich die Reichen von den Arbeitnehmern die Pflege bezahlen lassen.

Wie funktioniert das?

1) Mein Einkommen ist so hoch das es attraktiv wird in die Private zu wechseln.
2) Ich bin noch jung genug damit die Beiträge niedrig sind.
3) Ich warte dann bis ich so ungefähr kurz vor der Rente bin und dann wechsele ich schnell in einen Teilzeitjob oder ich werde Arbeitslos, jetzt ist die Gesetzliche Krankenversicherung gezwungen den ehemaligen Gutverdiener wieder aufzunehmen. 6 Monate später bekomme ichwieder eine hohe Rente. Das risiko tragen die blöden Arbeiter und Angestellten. Denn jetzt im Alter wir die Private so richtig teuer! Na ja die Zusatzversicherung kannman sich ja leisten, man hat ja schließlich auf kosten derer die nicht so gut verdienen während seines Arbeitslebens benug Geld sparen können! Ein Einzelfall? Sicher nicht!

Das heist dann jemand der sich Privat versichert muss dann auch die gesammte Familie versichern!

Wei mach man so etwas?

Na die Frau geht eben 25Stunden arbeiten, dann kann man die Kinder für ein paar € mitversichern!

Meine Forderung:
1) Die Privatversicherungen müssten eine Zusatzversogung für arbeitslos gewordene Privatversicherte leisten.

2) Die echten Sozialabzocker müssen offenbart werden, warum immer auf die armen Arbeitslosen? Einer der als Abteilungsleiter abzockt um sich eine Jacht leisten zu können ist doch wohl mehr zu verachten als ein Arbeitsloser der sich eine Sessel kaufen will. Wobei natürlich beide unrecht haben, nur ist es heute in Deutschland so das man beim Multimillionär ein Auge zudrückt und auf den Sozialhilfeempfänger einschlägt.

3) Wer in die Private geht muss auch dazu verdonnert werden das die gesammte Familie dort mitzuversichern ist! Warum darf jemand die gutenrisiken nur dann billig Versichern, wenn er viel Geld hat?

Es ist schlimm genug das die Beiträge zu den Sozialversicherungen von immer weniger Arbeitnehmern getragen wird, wenn wir die echten Abzocker loswerden, die sogenannten Besserverdiener, wird man einige Millionen sparen können, vielleicht zugusten einer besseren Plfege?
 
Qualifikation
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
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Orthopädische Uniklinik Heidelberg
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Simon Joerg

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27.03.2002
Mit dieser Thematik habe ich mich bisher noch gar nicht auseinandergesetzt. Es erzürnt mich aber doch... Es ist ja in der Tat so, dass die "Reichen" in der Regel alle Möglichkeiten zu sparen nutzen.
Ich kämpfe als Unterrichtsassistent dafür, dass ich einen PC absetzen kann, und die haben mehrere Steuerberater, damit der Porsche auch wirklich als notwendiges Arbeitsmittel abgesetzt werden kann...

So scheint es nun mal zu sein.

Aber mit der Abzockerei bei den Krankenversicherungen, dreht es sich da wirklich um so hohe Summen? Ohne dich angreifen zu wollen, aber das hört sich erstmal etwas hypothetisch an. Ich will nicht in Frage stellen, dass überhaupt abgezockt wird, aber wirklich in so vielen Fällen? Hast du verlässliche Quellen?

Ich denke es gibt ausreichend andere Einsparmaßnahmen im Gesundheits- und Sozialversicherungswesen. Zu dem Thema könnte man auch ein "Ideenforum" eröffnen.
 
Qualifikation
Krankenpfleger Student der Pflegepädagogik
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sunflower

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06.07.2000
80469
Moin Simon,

ich will Dich ja nicht entmutigen, aber Harry hat da schon sehr richtig beschrieben, wie die "Abzocke" läuft.
Junge Leute die über der Beitragsbemessungsgrenze liegen, sparen bei geschickter wahl der Privaten Krankenkasse pro Monat locker bis zu 600,-DM(!) gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse ein.
Da ist es in der Tat schlau, die Ehefrau für mind. 25h/Woche irgendwo arbeitsam unterzubringen (ob sie dann auch tatsächlich arbeitet, sei dann mal dahingestellt, sofern man die richtigen Connections hat...) und die Kinder gleich bei ihr mitzuversichern.

Unsere Sozialversicherungssysteme werden leider immer stärker von rücksichtslosen "Spzialschmarotzern" ausgehöhlt- die Zeche dürfen letztlich wir anständigen Arbeitsnehmer blechen, sei es in Form von höherer Besteuerung oder steigenden Sozialabgeaben.
Gruß,
sunflower
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger Anästhesie+Intensiv
Fachgebiet
Intensivpflege
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Harry Plewa

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Themenstarter/in
29.03.2002
69198
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Hallo Simon

die Infos sind schon sicher und es geht um Milliarden nicht nur um ein paar Millionen. Hagen Kühn schreibt dazu und auch die Barmer ist sehr Interessiert an diesem Thema, nur die Parteien wollen natürlich nicht dran obwohl das Problem durchaus bekannt ist.

Aber es gibt drei große Gruppen die ihre ganze Macht misbrauchen um diesen Zustand zu bewahren.

1) Die Privatversicherungen, die haben Angst, das dann wenn sie wirklich alle Kosten übernehmen müssen das sie nicht mehr Konkurenzfähig gegenüber den Gesetzlichen Krankenkassen sind.

2) Die betroffenen, das heist Freiberufler Abteilungsleiter sonstige höhere Angestellte und Leiter kleinerer und mittlerer Betriebe.

3) Natürlich die Ärzte: Die haben Angst das ihre neue Einnahmequelle versiegt, denn an den privatpatienen können sie ja ein vielfaches verdienen von dem was die Kassenpatienten einbringen, natürlich zu Lasten der Arbeiter undAngestellten. Gerade die Ärzte haben ein doppelinteresse daran, weil gerade sie zu derGruppe gehören die sehr gerne ihre Frau angeblich oder tatsächlich für ein paar Stunden in die eigenePraxis stellen und so würden sie natürlich doppelt verlieren.
Ersten ist dieser Betrug bei Abschaffung nicht mehr möglich und zweiten würden sich sicher ohne diese Abzocke weniger Leute Privatversichern.

Wenndu dich mehr darüber informieren möchtest kanst du dir ja die Website vonder Barmer anschauen.

Bis dann Harry
 
Qualifikation
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Fachgebiet
Orthopädische Uniklinik Heidelberg
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Simon Joerg

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Basis-Konto
27.03.2002
Danke für die Infos, das hätte ich echt nicht erwartet.
Mit diesen drei Gruppen hat man es natürlich verdammt schwer. Glaube kaum, dass die Politik sich da dran traut.
Die Feigheit der Politiker sieht man doch im Gesundheitswesen.
Alle mussten doch den Gürtel (zumindest etwas) enger schnallen, egal ob Patienten, Ärzte oder Krankenkassen... Nur an einen Bereich trauen sie sich nicht ran...die Pharmaindustrie. Die macht weiter ihre fette Kohle. Ob Negativ- oder Positivliste, es gab immer Versuche, aber bisher ist noch nichts passiert. Die Lobby scheint wohl zu groß.
Bei den o.g. Gruppen sehe ich das ähnlich, ich lass mich aber immer gerne überraschen! ;)
 
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Krankenpfleger Student der Pflegepädagogik
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