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Wer hat Tipps / Erfahrungen mit Hauptversorgung nach Strahlentherapie

  1. Hallöchen

    Hat einer hat Tipps / Erfahrungen mit Hauptversorgung nach Strahlentherapie

    Der Pat hat zusätzlich ein Tracheostoma. An der Bestrahlten Stelle (Hals Schulter sowie der untere bereich vom Kopf) geht die Haut ab und ist teilweise verkrustet wie bei einer Schuppenflechte.
    Er bekommt keinen Strahlentherapie mehr.

    Im Moment weiß ich leider nicht weiter was ich am besten da machen soll zwecks Versorgung hat einer eine Idee ?

    schon mal danke =)

    vlg Sam
     
  2. AW: Wer hat Tipps / Erfahrungen mit Hauptversorgung nach Strahlentherapie

    Hmm, ich würd ne Wundschwester hinzuziehen!
     
  3. AW: Wer hat Tipps / Erfahrungen mit Hauptversorgung nach Strahlentherapie

    În der Klinik anrufen, die bestrahlt hat und die dortige Wundexpertin um Rat fragen?
     
  4. AW: Wer hat Tipps / Erfahrungen mit Hauptversorgung nach Strahlentherapie

    also:
    Du kannst 2-3 mal täglich Puder auf Bestrahlungsfeld machen. Markierungen sollen nicht nicht abgemacht werden und diese sollen täglich nachgezeichnet werden.
    Vor Bestrahlung darf man kein Wasser ans Bestrahlungsfeld kommen lassen. Nach Bestrahlung kann etwas Wasser dran kommen aber waschen ist nicht erlaubt.
     
  5. AW: Wer hat Tipps / Erfahrungen mit Hauptversorgung nach Strahlentherapie

    Puder? Auf verkrustete Haut?
    Ansonsten hoffe ich doch, dass sich das Problem bereits verbessert hat.
     
  6. AW: Wer hat Tipps / Erfahrungen mit Hauptversorgung nach Strahlentherapie

    Hallo Sam,

    Was Du da beschreibst, nennt sich Epitheliolysen = Hautablösungen, eine Akutnebenwirkung während oder kurz nach beendeter Strahlentherapie. Die tun ganz ordentlich weh, also stelle beim Pat. auch die Schmerztherapie sicher.

    Sieht man Verkrustungen (oder Schorf), sind die Epitheliolysen trocken, löst sich die Haut ab und Du hast nässende Areale vor Dir, spricht man von feuchten Epitheliolysen.

    Die Versorgung ist unterschiedlich.

    Vorweg - Wasser darf überall ran, aber keine Chemie, also keine Seife, Duschgels, Deos, Parfüme, Lotionen, Cremes. Bevor Du weiter behandelst, abtrocknen - tupfen, nie rubbeln, kannst auch kalt fönen oder aber lufttrocknen lassen.

    Trockene Epitheliolysen waren auch mal feucht, die gesehenen Krusten sind getrocknetes Hautsekret. Darunter wächst bereits neue, junge Haut = Neuepithel. Die junge Haut braucht zur Reifung Feuchtigkeit, also diese zuführen - Dexpanthenol (als Wundbalsam) ist am besten. Schön um die Krusten herum, nicht direkt drauf. Diese lösen sich früher oder später und geben dann eine tadellose neue Haut frei.

    Feuchte Epitheliolysen zunächst reinigen - aber nie alkoholisch ! Wasser ist okay, aber nicht mit irgendwelchen Lappen oder Schwämmen. Gute Erfahrungen haben wir mit einfachem, lauwarmem Abduschen. Dabei das Tracheostoma abdecken, Aspirationsgefahr !
    Dann machen wir mir Wundgaze (Grassolind) weiter. Sie nimmt zwar das Sekret nicht großartig auf, was wieder austreten wird, aber deckt die unmittelbare Umgebung besser + effektiver ab als jede Salbe. Zudem ist es schmerzärmer, wenn Gaze aufgelegt wird, als wenn man mit Salben arbeitet.
    Puder würde sich mit dem Wunsekret zu Krümeln "vereinigen" und hätte die gleiche Wirkung wie Sandpapier.
    Als Abschluß dann : Verbandsleinen. Das Gewebe ist fester + feinporiger als Verbandsmull, kann so auch nur wenig Sekret aufnehmen, welches dann wieder antrocknet + beim Entfernen an den Hautdefekten "reißen" würde. Desweiteren schützt der Verbandsleinen die Kleidung des Patienten.
    Das Ganze 2xtgl., dann sind nach spätestens 1 Woche die feuchten Lysen trocken, und noch 1 Woche weiter sind auch die trockenen Lysen Vergangenheit.

    Viel Erfolg bei der Versorgung,
    Mfg
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