Welche Aufgaben hat Eure stellv.PDL?

A

Avantgarde

Hallo Ihr Lieben!

Mich würde es interessieren, welche Aufgaben Eure stellv. PDL in Eurem Unternehmen übernimmt? Ist sie aktiv in der Pflege eingesetzt und vertritt die PDL nur bei Abwesenheit? Oder ist Sie nur im Büro tätig (inklusive Pflegevisite etc.)? Oder die Variante 50% Innendienst, 50% Außendienst? Auf Eure Antworten bin ich gespannt.
 
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Jungsmama4

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Bei uns arbeitet sie in der Pflege mit und ist nur im Büro wenn die PDL nicht da ist

sonnige Grüße
 
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Miria

Ist das nicht überall gleich? Sagt das nicht schon der Name "stellvertretende PDL"??

Sie vertritt nur die PDL wenn diese krank oder im Urlaub ist.

Unsere PDL "sollte" 40 Std. im Monat in der Pflege mitarbeiten.

Was sie natürlich nicht immer tut ;) - auch nur in "Notfällen"
 
T

traveler

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Hallo miria,

da täuscht du dich. Stellvertretende heißt lediglich dass diese die PDL vertritt, wann ist damit noch nicht festgelegt.

Ständige stellvertrende PDL hat einen Bereich in dem diese bestimmte Aufgaben der PDL übernimmt - ständig, mit tariflicher Höhergruppierung oder Zulage.

Abwesenheitsvertretung - vertritt nur in Abwesenheit und entscheidet nur Angelegenheiten die sich nicht bis zum Wiederauftauchen der PDL aufschieben lassen. Dafür wird aber in der Regel niemand zur offiziellen stellv. PDL ernannt, sondern von Fall zu Fall.

Stv. PDL (mit Zulage) kenne ich nur noch in größeren Häusern oder Einrichtungen.

Gruß renje
 
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haraldo

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Ist das nicht überall gleich? Sagt das nicht schon der Name "stellvertretende PDL"??
Hallo Miria,
nee, das ist nicht überall gleich:nono:! Bin grad auf Jobsuche(als PDL),habe dadurch in der letzten Zeit etliche PD`s kennengelernt und wundere mich immer wieder aufs Neue wie unterschiedlich das in den einzelnen Betrieben gehandhabt wird.
Ich habe es von Anfang an so geregelt, dass die stellv.PDL einen gewissen Anteil an Stunden im Monat im Büro mitarbeitet, damit sie nicht völlig ins kalte Wasser geworfen wird wenn die PDL von heute auf morgen mal krank wird. An diesen Tagen übernimmt dann die PDL auch eine Anzahl von Pat., bleibt aber "in Reichweite" für die Stellv.,wenn diese evtl.Fragen hat.
Leider hat diese Variante in der amb.Pflege noch "Seltenheitswert":blushing:.
Sie vertritt nur die PDL wenn diese krank oder im Urlaub ist.
Das ist ja das große Problem: meist wird als Stellv.PDL eine Pflegekraft eingesetzt, die nur wenig Kenntnisse über die administrativen Aufgaben der PDL hat(woher auch???),was im schlimmsten Fall zur Folge hat,dass das totale Chaos entsteht und die arme Stellvertretung voll in Panik gerät.
Unsere PDL "sollte" 40 Std. im Monat in der Pflege mitarbeiten
Das würde ich als PDL sehr gern machen, allein aus dem Grund dass man seine Pat. mitsamt Umfeld persönlich kennenlernt und nicht nur per Aktenlage(leider ist das oft die Realität,wie ich jetzt wieder bei einigen Vorstellungsgesprächen erfahren musste:cry:).

Grüße von haraldo
 
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celestina45

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Hallo Haraldo,

ich arbeite als PDL (bei inzwischen fast 120 Patienten) nicht mehr in der direkten Pflege mit, auch deshalb, weil ich nebenbei die ganze Verwaltung,Abrechnung, Verordnungen, Besprechungen, FB und so weiter fast alleine mache. Meine Stellvertretung hat regelmässig Bürodienste, aus den von dir angeführten Gründen. 40 Stunden Pflege wären bei mir nicht mehr drin, aber ich kenne trotzdem unsere Patienten.

Mich irritiert deine Aussage, es gäbe PDL´s, die ihre Patienten nur nach Aktenlage kennen. Wie geht denn so was? Wenn Patienten neu aufgenommen werden, ist doch die PDL dafür verantwortlich, incl. Anlegen der Dokumentation, Einweisung der Mitarbeiter usw. Ausnahme eventuell mal, wenn jemand sehr kurzfristig das erste mal am Abend angefahren wird oder am Wochenende neu dazukommt (aber nur bei einfachsten Fällen), aber selbst dann fährt man doch spätestens am nächsten Tag hin, um Patient und Angehörige kennenzulernen, oder? Wie soll man denn entscheiden, in welche Tour ein Patient passt, wenn man ihn gar nicht kennt? Mag mir gar nicht ausdenken, was da bei komplexen Fällen alles schieflaufen könnte...
Und Pflegevisiten gibt es doch auch noch, oder?

Mich hätte mal interessiert, wie diese Bewerber das vor dir gerechtfertigt/ begründet haben.

Gruß

celestina45
 
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Pflegedienstleitung
Fachgebiet
ambulante Pflege
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traveler

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celestina45,

ich reibe mir ungläubig bei deinem Beitrag die Augen. Du kennst 120Patienten, wobei auch noch monatlich welche hinzukommen und Krhbilder ändern? Wie machst du das?

Ich habe mir das mal kurz hochgerechnet. Wenn man als PDL bei 120Pat. jeden nur 1mal im Monat für 1/2Std. besucht plus An- und Abfahrt sind das ca. 120 Stunden. Ich würde mir da ein Kennenlernen nicht zutrauen, höchstens mal gesehen haben.

Ich verstehe deinen Anspruch, glaube aber das dieser zu hoch ist.

Ich meine, dass gerade in unserer Berufsgruppe oftmals solche oder ähnliche Ansprüche über kurz oder lang auch mitverantwortlich für ein Burnout sind.

Bitte bedenke beim Lesen ich kenne dich nicht.

Gruß renje
 
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haraldo

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Liebe celestina45,
Mich irritiert deine Aussage, es gäbe PDL´s, die ihre Patienten nur nach Aktenlage kennen. Wie geht denn so was?
Oh, das geht durchaus, ich hab´s am eigenen Leib erfahren! Mein Ex-Chef(Geschäftsführer in diesem PD) bestand darauf, dass er die Pat.selbst aufnimmt, mir als PDL den Aufnahmevertrag übergibt und ich dann aus diesen Infos im Büro alles weitere in die Wege leite (Doko anlegen, Vertrag aufsetzten, evtl. Antrag beim Sozi etc.).Ich musste mich auf die Infos meiner MA verlassen,nach denen ich dies alles möglichst gründlich erledigt habe.
Mich hätte mal interessiert, wie diese Bewerber das vor dir gerechtfertigt/ begründet haben.
Es gab Gründe,aber dazu möcht ich mich hier nicht äußern.Nur soviel: Es war einer der Gründe, warum ich seit Februar arbeitslos bin.
Du siehst, es gibt zig verschiedene Art und Weisen einen PD zu führen und in vielen ist leider die "Rangordnung" immer noch so, dass die PDL der Geschäftsführung untergeordnet ist, egal aus welcher Branche diese ursprünglich kommt.

Grüße von haraldo
 
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PDL
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amb. Pflege
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celestina45

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@renje: ist ganz einfach. ich arbeite in diesem PD schon seit Beginn mit (10 Jahre). Hab dort als Helferin angefangen und später die Ausbildung gemacht. Viele der Patienten kenne ich noch aus der Zeit, in der ich selbst Touren gefahren habe. Die anderen sind dann nach und nach dazugekommen.Auch bei Höherstufungen usw. bin ich persönlich dabei. Ich bin oft unterwegs,zu Ärzten etc. und nutze das dann, Patienten zu besuchen, die ich schon einige Zeit nicht mehr gesehen habe. Unsere Pflegekräfte sehe ich täglich im Büro, sie machen mir eine kurze Übergabe. Der Spätdienst ruft mich an, wenn was ist. Was akut gelöst werden muß, wird sofort geregelt, alles andere besprechen wir in der Teambesprechung 1x wöchentlich. Da unsere Dokus im Abstand von 4 bis 12 Wochen (je nach Pflegestufe und Krankheitsbild) von mir überprüft werden, bin ich (fast) immer im Bilde, was läuft. Ist nicht so stressig, wie sich das anhört :), ich studiere nebenbei noch berufsbegleitend Pflegemanagement, das finde ich anstrengender.

Keine Angst, ich fühl mir nicht auf den Schlips getreten wegen deiner Aussage, du hast schon Recht damit, daß man auch zuviel des Guten tun kann. Aber da hab ich schon meine Gegenstrategien. Und einen Geschäftsführer, der mir freie Hand lässt und mich auch schon mal einbremst, wenn ich es brauche. Der Arbeitsaufwand an und für sich stresst mich wenig, eher schon, daß im ambulanten Dienst so viel ungeplante Sachen dazwischen kommen, die die ganze Planung über den Haufen werfen können, das kennst du ja bestimmt.

@haraldo: kann verstehen, daß dir das mißfallen hat. Ich stelle es mir schwierig vor, mit einem Geschäftsführer zu arbeiten, der nicht aus der Pflege kommt, wobei das relativ ist. Wenn er anerkennt, daß die PDL die Fachkraft ist und sich eher auf den betriebswirtschaftlichen Anteil konzentriert, mag das noch angehen, aber ansonsten kann es problematisch werden.

Da hab ich ja mit meiner Geschäftsführung richtig Glück, wobei wir natürlich auch Differenzen haben, aber wenn ich gute Argumente bringe, hab ich bis jetzt noch immer durchsetzen können, was ich wollte/brauchte.

Ich wünsche dir viel Glück und hoffe, du findest bald eine gute Stelle, an der du deine Vorstellungen umsetzen kannst.

celestina
 
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Miria

celestina, Du bist eine Vorzeige PDL !Alle Hochachtung.
Das wäre ja ein Traum, wenn das bei jedem ambulanten Dienst so laufen würde. Nehme an, es ist ein privater Dienst ?
Bei uns (kirchlicher Träger) machen Erstbesuche ausschließlich die exam. Kräfte (bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen, wenn es zeitlich nicht anders geht mal die PDL). Neuaufnahmen, Erstgespräche, Anlegen von Dokumappen alles bei uns die Arbeit der Pflegekräfte!
Auch Höherstufungen, Gespräche mit Ärzten alles Sache der Pflegekräfte!
Teambesprechung alle 3 (!) Wochen - kostet ja alles Zeit und Geld!
Dokus überprüfen durch die PDL? Nein bei uns nicht!
(Frage mich gerade was unsere PDL eigentlich überhaupt macht)

Hast Du vielleicht noch eine Stelle frei ?? ;-))
lg
Miria
 
Sonnensturm

Sonnensturm

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Hallo Miria, wenn Du keinen kirchl.AG hättest, würde ich sagen, wir arbeiten im gleichen PD.
Eins beruhigt mich allerdings, wir sind nicht einmalig.:nono:

:angry: Wassermann

 
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Krankenschwester
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L. Li

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hallo, meine stellvertretung ist "freigelenkt" wie ich , d.h. sie arbeitet in der pflege nicht mehr mit. dafür gibt es aber auch eine 3. stellvertretung.
wir haben derzeit 188 patienten im ambu pd und 34 in der tagespflege.
diese soll noch in diesem jahr eingenständig werden und als eigenständige kostenstelle geführt werden - eigentlich würde dann viel bürozeit für die stellvertretung fehlen, aber noch keine ahnujng, wie die geschäftsführung das dann weiter regeln möchte.

die stellvertreung ist diese schon seit 7 jahren und sie kennt auch viele patienten noch von ihren touren denn bis vor einigen jahren ist sie noch mitgefahren. wir haben viele absprachen (sie hat 4 kinder :) und es macht richtig spaß so zu arbeiten. natürlich kenne ich auch patienten, derzeit mache ich das ps - management für alle und besuche dabei in ca. 2-4 monaten auch fast alle.

die vertretung macht in dieser zeit das büro außer dienstplan und leitungssitzung .

L. Li
 
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Cleopatra

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Ich bin seit fast einem Jahr stellv. PDL, der PDL habe ich öfters angeboten die Aufgaben zu teilen. Aber sie will nicht! Meckert aber ständig rum dass sie viel arbeitet!
Neben Tour fahren, Azubis anleiten, Expertenstandards einführen, muss ich sie vertreten.
Ich muss das erledigen was sie nicht machen möchte und wo ich keine Ahnung habe.

Lg
Cleopatra
 
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Hallo,
bei uns (ambulanter PD, caritativ, ca. 120 Pflegekunden) arbeit die stellv. PDL im Notfall in den Touren mit, aber der Schwerpunkt liegt bei den Pflegevisiten, Dienstwagenmanagement, Fehler-und Beschwerdemanagement und alles, was hier im Büro noch so nebenbei anfällt. Erstbesuche mache meist ich, wenn es "nur" SGB V Leistungen sind dann fahren meist die Fachkräfte hin!
 
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sandie

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Hallo alle zusammen.Habe mit großem Interesse eure Antworten verfolgt.Bin selber stellv. PDL bei einem kirchlichen Träger.Bei uns gibt es die PDL,stellv. PDL,Einsatzleitung,Qualitätssicherung,Pflegefachkräfte,Pflegekräfte,Verwaltung.
Als stellv. PDL sitze ich mit 2 Kollegen zusammen in der Einsatzleitung.Dort ist quasi die Kommandozentrale,wo alle Fäden zusammenlaufen.Wir sind u.a. zuständig für Pat.aufnahme(SGB XI) und Dienstplangestaltung von ca. 100 Pflegekräften.Die Pflegefachkräfte sind zuständig für die Pat.aufnahme im SGB V Bereich.Die Qulitätssicherung ist zuständig für Pflegevisiten und die Verwaltung für die Verordnungen.Ganz oben sitzt die PDL.Ich habe die Erfahrung gemacht,dass ich als Stellvertretung genauso zuständig bin,wie die PDL und das ständig, nicht nur bei Abwesenheit.
 
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Krankenschwester
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PDL/amb.Pflege
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AltenpflegerinHH

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Meine teilt sich die Aufgaben mit der PDL und ist aus der Pflege komplett raus. Sie übernimmt einiges an Controlling, Fortbildungsplan etc.
 
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mia161081

mia161081

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Also ich bin stellv. PDL und ich arbeite genauso in der Pfeleg wie alle anderen :eek:riginal:
Ansonsten bin ich etwas länger da als der Rest und mach noch Bürokrimskrams...wie neue Patienten in den PC eingeben etc.
Aber im prinzip arbiete ich wie alle anderen auch
LG ausm Pott
 
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tassina

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hallo
ich bin seit einem halben Jahr als stellvert. PDL dabei, unsere PDL seit 3 Monaten. Mein Aufgabenbereich- alles.
Mein Arbeitstag ist fast tägl. 10 Stunden, wenn ich mal frei habe, geht das Telefon.
Langsam reicht es. Meine PDL sagt immer ich bin der Chef, und für alles verantwortlich.
Eine genaue Aufgabenverteilung gibt es nicht.
Worin sie super ist, einschleichen bei den Chefs.
 
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Avantgarde

hallo
ich bin seit einem halben Jahr als stellvert. PDL dabei, unsere PDL seit 3 Monaten. Mein Aufgabenbereich- alles.
Mein Arbeitstag ist fast tägl. 10 Stunden, wenn ich mal frei habe, geht das Telefon.
Langsam reicht es. Meine PDL sagt immer ich bin der Chef, und für alles verantwortlich.
Eine genaue Aufgabenverteilung gibt es nicht.
Worin sie super ist, einschleichen bei den Chefs.
Da stellt sich doch einem die Frage: Was macht dann die PDL, wenn Du alles übernimmst? :suche:
Manche PDLs sind einfach grausam.:angry: :mad_2:
 
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tassina

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hallo
ich weiß es nicht.
Sie kann stundenlang Zettel schreiben, für ihre Dienstbsprechung.
Hörst sich vielleicht frustriert an, ich glaube sie überlegt 8 stunden wie sie das Team auseinander bringen kann.
 
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