Arbeitsrecht Wechselschichtzulage

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S

sanne61

Mitglied
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17.04.2005
63563
Hallo!
schon wieder ich mit einer FRage.......
Heute hatte ich einen Brief in meinem Fach(wie die beiden anderen Nachtwachen auch), dass uns die Wechselschichtzulage gestrichen wird.
Meine GR sagte mir heute bei der Übergabe, die Zulage sei nur , wenn man in einem gewissen Zeitraum ständig von Früh auf Spät und Nacht wechseln würde.........
Ich habe nun mal gegoogelt und bei BIG auch einen entsprechenden Text gefunden.Nur bezieht der sich meiner Meinung nach, auf die Nachtarbeit. Das heisst , ich verstehe es so , das gerade Nachtwachen diese Zulage bekommen.
Kann mich mal jemand darüber aufklären? Oder ist es nun gang und gäbe , in der allgemeinen Sparwut Zulagen zu streichen?
Ich muss noch dazusagen, wir arbeiten jeweils 7 Nächte, und 7 Tage frei, und weil wir oft nicht auf die Stunden kommen, noch mal vorm ND einen Tagdienst, oder müssen im Nachtfrei zu Fortbildungen , DBs, oder Supervisionen.......also für mich ist das Wechselschicht!
Vielleicht weis ja jemand mehr darüber!

Liebe Grüsse
Susi
 
Qualifikation
altenpflegerin
Fachgebiet
behindertenwohnanlage
E

elena

Mitglied
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30.07.2005
29562
Hallo Susi,
die Wechselschichtzulage steht Dir tatsächlich nur zu, wenn es zu einem regelmäßigen Wechsel der Schichten kommt. Das trifft bei Dir nicht zu.§33a BAT spricht von zusätzlich 40 Nachtarbeitsstunden in einem regelmäßigen Tonus. Würde man das ganze auch völlig neutral betrachten, so stellt man auch ohne das nötige Vorwissen fest, Du arbeitest tatsächlich auch nur in einer Schicht und nicht in mehreren.
Gruß elena
 
Qualifikation
fachkrankenschwester
Fachgebiet
IMC
I

Isabelle

Hallo Susi,

leider muss ich meiner "Vorschreiberin" Recht geben.
Ich hatte mich diesbezüglich einmal schlau gemacht, als ich einmal "Wechselschichtzulage", "erhöhte Wechselschichtzulage" und einfache Schichtzulage in kurzem Zeitabstand in meinem Lohnzettel gelesen habe.
Bzw Schichtzulage steht bei mir immer drin ;o)

Desweiteren wird nur gezahlt, wenn die Stunden auch tatsächlich angetreten worden sind - nicht nur geplant worden sind und dann wegen z.B krank nicht erfüllt wurden.

Ein weiteres ärgerliches Beispiel hier für "scheinbar wilkürliche" Einsparungen:
Eine Kollegin arbeitet nur Nachtdienst auf 50% Basis, kommt aber im Jahr auf ein bestimmtes Stundensoll, weswegen ihr eigentlich 4 Tage "Sonderurlaub" zustehen - sie bekommt aber nur 2 Tage da sie ur 50% arbeitet (obwohl sie aber die Stunden erreicht) auch klasse - oder ?!

Ich sag immer - wer in diesem Beruf arbeitet darf eigentlich nicht auf den Lohnzettel oder die "Politik" achten...

Grüssle
Isa
 
G

gritzelpft

Neues Mitglied
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26.11.2004
94551
Hallo,
der Neue Tarifvertrag TVöD, hat sich diesbezüglich etwas geändert. Das heißt, ein MA der innerhalb eines Monats (1.-31.) alle 3 Schichten ableistet, erhält eine Wechselschichtzulage von derzeit 105 EUR. Arbeitet dieser MA teilzeit, reduziert sich diese Zulage um den Anteil der reduzierten Wochenarbeitszeit. Mit den Zusatzurlaubstagen hat es folgendes auf sich:
Wer nahtlos 2 Monate in den Genuß der Wechselschicht kommt, erreicht damit automatisch einen zusätzlichen U-Tag. Wer in einem Jahr (ab 2006) alle 12 Monate Wechselschichtzulage bezieht, erhält automatisch bis zu 6 Zusatzurlaubstage mehr. Bei der Schichtarbeit gibt es für je 4 zusammenhängende Monate, in denen Schichtarbeit geleistet wird einen zusätzlichen U-Tag, d.h. max. 3 Zusatzurl.tage bei regelmäßiger, nahtloser Schichtarbeit.

Klingt vielleicht etwas verwirrend, ist aber aktuell so Gesetz.

Schönen Gruß
JL
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger
Fachgebiet
Medizinische Intensivstation
T

thomasa857

Neues Mitglied
Basis-Konto
13.11.2005
85737
hallo, hier ist der neue Tarifvertrag anscheind für uns von Vorteil. Nach der jüngsten Auskunft unseres Personalrates reicht es anscheinend aus, das man 2 x Nachtdienst macht um die volle Höhe der Wechselschichtzulage zu erhalten! Würde diese Aussage mal prüfen!!!
 
Qualifikation
Qualitätsmanager
Fachgebiet
CPD-Intensivpflege
Manegger

Manegger

Mitglied
Basis-Konto
Hallo,
der Neue Tarifvertrag TVöD, hat sich diesbezüglich etwas geändert. Das heißt, ein MA der innerhalb eines Monats (1.-31.) alle 3 Schichten ableistet, erhält eine Wechselschichtzulage von derzeit 105 EUR. Arbeitet dieser MA teilzeit, reduziert sich diese Zulage um den Anteil der reduzierten Wochenarbeitszeit.
Auflage ist es, auch Sonn- und Feiertage zu arbeiten, Frü-Spät und Nachtdienst, und zwar in der Zeit von 21-6h mindestens 2x 2h!
Mit den Zusatzurlaubstagen hat es folgendes auf sich:
Wer nahtlos 2 Monate in den Genuß der Wechselschicht kommt, erreicht damit automatisch einen zusätzlichen U-Tag. Wer in einem Jahr (ab 2006) alle 12 Monate Wechselschichtzulage bezieht, erhält automatisch bis zu 6 Zusatzurlaubstage mehr. Bei der Schichtarbeit gibt es für je 4 zusammenhängende Monate, in denen Schichtarbeit geleistet wird einen zusätzlichen U-Tag, d.h. max. 3 Zusatzurl.tage bei regelmäßiger, nahtloser Schichtarbeit.
Diese Urlaubstage müssen im laufenden Jahr genommen werden und sind, wie alle anderen Urlaubstage auch, nicht übertragbar ins Neue Jahr. Ein Übertrag ist nur noch mit schriftlichem Antrag und bei wichtigen Gründen, die im Arbeitgeber oder in der Person des Arbeitnehmers nach BUrlG bestehen
Klingt vielleicht etwas verwirrend, ist aber aktuell so Gesetz.Schönen Gruß JL
Nö, eigentlich nicht. Was verwirrend ist, sind erstmal die vielen Urlaubstage in 2006 unterzukriegen...

Gruß

Klaus
 
Qualifikation
Dipl.Pflegewirt
I

iotha

Neues Mitglied
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08.03.2006
09526
Hallo,

ich arbeite in einem mittelgroßen Klinikum(ehemals Kreiskrankenhaus) und habe mich vieler Ungereimtheiten und der erstaunlichen Inkompetenz unseres Betriebrates wegen eingehend mit der Thematik der Wechselschichtzulage befasst.
Es gibt im TVöD eine allgemein, wie ich es sehe, arbeitnehmerunfreundliche Auslegung der gefassten Bestimmungen.
So zum Beispiel zur Definition eines Monats resp. der Äußerungen "monatlich".Widersprechend zu JL muß ich leider, da ich es auch nicht wahrhaben wollte, zugestehen, daß im TVöD eindeutig von einem Zeitmonat und NICHT von einem kalendarischen Moant auszugesehen ist.
Ich weiß auch nicht welche VER.DI- Funktionäre sich solchen unsäglichen Mißinterpretationen anschließen, jedenfalls wird es lauthals so seitens der Gewerkschaft postuliert.(man lese den Flyer:http://www.verdi-blog.de/alotta/user/arbeiterinnen/img/000/001/1002.pdf)
Somit bekommt man nicht automatisch, vorausgesetzt es wird in geplanter, nicht stringent geleisteter!!, Wechselschicht gearbeitet, mit 2 Nachtschichten pro Monat die Wechselschichtzulage, sondern nur, wenn diese Nachtschichten innerhalb von 30 Tagen zu den vorangegangenen Nachtschichten erneut begonnen wurden.
Es ist so deutlich komplizierter und interpretationsfreudiger geworden als der BAT - entgegen aller selbstherrlichen Bekundungen der Tarifunionsprotagonisten.
Allerdings verweise ich auf ein noch aktuell zu sein scheinendes Urteil betreffs dieser Wechselschichtproblematik zum BGB aus dem Jahre 1998:http://www.tarifunion.dbb.de/navi/index_rechtsprechung.htm, zu finden unter "Anspruch auf Wechselschichtbezüge".
Selbst Juristen stehen recht erbärmlich angesichts des neuen Regelwerks da, weil noch keinerlei neue Urteile gefällt wurden resp. nocht nicht großartig geklagt wurde - was allerdings erwartet wird.
Eine Interpretation eines mir bekannten Klinikums deutet den Sachverhalt so:
Werden pro Monat 2 Nächte geleistet resp. geplant und erfolgt eine dritte weitere innerhalb eines Zeitraumes von 30 Tagen, so wird die Zualge gezahlt, da sozusagen nach den fälligen 2 Nächten gesetzeskonform "nach längstens
einem Monat" also am nächsten Tag, einen neuen Monatszyklus beginnend, erneut Nächte geleistet werden.
Ergo: jeder der, Wechselschicht leistend noch immer vorausgesetzt, 3 Nächte und mehr in einem Kalendermonat, Monat o.ä. leistet oder/und geplant leistet
hat Anspruch auf volle Wechselschichtzulage.

´s war viel aber wichtig.
Viele Grüße iotha
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Notfallambulanz
I

iotha

Neues Mitglied
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08.03.2006
09526
Den Link zum BGB-Urteil hat´s irgendwie nicht richtig übernommen; deshalb selbigen nochmals in aller Vollständigkeit nachfolgend, and by the way: ´tschuldigung für die kleinen Tippfehler, der Sinn läßt sich aber, hoffe ich begreifen, oder?
http://www.tarifunion.dbb.de/navi/index_rechtsprechung.htm
Gute Nacht - iotha
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Notfallambulanz
Bethke Axel

Bethke Axel

Mitglied
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27.02.2002
24118
Hallo,
ich finde, dass der TVöD im Bereich der Wechsel- Schichtzulage etwas klarer und Mitarbeiterfreundlicher ist. Man braucht jetzt nur noch alle 4 Wochen 2 Nachtdienste zu leisten um an mehr Geld zu kommen. Nicht wie vorher 80 Nachtdienststunden in 10 Wochen.
Auch ist der Schichtdienst endlich mit mehr Urlaub anerkannt worden.
Grüsse
Axel
 
Qualifikation
Ltd. Krankenpfleger
Fachgebiet
Chirurgische Ambulanz/ Internistische Aufnahmestation
I

iotha

Neues Mitglied
Basis-Konto
08.03.2006
09526
Hallo Axel,

laut TVöD ist aber nunmehr so, daß, wenn Du am 18. eines Monats aus der Nachtschicht gehst, spätestens am (18.?)19. des Folgemonats erneut zur Nachtschicht geplant sein solltest, geschieht das nicht, und Du fängst erst am 20. des nächsten Monats wieder mit den Nächten an, liegst Du außerhalb der 4 Wochen der tarifliche interpretierten Zeitfrist eines Monats, da eben nicht der Kalendermonat gilt.Und nur, weil Du am 31. Fristtag und nicht am 30. zur Nachtschicht gehst, was des Biorhythmus wegen egal sein dürfte, denn Wechselschicht ist erfahrene Schichtbelastung!, wirst Du mit einfacher Schichtzulage abgespeist.Das findest Du mitarbeiterfreundlicher?
Wahrscheinlicher aber nur aus der Sichtweise, daß den Tarifparteien tatsächlich an unserer Gesundheit gelegen sein sollte.
Kann man diesen Gedanken aber ohne sardonisch lachen zu müssen ernstlich den Tarifwerkausklüglern unterstellen?
Ein Schelm, der böses dabei denkt!?

iotha
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Notfallambulanz
Bethke Axel

Bethke Axel

Mitglied
Basis-Konto
27.02.2002
24118
Hallo iotha,
also ungerechtigkeiten gab es auch unter dem BAT. Wenn du da in 10 Wochen nur 79 Nachtdienststunden abgeleistet hattest, kamst du auch nicht in den Genuss der Wechselschichtzulage.
Ich bin trotzdem der Meinung, dass der TVöD uns besser stellt.
Wenn der rollierende Plan Nächte vorsieht und du Urlaub hast, hast du trotzdem Anspruch auf Wechselschichtzuschlag. Das war unter dem BAT nicht der Fall, wie häufig haben die Kollegen 2 Monate keine Wechselschichtzulage bekommen weil sie im Urlaub waren.
Wenn es bei euch nun keinen planbaren Schichtryhthmus gibt, kann der TVöD nichts dafür.
Wenn ein Schichtryhthmus Nächte vorgibt, brauchst du sie nicht einmal abzuleisten, sondern nur mind. 2 Stunden an jeweils 2Tagen die nach 21.00 Uhr liegen.
Sowas gab es unter dem BAT nicht.
Grüsse
Axel
 
Qualifikation
Ltd. Krankenpfleger
Fachgebiet
Chirurgische Ambulanz/ Internistische Aufnahmestation
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05.07.2001
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