Was wäre wenn ... ?

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... man das Thema eimal nicht ausschließlich auf die Aspekte innerhalb der Einrichtung beschränkt, sondern das Ganze in die vier Wände der Personals verlegt. Hin- und wieder gibt es schon Säuglinge, Kleinkinder ... auch in den Reihen des Personals und Eltern wünschen sich das für die eigenen Kinder sicherlich nicht. Das ist nur eine kleine Gedankenspielerei, um die Aufmerksamkeit des Personals im Rahmen einer Schulung zu binden...

Der Norovirus stellt für jede Einrichtung eine Herausforderung dar. Aufgrund der geringen Keimdosis - aus dem Gedächnis :whistling - von 10 bis 100 Stück sowie mehrerer denkbarer Übertragungswege, ist eine Ansteckung und Weiterverbreitung denkbar einfach.

Ein anderer Gedankengang hierzu: Was ist eigentlich mit dem Personal das sich angesteckt hat. Wenn eine PK zuhause Erbrechen und Durchfall hat, aber keine PSA und keine geeigneten Desinfektionsmittel vorhanden sind, dann ist doch grundsätzlich von einer Ansteckung der Angehörigen auszugehen, oder nicht ?

Gruß CDS
 
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nofretete

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AW: Was wäre wenn ... ?

Sicher ist es so, weil im Heim ist alles da vom Schutzkittel bis hin zur Desinfektion und trotzdem bekommt es fast jeder Bewohner. Ist zumindest bei uns immer so gewesen, und daheim steckt dann ja auch einer den anderen an. Wenn wir im Heim bei uns den Virus haben gehe ich immer in jedes Zimmer mit Mundschutz und Handschuhe und trotzdem schafft es der Virus fast jedesmal mich für wenigstens einen Tag außer Gefecht zu Setzen. Mundschutz und Handschuh meine ich jetzt bei denen, die sich noch nicht angesteckt haben.
 
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Hallo !

Zeigt natürlich die Lücken in der Deckung bzw. die Mängel in der Basishygiene, wenn der Noro sich problemlos weiterverbreitet. Einerseits basiert das sicherlich auf Informationsdefiziten und andererseits darauf, dass häufig erst nach einem Nachweis von Noro die typischen Hygienemassnahmen eingeleitet werden. Dann ist es aber bereits zu spät und die Saat wurde gelegt.
Ich werde heute eine Schulung zu diesem Thema machen. Vielleicht ist die Aufmerksamkeit größer ( so meine Überlegung ), wenn ich das Thema aus dem Heim heraus in die eigenen vier Wände verlege und die Weiterverbreitung und Anstreckung inkl. der Symptome auf die Angehörigen übertrage. Vielleicht ist die Vorstellung wirkungsvoller, wenn es der eigenen Partner anstatt Bewohner X ist. Meine ich auch garnicht böse, sondern ist vielleicht in Mittel, um die Aufmerksamkeit der PK`s zu binden.
 
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thorstein

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AW: Was wäre wenn ... ?

HalloCDS,

zunächst einmal verstehe ich die Frage nicht: Was wäre wenn...? Was soll das bedeuten?

Nach mehreren durchgestandenen Noro-Epidemien und ensprechend ausführlichen Diskussionen in diversen Foren bin ich der Überzeugung, dass sich eine Ausbreitung durch Hygienemassnahmen nicht verhindern lässt.
Den ersten Grund hast du schon genannt: es reichen schon 10 Keime.
Der zweite, entscheidende Grund ist der Anteil an Demenzkranken. Sie lassen sich nicht isolieren. Dazu kommen noch uneinsichtige Angehörige usw...

Den Sinn der Hygienemassnahmen sehe ich einzig und allein in der Verzögerung der Ausbreitung, wodurch die Situation besser in den Griff zu bekommen ist.

Aber ich lasse mich natürlich gerne positiv überraschen. Diesen Brechdurchfällen verdanke ich die schlimmsten Nachtdienste meines Berufslebens.

Grüsse
 
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AW: Was wäre wenn ... ?

Hallo Thorstein,

Sorry, was wäre wenn - macht wirklich keinen Sinn, da ich einen Absatz vergessen hatte.
Deine Beschreibung entspricht meinen Erfahrungen. Da ich aus pflegerischer Sicht ausschließlich Nachtwachen mache - und bereits einen Noroausbruch mitmachen durfte -, weiß ich was Du meinst. Flächendeckender Brechdurchfall im Altenheim ist wirklich der Supergau:verknallt
 
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nofretete

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AW: Was wäre wenn ... ?

Da sprichst du ein wahres Wort Noro im Heim der absolute Supergau. Uns erwischt es ca. alle 2 Jahre, wobei niemals jemand feststellen kann, Angehörige oder Kinder von Mitarbeitern. Ist letzendlich egal. Wenn er einmal da ist dann geht die Hölle los. das komische an der Sache ist, also fällt mir immer wieder auf, das die Bewohner das teilweise besser wegstecken, als die Mitarbeiter. Also irgendwie sind die schneller wieder fit. Aber deine Schulung interessiert mich, vielleicht machen wir ja was die Hygiene betrifft wirklich irgendwas verkehrt? Melde dich dann nochmal bitte und berichte.
 
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