Altenpflege Was kostet eigentlich das Inkontinenzmaterial ?

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Chef de Saucier

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Hallo,

was meint ihr was so eine Vorlage, eine Windelhose ... pro Stück kostet ?
Häufig werden wird das IKM, welches ein Bewohner bekommt, sogar von der Krankenkasse vorgegeben, oder ?

Wer kennt sich aus ?

Gruß
CdS
 
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Lisy

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AW: Was kostet eigentlich das Inkontinenzmaterial ?

Hallo Chef de Saucier,
schau mal unter:
Inkontinenzeinlagen Preisvergleich bei Preis.de | Preise für 41 Produkte
"Meister" google hat noch viel mehr Vergleiche und Preise.
Wie das mit der Inko Versorgung stationär läuft, weiß ich nicht. Ambulant bei uns in der Ecke siehts grad nicht gut aus.
Der AOK Nordwürttemberg ist es egal, woher die Einlagen kommen. Die haben feste Vertragspartner und nur die dürfen ausliefern. Die Vergütung pro Monat ist dabei gedeckelt, je nach Inkontinenz (ob stark, oder schwach Inkontinent) zahlt die Kasse bis zu 33 € pro Monat. Der Rest muß privat bezahlt werden.
Die Barmer GEK hat einen Vertrag mit Hartmann, die liefern dann direkt.
Einige BKKs machen auch ihr "eigenesDing" die alle hier zu listen, würde den Ramen sprengen.
Bei den anderen Kassen wüßte ich grad keine Beschränkungen.
Grüßle Lisy
 
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Alraune

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AW: Was kostet eigentlich das Inkontinenzmaterial ?

Hallo CdS,
genaue Preise kann ich dir frühestens am Montag nachsehen.Es ist auch bei uns ( Heim) so wie Lissy schreibt. Der Arzt schreibt eine Dauerverordnung für max 5 IKM /Tag, was dann von der Kasse genehmigt werden muss. Die Kassen haben bestimmte Sanitätshäuser als Vertragspartner und zahlen denen eine Pauschale. Oft rechnet sich das für die Firmen nicht, und sie beenden die Versorgung. Was ist der Hintergrund deiner Frage ?
gruß
Astrid
 
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Chef de Saucier

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AW: Was kostet eigentlich das Inkontinenzmaterial ?

Hallo,

vielen Dank für eure Antworten.
Es geht um den sinnvollen Einsatz von IKM, welches gelegentlich häufiger verworfen wird als notwendig wäre. Mit den absoluten Zahlen: Vorlagen pro Jahr für das Haus, mit den Kosten pro Vorlage ( muss ich natürlich beim AG Erfragen ) sowie einer Erhebung, wo sparsamer mit den Vorlagen umgegangen werden kann ( ohne Mehrbelastung für die Mitarbeiter, ohne Nachteil für den Bewohner ), könnte man erstmal ein paar Zahlen ableiten: also ein Einsparpotential von X Vorlagen mit einer Ersparnis von Z Euro.

Das Eingesparte Geld müsste zu mind. 50 % an die Mitarbeiter ausgeschüttet werden.
Die Idee beeinhaltet natürlich die Überlegung das man schlafende Hunde wecken könnte, aber ohne zutun der Mitarbeiter würde das ohnehin nicht laufen.
 
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Alraune

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AW: Was kostet eigentlich das Inkontinenzmaterial ?

Hallo CdS,
bezahlt das Haus die Vorlagen ?
Bei uns entstehen für das Haus keine Kosten. Wir müssen für jeden Bewohner einzeln, die Verordnung besorgen. Jeder Bewohner hat seinen eigenen IKM Karton im Keller und den laufenden Bedarf in seinem Zimmer. DEr ihm von der KAsse bezahlte Tagesbedarf liegt bei maximal 5 IKM pro TAg. Da gibt es fürs HAus kein Einsparpotential, wenn zuviel verbraucht wird kommt es zum Engpass für den Bewohner. Wir können schonmal mit gespendetem MAterial überbrücken oder von einem anderen Bewohner ausleihen, wenn aber dauerhaft zu viel verbraucht wird, müssen die Angehörigen bzw der Bewohner das privat zahlen. Da diese davon natürlich nicht begeistert sind und nach Erklärungen für den hohen Verbrauch fragen, wird im allgemeinen schon wirtschaftlich mit dem Material umgegangen
Gruß
Astrid
 
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Matthias-NRW

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AW: Was kostet eigentlich das Inkontinenzmaterial ?

Ich bin auf diesen Thread gestoßen, als ich nach aktuellen Regelungen zur Inko-Hilfsmittelversorgung gegoogelt habe und habe die paar Beiträge dann gelesen.
Mit Heimen habe ich sonst nichts zu tun.

Als junger, selbst von starker Harninkontinenz betroffener, schlage ich mich mit den ganzen Neuregelungen und Gängelungen rum.

Die bloße Mengenangabe "5 Stück / 24h" wäre durchaus ok, wenn man dafür das richtige Hilfsmittel wählt.

Auch innerhalb der Gruppe "Starke/Schwere Inkontinenz" gibt es noch verschiedene Saugstufen bei den Einlagen/Vorlagen/Inkoslips, außerdem ist jedes Produkt unterschiedlich gut.

So gibt es bei Attends Contours oder Slip die Stufen 8, 9 und 10.
Bei Tena Comfort/Flex/Slip heißt es Plus, Super, Maxi.

Um bei einem Produkt zu bleiben, komme ich mit 4 Tena Slip Super Medium (oder Attends 9) auf 24h gerechnet aus.
Mal sind es 3, mal 4, mal 5, also durchschnittlich 4.

Ein Tena Slip Super Medium kostet 59ct, im freien, günstigen Handel.

Jetzt gehen aber Kassen, oder hier Pflegeeinrichtungen die Preise durch und stellen fest, dass ein Tena Slip Plus Medium nur 43ct kostet. "Hier nehmen wir Plus statt Super, hier nehmen wie die Einlage statt den Slip...".

Für mich hieße das, 6-8 davon pro 24h zu brauchen, Probleme mit auslaufenden Hilfsmitteln zu bekommen, dadurch Diskretionsprobleme und mehr Reinigungsaufwand.

Oder nehmen wir an, man hat ein Alternativprodukt eines anderen Herstellers in der gleichen Saugklasse gefunden, natürlich viel billiger, aber die Anatomie des Inkoslips passt nicht zur Anatomie des Verbrauchers oder die Qualität ist so mieß, dass es nicht "dicht bleibt" und es entstehen "Auslaufschwachstellen", dann geht der Verbrauch ebenfalls hoch.

Rechnet man den Mehrverbrauch bei zu schwachen Hilfsmitteln und ggf. die Mehrarbeit (Arbeitszeit) und das Mehr an Müll, kommt man schnell darauf, dass 16ct/Stück mehr, am Monatsende 100 Euro weniger ergeben können.


In meinem konkreten Fall möchte man mich mit Seni Standard/Basic Inkoslips beliefern.
Da wird dann keine Zuzahlung für 90 Stück verlangt.
Für einen 84er-Karton Tena Slip Super Medium soll ich ~30 Euro zuzahlen.
Für 50 Euro bekäme ich die 84 Stück im freien Handel, also ohne GKV-Zahlung.
Mehr als 50% Zuzahlung?
Ja, die gezwungene Auswahl eines Lieferanten und die Folgen.
Man kommt schnell dahinter, dass der Zwangslieferant sie zu teuer ein- oder verkauft, obwohl er Zahlungen von der GKV erhält.

Da die Form des Seni Slips überhaupt nicht zu meinem Körper passt, bekomme ich Hautreizungen u.ä.
In "L" wäre es zu indiskret. Im Heimen mit einer sehr großen Anzahl an Inkontinenten wird die Diskretion keine Rolle mehr spielen.
Bei jungen aktiven Menschen ist das durchaus ein Thema.
Aber man muss auch bedenken, dass "L"-Produkte wieder deutlich teurer sind, als "M"-Produkte (gemeint ist die Größe).

Wichtig ist der gute Kompromiss zwischen Diskretion und Saugfähigkeit/Auslaufsicherheit. Und da ist jedes Hilfsmittel völlig anders.
Oft ist es auch der "falsche Schnitt" des Hilfsmittels, der Diskretion und Auslaufsicherheit kaputt macht.
Abgesehen von körperlichen bzw. gesundheitlichen Folgen.

Reizungen durch "zu viel Nässe" oder durch Druckstellen können beim schlechten Produkt (ggf. nur Körperbezogen schlechter) eher vorkommen.
Toll, da wurden dann 30 Euro im Monat an Hilfsmitteln gespart, aber die Folgebehandlung mit den 2 bis 3-stelligen Kosten fließen in die Rechnung nicht mit ein.

Mir fehlt einfach die Betrachtung in der Gesamtheit.

10 Hilfsmittel á 20ct sind teurer als 5 Hilfsmittel á 40ct, zumindest wenn dann der Arztbesuch wegen eines Pilzes usw. hinzukommt, oder die Reizungen mit Spezialcremes versorgt werden müssen.
Natürlich sind auch zu wenige Hilfsmittelwechsel bei häufigen Einnässen nicht gerade gesundheitsförderlich.

Die Hilfsmittel müssen zum Schweregrad der Inkontinenz passen, aber vor allem auch zu der tragenden Person, zu ihren körperlichen Beschaffenheiten und Eigenheiten.

Die Art, Menge und Saugfähigkeit eines Hilfsmittels und somit die Auswahl des selbigen, lässt sich nicht pauschalisieren.
Genau das wird aber auf allen Ebenen versucht.

Oft habe ich einen Vergleich gehört wie "Tena Slip ist ja auch ein Mercedes unter den Inkoslips".
Da frage ich mich: "Was soll der Mist?!".
Die Hilfsmittel, egal welcher Art/Fabrikant usw. lassen sich nur unterscheiden zwischen:
Nicht brauchbar, schlecht brauchbar und brauchbar.
Schön, wenn jemand seine Hausaufgaben gemacht hat oder seine Produkte an bestimmte körperliche Eigenschaften anpasst, die andere Hersteller bei ihren Inkoslips nicht bieten.
Schön, wenn man dann die Auswahl über ein passendes Produkt A und unpassendes Produkt B (unabhängig von der Größe) hat.
Dumm, wenn man die Auswahl nicht wirklich hat, weil irgendwer Produkt B vorschreibt.

Wenn ich höre, Attends Slip sind zu teuer, deswegen Zuzahlung im Vergleich zu Seni verlangt werden, schaue mir dann die Großhandelspreise an und sehe, sie sind dort gleich teuer, dann wird mir klar, dass hier einiges "unter der Hand" vereinbart wird, zu Lasten des Verbrauchers, zu Lasten der Transparenz, zu Lasten einer optimalen Versorgung.

Ist doch klar, dass so eine Macht irgendwann missbraucht wird. Klar, dass irgendwann nur noch ein Wirtschaftprojekt dahinter steht, mit sogar möglichen Bevorzugungen eines schlechteren Anbieters.

Der Gesetzgeber hat hier falsches eingeleitet.
"Inkontinenzslip = Inkontinenzslip und der wird geliefert, was habt ihr denn?"
Das könnte das Leitmotiv sein.
Es gibt leider keine Steigerung zu falsch, aber ich meine dennoch, falscher als dieses Motto kann es nicht sein, das ist nicht so!

Wie wäre es, es gäbe nicht eine Übernahme für x Stück in y Stärke mit z Mindestzuzahlung und m Maximalzahlung,
sondern sowas wie: "25% sind vom Anwender zu übernehmen, 75% von der GKV, egal welcher Lieferant, welches Produkt".
So ein einfaches lapidares Gesetz ist zwar contra unserer Bürokratiegesellschaft, aber davon würden alle profitieren.

Beispiel:
Bei einer sehr starken Inkontinenz haben wir einen Bedarf mit Kosten von 100 Euro / Monat.
Max zahlt 25 Euro im Monat dazu.
25 Euro ist ihm zu viel? Er findet und testet selber günstigere Produkte.
Er konnte erfolgreich auf ein anderes, für ihn PASSENDES (alle Eigenschaften) Produkt umstellen.
Es kostet nur noch 75 Euro pro Monat.
Sein Anteil sinkt auf 18.75 Euro. Auch die Kasse zahlt weniger, alle sind glücklich.

Maria hat beim Monatsbedarf Hilfsmittelkosten von 30 Euro.
Sie zahlt 7.50 Euro im Monat dazu. Sie hat jedoch öfters Reizungen, Rötungen und Schwellungen im Schritt.
Sie ist unzufrieden und wäre bereit, etwas mehr zu zahlen, wenn´s denn hilft.
Sie probiert sich durch und findet ein neues Produkt, welches 50 Euro im Monat an Kosten verursacht.
Sie hat kaum noch Reizungen, muss nicht mehr jede Woche zum Arzt, kann auf bestimmte Cremes verzichten und braucht von anderen weniger.
Obwohl sie jetzt 12.50 Euro im Monat zahlt, ist sie überglücklich.
Die Krankenkasse ist glücklich, da sie trotzdem weniger Kosten im Monat verursacht, als vorher.

Dennis hat schon lange sein ideales Produkt gefixt. Er braucht keine Beratung mehr, er braucht nur noch die ermittelte Bedarfsmenge pro Monat. Seine Apotheke nimmt seiner Meinung nach zu viel für das Produkt.
Er sucht im Internet nach dem günstigsten Lieferanten und findet einen, der sogar 40% günstiger ist.
Seine und die öffentliche Kasse wird entlastet.
Die Apotheke ist dennoch nicht unglücklich, da sie bei der 2011 noch gültigen Inkontinenzhilfsmittel-Regelung gar keine Inko-Produkte mehr verkauft hatte.
Erst neulich kam Frau Hansen, hat sich beraten lassen und hat einen Karton bestellt.

Bei der momentan gültigen Regelung schafft man Kartelle, Monopole usw.

Fair, wäre ein Modell, wie eben vorgestellt.

Der prozentuale Eigenanteil lässt einen selber mit wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine wirtschaftliche Produkt- und Lieferantenauswahl treffen, ohne dabei andere wichtige Merkmale zu vernachlässigen.
Die Wahlfreiheit bleibt erhalten - der Verbraucher bleibt mündig.

Bevor es jetzt heißt, der reiche Großverdiener nimmt aber die teuren Pants, weil ihm der prozentuale Eigenanteil nicht weh tut: Dieser Großverdiener zahlt aber auch einen viel höheren Beitrag, wahrscheinlich den Maximalsatz.

Hoffentlich wird das hier mal von den Versicherungen und Ministern gelesen, welche die bisherigen Entscheidungen getroffen haben und noch künftige treffen werden.
 
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AW: Was kostet eigentlich das Inkontinenzmaterial ?

http://www.pflegeboard.de/mitglieder/ID30069-matthias-nrw.html@ Matthias-NRW

Vielen Dank fuer die ausführliche Info. Meine Klientel kann sich meist hierzu überhaupt nicht äußern. Bei uns wird nur die Saugfähigkeit unterschieden und allenfalls die Zweckmäßigkeit geprüft, viele wichtige - von Dir genannte Aspekte - bleiben außen vor. Vielen Dank für die Anregungen, werde das im Hinterkopf behalten.

Gruß CDS



 
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Matthias-NRW

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AW: Was kostet eigentlich das Inkontinenzmaterial ?

Ja, leider ist es so, dass sich viele Anwender von Hilfsmitteln für starke Inkontinenz nicht oder nur schlecht äußern können.
Viele negative Erscheinungen machen sich z.B. oft erst bemerkbar, bei Bewegung - bei Aktivitäten.
Wenn ich jetzt im Schildkrötentempo schleichen würde oder bettlägerig wäre, wäre auch ein falsch angelegter oder schlecht passender Inkoslip viel weniger schlimm, wenn auch ggf. nicht ignorierbar.

Ansonsten kann man den schlecht geformten oder falsch gewählten Inkoslip in etwa so vergleichen,
als wenn ein gewöhnlicher, kontinenter Mensch eine Hose x Nummern zu groß oder x Nummern zu klein tragen müsste.
Viel eher noch, als wenn ein Kleidungsstück speziell für die Frau gefertigt wurde und ein Mann soll es dann tragen.
Auch hier hat bestimmt jeder schon mal Erfahrungen mit "dem falschen Schnitt" gemacht.

Viele von diesen Menschen werden schon mal ein Kleidungsstück anprobiert haben, welches irgendwo gekniffen oder gekratzt hat,
welches an der einen Stelle zu groß und gleichzeitig an anderer Stelle zu klein gewesen ist, welches rutscht wie ein nasser Sack oder welches einschnürt.

Normalerweise kaufen diese Menschen dann diese Kleidung nicht oder war es bereits ein Fehlkauf, bleibt es im Schrank unbenutzt hängen oder wandert in den Altkleidersack.
Fast jeder weiß, wie unangenehm dann Kleidung werden kann.

Wieso sollte es bei Inkoslips anders sein.
Er kann sich ok anfühlen, wenn...
- der die richtige Form für die Anatomie des Trägers vorweist
- wenn er weder zu groß noch zu klein ist (im Rahmen seiner Anpassungsfähigkeit, ohne Übertreibungen)
- wenn er nicht beißt, kratzt oder die Haut übermäßig reizt
- wenn er ausreichend trocken hält und sich auch nicht nach den ersten Tropfen bereits kletschnass anfühlt
- wenn er unter 10+ persönlich getesteten Inkoslips zu den 3 angenehmeren gehört

Auch Vor- und Einlagen haben eine Einheitsgröße. Endet er auf "halbem Po" oder "halben Glied" braucht man, glaube ich, gar nicht so viel Vorstellungskraft,
um nachzuvollziehen, dass es für manch einen unangenehm wird, wenigstens bei bestimmten Körperstellungen/Postionen (sitzen?!).

Beim Inkofslip empfinde ich es als weniger unangenehm, wenn er einigermaßen fest zugemacht, also eng anliegend ist,
ohne dabei an einer Stelle zu eng oder einschneidend zu werden, so dass er überall im Bereich auf der Haut direkt aufliegt
und ohne im feuchteren Zustand wie ein nasser Sack runter zu hängen.
So wie die meisten von uns / euch auch eine klassische Unterhose wählen würden.
Das ist bei Modell A möglich und bei Modell B überhaupt nicht.
Eine andere Person wird es umgekehrt sehen.

Ein Unterhosen-M-Träger kann ja mal eine XL-Unterhose anziehen.
Für die meisten ist es nervig, wenn sie unter der richtigen Hose ständig runterrutscht.
Viele werden ständig fummeln und ziehen.

Außerdem gibt es manchmal auch Hautreizungen (beißen oder jucken), die man auf der Haut (noch) nicht sieht.
Wer sich dann äußern kann, kann ggf. ein anderes Modell oder eine andere Anpassung verlangen.
Wer das nicht kann, leidet unbemerkt.

Unabhängig vom Körpergewicht hat der eine Mensch einen dicken Bauch, der andere nicht, der eine dicke Oberschenkel, der an andere dünne Stelzen.

Ein Beispiel:
Attends Slip Regular/Active und Tena Slip/Flex eignen sich auch prima bei dicken Beinen.
Seni Slip eigentlich nicht.
Mitteldicke bis sehr dicke Beine werden so kein Hindernis für eine optimale Anpassung.
Jemand mit sehr dünnen Beinen könnte aber womöglich dort dann auslaufen.
Aber es gibt auch einen Attends Slip Special Care.
Dort ist der Beinauschnitt sehr klein.
Ich könnte diese überhaupt nicht tragen, aber das Problem bei dem mit sehr dünnen Beinen ist damit gelöst.

Es gibt also triftige Gründe für Modell A und Modell B.
Dumm wenn aus Bequemlichkeit oder Kostengründen alle gleichermaßen nur mit A oder nur mit B versorgt werden.

Mein dickerer Bauch liegt bei den meisten M-Modellen über der Oberkante der meisten M-Slips.
Deswegen ist das Tragen von einigen M-Modellen auch kein Problem und sogar ideal.
Die L-Modelle würden vorne wie hinten viel zu weit hochreichen und den Bauch mit umschließen.
Meiner Meinung nach gibt es kaum etwas unangenehmeres und gleichzeitig wird es sehr indiskret, zumal es aus der Hose rausgucken würde,
wenn das Hemd mal nach oben wandert oder die Hose nach unten.
Das Zusatzmaterial wäre verschwendet, da ist in der Mitte zu nass werden würde, bevor der äußere Saugbereich ereicht wäre.
Und es sorgt natürlich auch für schneller gefüllte Müllbeutel.


Fazit: Viele mögen es nicht, wenn ihre Kleidung auf "halb Acht" hängt. Für den Inkontinenten ist auch eine Windel ein Bestandteil der täglichen Kleidung. Somit gilt es auch für sie. Bei ihr kann sich ein unpassendes Modell sogar ungleich schneller in gesundheitlichen Folgen äußern.
 
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