Arbeitsrecht was ist ein "schonarbeitsplatz" nach einer OP und wie soll d. im PD umgesetzt werden?

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L

L. Li

Mitglied
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28.02.2007
40227
hallo ihr wissenden,

beim fachtreffen heute berichtete eine PDL aus einem anderen PD über eine MA die in ein paar wochen nach langer krankheit wiederkommt - und ein attest für einen schon-arbeitsplatz vorweisen kann.

sie soll dann ein halbes jahr lang nicht heben, tragen, keine anstrengenden und körpelich schweren arbeiten verrichten und sich nicht bücken.

wenn jemand so krank ist, operiert ist, eine reha hinter sich hat ist es ja klar, daß er sich weitere zeiten mit schwerem tragen usw. zurückhalten muß - nur, wie soll die kollegin das denn dienstplanmäßig umsetzen?

zudem ist ihr PD eher winzig und es handelt sich um eine fachplegekraft die in den letzten monaten nur sehr mühsam ersetzt werden konnt..

wir wußten keinen rat und keiner der anwesenden hatte jemals ein solches attest für bestimmte arbeiten in der hand.

wir haben zwar auch zusammen gegoogelt sind aber nicht schlau geworden da kein schonarbeitsplatz länger als ein paar wochen angeboten wurde - in 6 monaten aber kann der PD schon pleite sein wenn er eine vollkraft bezahlt die den ganzen tag nur herumsitzt und auf s.c.- runde fährt.

kann jemand weiter helfen ?

danke schon mal,
L.Li
 
Qualifikation
Krankenschwester, PDL
Fachgebiet
ambulanter PD
L

Lisy

Hallo L.Li.,
könnte der Ausdruck Schonarbeitsplatz mit Wiedereingliederung übersetzt werden?
Dann heißt es einen Antrag bei der Krankenkasse stellen und das Attest mit abgeben. Dies muß die Arbeitnehmerin machen.
Die Krankenkasse zahlt dann das Gehalt bis die Wiedereingliederung zu Ende ist.
Gruß Lisy
 
S

Sari07

Neues Mitglied
Basis-Konto
24.11.2007
58675
Hallo L.Li
Es wird so sein wie Lisy sagt.die Wiedereingliederung trägt die Krankenkasse.
Vorausgesetzt es ist attestiert.Wir hatten selbst vor kurzer Zeit solch einen Fall daher kann ich nachvollziehen wie schwer es ist eine Fachkraft zu ersetzen. Aber noch wichtiger finde ich das derjenige wieder gesund wird und voll einsatzfähig.Gruß Sari
 
Qualifikation
Pflegeassistentin
Fachgebiet
ambulante Pflege
F

ferdi

Aktives Mitglied
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20.03.2007
44379
Hallo L. Li,

sie soll dann ein halbes jahr lang nicht heben, tragen, keine anstrengenden und körpelich schweren arbeiten verrichten und sich nicht bücken.

- da kein schonarbeitsplatz länger als ein paar wochen angeboten wurde - in 6 monaten aber kann der PD schon pleite sein wenn er eine vollkraft bezahlt die den ganzen tag nur herumsitzt und auf s.c.- runde fährt.
Da wird sie wohl die Kündigung bekommen.
Auf anhieb hab ich dies gefunden:
Kurzinfos Arbeitsrecht: Krankheitsbedingte Kündigung

Ansonsten google mal unter personenbedingte Kündigung - krankheitsbedingte Kündigung

Hat sie im Rahmen einer Schwerbehinderung % ?
Dann kann vieleicht das Integrationsamt noch was retten.

ferdi
 
Qualifikation
AP,
Fachgebiet
nach Bedarf
spielemann

spielemann

Mitglied
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11.08.2006
24116
Hallo,
das mit der Kündigung sehe ich noch nicht ganz so.
Die Kollegin sollte mit dem Arbeitgeber zunächst ein Betriebliches Wiedereingliederungsmanagement durchführen § 84 nach SGB IX.
Hier sollte evtl. auch durch Hinzuziehung des Betriebsarztes besprochen werden ob eine Schwerbehinderung beantragt werden kann, eine längerdauernde Krankschreibung vorliegt ( siehe auch: Kurzinfos Arbeitsrecht: Krankheit), eine Wiedereingliederung Stundenweise erfolgen kann.

Grüsse
Spielemann
 
Qualifikation
Krankenpfleger, Wundexperte
Fachgebiet
Krankenhaus
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05.07.2001
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