Warum wird man Krankenpfleger(in)?

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Hallo liebe Leute

Ich bin gerade mit dem 2. Jahr der Ausbildung zum DGKP fertig geworden und mache mir, im Zuge meiner mir bevorstehenden Diplomarbeit, Gedanken darüber, warum jemand dem Beruf eines DGKP (gemeint sind immer Frauen und Männer) ergreift.

Ich bin schon im reiferen Alter (47) und komme aus einer Familie, die sich anscheinend der Pflege verschrieben hat. Ich habe mein bisheriges Berufsleben in der Druck- und Verlagswelt zugebracht und bin nur nebenbei mit dem Notarztwagen unterwegs gewesen.

Ich konnte die distanzierte, kühl berechnende und nur profitorientierte Branche der Werbung und der Druckwerke nicht mehr ertragen. Auch glaube ich, dass ich meine Persönlichkeit in der Welt der Pflege (ich bin nicht blauäugig und weis ob der Probleme mit denen man hier kämpft) besser einsetzen kann.

Die Fragen die sich mir stellen sind folgende:
  • Welche Beweggründe gibt es für jemanden, in die Pflege zu gehen?
  • Welche Eigenschaften sollte eine gute Pflegekraft haben, entwickeln oder anstreben?
  • Wie könnte man diese Eigenschaften schon bei der Auswahl zur Ausbildung der DGKP überprüfen?
  • Welche Kriterien spielen bei der Auswahl der Branche (Akut- oder Langzeitpflege, Chirurgie, Interne, etc.) eine Rolle?
  • Was ist ausschlaggebend dafür, dass man auch nach vielen Jahren in der Pflege nicht abstumpft, ausbrennt, sich verhärtet, menschlich bleibt?
  • Welche Literatur gibt es zu diesen Fragen?
  • (zB. Krabel, Jens/ Olaf Stuve u.a., Männer in „Frauen- Berufen“ der Pflege und Erziehung oder Ethik in der Pflege: Ein Lehrbuch für die aus-, fort- und Weiterbildung von Reinhard Lay, ?? ...)
Ich bin mir nicht sicher ob ich über dieses Thema eine Diplomarbeit schreiben kann. Einen Versuch ist es, so denke ich, allemal wert.

Ich danke euch für eure Meinung

FCF
 
Qualifikation
DGKP-Schüler
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NicoleS1986

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Moin! :)

Das ist mal ne verdammt gute Frage :thumbsup2:

So genau weis ich es nicht und ich denke auch, dass man vielleicht die grundlegenden Dinge gleich hat, jeder aber noch individuell seine Beweggründe hat, warum er in die Pflege geht.

Meine Entscheidung Krankenschwester zu werden hatte ich eigtl.schon immer, meine Familie hat absolut Null mit der Pflege zu tun.

Ich glaube, dass man ein kleines Helfersyndrom benötigt, um in die Pflege gehen zu können.
Man hätte ja auch Medizin studiern könn und Arzt/ Ärztin werden können, jedoch finde ich, dass es mal null mit Menschlichkeit zu tun hat, wenn man den Beruf Arzt auswählt. Ich denke, dass sie aus reiner Neugier handeln, dieses Befinden wurde mir immer wieder klar, wenn ein Arzt dem andern zugerufen hat "Hey, die Galle macht Stress". Er meinte damit einen Patienten, der am nächsten Tag verstorben ist :angry: . Dafür muss man also meines Erachtens nach aus Stein sein.

Für mich war zum Beispiel nach meiner Deutschlandtour durch alle Bereiche klar, dass ich nicht im Krankenhaus arbeiten möchte, es ist wie eine Viehzuchtanstalt, man hat keine Zeit für den Patienten und wenn man nach Feierabend bleibt und mit einem Patienten ein Kaffee trinken geht, weil grad die Diagnose "BC, noch ca.3 Monate zu leben kommt."

Mitlerweile bin ich sehr glücklich bei meiner jetzigen Arbeit :D.
So gesehen, ich find dass es schwer zu sagen ist ;).

GLG Nicole
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Fachgebiet
Oberhausen / NRW
Weiterbildungen
Außerklinische Intensivpflege
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romana

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Hallo fcfet !

Diese Dinge fragt sich wahrscheinlich jeder in diesem Beruf irgendwann, ich versuch's mal mit meinen Gedanken dazu.

- Beweggrund in die Pflege zu gehen war, dass es mir einfach Spaß macht, jemandem zu helfen und zu sehen, dass es ihm gut tut. Außerdem hatte ich schon immer Interesse an medizinischen Vorgängen.

- Eigenschaften einer guten PK sollten sein Geduld, guter Zuhörer, starkes Selbstbewußtsein, Sauberkeit und sie sollte gerne lachen.

- Überprüfbar ist das nur schwer, weil man das alles erst im Umgang mit den Pat. sieht

- Kriterien bei der Auswahl sind wohl sehr individuell, manchmal nimmt man einfach die Stelle, die man bekommt, kann man sie sich aussuchen macht man das abhängig vom Betriebsklima, Arbeitszeiten, Aufstiegschancen, eigene Berufserfahrung und die Neugier, Neues kennenzulernen.

- Ich arbeite seit 23 Jahren in der Pflege und fühle mich nicht abgestumpft. Das häufige "Ausbrennen" ist meist nicht von der Tätigkeit selbst verursacht, sondern von den Umständen, unter denen ich die Tätigkeit ausübe !Wenn ich nie Zeit habe zu reflektieren (z.B. Supervision ) oder meine Tätigkeit unbefriedigend ausüben kann ( hoher Zeitdruck, Personalmangel ) bleibt mir nichts anderes übrig, zum Selbstschutz eine pragmatische Haltung einzunehmen, die sagt, man muss eben versuchen was geht. Die ,die das nicht können, werden aufgerieben . Ausserdem ist die Diskrepanz zum Gelernten und Geforderten in der Ausbildung im Verhältnis zum tatsächlich Machbaren so groß, dass viele Berufsanfänger motiviert anfangen und dann frustriert feststellen, wie viel Luft zwischen dem geschriebenen Wort und der Praxis liegt ( sog. Leitbilder ect. ).
Außerdem ist es für einen jungen Menschen oder jemand mit Familie nicht gerade prickelnd, die freien Wochenenden zu opfern, ständig einzuspringen....

Zu Literatur kann ich Dir nichts sagen, aber eine Diplomarbeit mit dem Thema ist sehr umfangreich, sicher interessannt.
Vielleicht kannst Du einen Fragekatalog zusammenstellen und eine Umfrage starten ? Ich bin sicher, Du würdest im board viele Antworten bekommen.

Viiel Erfolg dabei !

LG
Romana
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
QMB
Weiterbildungen
Bin Praxisanleiterin und MAV
Weiterbildung Stationsleitung mit Zusatzqualif. QMB
panik

panik

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@ fcfet
Eine Diplomarbeit über "die Pflege" als ganzes?Welche Vorstellungen hast du bzgl der Schwerpunkte?Es macht einen Unterschied,welchen Arbeitsplatz man hat und welche Ausbildung/Fort - und Weiterbildung.
Aber zur Persönlichkeit habe ich eine klare Meinung:
A) Die Fach- und Methodenkompetenz
à Diese Kompetenz beschreibt die beruflichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Das sind Formqualifikationen durch Schulabschlüsse und Zertifikate. Hinzu kommt die berufliche Erfahrung durch die eigentliche Tätigkeit, die Fort.- und Weiterbildungen durch Arbeitgeber oder durch Eigeninitiative.

B) Sozial – Kommunikative Kompetenz
à Darin wird die Fähigkeit beschrieben eine vertrauensvolle und verantwortungsvolle Zusammenarbeit im Team zu entwickeln. Die persönlichen Stärken können eingeschätzt werden. Zwischenmenschliche Problemsituationen mit Kollegen oder Vorgesetzten werden kommunikativ erfolgreich bearbeitet.

C) Personale Kompetenz
à ist die Fähigkeit sich kritisch mit der eigenen Person im Sinne von Selbstmanagement, Selbstorganisationsfähigkeit, und Selbstlernfähigkeit auseinanderzusetzen.

D) Aktivitäts - und Handlungskompetenz
à beschreibt die Bereitschaft alles Wissen und Können willensstark und aktiv zu nutzen und dabei alle anderen Kompetenzen zu integrieren.
(Das ist ein Auszug aus meiner Hausarbeit)
Diese Kompetenzen finde ich in höchstem Maße wichtig in unserer Pflegewelt.Diese Kompetenzen sollten immer weiter ausgebaut werden.(Natürlich ist das alles nicht nur auf die Pflege anzuwenden)Ich sehe halt die öffentliche Meinung zum Thema Pflege:"Ich könnte das nicht...all das Leid...,die Krankheiten...,den H...abwischen.???Die Umwelt muß begreifen,dass wir auf dem Weg zur Profession sind und dazu gehört natürlich das Qualitätsmanagement,auch den Mitarbeiter selbst betreffend.Und dazu gehören oben genannte Kompetenzen für mich.Es reicht nicht zu sagen:Naja dann lerne ich das mal, weil ich gerne helfen möchteDas ist nicht ausreichend!Das gehört sicher dazu, aber um im Beruf bleiben zu können muß weitaus mehr Hintergrund vorhanden sein und stetig neu aufgebaut werden.Es erfordert viel Kraft zur Eigenmotivation und die Arbeit ist enorm belastend.Der Mitarbeiter ist in allen Dimensionen gefordert.
Fachliteratur?fFällt mir jetzt spontan nichts ein, aber ein Buch hat mich fasziniert:Von Annegret Held, "Die letzten Dinge" das beschreibt son bißl aus der SItuation der Mitarbeiter im Heim,auf sehr amüsante Art und Weise, deren Mühen und Plagen.Ist wirklich ganz amüsant mit viel Wahrheit und Wirklichkeit.
Viel Spaß damit
LG panik
 
Qualifikation
Krankenschwester, PDL
Fachgebiet
Seniorenheim
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*Ausbildung zur Krankenschwester
*Studium: Neuere und neueste Geschicht und Literaturwissenschaften
* Weiterbildung zur PDL 2009
panik

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Ach ja ausschlaggebend, dafür, dass man nicht abstumpft ist eine gute Empathie, die Liebe zum Menschen und die Liebe zum Leben.
LG panik
 
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Da gebe ich Dir absolut recht. :thumbsup2:Das Erarbeiten und Weiterentwickeln dieser Kompetenzen ist ein absolutes muss. So wie das ständige Arbeiten an seiner eigenen Persönlichkeit bei jedem notwendig ist um seinen Charakter weiter zu entwickeln, ist auch die ständige Entwicklung in den jeweils berufsspezifischen Belangen unbedingt erforderlich.
Weil Du das mit der Gesellschaft ansprichst "Ich könnte das nicht...all das Leid...,die Krankheiten...,den H...abwischen.???" - ist beim Pflegepersonal eine gewisse Grundeinstellung erforderlich, um den Beruf wirklich gut auszuüben?
Macht es einen Unterschied ob ich Evolutionist oder Christ, Moslem oder Hindu, etc. bin? Wirkt sich das auf die Pflegequalität aus und kann die moralische Grundeinstellung helfen, nicht so schnell auszubrennen?
Ich glaube schon, dass es wichtig ist, selbst für Änderungen offen zu sein um auf die Bedürfnisse der Patienten entsprechend eingehen zu können (immer dem Bereich in dem man arbeitet entsprechend).
Die Frage ist auch: könnte sich jeder die Fähigkeiten aneignen und sich motivieren um in der Pflege zu arbeiten, oder braucht man schon gewisse Charaktereigenschaften oder Eignungen?
Ich denke, dass es wichtig für die Pflegequalität ist, wer pflegt und welche Einstellung dieser jemand zum Leben und zum Mitmenschen hat.
Das Problem bei diesem Thema ist wieder einmal, die richtige Literatur dazu zu finden. Ich hoffe, dass ich noch einiges dazu finde.:innocent:
 
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romana

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Hallo nochmal !

Abgesehen von der fachlichen Qualifikation glaube ich schon, dass eine Grundeinstellung mit Liebe und Spaß am Umgang mit Menschen vorhanden sein muss, dafür ist auch die Glaubensrichtung egal.
In unserem Beruf gibt es viele "unschöne" Tätigkeiten, die man ohne diese Einstellung nicht über einen längeren Zeitraum tun könnte ( z.B. Umgang mit Exkrementen, Tod, Schmerzen Verzweiflung....).Dem stehen eben auch die positiven Erlebnisse gegenüber, aus denen man dann wieder Kraft schöpft.

LG
Romana
 
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dr.poops

diese frage ist schwer zu beantworten - ich hab sie mir wiederholt gestellt, als ich bis zum hals im "burn-out" steckte (das liegt nun zweieinhalb jahre zurück...). ich hab vor meiner ausbildung eigentlich andere berufsziele gehabt (druckvorlagenherstellung, schriftsatz), nach zig bewerbungen und verarschungen, details lass ich jetzt mal weg, musste ich mich umorientieren. ich habe dann in einem altenpflegeheim gejobbt (mit einem 14tägigen pflegehelferinnen-kurs in der tasche). die arbeit mit den alten menschen hat mr spaß gemacht, aber ich hatte die ganze zeit das gefühl, daß ich mit dem bißchen wissen nicht viel reißen kann und es hat mich interessiert, möglichst viel zu lernen. also krankenpflege. examen, später noch eine 2-jährige fachweiterbildung für anästhesie-und intensivpflege.
mein motiv, das ganze trotz hanebüchener verschlechterungen und aufgeblasener supertopchecker-pfeifen weiter zu machen? ich finde, jeder mensch hat ein recht auf eine adäquate versorgung, wenn es ihm /ihr schlecht geht. ich finde durchaus auch den "gerätepark" interessant, obwohl das oftmals in einem rahmen eingesetzt wird, wo man dann auch mal den "ethischen super-GAU" erlebt. wo wir gerade bei "ethik" sind: auch das interessiert mich, mich interessiert, wie das "gutmenschentum" mit moral und ethik kollidiert. mich interessieren auch die phänomene, die in einem team auftreten: wer ist "gut" (und warum?), wer "kann" was, wer hat das sagen, wie einigen sich miteinander konkurrierende subgruppen und so weiter. die letzten punkte konzentrieren sich allerdings weniger auf die patientInnen - das ist mir bewusst und ich arbeite in jedem dienst neu daran, die individuellen bedürfnisse der menschen, die ich da betreue, erkennen zu können. auch das macht - wieder - spaß.
alles ein bißchen schwammig, nech? egal. deine frage finde ich trotzdem gut. vielleicht können wir noch weiter diskutieren. herzlichst, käthe "poops"
 
panik

panik

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Ich finde es überaus wichtig eine positive Grundhaltung zum Menschen/zum Leben und eine menschenwürdige Behandlung des Menschen zu favorisieren und sich, wenn nicht vorhanden, anzueignen(geht das??)Es ist unabdingbar die ethische Grundhaltung, geprägt durch Respekt, Menschlichkeit, Mitgefühl, Empathie,Sorge um den "Anderen", Verantwortungsbewußtsein, zu haben und auf - bzw. auszubauen.
Die Arbeit am und mit dem Menschen ist so komplex, dass es den ganzen Einsatz verlangt,/zumindest die meiste Zeit über) von uns als Pflgekräften, und was hinzukommt, wir sind es den Menschen/dem Menschen einfach schuldig.Das dürfte auch mit ein Grund sein, warum wir uns immer nahe am burn-out befinden und wir eine stabile Familie brauchen, oder starke Persönlichkeiten sein müssen, damit wir uns selbst schützen können vor "Schäden".
Aber meine Frage nun:Kann/weiß das ein junger Mensch, der ins Berufsleben einsteigt wissen?Mit Sicherheit nicht.Also bin ich wieder bei der Ausgangsfrage angelangt, was den Menschen dazu bewegt GKP zu lernen.
Zumindest habe ich mein Verständnis einer "reiferen Pflegekraft dargelegt.:eek:riginal:

LG panik
 
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Krankenschwester, PDL
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panik

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Ach und einen regen Geist braucht man und die Bereitschfat für Improvisationen, neue Ideen umsetzen, wenn man sie hat:laughing: , zu überlegen, was ist realistisch, Neuerungen annehmen,unvm. speziell die älteren Semester, zu denen auch ich gehöre!
 
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Krankenschwester, PDL
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Das ist aber eine grundsätzliche Frage! Der Beweggrund einem anderen zu helfen ist sicher in jedem der diesen Beruf ergreift vorhanden (oder man tuts wegen des sicheren Jobs). Nur das alleine wird nicht reichen. Deswegen die Frage nach den Auswahlkriterien.
Bei unseren Aufnahmetests war das Gespräch mit einem Psychologen ein recht kurzes. Wirklich getestet wurden Belastbarkeit, Ausdauer, Lernbereitschaft, Einstellung zum Leben und den Nächsten nicht wirklich.
Noch dazu kommt meiner Meinung nach, dass es wenige junge Leute gibt - und da geh ich von mir aus (ich war mit 18 noch sehr unentschlossen, was meinen beruflichen Werdegang angeht) die entsprechend abgeklärt und lebenserfahren sind, um sich der Tragweite dieses Berufes bewußt zu sein.
Ich weis nicht wie die Auswahlverfahren in Deutschland oder anderswo gestaltet sind - in Österreich sind sie meines erachtens nicht ausreichend.
 
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@fcfet:eek:riginal:
Ich kann dir mal kurz besschreiben wie das zu "meiner"Zeit abgelaufen ist:
1983:Ich bewarb mich als Lernschwester(so hieß das) im Krankenhaus.Ich kann nur von dieser einen Erfahrung berichten, da ich nur eine Bewerbung geschrieben habe.Es gab ein persönliches Gespräch.Danach waren noch 125 Bewerber übrig, für 25 Ausbildungsplätze ,die einen Eignungstest machen mußten.Ich kann mich noch gut an den Test erinnern, denn er beinhaltete Allgemeinwissen und Schulwissen.Religion und Geschichte, sowie Deutsch waren hauptsächlich vertreten.Aber ob das nun ausreichend ist?Und welche Kriterien sollte man wählen?Aus dem Bereich der Kompetenzen?Schwierig.Der junge Mensch entwickelt sich meistens in Riesenschritten und daher ist es schwer vorhersehbar, wie er sich in diesem Beruf entwickelt.Ich habe schon Schüler erlebt, die waren sofort "auf der richtigen Spur und ich muß sagen, das waren meistens Späteinsteiger.Die jungen Menschen brauchen länger sich in der Aufgabe zurechtzufinden, da sie selbst noch im Prozess der Entwicklung stehen, deutlicher als der Erwachsene.
LG panik
 
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Hartwig

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Der Beweggrund einem anderen zu helfen ist sicher in jedem der diesen Beruf ergreift vorhanden (oder man tuts wegen des sicheren Jobs). Nur das alleine wird nicht reichen. Deswegen die Frage nach den Auswahlkriterien.

Ich weis nicht wie die Auswahlverfahren in Deutschland oder anderswo gestaltet sind - in Österreich sind sie meines erachtens nicht ausreichend.
Moin, moin!

Bei uns gab es damals kein Auswahlverfahren, es war bei mir ein simples Vorstellungsgespräch. Von Seiten der Schule gab es mal den Wunsch, eine Klasse nur mit Abiturienten zu füllen, um so pflegewissenschaftliche Aspekte besser vertiefen zu können, wurde aber von Betriebsrat nicht genehmigt...

Prinzipiell bin ich für einen Auswahltest, da die Anforderungen des Berufes immer höher werden und es fraglich ist, ob der Realschulabschluss (der mittlere Schulabschluss in Deutschland) noch als Hauptkriterium ausreicht. Die Lesekompetenz der Schüler lässt weiter nach und oft bereitet es schon grosse Schwierigkeiten, einen Text zu analysieren, Argumente zusammen zu fassen und kritische zu würdigen. Da dies aber eine wichtige Kompetenz für diesen Beruf darstellt, sollte ein Auswahltest auch diese Fähigkeiten ein schliessen.
Warum nicht auch ein Rollenspiel, um gewisse soziale Kompetenzen zu testen?

Bei uns in Frankreich gibt es das sogenannte Concours - ein umfangreicher Auswahltest, der eine schriftliche, mündliche und praktische Prüfung umfasst. Das Concour ist hier sehr schwer, es gibt Kurse an der Universität, die darauf vorbereiten, trotzdem ist die Durchfallquote sehr hoch...Und ob dort tatsâchlich die entscheidenen Kompetenzen getestet werden ist noch eine andere Frage...

Gruss Hartwig
 
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Krankenpfleger
Fachgebiet
Endoskopie
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