GuK Warum so wenig Männer im Beruf ?

leaving-the-moon

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Ich finde es bedenklich, dass aus der Erfahrung: von unseren 4 Pflegern sind drei Schlamper gedanklich immer noch auf die gesamte Spezies mit dem XY-Chromosomen ausgeweitet wird. Das ist Quatsch.
Es findet auch sehr speziefisch eine selektive Wahrnehmung statt: Wenn ich schon mit dem gut gepflegten Vorurteil (ohne Druckstellen und Rötungen :happy:) meine Kollegen beobachte, werde ich wahrscheinlicher bei den Männern Schlampereien finden, wo ich sie erwarte - als bei den Frauen von denen ich es nicht erwarte - und schon allein deshalb nicht so genau hinschaue.
Es gibt kein Putzgen auf dem zweiten X-Chromosom. Es gibt kein Unordnunggen auf dem Y-Chromosom - ganz viel dieses gendermistes ist einfach hausgemacht und wird durch endlose Widerholung so verfestigt, dass es dann so scheint, dass der Glaube an dieses Vorurteil eine selffullfilling prophecy ist - weil alles was dem widersprechen würde als nicht so wichtig oder löbliche Ausnahme wahrgenommen wird und damit aus der Wertung kippt.

Wer's nicht glaubt mache sich mal ein bißchen schlau über die Funktionen unseres Gehirns was Meinungsbildung und "Wahrheitsfindung" so wie Stereotype angeht.
 
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Teetrinkerin

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Was die Eingangsfrage betrifft, ich meine dass ein Mann als Alleinverdiener eine Familie finanziell nicht alleine stemmen kann.
Dasselbe Problem haben alleinerziehende Frauen, es langt hinten und vorne nicht.

Ansonsten wurde hier schon alles gesagt.
 
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Böserwolf

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Dasselbe Problem haben alleinerziehende Frauen, es langt hinten und vorne nicht.
keine Frage. Nur, bei einem männlichen Alleinverdiener will die Frau auch noch ernährt werden - jetzt nicht so ganz Ernst zu nehmen:rolleyes:
 
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Dragstarblack

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Ich habe zum Krankenpfleger umgeschult und mir war klar,dass ich mir schnell einen Bereich aussuchen würde,wo man etwas mehr verdient....landete dann auf der Psychiatrie (mit Weiterbildung zum Psychpfleger + Psych.Zulagen)und 3-Schichtdienst (wurde nach KR 6 bezahlt,später umwandlung in E 9a war das glaube ich),verdiente deutlich mehr wie Bekannte ,die Handwerker sind oder auf einer Verwaltung arbeiten...deshalb verstehe ich nicht ,dass immer so über die Löhne rumgejammert wird....logisch man muss was tun und weiterlernen(Fachweiterbildung) und sich einen Arbeitgerber sprich Krankenhaus der auch vernünftig bezahlt suchen ....natürlich geht es einem im KH besser wie in den meisten Altenheimen oder Pflegediensten....von den Sozialeistungen gar nicht zu sprechen....wenn Männer dann landen die meist aus Lohngründen in den Funktionsbereichen...OP,Intensiv,Ambulanz ......u.s.w.und natürlich in der Psych wegen den Zulagen.......
 
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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Na,von Dir auf den grossen Rest der Pfleger zu schliessen und das auch noch so pauschal,ist doch bisschen gewagt,meinste nicht ?
Die männlichen Pflegekräfte in ihrer Motivation zum Beruf nur aufs Finanzielle zu beschränken ist...nun ja,beschränkt,sorry !
 
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Dragstarblack

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Falsch verstanden.....beschränkt bin ich auch nicht...jeder hier wird Dir bestätigen ,dass 80% der Pfleger in Funktionsbereichen arbeiten....hast Du schon mal eine Familie mit Frau und 2 Kindern ernährt? Dann bleibst du mit Sicherheit nicht im ambulanten Pflegedienst.Ausserdem ist es ja auch eine Herausforderung Weiterbildungen zu machen....und Intensiv oder Notaufnahme finde ich etwas spannender als Innere....
 
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leaving-the-moon

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Auch hier scheiden sich die Geister - es gibt auf den Normalstationen Pflege die im Leben nie auf Intensiv wechseln würden und im ambulanten Bereich ebenfalls. Zumal man in der ambulanten Pflege nicht zwingend schlechter verdienen muss.

Was der Einzelne als interessant und als Herausforderung für sich sieht ist nochmals ganz unterschiedlich. Ich bin zwar auf Intensiv - konnte aber noch nie mit den schneidenden Disziplinen so wirklich warm werden. Ich brauchs nicht, dass es aus allen Drainagen blutet - ich bevorzuge durchaus die konservativen Disziplinen (Innere, Neuron) auch im Intensivbereich - und finde das deutlich spannender.

Weiterbildungen gibt es auch abseits von Notaufnahmen und Intensiv genügend - man muss sich nur umschauen. Ich bin überzeugt, dass die Frauen die einen Mann und zwei Kinder ernähren müssen ebenso darauf achten, dass sie einen Job haben, der das leisten kann - es gibt davon nur nicht so viele, andersrum ist halt häufiger. Aber in der Summe erlebt ich kaum einen Familienernährer/Familienernäherin in der Pflege deren Partner/in nicht zumindest in Teilzeit mitarbeiten muss, damit die Familie leben kann. Da hilft dann auch die Intensivzulage nicht mehr entscheidend weiter. Bei Paaren in denen beide in der Pflege arbeiten habe ich schon häufiger beobachtet, dass beide auch Elternzeit nehmen und wie die Arbeitsanteile verteilt (Vollzeit/Teilzeit) ist auch nicht zwingend vorgegeben. So gibt es dort durchaus Paare in denen die Frau mehr Geld nach Hause bringt als der Mann - weil sie den höheren Stellenanteil behält. Hier sehe ich eine Entwicklung die eventuell darauf hinweisen könnte, dass es eben nicht so selbstverständlich ist wie allgemein angenommen wird, dass die Frauen den Hauptanteil der Erzieungsarbeit und die Männer den Hauptanteil des Geldheranschaffens übernehmen, wenn sie denn aufgrund freier Wahlmöglichkeiten und gleicher Karrierechancen und Bezahlung die Wahl haben.
 
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Fleschor_Max

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

ie Handwerker sind oder auf einer Verwaltung arbeiten...deshalb verstehe ich nicht ,dass immer so über die Löhne rumgejammert wird
Ich verdiene auf einer ITS sicher nicht schlecht, 1,5kEUR netto für 30h/Woche ca. (allerdings incl. Urlaubs-Weihnachtsgeld,Sonderzahlung,Steuerklasse1,keine Kinder). Dennoch finde ich es immer noch dramatisch zu wenig, wenn ich überlege wieviel Verantwortung ich trage und welchen Gewinn ich der Gesellschaft bringe. Dann muss man häufig Assistenzärzte einarbeiten und deren Job mitmachen, für sie mitdenken damit kein Unsinn passiert. Da stünde mir eigentlich ein Teil des Gehalts des Oberarzt zu, weil es ja eigentlich seine Aufgabe ist.

Im Verhältnis zu anderen Ausbildungsberufen und zur Region verdiene ich ganz gut, im Verhältnis zur Verantwortung, zum Gewinn für die Gesellschaft, zum Stresslevel, zum Anteil an Arbeiten die ich besser bezahlten Berufsgruppen abnehme, ist es absolut nicht angemessen und eigentlich eher frech von der Gesellschaft.

Ich finde meinen Job nicht vergleichbar mit Verwaltung oder Handwerk. Ich will nicht nur etwas mehr als diejenigen verdienen, sondern ich finde mir steht deutlich mehr zu. Meine Meinung.

Ich hab auch Einblick in die Arbeit eines Ingenieurs, hätte ich auch werden können. Auch Verantwortung, aber alles in der Ruhe. Keine parallelen Entscheidungen die keinen Aufschub dulden, sondern hintereinander in Ruhe durchrechnen und Kontrollrechnungen sind möglich. Hätte ich jetzt deutlich mehr im Jahr. Verdienterweise? Nein.
 
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