GuK Warum so wenig Männer im Beruf ?

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mary_jane

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Ich sehe nicht das "Helfersyndrom" als Grund für die niedrigen Löhne in der Altenpflege, sondern den, dass sich keiner dagegen wehrt und klipp und klar sagt, für den Hungerlohn arbeite ich nicht.
@Böserwolf, das Helfersyndrom ist auch nicht der Grund, sondern einer der Gründe. Nicht wenige Pflegekräfte schieben immer die Belange des Patienten vor ihre eigenen, wenn es mal darum geht, aktiv zu werden.
 
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nierstein

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

1300 netto verdient bereits ein Sozialvers.angestellter bei der AOK und das als Berufsanfänger; hat Mo-Fr Dienst zu gesunden Arbeitszeiten Dienst, ohne Hektik, Stress
und vor allem ohne Verantwortung für die Gesundheit und Wohlergehen seiner Patienten oder Heimbewohner. Bankkaufmann verdeint ab 1300 EUR netto, u.s.w.
Bosch Mitarbeiter, z.Bsp.: Mechatroniker in Ba-Wü verdienen um die 2000 eur netto als Berufsanfänger, ich kenne weitere Beispiele.
Was ein Steuerberater verdient hängt oft davon ab, wieviele Kunden er hat und in welcher Region er arbeitet; ich kenne einige die nicht unter 2500 eur netto verdienen.

Bzgl. Helfersyndrom; ich bin überzeugt das es einen Großteil ausmacht, weil sich i.d.R. die Menschen wehren die auch ein Selbstwertgefühl haben.
Unter "sich wehren" meine ich nicht unbedingt zur Demo gehen oder streiken.
 
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Heiri78

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

dass jetzt tatsächlich das "Familienernährer mit zu wenig Gehalt Argument" kommt hätte ich nicht gedacht. Vielleicht sind wir Männer ja der Meinung, nur die weibliche Bevölkerung sei dumm genug für den besagten "Hungerlohn" zu arbeiten, während wir ja für sowenig nicht mal aufstehen?
Lest mal bitte die Überschrift.
 
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mary_jane

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Das Modell, Er ernährt die Familie, Sie kümmert sich um Kinder und Nachwuchs, ist heutzutage doch gar nicht mehr, u.a finanziell, umzusetzen.
Das dürfte nicht nur ein "Problem" der Pflege sein.
 
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nierstein

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

ich weiss nicht wie das bei anderen war, ich bin mit 16 Jahren in den Beruf reingerutscht, weil er mir damals Spaß gemacht hat; mit 16 denkt ,man halt nicht so an das Geld und ob man davon leben kann.
 
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nierstein

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

nun ja (apropo Modell), wie mir schon mal ne ältere Dame eine guten Rat geben wollte, "heiraten Sie eine reiche Schwäbin" (originalzitat)
 
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Chrisauska

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Also ich bin 31 Jahre und beginne im Oktober 2013 meine Ausbildung zum Gesundheits und Krankenpfleger es ist meine zweite Ausbildung da ich ins Eiskalte Wasser gesprungen bin und aus meinem alten Job rauswollte und freue mich schon sehr auf die Ausbildung :).

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Böserwolf

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Ver-und Entsorger ist doch eigentlich ein guter Beruf, evtl. öffentlicher Dienst und bietet auch gute Gehälter.

Trotzdem: viel Spaß bei deiner Ausbildung....
 
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waage69

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Ich habe die Erfahrung gemacht,das immer mehr Männer die Pflegeberufe für sich entdecken!
Vor ein paar Jahren gab es doch höchstens Zivis, 98% der Belegschaft waren doch Frauen! Das liegt bestimmt auch daran,das in anderen Berufen noch weniger gezahlt wird als in der Pflege und die Jobsicherheit höher ist.
Mein Schwiegersohn (in Spe) hat als Industriemechaniker kaum eine Möglichkeit einen sicheren Job(ohne Montage im Ausland) zu finden. Die meisten AG sind Zeitarbeitsfirmen! Ich kenne viele Männer,die in die Pflege gewechselt sind,nachdem sie 20 Jahre im Handwerk tätig waren. Es werde ja auch immer mehr Männer,die langzeitarbeitslos sind von der ARGE in die Pflege vermittelt!

Grundsätzlich finde ich Männer in der Pflege sehr positiv,sie bringen oft mehr Ruhe unter die "zickigen Weibsen". Oft ist es aber meiner Erfahrung nach so,das männl. PK´s etwas oberflächlicher arbeiten.
Nicht böse sein,liebe Kollegen,das ist meine persönliche Erfahrung.Sogar meine Chefs sind so!

Bei unseren PatienTINNEN kommen Männer fast immer gut an!Die werden sogar richtig fit und waschen sich den Intimbereich selber,was sie sonst von einer weibl. PK machen lassen ;-))
Nein,wirklich, ich hoffe das es immer mehr Männer geben wird,die die Pflege für sich entdecken!
 
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Cleric

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Hallo,
Hier in der Umgebung scheint das gar nicht so der fall zu sein.
Jedoch musste ich feststellen das Pfleger für viele etwas sehr neues ist.
Ich arbeite derzeit in einen Schwesternwohnheim und wie mir erzäglt wurde bin ich der bisher erste männliche Pfleger, was die sache erschwerte hier Fuß zu fassen.

lg

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AW: Re: Warum so wenig Männer im Beruf ?

das männl. PK´s etwas oberflächlicher arbeiten.
also, das musst du jetzt mal näher erläutern...meine Erfahrung als Mann sind da eigentlich anders rum...
Natürlich gibt es sowohl hier als auch dort immer welche, die "anders" arbeiten wie man selbst.

Und bei der Weiblichkeit komme ich meist gut an, besonders im Sommer, wenn man(n) mal kurze Hosen trägt und die holde Weiblichkeit stramme Männerwaden sieht:laughing:
 
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Mauerblümchen

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Huuuiiiiiii.....stramme Waden!! :thumbsup2:

Also...ich erlebte Frauen, die die Männer mit geschlossenen Augen im Intimbereich gepflegt haben, weil sie "das" nicht sehen konnten, aber schon seit 20 jahren im Beruf sind. Ich erlebte aber auch Männer, die mehr schlecht als recht gepflegt haben. Denke, das kann man nicht am Geschlecht, sondern an der Einstellung zur Pflege festmachen.

Ich erlebte im großen und ganzen einen Mann im Team als heilsam, er nahm oft den Wind aus den Segeln, wenn sich die Frauen mal wieder im kleinkrieg verschworen hatten.
 
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leaving-the-moon

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Insgesamt wundert es mich, dass die Gender(vor)urteile immer noch so verfestigt sind.
Da wird weiblichen - vor allem jüngern weiblichen Patienten immer noch möglichst nicht zugemutet von einem Pfleger gewaschen zu werden. Ob ein älterer Herr es vielleicht als Zumutung empfindet, wenn so ein junges Ding ihm den Intimbereich wäscht wird nicht mal gefragt.

Männer werden als oberflächlicher in der ARbeit wahrgenommen und die Frauen verfestigen das Urteil sie bräuchten einen Mann im Team, damit nicht so rumgezickt wird.

Ich arbeite in einem Bereich mit relativ hohem Männeranteil - ich kann nichts davon bestätigen. Es gibt solche und solche auf beiden Seiten. Es gibt männliche Zicken und weibliche Schlamper. Generell sind gemischte Teams nix schlechtes - vielleicht lässt weder Mann noch Frau sich so gehen und verfällt in vermeintlich genderspezifische Unarten wenn jemand vom Gegengeschlecht anwesend ist.

Männer im Pfelgeberuf sind ein Teil der männlichen Emanzipation sich die vermeintlich "weiblichen Fähigkeiten" nicht absprechen zu lassen. Ich finde das gut - Krankenpfleger wie Mechatronikerinnen - und natürlich auch umgekehrt.
 
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KatiaD

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Also ich kann davon auch nichts bestätigen und arbeite in vielen Bereichen von stationär bis ambulant..Egal wo ich war gab es einen größeren Männeranteil und haben meistens gute Arbeit geleistet..was mir auch aufgefallen ist besonderes in der ambulanten Pflege sind die bei weiblichen Kunden sehr beliebt..
 
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Kessia

Kessia

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Das kann ich nur bestätigen. Männer werden bei Einstellungen (in der Psychiatrie z.B.) auch gerne bevorzugt, in der Pflege sowieso, sie werden vermisst, gerade nun wo die Zivis i.d.S. weggefallen sind; nun neu FsJ. Ich arbeite gerne mit ihnen, sie sind so herrlich unkompliziert, sie machen einfach und hinterfragen nicht ständig. Ich kann nicht sagen, dass es kaum Männer in den sozialen Bereichen gibt, habe bisher immer ein recht ausgewogenes Verhältnis erlebt und das ist auch gut so.
Ich begrüße bei ihnen ihren selbstlosen und vor allem unterstützenden Einsatz z.B. bei den Transfers und mir gefällt, dass sie kaum über andere MA lästern und sich nebenbei oder in den Pausen lieber über Eiweiß oder Tempolimits unterhalten. :grin:
 
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Chrisauska

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AW: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Ver-und Entsorger ist doch eigentlich ein guter Beruf, evtl. öffentlicher Dienst und bietet auch gute Gehälter.

Trotzdem: viel Spaß bei deiner Ausbildung....
Lieber Boeser Wolf sicherlich war ich betone Es war ein guter Job das gehalt stimmte.aber ist geld alles zufriedenheit im Job hatte ich so gut wie nie.Zur zeit mache Ich ja noch BFD im Patienten begleitdienst im Krankenhaus selbst das wird mir langweilig weil i schon aalles weiss wo was ist :)


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waage69

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In welcher Gegend lebst Du denn?
Hier in NRW bei uns im amb. Dienst sind meine Chefs (GF=AP/PDL=KP) und 4 MA sowie ein AP-Schüler männl.
Letztes Jahr hatten wir (ohne Chefs) 6 männl. MA (von 25).
Meine Chefs würden gerne mehr Männer einstellen (u.a. weil sie nicht schwanger werden ;-))
In dem AH in dem ich vor 20 Jahren war,waren nur 2 MA männl.,inzwischen arbeiten auch dort wesentlich mehr Männer.
Verständlicher Weise lassen sich nicht alle Frauen von Männern versorgen,genauso wie sich nicht alle Männer von Frauen versorgen lassen.Und es ist nun mal so,das Frauen älter werden und daher die Mehrheit der Pat. darstellen.
LG
 
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Fleschor_Max

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AW: Re: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Ich habe auf einer ITS schon eine Schicht erlebt komplett ohne Mädels. 8 männliche Pflegekräfte + männlicher Assistenzarzt. Die Angehörigen waren ganz verwirrt und wussten nicht mehr wohin mit den Pralinen :D.
 
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waage69

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Re: AW: Re: Warum so wenig Männer im Beruf ?

RE: Böserwolf
Es ist bei uns so, das die Männer bei uns im PD oft die GP oberflächiger durchführen als die Weibsen.Da werden die Socken der Pat. nicht ausgezogen,Füße über Tage nicht gepflegt,Rötungen dort somit nicht entdeckt,Intimbereiche (egal welchen Geschlechts) nicht ordentlich versorgt, die Mappen der Pat. nicht gelesen,Dokus nicht geführt, der Arbeitsplatz nach der Pflege wird nicht aufgeräumt.Diese Dinge geben oft Grund zu Beschwerden von Pat. oder Angehörigen oder KollegINNEN,die dann Nachlässigkeiten ausbaden müssen.
Klar gibt es auch die ein oder andere Kollegin,die nachlässig arbeitet.

Wir sind z.Zt. dabei durch MA Visiten und viele Gespräche ALLE MA für eine sorgfältige Pflege/Dokus und hinterlassen eines ordentliche Arbeitsplatzes zu sensibilisieren.Wenn das klappt sind wir ein tolles Team!
Wie gesagt,ich finde gemixte Teams vorteilhaft,ausgeglichener.Bei meinem letzten Arbeitgeber hatte ich einen KollegEN,der 150%ig war,das war auch etwas übertrieben und oft anstrengend auch Angehörige waren darüber nicht immer begeistert.:verknallt
 
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Böserwolf

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AW: Re: AW: Re: Warum so wenig Männer im Beruf ?

Da werden die Socken der Pat. nicht ausgezogen,Füße über Tage nicht gepflegt,Rötungen dort somit nicht entdeckt,Intimbereiche (egal welchen Geschlechts) nicht ordentlich versorgt, die Mappen der Pat. nicht gelesen,Dokus nicht geführt, der Arbeitsplatz nach der Pflege wird nicht aufgeräumt
oh,oh - so arbeite ich aber nicht. Habe aber mittlerweile viele Kollegen/innen kennengelernt, deren Arbeit sehr zu wünschen übrig lässt und kann nicht sagen, dass dies ein Männerspezifisches Problem ist. Aber jeder macht ja so seine Erfahrungen:wink:
 
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