Warum merken Menschen denn oft nicht, wenn ihre Angehörigen, Freunde usw. sterben ?

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L. Li

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liebes forum,

ich habe mich schon oft gefragt, wie menschen die situation ihrer angehörigen einschätzen, als laien.

die frage kommt zum einem daher, weil m.e. immer mehr angehörige in der sterbephase in die klinik - und dann auf die ITS - gebracht werden.
letzt' hatten wir einen 92 mann, der schon seit wochen bettlägerig war. der hausarzt hatte die kinder, selbst 70 jahre alt zwar schon auf die situation hingewiesen aber der vater fing des nachts an zu röcheln und es wurde feuerwehr und NA gerufen - ab auf die ITS.
natürlich ist er noch in der nacht verstorben.

vorgestern ist mir wieder sowas passiert. auf dem weg durch die klinik komme ich an der patientenaufnahme vorbei wo sich im wartebereich 2 leute um eine alte dame bemühen die augenscheinlich vom stuhl rutscht. kurz hinzugetreten sehe ich: spitze nase, atempausen, gestützt nur noch links und rechts von den enkeln - sie stirbt.
meine güte, da haben die angehörigen die alte dame noch mit eigenen PKW in die klinik gebracht und in die patientenaufnahme geschleift - die enkelin ist dann rein und hat gesagt, wir wollen die oma herbringen, ihr geht es nicht gut....

auch bringt ja die feuerwehr ganz oft patienten aus dem pflegeheim die dort schon lang pflegebedürftig waren.
angehörige kommen dann zu der 70-80 jährigen mutter auf ITS und denken wirklich, wir machen sie jetzt "gesund".
oftmals ist das sterben so klar, so sicher und die angehörigen tapezieren zuhaus die wohnung für die mutter oder suchen einen neuen pflegeheimplatz weil sie ja im alten heim so "krank gemacht wurde".

warum können sie dann diese letzte phase des lebens, diese oftmals letzten stunden nicht mehr in ihrem bett, an ihrem platz verbringen?
ich kann nicht glauben, daß soetwas elementares wie die erkenntnis, daß ein mensch stirbt völlig abhanden gekommen sein soll.
krankenhäuser gibt es ja nun auch erst ein paar hundert jahre und sterben und geburt gehören von alters her in die familie.

das macht mich oft hilflos und wütend.

L. Li
 
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solojess

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Liebe l.LI,

leider ist es öfters so, dass man die eigene Situation oder der Angehörigen am schlechtesten einschätzt oder sie einfach nicht wahr haben will.


Lg solojess
 
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nightwish

nightwish

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Re: Warum merken Menschen denn oft nicht, wenn ihre Angehörigen, Freunde usw. sterben

Hallo L.Li

Die meisten Angehörigen wollen die Situation ihrer Lieben nicht richtig einschätzen und was noch hinzu kommt sind viele einfach nur egoistisch.

Da ich in einem Altenheim arbeite sehe ich das fast täglich.
Wir haben z.B. eine Bewohnerin, die nicht mehr essen will obwohl essen bis dato ihr Leben war.
Für meine Kolleginnen und mich ein klares Zeichen, die Frau will nicht mehr!
Die Tochter sagt, dass kann sie uns doch nicht antun, wir kümmern uns doch um sie und im gleichen Atemzug erklärt sie mir in Anwesenheit ihrer Mutter, dass sie ja keine Zeit hat und nun ihr ganzer Tagesablauf durcheinander kommt. Egoismus pur!!!:mad_2:

Na ja und manche Ärzte sind auch nicht viel besser, die überreden Angehörige bei 90 jährigen Magensonden legen zu lassen oder schicken sie immer wieder ins KH.
Ich verstehe deine Wut und Verzweiflung nur zu gut, mir geht es oft genauso!!!
Warum dürfen diese Menschen, die ihr Leben gelebt haben und nun Sterben wollen, das nicht in Ruhe tun?!?

nightwish
 
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MuuuHaaa

MuuuHaaa

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Meine Antwort lautet:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!!!


Gruß

Vader, die diese Antwort ernst meint!
 
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solojess

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Meine Antwort lautet:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!!!


Gruß

Vader, die diese Antwort ernst meint!
Das ist wohl wahr !!!!!!!!!!!!!!! und genau so geht es den Angehörigen in einer solchen Situation, selbst wenn man aus der Branche ist und man genau weiß es kann gar nicht mehr besse werden, ist man wenn es einen dann selbst betrifft BLIND und will es absolut nicht wahr haben:abschied:


LG solojess
 
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Monika58

Monika58

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Re: Warum merken Menschen denn oft nicht, wenn ihre Angehörigen, Freunde usw. sterben

Egoismus pur!!!:mad_2:
Das ist für mich nicht Egoismus pur, sondern Hilflosigkeit pur.

Wenn ich meine Mutter (unheilbar krank und >70 Jahre) versorgen müsste, müsste ich meinen Job aufgeben. Ich käme dafür vermutlich in den Himmel, aber meine Rentenversicherung sieht das nicht als Option, mir das anzurechnen.

Die Gesellschaft suggeriert, dass man sich gefälligst, wie vor 300 Jahren, um seine Eltern zu kümmern hat, und das "Abschieben" in Altenheim oder Krankenhaus sittenwidrig ist.

Vor 300 Jahren verstand man unter "alles für den Sterbenden getan haben" ein eigenes Zimmer, die Anwesenheit aller Kinder und Kindeskinder, Gebete, Waschungen.

Heute bedeutet "alles für den Sterbenden getan haben" die Frage zu beantworten "warum hast du nicht den Arzt geholt?"

Gruß
Monika
 
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dr.poops

Re: Warum merken Menschen denn oft nicht, wenn ihre Angehörigen, Freunde usw. sterben

ich habe auf der intensivstation oft den eindruck, daß die angehörigen auch dem "maschinenpark" vertrauen. der kommt ihnen einerseits auch "strange" vor, aber da plötzlich für sie nachvollziehbare parameter angezeigt werden ("ach, wie schön, er hat ja kein fieber mehr!", "der blutdruck ist ja richtig gut!"), glauben sie - manchmal fälschlicherweise - daß nun alles gut wird. der patient wird ja im grunde zu einer ansammlung nummerischer parameter - in einer übergabe findet eine ziemlichen zahlen-jonglage statt. sind einige ziffern zu hoch (oder zu niedrig), sieht es finster aus.
was ich damit sagen möchte: die versachlichung dieser dramatik (zahlen, daten etc.) entfernt die leute von dem fakt, daß jemand unter dramatischen umständen dort hin verbracht wurde und evtl. auch unter dramatischen umständen verstirbt - in einem kurzen oder langen prozess.
immer hat noch jemand eine "idee", so hilflos sie auch sein mag. zudem können die angehörigen dann auch nicht viel für ihre angehörigen tun - all das, was jemand zu hause machen kann wie etwa waschen, essen verabreichen, wird von der pflege übernommen.
ich habe vor drei wochen mit einer ehefrau gemeinsam deren mann gebettet. erst hat sie sich nicht getraut. ich habe ihr erklärt, was ich machen möchte und was sie tun könnte - das hat sie dann doch gereizt. es tat ihr gut, ihn in den arm zu nehmen, sie hat ihm leise ins ohr gesprochen und sie hat ihn streicheln, seine haare kämmen und sein gesicht eincremen können. sie hat gespürt, daß er atmet und auf sie reagiert. ich fand es ganz mutig von ihr und ich habe mich gefreut, mit ihr zusammen zu "arbeiten", denn sie ist ganz relaxed nach hause gefahren. das "einspannen" von angehörigen ist sicher immer so´ne sache, manche haben unglaubliche berührungsängste oder glauben, sie machen da was "kaputt". ich habe ganz gute erfahrungen damit gemacht, ehefrauen zu zeigen, daß sie ihren mann z.b. durchaus rasieren können, ihm sein after-shave aufzutragen etc.p.p.
trotzdem ist ein krankenhaus oftmals auch ein ort, wo der "apparat pflege/medizin" einen riesigen aufgabenkomplex übernimmt und der es den angehörigen schwer macht, sich auch selbständig da mit einzubringen.
zu guter letzt ist es sicher auch ein nicht wahr haben wollen/können, daß z.b. ein bislang drahtiger und aktiver mensch, der stundenlang im garten herumgemuddelt und bohnen geerntet hat, plötzlich mit einem riesigen infarkt vom stuhl kippt. das ist so abstrakt, das kann man nicht einfach so "mal eben" checken. oftmals sind es ja z.b. ehepaare, die seit jahrzehnten zusammen leben und nie getrennt waren. da fallen die leute in ein derart schwarzes loch, da brauchen sie jeden strohhalm, der ihnen hilft, nicht ganz runter zu fallen. und der strohhalm ist dann wohl sie hoffnung. ein glück! :eek:riginal:käthe poops
 
clemo

clemo

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Die meisten Angehörigen kommen einfach nicht mit der Situation Sterben/Tod zurecht. im letzten Jahrtausend sind die meisten "Alten" zuhause verstorben, ich kenne das noch von meiner Uroma. Da hat dieses Thema einfach noch zum Leben gehört, man hat sich damit häufiger und realistischer befasst als heute. Wenn es heute einem Menschen jenseits der statistischen Lebenserwartungsgrenze "plötzlich" schlecht geht, überfordert das oft die Angehörigen. Sie haben ihn vielleicht schon wochenlang nicht mehr gesehen (auch typisch für unsere Zeit) und den zunehmenden "Verfall" des Menschen nicht beobachtet. Jetzt ist es akut und da möchte man dann einfach "alles" gut machen (schlechtes Gewissen?) Also muss der Notarzt bei und was soll der machen wenn er von den besorgten Angehörigen unter Druck gesetzt wird? Für ein klärendes Gespräch bleibt dann meist keine Zeit! Also Notfallversorgung und ab ins KH. Hier kann man dann nicht so einfach die begonnene Therapie beenden.
Sicher kann man dieses Szenario nicht auf alle Patienten und Angehörigen anwenden, aber es ist einfach eine dramatische Situation die ich doch sehr (zu) oft beobachte.
Auf der Intensivstation dann auch oft das Bild: die Angehörigen können trotz Hinweis auf die Aussichtslosigkeit der Situation nicht loslassen, akzeptieren. Da kommen dann Aussagen wie: " Er atmet doch noch (beatmet), der Blutdruck ist doch gut (Katecholamine höchstdosiert) und der Vorwurf "er hat schon wieder Fieber, kann man da nichts machen!?"
Hier tun mir alle leid, vor allem aber der Patient, der nicht einfach sterben "darf".


Gruß

Clemo

Ich muss hier noch war anhängen, ist mir gerade so eingefallen-

Morgenvisite, der Stationsarzt stellt den Patienten vor und sagt: "der Patient hat die altersentsprechenden Begleiterkrankungen (führt er dann auf)
Antwort vom Chefarzt: "altersentsprechend wäre der Patient schon verstorben"
 
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dieKathi

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19.01.2007
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Re: Warum merken Menschen denn oft nicht, wenn ihre Angehörigen, Freunde usw. sterben

Ich habe zwar keine Erfahrung von Intensivstation oder dergleichen her (bzw. das ist zu lange her), aber ich habe Erfahrung als Angehörige.
Mein Vater starb vor einigen Jahren an einem Glioblastom. Für meine Mutter war klar: Sie pflegt ihn so lange es geht zu Hause. (Zuvor und nebenbei hatte sie ihren Vater und ihre Mutter gemeinsam mit ihren Geschwistern gepflegt. Ihre Mutter hatte ihre Mutter zu Hause gepflegt und auch die Eltern meines Vaters sind zu Hause gestorben - es gibt da also fast so etwas wie eine "Tradition").

Mein Vater durfte ebenfalls zu Hause sterben (er war kurzzeitig in der Klinik, wollte aber wieder nach Hause und es konnte möglich gemacht werden), während meine Mutter ihm die Hand hielt. Wir Kinder konnte alle noch Abschied von ihm nehmen, solange er bei Bewußtsein war. Für mich etwas sehr wichtiges.
Auch, daß wir von Anfang an (von der Diagnose - die der Arzt übrigens meinem Vater nicht geben wollte, sondern nur meiner Mutter und mir und erst auf unser Drängen hin, weihte er auch meine Vater in die Prognose ein) offen darüber gesprochen hatten, daß die Krankheit tödlich verlaufen wird und die verbleibende Zeit begrenzt ist, hat uns als Familie sehr geholfen.

Noch als mein Vater nicht im Sterben lag, aber klar war, daß er in absehbarer Zeit sterben würde, sprach meine Mutter mit mir immer wieder über ihre Gedanken, Gefühle - und auch über Pläne für ihre Zukunft ohne ihren Ehemann.
Für sie (und auch für mich) war das gut und ich habe sie dabei unterstützt. Aber es tauchte in fast jedem unserer Gespräche die Frage auf: Darf ich solche Pläne machen, solange er noch lebt? Gebe ich ihn damit nicht auf? Sieht das nicht so aus, als ob ich will, daß er stirbt?
Dabei führten meine Eltern eine gute, liebevolle Ehe. Und diese Fragen kamen mehr von den Gedanken "was könnten andere denken, wenn sie davon wüßten?" als aus meiner Mutter selbst. Trotzdem hatte sie darüber oft Unsicherheit, obwohl sie sowohl den Umgang mit dem Sterben als auch ihr Weiterleben danach auf gute Weise im Blick hatte.

Warum ich das erzählt habe? Weil ich beim Lesen der vorigen Beiträge und im Vergleich zu meinen Erfahrungen das Gefühl bekommen habe, daß es in unserer Gesellschaft schon so normal ist, den Tod, das Sterben aus dem Gesichtsfeld zu verbannen, daß diejenigen, die damit offen und positiv umzugehen versuchen, das Gefühl bekommen, unnormal zu sein.

Nachdenkliche Grüße,
dieKathi
 
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MuuuHaaa

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07.02.2007
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Re: Warum merken Menschen denn oft nicht, wenn ihre Angehörigen, Freunde usw. sterben

Ich habe zwar keine Erfahrung von Intensivstation oder dergleichen her (bzw. das ist zu lange her), aber ich habe Erfahrung als Angehörige.
Mein Vater starb vor einigen Jahren an einem Glioblastom. Für meine Mutter war klar: Sie pflegt ihn so lange es geht zu Hause. (Zuvor und nebenbei hatte sie ihren Vater und ihre Mutter gemeinsam mit ihren Geschwistern gepflegt. Ihre Mutter hatte ihre Mutter zu Hause gepflegt und auch die Eltern meines Vaters sind zu Hause gestorben - es gibt da also fast so etwas wie eine "Tradition").

Mein Vater durfte ebenfalls zu Hause sterben (er war kurzzeitig in der Klinik, wollte aber wieder nach Hause und es konnte möglich gemacht werden), während meine Mutter ihm die Hand hielt. Wir Kinder konnte alle noch Abschied von ihm nehmen, solange er bei Bewußtsein war. Für mich etwas sehr wichtiges.
Auch, daß wir von Anfang an (von der Diagnose - die der Arzt übrigens meinem Vater nicht geben wollte, sondern nur meiner Mutter und mir und erst auf unser Drängen hin, weihte er auch meine Vater in die Prognose ein) offen darüber gesprochen hatten, daß die Krankheit tödlich verlaufen wird und die verbleibende Zeit begrenzt ist, hat uns als Familie sehr geholfen.

Noch als mein Vater nicht im Sterben lag, aber klar war, daß er in absehbarer Zeit sterben würde, sprach meine Mutter mit mir immer wieder über ihre Gedanken, Gefühle - und auch über Pläne für ihre Zukunft ohne ihren Ehemann.
Für sie (und auch für mich) war das gut und ich habe sie dabei unterstützt. Aber es tauchte in fast jedem unserer Gespräche die Frage auf: Darf ich solche Pläne machen, solange er noch lebt? Gebe ich ihn damit nicht auf? Sieht das nicht so aus, als ob ich will, daß er stirbt?
Dabei führten meine Eltern eine gute, liebevolle Ehe. Und diese Fragen kamen mehr von den Gedanken "was könnten andere denken, wenn sie davon wüßten?" als aus meiner Mutter selbst. Trotzdem hatte sie darüber oft Unsicherheit, obwohl sie sowohl den Umgang mit dem Sterben als auch ihr Weiterleben danach auf gute Weise im Blick hatte.

Warum ich das erzählt habe? Weil ich beim Lesen der vorigen Beiträge und im Vergleich zu meinen Erfahrungen das Gefühl bekommen habe, daß es in unserer Gesellschaft schon so normal ist, den Tod, das Sterben aus dem Gesichtsfeld zu verbannen, daß diejenigen, die damit offen und positiv umzugehen versuchen, das Gefühl bekommen, unnormal zu sein.

Nachdenkliche Grüße,
dieKathi
hi,

danke für diesen Beitrag. Ich denk auch das es für viele nicht normal ist mit dem Sterben umzugehen.

Ich finde es toll, wie deine Mutter auch sich selbst darauf vorbereitet hat. Das sie die Zeit genutzt hat für sich und für ihren Mann.

Ich denke aber auch das wenn es vollkommen unvorbeitet passiert, das ein anderer Mechanismus passiert.

Vor 19 Jahren ist mein Bruder gestorben, vollkommen überraschen für uns. Als wir das Zimmer ausgeräumt haben haben wir Kistenweise Medikamente gefunden und da habe ich erst verstanden wie krank mein Bruder eigentlich war. Er hat es verheimlicht... ich habe mir oft gewünscht, er hätte mich darüber informiert, damit ich mich auf sein sterben vorbereiten hätte können.
Und über eins bin ich mir ziemlich sicher, wäre er nicht schon zu Hause quasi tot aufgefunden worden und wäre er ins Krankenhaus gekommen.... Bei mir wäre die Hoffnung niemals vor meinem Bruder gestorben.

Zwei Jahre später, als ich mal für ein paar Wochen im Krankenhaus gelegen habe und es mir wirklich nicht gut ging, habe ich aufeinmal gedacht: komisch das der mich noch nicht besucht hat, schlagartig wurde mir klar das mein Bruder mich nie mehr besuchen würde.

Ich kann die Angehörigen verstehen!!!


Was mich in meiner Anfagngszeit auf Intensiv viel mehr gestört hat, war das Personal geil auf die Parameter war. Teilweise hatten die keinen Blick mehr für den Patienten, sondern nur für die Werte der Monitore... das hat mich vielmehr erschreckt, wie Angehörige die durch diese Informationsaufnahme versucht haben die Hoffnung nicht sterben zu lassen.
Naja, ich hoffe mal das sich diese Zeiten geändert haben.


Gruß

Vader
 
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clemo

clemo

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-Was mich in meiner Anfagngszeit auf Intensiv viel mehr gestört hat, war das Personal geil auf die Parameter war. Teilweise hatten die keinen Blick mehr für den Patienten, sondern nur für die Werte der Monitore... das hat mich vielmehr erschreckt, wie Angehörige die durch diese Informationsaufnahme versucht haben die Hoffnung nicht sterben zu lassen.
Naja, ich hoffe mal das sich diese Zeiten geändert haben.-

-Morgenvisite, der Stationsarzt stellt den Patienten vor und sagt: "der Patient hat die altersentsprechenden Begleiterkrankungen (führt er dann auf)
Antwort vom Chefarzt: "altersentsprechend wäre der Patient schon verstorben"-

Das ist ein GROSSES gesellschaftliches Problem, was nicht nur die Patienten und Angehörigen, sondern auch -zumindest teilweise- das medizinische Personal betrifft.

Als meine Mutter nach langer Krankheit im Sterben lag wohnte ich einige hundert Kilometer entfernt, war damals in der Probezeit. Ich konnte nicht einfach mal Urlaub nehmen und sie begleiten. Als es dann akut wurde durfte ich den Frühdienst vorzeitig beenden. Leider schaffte ich es nicht rechtzeitig anzukommen und bei ihr zu sein, ihr noch ein paar (für mich wichtige) Worte zu sagen... da habe ich heute noch dran zu knabbern
Zum Glück war die übrige Familie anwesend.
 
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dieKathi

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Re: Warum merken Menschen denn oft nicht, wenn ihre Angehörigen, Freunde usw. sterben

Ich denke aber auch das wenn es vollkommen unvorbeitet passiert, das ein anderer Mechanismus passiert.

(......)

Ich kann die Angehörigen verstehen!!!
Ja, ich denke auch, daß es einen Unterschied macht, ob jemand "absehbar" stirbt oder ob der Todesfall überraschend plötzlich kommt. Die Zeit, die man hat, um sich darauf einzustellen, ist ein ganz wesentlicher Faktor, denke ich, ob es einem leichter oder schwerer fällt damit umzugehen.
Deshalb kann ich gut verstehen, daß der Tod deines Bruders ganz andere Gefühle von Trauer und Verzweiflung in dir ausgelöst haben muß, als es der Tod meines Vaters bei mir tat.

Und ich kann auch die Angehörigen verstehen, denen es schwer fällt, loszulassen. Ob das nun aus Hilflosigkeit, Angst vor dem eigenen Sterben (das kommt ja noch dazu, daß die Frage auftaucht: Wann und wie wird es bei mir sein? und daß man die dann gern verdrängt.) oder aus schlechtem Gewissen ist. Wobei bei letzterem, da trifft es wohl mit dem Egoismus, von dem weiter oben schon die Rede war. Und das würde mich dann auch ärgern, wenn ich sowas mitkriegen würde.

Wenn jemand aber über 80 oder gar 90 Jahre alt ist, die altersentsprechenden Krankheiten und Gebrechen hat und eigentlich für jeden klar sein sollte, daß der Tod in dem Fall nicht nur natürlich sondern auch in manchen Fällen eine Erlösung von Qual ist - dann fällt es mir (sicher auch aufgrund meiner persönlichen Prägung) schwer zu verstehen, daß Angehörige den Sterbenden nicht gehen lassen können.

Viele Grüße nochmals,
dieKathi
 
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-Wenn jemand aber über 80 oder gar 90 Jahre alt ist, die altersentsprechenden Krankheiten und Gebrechen hat und eigentlich für jeden klar sein sollte, daß der Tod in dem Fall nicht nur natürlich sondern auch in manchen Fällen eine Erlösung von Qual ist - dann fällt es mir (sicher auch aufgrund meiner persönlichen Prägung) schwer zu verstehen, daß Angehörige den Sterbenden nicht gehen lassen können. -

Wie gesagt- das ist ein gesellschaftliches Problem. Hier ist es, wie so oft, der Fall dass es zwar Veränderungen im Positiven gibt (z.B Mann und Frau gehen arbeiten) aber die Folgen (wo bleiben dann die Kinder, wer kümmert sich um die Alten...) nur unzureichend und unbefriedigend bedacht werden. Meiner Meinung nach ist es Aufgabe der Politik hier einzugreifen.
Der Umgang mit Sterben und Tod ist keine Meinungsfrage und nichts was man mit Hilfe von Fachliteratur lernen kann sondern eine Entwicklungsfrage und Einstellungsfrage. Wer befasst sich gerne mit einem "unangenehmen" Thema bevor es ihn betrifft, bevor er gezwungen ist sich damit auseinander zu setzen? Das schiebt man dann doch gerne nach hinten, und dann ist das Problem "plötzlich" da. Das man dann überfordert ist, ist verständlich!
 
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Hi Monika,

ich habe mir die Frage gestellt WER dafür verantwortlich ist dieses Problem zu lösen. Und auch was ich tun kann... Es ist aber ein allgemeines Problem, wenn hier vereinzelt eingegriffen wird lässt sich das nicht lösen. Ich kann das vielleicht mit meiner Familie besprechen, auch mit "meinen" Schülern, Kollegen... aber letztlich ist das doch der berühmte Tropfen auf den heissen Stein.
Da fällt mir nur die Politik (Familienpolitik, Gesundheitspolitik) ein, die hier "im Grossen" etwas verbessern kann. Es tut sich ja auch etwas (Hospize, Patientenverfügung, Kindergartenplatz für alle...) aber wenn ein so wichtiges und elementares Thema wie Sterben/Tod so lange braucht um für alle Seiten befriedigend "behandelt" zu werden ist das doch für mich unverständlich. Die gesellschaftliche Veränderung hat ja schon vor langer Zeit begonnen. Die Gleichberechtigungsbewegung hat schon -meine ich- Anfang des 20. Jahrhundert begonnen und ist spätestens seit den 68ern (fast 40 Jahre!)ein Grosses Thema. Ich bin aber kein "grosser" Politiker und kann hier nur kleine Brötchen backen. Die "Welt retten" kann ich nicht, aber ich bin ja auch nicht alleine:wink:

Gruß

clemo
 
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Hi Monika,

ich habe mir die Frage gestellt WER dafür verantwortlich ist dieses Problem zu lösen. Und auch was ich tun kann... Es ist aber ein allgemeines Problem, wenn hier vereinzelt eingegriffen wird lässt sich das nicht lösen. Ich kann das vielleicht mit meiner Familie besprechen, auch mit "meinen" Schülern, Kollegen... aber letztlich ist das doch der berühmte Tropfen auf den heissen Stein.
Da fällt mir nur die Politik (Familienpolitik, Gesundheitspolitik) ein, die hier "im Grossen" etwas verbessern kann. Es tut sich ja auch etwas (Hospize, Patientenverfügung, Kindergartenplatz für alle...) aber wenn ein so wichtiges und elementares Thema wie Sterben/Tod so lange braucht um für alle Seiten befriedigend "behandelt" zu werden ist das doch für mich unverständlich. Die gesellschaftliche Veränderung hat ja schon vor langer Zeit begonnen. Die Gleichberechtigungsbewegung hat schon -meine ich- Anfang des 20. Jahrhundert begonnen und ist spätestens seit den 68ern (fast 40 Jahre!)ein Grosses Thema. Ich bin aber kein "grosser" Politiker und kann hier nur kleine Brötchen backen. Die "Welt retten" kann ich nicht, aber ich bin ja auch nicht alleine:wink:

Gruß

clemo

Hi,

hier in der Nähe sollte ein Hospz hin kommen. Die "Bewohner" haben sich dagegen gewehrt, "man möchte nicht den Tod vor Augen haben".

In einem anderen Thread han ich ja schonmal erwähnt das mein Wohnort von der "jüngeren" Bevölkerung auch Rentnercity genannt wird, da es sich um eine Stadt handelt wo viele Rentner hinziehen, weil es hier sooooooo schön ist.

Ich erzähle das nur, weil ich mir gerade den Kopf zermartere was die Politik daran ändern kann. Ich denke es ist ein erzieherisches Problem, wie viele andere Sachen auch, das man sich um alles und nix kümmert und wir in einer zunehemenden Fastfoodwelt mit teilweise Verlust unserer ureigensten Fähigkeiten zu kämpfen haben. Für mich ist es dasselbe das bei einem Amoklauf immer wieder Egoshooter ins Visir genommen werden (auch von der Politik) als mögliche Ursache. Wo ist die Erziehung? die Eltern? Was ist wichtiger Geld oder Leben? Wo sind die Werte geblieben?

Naja...ich fürchte ich drifte wieder in die Ethik ab....sorry.

Deshalb fand ich das Beispiel sehr schön, wo die Mutter ihr Leben, nach dem Tod des Mannes plant und ihre Tochter da mit einbezieht. In denke sowas ist selten genug....leider.


Gruß

vader
 
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liebes forum,

ich habe mich schon oft gefragt, wie menschen die situation ihrer angehörigen einschätzen, als laien.

die frage kommt zum einem daher, weil m.e. immer mehr angehörige in der sterbephase in die klinik - und dann auf die ITS - gebracht werden.
letzt' hatten wir einen 92 mann, der schon seit wochen bettlägerig war. der hausarzt hatte die kinder, selbst 70 jahre alt zwar schon auf die situation hingewiesen aber der vater fing des nachts an zu röcheln und es wurde feuerwehr und NA gerufen - ab auf die ITS.
natürlich ist er noch in der nacht verstorben.

vorgestern ist mir wieder sowas passiert. auf dem weg durch die klinik komme ich an der patientenaufnahme vorbei wo sich im wartebereich 2 leute um eine alte dame bemühen die augenscheinlich vom stuhl rutscht. kurz hinzugetreten sehe ich: spitze nase, atempausen, gestützt nur noch links und rechts von den enkeln - sie stirbt.
meine güte, da haben die angehörigen die alte dame noch mit eigenen PKW in die klinik gebracht und in die patientenaufnahme geschleift - die enkelin ist dann rein und hat gesagt, wir wollen die oma herbringen, ihr geht es nicht gut....

auch bringt ja die feuerwehr ganz oft patienten aus dem pflegeheim die dort schon lang pflegebedürftig waren.
angehörige kommen dann zu der 70-80 jährigen mutter auf ITS und denken wirklich, wir machen sie jetzt "gesund".
oftmals ist das sterben so klar, so sicher und die angehörigen tapezieren zuhaus die wohnung für die mutter oder suchen einen neuen pflegeheimplatz weil sie ja im alten heim so "krank gemacht wurde".

warum können sie dann diese letzte phase des lebens, diese oftmals letzten stunden nicht mehr in ihrem bett, an ihrem platz verbringen?
ich kann nicht glauben, daß soetwas elementares wie die erkenntnis, daß ein mensch stirbt völlig abhanden gekommen sein soll.
krankenhäuser gibt es ja nun auch erst ein paar hundert jahre und sterben und geburt gehören von alters her in die familie.

das macht mich oft hilflos und wütend.

L. Li

Soooo,

ich habe mir den Ausgangsthread nochmal durchgelesen , um nicht den Faden zu verlieren.

Um nicht wieder zu abstrakt abzudriften: Ich denke das das Problem vielleicht auch daran liegen kann, das das Personal selbst nicht ausreichend geschult ist, um mit diesen Situationen umzugehen. gerade weil du schreibst es macht dich Hilflos und wütend.
Das zeigt mir das ihr sehr wahrscheinlich keine Supervision oder ähnliches habt, wo du dich gut betreut mal über diese "einfältigen" Angehörige auskotzen kannst.
Es sagt mir das du in solchen Situationen überfordert bist, was durchaus aus auch gerechtfertigt sein kann, wäre ich wahrscheinlich auch. Das unbedingt Schulungen und Supervision notwendig sind, damit das Personal selbst besser damit klar kommt.

Und weiter gilt trotzdem: Die Hoffnung stirbt zuletzt


Gruß

Vader
 
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L. Li

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vader, nein, wir haben weder supervision noch sonstige schulungen. die hauseigenen schulungen, die jetzt auch "punkte" bringen und teilw. besucht werden müssen werden von hauseigenen ärzten abgehalten.

also schmoren im eigenen saft.

ich selbst bin praxisanleiterin und freie referentin. auf eigene kosten besuche ich regelmäßig workshops und weiterbildungen, seltenst aber zum thema intensivmedizin.

unseren vater haben meinen große schwester und meine mutter und ich bis zum letztem atemzug zuhause gepflegt - die meiste kraft kostete es dabei sich bei freunden, verwandten und nachbarn davor zu rechtfertigen, daß wir den austherapierten und sterbenden vater nicht in die klinik oder "wenigstens ins hospiz" brachten. :angry:

bei einem workshop mit dem thema "sterbebegeleitung im ambulanten dienst" schilderte eine kollegin vor ca. 30 zuhörern, wie angehörige im ländlichem gebiet ihre "alten" beim sterben begleiten, die ganze familie zusammengeholt wird und wie blumen um den toten gestreut werden.

da hatten fast alle tränen in den augen und auch die hartgesottenen - zu denen ich mich nach vielen jahren ITS auch zähle - mußten die nase schneutzen.

wir weinten, weil die wirklichkeit anders aussieht......

elli
 
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stupanka

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Hallo,ich kann beide Seiten durchaus verstehen,sowohl Deine Clemo,als auch die der Angehörigen.
Ich bin schon lange in der Altenpflege tätig,habe viele Menschen beim Sterben ,und auch Angehörige bei dem Prozess begleitet.
Natürlich ist es nicht einfach für die Angehörigen,natürlich sind sie "egoistisch",wer möchte schon einen lieben Angehörigen verlieren??????
Sicherlich gibt es "Fälle" die heftig sind,wo niemand mehr verstehen kann was denn nun eine Krankenhauseinweisung etc.noch bringen soll,aber es ist die Hilflosigkeit.
Hier sind die Pflegenden gefragt und auch die Ärzte,es müssen Gespräche mit stattfinden.
Oft sagen wir in Zusammenarbeit mit den Ärzten, dass es für den Bewohner sicherlich " schöner " ist in seiner gewohnten Umgebung seinen letzten Weg zu gehen.
Wir bieten an,dass die Angehörigen im Heim schlafen können,sie bekommen Essen und Trinken,es werden viel Gespräche geführt.
Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht.
Trotzdem gibt es immer wieder Angehörige bei denen die Angst etwas unterlassen zu haben grösser ist als die Vernunft.
Da sind wir dann machtlos wenn auch der Arzt einer Einweisung zustimmt.

Meine Eltern sind beide verstorben und ich hatte bei meiner Mutter viele Jahre Zeit mich auf ihren Tot vorzubereiten.Ich habe vieles mit ihr noch klären können,was mir sehr geholfen hat.
Aber sie ist elendig erstickt,das hat mich so angenagt,dass ich auch heute ,
nach über 20 Jahren Probleme habe wenn ein Bewohner droht zu ersticken.Dann läuten bei mir alle Alarmglocken.

Bei meinem Vater wusste ich auch vorher dass er stirbt,aber bei ihm hatte ich den Abstand nicht,ich war emotional zu gebunden.Bis zuletzt hatte ich die Hoffnung dass er weiter lebt.
Blöd zugegeben,vor allem mit jahrelanger Pflegeerfahrung,aber auch heute wüsste ich nicht ob ich anders reagieren würde.
Ich glaube nicht,denn er war mein Vater und ich habe ihn sehr geliebt.

Das sind die Dinge die ich mir immer wieder bewußt mache,wenn ich " schwierige" Angehörige sterbender Bewohner betreue.Es hilft mir sie besser zu verstehen.
Ausserdem ist dies ein Thema ,wie viele in der Pflege,welches nicht pauschal zu beantworten ist,da es sehr individuell ist.Das macht unseren Beruf so spannend.

Lg stupanka
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Stationär Altenheim
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
Basis-Konto
26.09.2005
Bonn
Hi Monika,

ich habe mir die Frage gestellt WER dafür verantwortlich ist dieses Problem zu lösen. Und auch was ich tun kann... Es ist aber ein allgemeines Problem, wenn hier vereinzelt eingegriffen wird lässt sich das nicht lösen.
Hallo Clemo,

weder die Emanzipationsbewegung noch die Ideen der 68er-Generation waren Ideen der Politik, im Gegneteil.

Wenn nur jeder Einzelne den "Arsch in der Hose" hätte, in seinem eigenen engen Umfeld offen und ehrlich über das Thema Tod und Sterben reden würde, und nicht immer drauf hoffen würde, dass irgendjemand da draussen in der Welt das Problem löst, wäre schon viel geholfen.

Gruß
Monika
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

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