Warum darf ein Psychotiker nur mit Medikamenten behandelt werden?

JensGB

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Ich habe noch nie eine echte Gesprächstherapie bekommen, es läuft nur ein Kontrollgespräch beim Psychiater (Psychiaterin) alle sechs Wochen. Könnte mir mal jemand erklären, warum man bei einer Psychose nur Medikamente verabreicht?
Ich wollte immer, dass mich ein professioneller Psychologe behandelt, den verweigert man mir bis heute. Man hat mir immer gesagt, eine Behandlung durch einen Psychologen wäre Gift für mich. Ich meine, ein Psychologe würde bei mir einiges in die richtigen Bahnen lenken, vorausgesetzt er versteht meine Situation.
Die Behandlung, die man bei mir bis jetzt durchgeführt hat, ist nach meinem Empfinden bis heute nichts halbes und nichts ganzes. Einen Psychotiker sollten die Ärzte nicht einfach so abschreiben.

Nach meiner Meinung ist die reine Medikamentengabe keine wirkliche Behandlung. Ich glaube, man könnte die Psychose in den Griff bekommen, wenn man es vernünftig macht und den Patienten ernst nimmt.

LG Jens
 
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Im Allgemeinen sind Deine Fragen nicht zu beantworten, da jede Therapie individuell auf den Patienten abgestimmt sein muss. Warum Dein Arzt Deine spezielle Therapie so gewählt hat kann Dir am besten und ausschließlich Dein Arzt beantworten.

Wir haben hier weder Einblick in Deine Krankheitsgeschichte, noch können/dürfen wir Ferndiagnosen oder Therapievorschläge machen.

Wende Dich bitte an Deinen Arzt, oder wenn Du kein Vertrauen mehr zu ihm hast wende Dich an einen anderen Arzt.
 
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JensGB

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Ich denke, die Ärzte haben in meinem Fall recht, denn ich steiger mich in Gespräche, vorallem bei einem direkten Gegenüber, zu sehr hinein. Die Folge sind Schlafstörungen, Redefluß, sich nicht beruhigen können. Beim Computer und dem Internet ist es anders.

LG Jens
 
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jackdanielsx84x

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Hallöle Jens,

Selbsterkenntnis ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung.

Grundsätzlich muss ein psychotsicher Patient nicht nur medikamentös behandelt werden, aber manchmal, wie du ja selbst festgestellt hast, ist es sinnvoll.


Gruß
Dennis

PS: Ich finde es gut, das sich auch mal Patienten in einem Forum beteiligen und man auch die andere Seite zu hören bekommt. Weiter so. :laughing:
 
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JensGB

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Hallo!

Meine Krankheit ist vorallem, das ich eine panische Angst vorm Tod habe und deswegen in meiner psychischen Verfassung so instabil bin. Ich ziehe seelische Verletzungen ständig auf mich an, da für andere Leben und Tod normal ist und für mich eben nicht. Ich kann keinem Tier was zu leide tun, könnte nie jemanden anderen töten, mich selber auch nicht, auch wenn ich ein starker Raucher bin.

Das starke Rauchen wird bei mir als Selbsttötungsabsicht gewertet, obwohl das eine Alltagsdroge und Sucht durch psychische Abhängigkeit ist.

Der Grund dafür ist, weil ich mal einen Wutausbruch auf Grund einer Streitigkeit mit einem Angehörigen an mir selbst auslassen habe und einen schweren Unfall mit meinem Motorroller gebaut habe. Ich war in einer scharfen Kurve zu schnell und habe mir einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen, durch die starke Medikation kann ich mich bis heute nicht davon erholen. Die Psychopharmaka machen mich so platt, dass ich die Ernergie nicht mehr aufbringe, wieder Laufen zu lernen.

Der Unfall war vor fast vier Jahren und ich habe dann ein "G" im Behindertenausweis beantragt und bekommen.

Grüße, Jens
 
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Günni

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Therapieformen gibt es viele. Jeder hat in Deutschland die freie Arztwahl, auch Psychiater sind Ärzte. Psychotherapeuten können Psychologen sein, müssen es aber nicht. Es gibt durchaus auch noch andere Methoden als die Gesprächstherapie. Leider werden z.B. Kosten für die Gestalttherapie immer noch nicht von den Kassen übernommen. Ebenso sind Körpertherapien nicht anerkannt, mal abgesehen von Krankengymnastik, Massagen etc..Es sei denn, der Therapeut ist Verhaltenstherapeut, wendet aber in seiner Praxis auch Gestalttherapie an, Körperübungen die den Zugang zur Psyche ermöglichen können. Mit anderen Worten: Er wendet verschiedene Methoden an, rechnet aber vorwiegend VerhaltensTherapie an. Informieren sollte generell zuvor selbstverständlich sein.
 
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Heim für Behinderte
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