Wartezeit

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practocless

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15.08.2007
47495
Hallo Kollegen!
Ich möchte mal wissen wie es bei euch in den Ambulanzen mit der Wartezeit läuft. Wie lange ist sie? Wann sind die "Stoßzeiten"? Wie umgeht ihr diese? Wie sind eure Wartezimmer eingerichtet!

Bei uns ist die Wartezeit im Schnitt 20 Minuten, hört sich gut an, aber immer wieder kommt es zu gewissen zeiten Zum Stillstand und dann beträgt sie plötzlich mehr als eine Stunde!

Unser Wartezimmer ist hingegen der Hammer, hell eingerichtet, Fernseher (Flatscreen, hätte ich auch gerne!!!) und Videoüberwacht falls jemand kollabiert ect,.

Freu mich auf eure Beuträge!

Ruhigen Dienst!!!
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger/Praxisanleiter
Fachgebiet
Zentrale Notaufnahme/Ambulanz
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Fleschor_Max

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08.09.2007
04275
Mehr als eine Stunde ist für dich schlecht? Das ist bei manchen Ambulanzen von Kliniken und bei vielen niedergelassenen Ärzten normal.
Ich hab in wenigen Wochen öfters Wartezeiten von >3h erlebt, und das in einer orthopädischen Notfallsprechstunde (natürlich wurden die Leute von uns gecheckt ob sie sofort dran müssen).
Ist aber auch klar wenn du da Leute hast die dir sagen "Können sie nicht den Arzt bitten mich dran zu nehmen, ich hab solche Schmerzen"-"tut mir ja wirklich leid, aber wir sind eine orthopädische Notfallsprechstunde, da haben fast Alle Schmerzen"-"Aber ich hab sie schon seit Monaten" :kopfkratz:.
Knapp unter 40 Patienten auf einen Arzt (+immer mal dazugeholte Oberärzte) von 7:30 bis 15Uhr war das Maximum was ich erlebt habe.

Fernseher und helle Räumlichkeiten hatten wir auch, bei uns gibt es noch einen Aufnahmetresen als Glaskasten zum Wartebereich geöffnet.

EDIT: Stoßzeiten waren Montags und vor Quartalsende.

Gruß, Max
 
Qualifikation
GuKPf, Student
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practocless

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15.08.2007
47495
Also...noch unter 40 Patienten und dann noch so eine horrende Wartezeit??? Da muss in eurer Klinik aber einieges falsch laufen! Wir sind eine Unfallchirurgische und Internistische Ambulanz und haben am Tag zwischen 8 und 16 Uhr etwa 60 Patienten, inklusive Konsile. Ich habe noch nicht auf einer Orthopädie gearbeitet aber ich kann mir nicht vorstellen das eine Untersuchung soo lange dauern kann. Korrigiere mich wenn ich falsch liege.
Und Ja! Eine Wartezeit von über eine Stunde ist für mich definitiv zu lang. Sollte nach möglichkeit die Ausnahme bleiben. Und über hausärzte will ich gar nicht erst anfangen zu reden. Wobei sich in der Branche zur Zeit auch einieges Tut!

Meine Frage ist dennoch: "wie kann man die Wartezeit verkürzen/angenehmer machen?"
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger/Praxisanleiter
Fachgebiet
Zentrale Notaufnahme/Ambulanz
F

Fleschor_Max

Aktives Mitglied
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08.09.2007
04275
Untersuchung+Anamnese dauert im besten Fall 5-6min pro Patient, dann schickste >3/4 davon zum Röntgen, und musst danach nochmal 5min Befundbesprechung und Therapieempfehlung machen. Dann musste oft externe Befunde erst per Fax ranorganisieren, was auch schnell mal 5min kostet.
Schon das reicht für gute Wartezeiten wenn da die ersten 2dutzend Patienten innerhalb von 2h aufschlagen und du nur vllt. 5-8Patienten/h machen kannst.
Wenn dann die Oberärzte noch draufschauen wollen, man aber Ewigkeiten auf die wartet (natürlich mit Patient im Zimmer, weil sie nicht warten wollen bis der zwischendurch drangenommene fertig ist) wirds richtig heftig.

60Patienten auf einen Arzt?!

Trinkwasserspender und viele Zeitungen/Zeitschriften sind mMn ganz gut. Vllt. kann man auch billige Kreuzworträtsel- oder Sudoka-Bücher hinlegen. Bei längeren Wartezeiten könnte man den Pat informieren, dass er sich vllt. nochmal die Beine vertritt, nen Kaffee trinken geht ("halbe Stunde haben sie")
 
Qualifikation
GuKPf, Student
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innereITS
Orca01

Orca01

Mitglied
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05.11.2006
Nürnberg
Bei uns geht es oft recht schnell, haben meist 2 Chirurgen, und auf Abruf einen Internisten.
Natürlich dauert es, wenn viel Diagnostik läuft.
Und Sprechstundenpatienten müssen halt immer mal warten, wenn Notfälle dazwischenkommen. Da fehlt meist das Verständnis.

Unser Wartezimmer ist recht spartanisch, es gibt nur Zeitschriften (die wir selber aus unserem Fundus mitbringen), und am Gang einen Wasserspender und auch Tee.
Wenigstens haben wir jetzt eine Sprechanlage und müssen die Pat. nicht alle selber holen. Ist ja schon eine Erleichterung.
Grüße,
Orca01
 
Qualifikation
Krankenpfleger/RettAss
Fachgebiet
Notaufnahme
kleinergizmo

kleinergizmo

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15.05.2005
61267
Huhu,

ich kenn als Beispiel jetzt nur die urologische Ambulanz... Mit auch ca. 40 Patienten haben wir auch locker 1 Stunde, meist sogar wesentlich längere Wartezeiten.
Mit Glück wenigstens ein Assistenzarzt fest den Tag über, Urologen 0-2, Oberärzte vereinzelt einen (die müssen aber einzelne Patienten ganz dringend sehen....), der Chefarzt auch nur halbstundenweise vor Ort, von den privaten CA-Tagen abgesehen (Mo und Mi, waren neben Freitag auch Stoßzeiten).

Gelegentlich ist auch mal 30 Minuten überhaupt kein Arzt vor Ort, oder er ist eben selbst grad bei einer Diagnostik oder Therapie - und eine problematische RP mit Splinteinlage kann eben doch was dauern.

Geplant ist es eigentlich so, dass mindestens einer fest für die stationären Aufnahmen und ein bis zwei für die Untersuchungen da sein...

Ist halt Theorie.

Ein andermal ist im OP nichts los und auf einmal stehen 4 Arbeitswillige da...
:ka:

Tauschen möchte ich mit den Patienten nicht... (aber auch aus thematischen Gründen ;)) Wir haben immerhin ein nettes, helles Wartezimmer mit Getränken, Zeitschriften, Kinderecke und Kaffeemaschine... Für Privatpatienten.
Der Rest sitzt außerhalb der Ambulanz auf dem Gang.....
Nun ja.

LG,
Gizmo
 
Qualifikation
Krankenpflegerin
Fachgebiet
Dialyse
P

practocless

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Themenstarter/in
15.08.2007
47495
Hallo kleiner Gizmo!
Du machst witze!!!! Ein seperates Wartezimmer für Private???? Das würde ich mir als Patient nicht bieten lassen!
Um Missverständnisse auszuräumen, unter Wartezeit verstehe ich die Zeit von Ankunft bis zur ersten Sichtung des Patienten durch den Arzt.
Bis die Patienten vollkommen fertig sind dauert es bei uns auch etwa 45 Minuten für den Patienten, je nach Krankheitsbild!

Habt ihr es irgendwie fertig gebracht die Stoßzeiten zu verhindern, z.B. bessere Terminabsprache.

Heute war wieder so ein Tag wo die Internistischen pat alle mit Sauerstoffgeräten auf den Flur standen wiel sie alle zur gleichen Ziet gekommen sind! Das ist für die nicht gut und unsereiner kann da schon mal schnelle den Überblick verlieren wem es jetzt am schlechtesten geht!

Und nein, nicht auf einen Arzt! Etwa 20 Internistische und 40 Chirurgische Patienten! Also 2 Ärzte.

Ich danke euch für eire Beiträge!!!
Gut zu wissen das nicht nur unsere Ambulanz mit solchen Problemen zu kämpfen hat!

Ruhigen Dienst!
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger/Praxisanleiter
Fachgebiet
Zentrale Notaufnahme/Ambulanz
kleinergizmo

kleinergizmo

Mitglied
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15.05.2005
61267
Huhu,

glaub mir, nach Scherzen ist mir nicht zumute ;)

Wir haben ja auch ein seperates Stockwerk für unsere stationären Privatpatienten... Aber hei, wir sind da nicht so - bei besonders langen Wartezeiten bekommen auch "Normalpatienten" mal ein Glas Wasser :innocent: Oder die, von denen wir dringend Urin brauchen, nech? *g*

Das Wartezimmer wurde halt nachgerüstet, ursprünglich gab es nur die Sitzgruppen auf dem Gang... Und in das Zimmerchen (war mal ein normales Untersuchungszimmer) passen halt auch mit viel Engagement nur 7-8 Leute rein.

Die volle Abwicklung (auch von stationären Aufnahmen, wobei die evt - wenn vorher bekannt ist, dass es sich verzögert - auch schon hochgeschickt und wieder abgerufen werden) kann guuut bei mehreren Stunden liegen. Bis man den ersten Arzt sieht, sind es im Normalfall je nach Betrieb (ja, und Kassenstatus ;)) 20-60 Minuten, wie man es halt erwischt...

Was die Stoßzeiten und Absprachen betrifft - meiner Erfahrung nach klappte das bei Konsilen und den Ärzten gut, die auch mal mit uns bzw. den Damen an der Anmeldung sprechen. Konsile werden recht kurzfristig abgerufen und das klappt, sofern beim Patienten nichts anderes dazwischenkommt, meist fix.
Absprache ist vor allem bei den Privaten schwer... Da laufen viele Runterbestellungen übers Chefsekretariat - ob dann Pflegepersonal verfügbar ist, um bei Diagnostik oder Therapie zu assistieren, steht auf einem ganz anderen Blatt...
Und das hängt selten in Sichtweite derer, die Patienten einbestellen.

Dort gibt es trotz Sonderstatus die meisten Probleme... Weil es aber keine geben darf, wird der Rest pausiert.

Nun ja....

LG,
Gizmo
 
Qualifikation
Krankenpflegerin
Fachgebiet
Dialyse
G

GPP

Hallo Practocless,
was verstehst Du unter Wartezeit? Die Zeit, die ein Patient im Wartezimmer verbringt, ohne Behandlung, oder die Zeit, die er gesamt in der Aufnahme ist?

Was die Wartezonen nach Versicherungsstatus anbetrifft, so ist dies eine Forderung der Kassen. Die getrennten Zonen und die besondere Ausgestaltung des "Privatbereiches" gehören einfach zum Service. Das dürfen Menschen erwarten, wenn sie sich aus dem Solidarsystem verabschiedet haben ;-)...anderer Threat!
Gerhard
 
J

jensen

Neues Mitglied
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14.03.2006
02977
und wie sind die wartezeiten in der NFA?
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Notfallaufnahme
P

practocless

Mitglied
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Themenstarter/in
15.08.2007
47495
Hallo!
Danke erst einmal für eure antworten!
Unter Wartezeit verstehe ich wie lange die Pat. warten müssen bis sie endlich einen Arzt sehen!
Aber ich möchte trotzdem wissen wie es bei euch evtl gelungen ist die Wartezeit zu verkürzen oder angenehmer zu gestalten.
Bei uns wird es manchmal so gemacht das Pat. die schon eine Stunde warten vom Pflegepersonal aufgerufen werden, gesichtet und bei bedarf zum Röntgen geschickt werden (ist eine hausinterne regelung so das wir das in ausnahmefällen und mit einverständniss des Patienten dürfen)! In der inneren machen wir ein EKG, Vitralzeichen, nehemen Blut ab und legen gleich eine Viggo.
Wie läuft es bei euch?
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger/Praxisanleiter
Fachgebiet
Zentrale Notaufnahme/Ambulanz
Orca01

Orca01

Mitglied
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05.11.2006
Nürnberg
Hallo practocless,
bei uns läuft es ähnlich.
Bei eindeutigen Sachen schicken wir die Pat. auch zum Röntgen, oder zum Sono.
Bei App. oder Abdomen, auch bei internist. Notfällen, nehmen wir schon mal Blut ab und bringen es ins Labor. Damit ist viel Zeit gewonnen. EKG, Vitalzeichen usw. sind sowieso selbstverständlich.
Wir versuchen halt, so viel wie möglich vorzuarbeiten, um die Wartezeiten so gering wie möglich zu halten.
Und noch ein kleiner psychologischer Trick: Wenn man einen freien Behandlungsraum hat, den Pat. schon mal reinsetzen, auch wenn es noch ein wenig dauert. :wink:
Gruß,
Orca01
 
Qualifikation
Krankenpfleger/RettAss
Fachgebiet
Notaufnahme
P

Praxisanleitung

20 Minuten?
*grins*
Bei uns warten die Patienten stundenlag... das liegt interessanterweise nicht an der Pflege, sondern an den Ärzten. Wir (und die Pat. warten stundenlang auf die Ärzte, wenn die Ärzte aber mal auf die Pflege warten müssen, dann ist das Geschrei groß).
Nicht wir müssen unser Arbeiten verbessern... die Ärzte sind die Bremse.
 
Blutsauger

Blutsauger

Mitglied
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11.04.2008
Hallo erstmal...
wir haben in der chir. Amb. 2 Bremsen:
1. auch die Ärzte( da können `se aber meist nix dafür)
und 2. nur 6 Behandlungsräume( 2 für die Sprechstunde, 1 Gipsraum und die restlichen 2 für alle Notfälle, prästat.+ präamb. Pat., Konsile und was nicht noch so alles aufläuft...
Letzte Woche Montag wurden im Spätdienst ab 13.30 Uhr dann mal die ersten prästat. Pat. aufgerufen um Blut abzunehmen, EKG zu schreiben und das Aufklärungsgespräch mit dem Arzt zu führen. Die Pat. waren zwischen 8. Uhr und 9 Uhr einbestellt worden und etwas " unausgeglichen"...sie waren dann so gegen 15 Uhr mit allem fertig.:cry:
Dazu muß man allerdings sagen, die Wartezeit von den Sprechstundenpat. ( selbes Wartezimmer) betrug 10 Minuten max. Das heißt im Klartext, eine Patientin berichtet mir, das sie gezählt habe, das 21 Patienten nach ihr kamen und vor ihr drankamen und längst zu Hause seien...:mad_2:
Ich hätte nicht so lange gewartet!!! Ich bin mit der Situation auch total unglücklich. Heiligabend im Frühdienst sind wir von Notfällen überrannt worden und hatten auch eine Wartezeit von 8 Stunden= geht in meinen Augen gar nicht. Da hört so manche Wunde von alleine auf zu bluten!!!Aber die Obrigkeiten kümmerts nicht. Die sitzen ja auch nicht auf unbequemen Stühlen mit der " Frau im Bild" von Oktober 2007.
Und in der internistischen Aufnahme haben wir je nach Geschwindigkeit der Ärzte und Menge der Pat. eine Wartezeit zwischen gleich drankommen und 5 Stunden...:sick:
Gruß Blutsauger
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester für Notfallpflege
Fachgebiet
ZNA
Weiterbildungen
Praxisanleiterin
P

practocless

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Basis-Konto
Themenstarter/in
15.08.2007
47495
Ähnliche Erfahrungen mache ich auch, die Ärzte sind zu wenig (oder unmotiviert)! Aber 5-8 Stunden Wartezeit habe ich noch nie erlebt.
Mein Beileid an die Patienten und euch!!!
Ich hoffe nur das die Patienten die Wirklich was haben vorher drannkommen!!!
Gibt es denn keine Klinik die umorganisiert hat und die prä-OP´s seperat laufen lässt und nicht über die Notfallsprechstunde???
Kann man echt gar nichts machen damit es besser wird!
Muss jetzt arbeiten, schreibe morgen noch was.

Danke nochmal an alle die geantwortet haben!

ruhigen Dienst

Practocless
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger/Praxisanleiter
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Zentrale Notaufnahme/Ambulanz
Blutsauger

Blutsauger

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11.04.2008
Also, ich bin auch dafür, die prä OP und Sprechstundenpatienten auszulagern. Die Notfälle gehen natürlich vor...aber wenn alle 30 Min. 2-3 RTW´s hinten reinfahren und uns die Räume voll packen ist im Wartezimmer natürlich langes warten angesagt. Führt zu "blanken Nerven" sowohl bei Patienten als auch bei den Kollegen. Ich persönlich finde meine Abteilung unorganisiert und eingefahren, wie schon gesagt: unsere Oberen wollen gar nichts verändern( und damit verbessern?)
Gruß
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester für Notfallpflege
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ZNA
Weiterbildungen
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Orca01

Orca01

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05.11.2006
Nürnberg
Wir versuchen auch schon lange, die prä-OP, AOP usw. auszulagern. Aber es heißt immer, es sind nicht genug Ärzte. Komisch: die Anästhesie hat es auch geregelt, machen ihre separate Prämed.-Sprechstunde.
Na vielleicht wirds ja irgendwann noch.
Gruß,
Orca01
 
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Krankenpfleger/RettAss
Fachgebiet
Notaufnahme
P

practocless

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Themenstarter/in
15.08.2007
47495
Danke euch beiden! ICh renn bei meiner Leitung auch gegen die Wand, und der Chefarzt will auch nur hören "alles gut"!!! Ärzte haben wir in der Unfallchirurgie zu wenig!!! Und von Motivation kann bei denen auch nicht die rede sein(bis auf wenige ausnahmen)!
Was macht ihr denn selbst um die Wartezeit zu verkürzen oder die Patienten zu besänftigen???
Bei und gibt es eine "graue" regelung! Wir können die Patienten zum Röntgen schicken, über das EDV-System würde der Butten für uns freigeschaltet! Spart viel Zeit, aber ich will nicht über die juristischen Konseqenzen der MTA nachdenken!
Ebenso geben wir bei längerein Wartezeiten durch die Rufanlage durch das es länger dauern kann!
Alle räume werden mit Patienten besetzt und durch uns gesichtet, in wenigen fällen schon versorgt (kleine Wunden ect.)!
Wo es bei uns hapert ist es bei den Ärzten, zwischen 15-16Uhr haben die Besprechung und denken gar nicht drann zu kommen!
Ich hatte mal denn fall das eine Fingerteilamputation fast 2 Stunden warten musste weil kein Doc kam wegen "Besprechung"!
Naja, schweife aus!
Wir nehmen auserdem bei allen Patienten wo es klar ist das wir ein Labor brauchen schon mal Blut ab, oder schreiben bei AP´s schon ein EKG(und gucken ob wir was sehen, ST-Hebung ect.)!
Was für Aufgaben übernimmt Ihr, und vor allem wie seid ihr rechtlich geschützt?

Ruhigen Dienst

Practocless
 
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Gesundheits- und Krankenpfleger/Praxisanleiter
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Zentrale Notaufnahme/Ambulanz
Orca01

Orca01

Mitglied
Basis-Konto
05.11.2006
Nürnberg
Bei uns ist es im Prinzip genau so. Wir schicken auch die "klaren" Fälle schon mal ins Röntgen, um Zeit zu sparen. Oder nehmen Blut ab bei App. oder ak. Abdomen. die internistischen Pat. sind von unserer Seite auch komplett vorbereitet und Vitalparameter incl. EKG erhoben.
Über die rechtliche Seite mag ich nicht wirklich nachdenken. Das ist sicher sehr grenzwertig. Obwohl unser Arzt für alles was wir vorab machen, dankbar ist. Ich würde aber nie die Hand ins Feuer legen, dass er wirklich hinter uns steht wenn mal was passiert.
Ich denke es muss jeder für sich selber entscheiden, wie weit er in den ärztlichen Bereich mit reingeht.
Auf der anderen Seite ist ein bisschen mehr Verantwortung ja nicht schlecht.
Und wenn wir ehrlich sind: viele im Pflegebereich haben wesentlich mehr Erfahrung als viele (junge) Ärzte. Aber das darf man natürlich nicht zu laut sagen. ;-)

Gruß,
Orca01
 
Qualifikation
Krankenpfleger/RettAss
Fachgebiet
Notaufnahme
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Praxisanleitung

Hallo, doch, so eine Klinik gibt es. In unserer Notaufnahme werden nur noch Notfälle (ca. 250 Pat. pro Tag) versorgt.
Prästationäre und wiedereinbestellte Pat. gehen in unser "Chirugisches Zenrum". Klappt leider nicht gut, da das chir. Zentrum nur Pat. mit Termin nimmt und außerdem arbeiten dort fast nur Arzthelferinnen, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben.

Viele Grüße, Ralf.
 
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