GuK Während der Ausbildung als Teilzeitkraft arbeiten....geht dass?

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Julie Winters

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Hallo !

Ich hab mal eine Frage an diejenigen von euch, die sich in der Ausbildung befinden oder auch schon fertig sind..es betrifft eigentlich meine Kollegin, die gerne eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin machen möchte. Sie hat ein Examen in der Altenpflege und arbeitet seit einigen Jahren in Teilzeit in einem Altenheim. Sie möchte die Ausbildung unbedingt machen..nun ist es eine finanzielle Sache. Wenn sie die Ausbildung macht, bekommt sie ja eine Ausbildungsvergütung ,welche aber nicht ausreichen würde für sie und nun kommt meine eigentliche Frage..ist es vom Ausbildungsumfang ( und rechtlich) möglich, in dem bestehenden Arbeitsverhältnis in Teilzeit zu bleiben..wenn der AG einverstanden ist und sie noch die Stunden reduzieren würde..z. B 5-6 Nächte im Monat..hat jemand Erfahrung damit gemacht? Sie hat halt Angst, ihren jetzigen Festvertrag zu verlieren...falls sie die Ausbildung nicht packt...

Vielen Dank schonmal und liebe Grüsse!!!:laughing:
 
Qualifikation
ex.Altenpflegerin/-therapeutin
Fachgebiet
Stationäre Pflege,Nachtdienst
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Flashmob

Hallo!

Es gibt generell schon die Möglichkeit, die Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren - das würde 5 Jahre dauern. Ich weiß aber nicht, welche Schule so etwas anbietet bzw. wo man sich da informieren könnte (evtl. bei "KURSNet" vom Arbeitsamt in der erweiterten Suche, beim Gesundheitsamt oder der Stelle, die auch für die Abnahme der Examensprüfungen zuständig ist).
Ansonsten muß ich sagen, dass ich schon nachvollziehen kann, dass man lieber mit mehr Geld leben möchte. Aber, wenn man die Möglichkeit hat, seinen Wunschberuf zu ergreifen und auch bereit ist (wenn möglich), sich für drei Jahre einzuschränken, dann kann man auch von einer Ausbildungsvergütung leben.
 
T

traveler

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Hallo jehanne,

Nun rein praktisch wird dies schon nicht funktionieren. Wie hat sich deine Freundin das vorgestellt? Ausbildung GuK, Blockunterricht evtl. 4-6Wochen, wechselnde Arbeitszeiten, Lernen - da einen Nebenjob mitzuplanen halte ich für äusserst Schwierig. Man muss etwa 2-4Std. Lernzeit pro Tag (Mo.-Fr.) und Lerntyp, im Schnitt fiktiv mit einrechnen. Auf zwei Hochzeiten tanzen geht selten gut.

Natürlich muss auch der AG /Ausb.träger) einverstanden sein, dass ich einen Nebenjob ausübe.

Etwas Nachdenklich werde ich schon wenn man mit 1200-1300€ nicht um die Runden kommen sollte, wenn man es denn möchte. Es leben von weniger 4 köpfige Familien.

Ich denke wenn die Motivation hoch genug ist wird es funktionieren.

Nix für ungut.

Gruß renje
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
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Flashmob

Hey!
Ich muß auch sagen, dass man relativ gut mit 650 - 700€ leben kann. Momentan verdiene ich als Azubi 440€ netto im 1. LJ - ich bekomme nur 75% des Lohnes, weil meine Ausbildung als 75%-Teilzeit-Ausbildung gilt - und ich habe einen 400€-Job.
Das geht aber auch nur, weil ich :
1. nur während der Theoriephasen arbeite (und dann auch nur am Wochenende)
2. in der Woche einen festen freien Tag habe
3. ich einen recht gut bezahlten Nebenjob gefunden habe (11,14/h), wo ich auch Stunden für die nächsten Monate "sammeln" kann
4. bereits gute Vorkenntnisse habe zumindest in Anatomie/Physio usw.(hab Ausbildung schon einmal angefangen, dann Medizin bis zum Physikum studiert)

Zur Zeit schöpfe ich diese 400€ aus Zeitgründen auch nicht voll aus. Ich habe jetzt in diesem Monat 3 Dienste gemacht und bekomm nun ca 230€ dafür.
Da Hamburg recht teuer ist, wohne ich im Wohnheim. Ich habe meine schöne Altbauwohnung aufgegeben, um das alles besser finanzieren zu können.
Viele aus meinem Kurs sind auf Nebenjobs angewiesen - und gottseidank wurden auch sämtliche Anträge auf Nebenbeschäftigung genehmigt.
Aber ich habe so schon genug zu tun, und würde auch nicht mehr arbeiten wollen, da über kurz oder lang irgendetwas zu kurz kommt (Ausbildung, Freizeit, Du selbst)
 
C

CLAK85

:thumbsup2: Wow, Respekt an alle, die das bewerkstelligen neben der Ausbildung noch einen Nebenjob zu machen. Aber ich glaube, ich würde es lieber nicht machen und können! Ich selbst habe es auch bisher genossen meine 2500€ brutto als Chemielaborantin zu verdienen und muss ab Oktober auch mit 807€ brutto leben! Zum Glück (riesen Dank an meine Mama:kiss: ) hat sie ein großes Haus und ich wohne mit meinem Freund zusammen in der Einliegerwohnung die früher als Ferienwohnung fungiert hat! Ich bin also auch aus meiner schönen Altbauwohnung in der Innenstadt ausgezogen und wohne jetzt praktisch wieder fast "zu Hause"... :sad: Aber so zahle ich eben keine Miete mehr und nur noch die Nebenkosten. Klar, das Glück muss man erst mal haben. Trotzdem habe ich (als ich noch so viel Geld verdient habe) einige Verträge (Versicherungen, Sparverträge...) abgeschlossen, die nicht kündbar oder reduzierbar sind und habe somit 454,60€ jeden Monat Fixkosten! Dann muss ich natürlich auch noch wie jeder andere Essen, Benzin und Nebenkosten zahlen. Aber ganz ehrlich - das muss reichen! Ich werde sicher keinen Nebenjob machen, da ich mich voll auf die Ausbildung konzentrieren will! Ich denke es wird hart genug! :heul:
 
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