vorzeitiges Dienstende!?

katze

katze

Mitglied
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hallo hab mal wieder eine Frage::eek:riginal:

Ich kriege das fast täglich in unserer Einrichtung mit.
Ich komme zum Nachtdienst , der tagdienst hat seine Arbeit getan und die Schichtleitung schickt, Schüler oder Pflegehelfer früher heim, natürlich wird die Viertel oder halbe Stunde früher abgezogen.
Ist das rechtens, muß man sich heimschicken lassen, oder kann man sich auch weigern zu gehen.
Mir ist schon klar, die Überstundenmüssen bei uns bis März abgebaut werden, aber es gibt viele Kollegen, die schimpfen.
Manche Kollegen werden auch für 2-3 Stunden Arbeitszeit eingeplant und müssen dafür 30 km fahren.
Diese schimpfen natürlich auch!
Mich interessiert, ob es da Gesetze gibt, die sowas beschreiben!

Bitte um zahlreiche Antworten!
liebe Grüße
Hannelore:eek:riginal:
 
Qualifikation
krankenschwester
Fachgebiet
Psychiatrie, Schiziphrenie und Psychose
Weiterbildungen
Gerontopsychiatrie
Palliativ Care
Valentina

Valentina

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Hallo Katze,
wenn man Überstunden hat, sollten diese natürlich auch mal abgebaut werden.
Hat man diese nicht und gerät dadurch ins Minus, dann ist es nicht in Ordnung. Kommt aber auf den genauen Vertrag an.
Gruß
Valentina
P.S. Warum schreist Du so?
 
Qualifikation
Krankenschwester/TQM-Auditorin
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
L

lemuelreist

Was sagt denn der Betriebs-, Personalrat oder die MAV zu dieser Praxis? Dies ist nach meiner eigenen Erfahrung die einzig effiziente Institution, die in solchen Situationen ausgleichen kann.

Gruß,
Lemuel
 
B

behid

Hallo Hannelore,

grundsätzlich halte ich es für richtig, dass man Überstunden abbaut und dann Mitarbeiter die Ü-Stunden haben auch mal frühzeitig nach Hause schickt. Es ist auch rechtens, aber ich glaube, dass man dies ankündigen muss. Überstunden, auch die die noch nicht abgefeiert sind, kosten den Arbeitgeber viel Geld.
Anders sieht es aus, wenn man durch diese Praxis ins Minus kommt. Dazu hat der Arbeitgeber kein Recht.

Wieso werden manche für halbe Schichten eingeplant? Hier kommt es darauf an, was für Dienstzeiten für euch festgelegt sind. Werden diese Dienstzeiten verkürzt, verlängert oder sonstwie geändert, dann muss eigentlich der Betriebsrat dem zustimmen.

Gruß Tilly
 
Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
Teammitglied
600
6
Hier kommt es darauf an, was für Dienstzeiten für euch festgelegt sind. Werden diese Dienstzeiten verkürzt, verlängert oder sonstwie geändert, dann muss eigentlich der Betriebsrat dem zustimmen.
Das ist der Punkt.
Zum einen hast Du einen Arbeitsvertrag, in dem Deine Wochenarbeitszeit festgelegt ist, zum anderen sind Überstunden das Problem derer, die die Planungshoheit inne haben.
In jedem Haus gibt es innerbetrieblich vorgegebene Dienstzeiten, an die beide Seiten gebunden sind. Ein verfrühtes aus dem Dienst entlassen kann also nur auf dem kurzen Dienstweg erfolgen, in dem beide Seiten zustimmen. Sagt eine Seite nein, besteht hierzu jedoch keinerlei Verpflichtung.

Eine konkrete und fundierte Aussage - auch hinsichtlich der jeweiligen Abschnitte der jeweiligen Arbeits(zeit)gesetze - erhältst Du sicherlich auch unter BiG Forum.

Gruß,
Christian.

P.S.: Auch von mir die Bitte: ändere bitte mal Deine Formatierung. Im Internet wird das mit "den Gesprächspartner anbrüllen" gleichgesetzt und ich denke, das war nicht Deine Intention, oder?
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
Weiterbildungen
Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
Studium
Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
Bernd-Kl

Bernd-Kl

Mitglied
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Also offen gestanden, verstehe ich das Problem nicht:
Bei uns hat sich noch nie jemand darüber beklagt, dass er früher Feierabend machen darf.
In unserem Dienstplan gibt es extra eine Zeile, in der solche Mehr- oder eben Minusstunden eingetragen werden können.
Irgendwie ist es doch bescheuert: Die Arbeit ist getan und da wartet dann eine Kollegin, bis endlich der Zeiger auf das offizielle Dienstende klickt.
Aber: So pingelig wird bei uns nicht gerechnet. Eine Viertelstunde würde bei uns niemand als Minusstunden kalkulieren. Es wird ja auch mal 15 Minuten länger gearbeitet, ohne dass da gleich jemand zum Stift greift und sich Über-"Minuten" aufschreibt.
WBL´s zum Beisspiel haben bei uns eh wöchentlich 3 Verfügungsstunden für sich, über die sie keine Rechenschaft ablegen müssen.
Was machst Du denn, wenn festegestellt wird, das ein Bewohner im Sterben liegt, keine Angehörigen vor Ort hat und die Uhr zeigt 20.3o Uhr.?
Gehst Du dann beruhigt nach Hause und lässt Bewohner Bewohner sein? Oder setzt Du Dich ans Bett und begleitest ihn?
Na also.
Und am nächsten Tag geht man eben eher, wenn es die Arbeit zulässt.

Gruß

Bernd
 
Qualifikation
Heilerzieher/Krankenpfleger
Fachgebiet
Im Ruhestand
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