GuK Vorstellungsgespräch bei PDL

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E-Lyte

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Servus z'emme!

So alle Bewerbungen brav abgeschickt & einnige Termine schon bekommen. U.a. mit eventueller Hospitation.

Nur, was fragen PDL's?

Klar, Standardfragen:

-Warum haben Sie sich gerade in unserem Haus beworben?
- Was interessiert Sie hier an der Arbeit, was stellen Sie sich drunter vor?
- Sind Sie informiert, nach welchen Pflegebildern & -systeme wir arbeiten?

Ganz speziell habe ich schon gehört:
- Sie kennen unser Pflegeleitbild. Wie finden Sie, dass dies auf der derzeitigen Station wo Sie arbeiten umgesetzt wird?

Wenn ich jetzt z.B. wie auf Chirurgie (wo da das arbeiten unter aller Kanone ist & ich meine jetzt nicht den z.T. stressigen Ablauf sondern echt die Pflege"persönlichkeiten") kann ich ja schlecht knallhart "Nö" sagen.:spinner:

Wie formuliere ich das am besten?

"Pflegeleitbild ist bekannt, schön & gut, aber das es nicht immer in der Praxis funktioniert ist wohl klar. Wichtig ist, nach welchen Prioritäten dann arbeitet...."

Oder wie?

Über Anregungen & weitere Fragebeispiele bin ich dankbar :eek:riginal:

Ach, noch was:

Wenn PDL fragt: "Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?"

Ist es positiv oder negativ zu sagen: "Im Entwicklungsdienst in der dritten Welt womöglich?"

Und


"Können Sie sich vorstellen eine Leitung für eine Station zu übernehmen?"

Wenn ich das nicht möchte & mir nicht vorstellen kann, wie begründe ich das am geschicktesten?


Und Leute: DANKE!!!!!! :thumbsup2:
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpflegerin
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Intensiv
Sahawe

Sahawe

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Hallo E-lyte,
Ich glaube ich würde so antworten:

Ganz speziell habe ich schon gehört:
- Sie kennen unser Pflegeleitbild. Wie finden Sie, dass dies auf der derzeitigen Station wo Sie arbeiten umgesetzt wird?
Also wir legen ganz besonders Wert auf.... . Wir versuchen alle unser Bestes, unser Leitbild umzusetzen, aber es gelingt uns nicht immer. Es gibt Tage da geht alles drunter und drüber und man muss schnell handeln. Aber wir reflektieren unsere Handlungssituationen bei Dienstbesprechungen (oder ähnlichem) und machen uns diese Situationen immerwieder bewusst. (Vielleicht hast du dann ein Beispiel parat).
Grundsätzlich sollte man sich niemals über einen Kollegen oder Vorgesetzten oder schlecht organisierte Handlungsabläufe negativ äußern, weil die gibt es in dem neuen KH mit Sicherheit auch.
Dann ist es wichtig dass du das Leitbild des neuen KHs kennst und dir überlegst was dir ganz besonders daran gefällt.

Wenn PDL fragt: "Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?"
Konkrete Gedanken habe ich mir noch nicht gemacht. Mein Wunsch war immer in die Entwicklungshilfe zu gehen, aber ob ich das realisieren kann weiß ich noch nicht ....
Jetzt möchte ich zunächt.... und dann (konkrete Aussage über die Vorstellung deiner künftigen Arbeit)
.... Gründe nennen warum diese Fachrichtung, das Krankenhaus, welche Weiterbildungsmaßnahmen könntest du dir vorstellen ...
Können Sie sich vorstellen eine Leitung für eine Station zu übernehmen?"
Grundsätzlich schon, aber ich fühle mich im Moment noch nicht sicher genung eine Leitung zu übernehmen. Ich muss mich hier erst mal einarbeiten/ ich kenne die Strukturen des Hauses noch nicht/ habe noch keine Routine mit den Handlungsabläufen, Standards. Vorstellen könnte ich mir aber eine.... Stellvertretung/Praxisanleitung/Hygienebeauftragte/Gerätebeauftragte (also Bereitschft zeigen, dass du grundsätzlich bereit wärst,a ber jetzt ertmal zuwarten möchtest, bis du dir alles angesehen hast.

Fragen die ich mir noch vorstellen könnte wären:
Warum wollen sie wechseln
Was hat ihnen bei ihrer alten Tätigkeit nicht gefallen
Was hat ihnen besonders gefallen
Wie war die Teamarbeit (also Fragen nach den Kollegen)
Wie war die ärztliche Versorgung
Haben sie schon Weiterbildungsmaßnahmen gemacht (was haben sie daraus mitgenommen)
Familiäre Umstände/Partnerschaftsumstände. Haben oder wollen sie Kinder (ist zwar nicht erlaubt, wird aber trotzdem gemacht)
Vorlieben innerhalb des Schichtdienstes
Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen
Warum haben sie den Beruf der Kranknschwester ergriffen
Was bedeutet für sie Pflege - professionelle Pflege
Was halten sie von der Akademisierung der Pflege
Gab es spezielle Konzepte die umgesetzt wurden: Pflegevistite, Fallbesprechungen, interne Fortbildugnsmaßnahmen, Implementierung von Standards, Umbaumaßnahmen
Wie sind ihre Gehaltvorstellungen

Ja das fiel mir jetzt spontan ein.
LG Sabine
 
Qualifikation
Lehrerin für Deutsch und Pflege
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Weiterbildungen
Studium der Germanistik und Pflegewissenschaften mit dem Schwerpunkt Gerontologie
Velivar

Velivar

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So mal aus der (meiner) Sicht einer PDL gesehen ...:

Ich (ICH persönlich) möchte einen Mitarbeiter (MITarbeiter) mit dem ich arbeiten kann, diskutieren kann, der selbständig denkt, der seine Fachlichkeit einsetzt und beweist, der nicht nur auf Anweisungen arbeitet, der zeigt, daß er/sie einen Wert hat ... der meine Motive und die Motive des Hauses mittträgt, der trotz allen Widrigkeiten auch ökonomisch arbeitet, der die Gesetzestexte auch mitträgt (obwohl sie manchmal dem altruistischen Gedanken zuwider laufen), der Qualität (auch beweisbar mit Dokumentation) bringt, der lacht und auch ernst sein kann...
Ich (ICH) erwarte nicht, daß mir ein Mitarbeiter 10 Jahre erhalten bleibt!

Für alles andere kann ich einen Pflegehelfer einsetzen!!!

Allerdings spreche ich nicht für alle PDL´s und einige werden jetzt sicher auch einige graue Haar bekommen ... :thumbsup2: aber ich stehe dazu! Ich (ICH) will keine Ja-Sager!

Liebe Grüße!
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Seniorenzentrum
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E-Lyte

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@ Velivar: Wo kann ich mich bei dir bewerben? :super: Super, deine Gedankengänge entsprechen meiner Seele.

@Sahawe:
wir reflektieren unsere Handlungssituationen bei Dienstbesprechungen (oder ähnlichem) und machen uns diese Situationen immerwieder bewusst. (Vielleicht hast du dann ein Beispiel parat)
Bei dem Satz musste ich schon lachen. Obwohl es traurig ist. Auf der Chirurgie scheint man nur zu funktionieren.

Aber es ist mir absolut klar, dass ich in einem Gespräch etwas negatives äußern kann. Ich werde einfach für mich sprechen & wie es sein sollte. Aber so dass die PDL denkt, dass es auf der Station so ist.

Aber ich muss auch ehrlich sagen, ich bin erst seit 2 Wochen auf meiner Examensstation & hoffe & denke, dass da sicher noch einiges kommt.


Vielen lieben Dank euch beiden schon mal für die Antworten. Ihr habt mir schon ein großes Stück weitergeholfen!


Lg E-Lyte
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Fachgebiet
Intensiv
ciaobella

ciaobella

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Hey e-lyte,
bin auch Azubi kurz vorm Examen und hatte schon 4 Vorstellungsgesräche. Vielleicht kann ich dir etwas weiterhelfen?!
"Pflegeleitbild ist bekannt, schön & gut, aber das es nicht immer in der Praxis funktioniert ist wohl klar. Wichtig ist, nach welchen Prioritäten dann arbeitet...."
Oder wie?
Du musst wissen, dass kein Pflegeleitbild zu 100% umsetzbar ist, außerdem ist das auch nicht der Sinn eines Pflegeleitbildes. Das Ziel eines PL-Bildes ist, dass jeder Mitarbeiter sein bestmöglichstes Versucht, um nach diesen Leitsätzen zu arbeiten/zu handeln/zu entscheiden usw... Habe nicht verstanden, was du mit "Prioritäten" in diesem Zusammenhang meintest.
Wenn PDL fragt: "Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?"
Ist es positiv oder negativ zu sagen: "Im Entwicklungsdienst in der dritten Welt womöglich?"
Deine Antwort würde sehr negativ bewertet werden, denn das würde für deinen Arbeitgeber bedeuten, dass du in ein paar Jahren kündigst! Also, wenn dich jdn fragt, wo du dich in 10 J. siehst, sage lieber: "10 Jahre ist eine lange Zeit, wer weiß, was die Zukunft bringt, ich hoffe ich werde noch in Ihrer Klinik arbeiten... Eher kann ich Ihnen sagen, wo ich mich in 3 oder in 5 Jahren sehe: Ich kann mir gut vorstellen in ein paar Jahren eine Fachweiterbildung zu beginnen etc...."
"Können Sie sich vorstellen eine Leitung für eine Station zu übernehmen?"
Wenn ich das nicht möchte & mir nicht vorstellen kann, wie begründe ich das am geschicktesten?
Ich würde antworten: "Ich sehe meine Stärken im direkten Patienten- bzw. Pflegekontakt und nicht in der Personalführung. Ich möchte es jedoch nicht ausschließen."

Mir wurden auch Fragen gestellt, auf die ich gar nicht vorbereitet war.. auf manche auch keine Antwort hatte, was aber überhaupt nicht schlimm war!
Hier Beispiele, der schwierigsten Fragen, die mir gestellt wurden:

1. Was erwarten Sie von Ihrer Stationleitung?
2. Was erwarten Sie von Ihrer PDL?
3. Wie sehen/empfinden Sie die momentane Berufspolitik der Pflegeberufe in Deutschland?
4. Was können Sie beitragen zu einer positiveren Berufspolitik?
5. Was denken Sie, in wie weit nimmt die Tatsache, dass dies hier ein christliches Krankenhaus ist, Einfluß auf Ihren beruflichen Alltag?

Die meisten Gespräche waren aber recht locker und einfach. Hast du das erste hinter dir, flutschen die weiteren gerade so....
Viel Glück! :thumbsup2:

ciaobella
 
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ciaobella

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Allerdings spreche ich nicht für alle PDL´s und einige werden jetzt sicher auch einige graue Haar bekommen ... :thumbsup2: aber ich stehe dazu! Ich (ICH) will keine Ja-Sager!
Liebe Grüße!
Dazu fällt mir gerade etwas ein:
Vor 2 Wochen hatte ich ein Vorstellungsgespräch als angehende GKP. Der PDL hatte mich zunächst 30 Minuten warten lassen, obwohl ich eine Anfahrtszeit von über 1 1/2 Stunden hatte. Dann kam er und vertröstete mich nochmals "Ich muss nur noch 2 Telefonate führen, dann bin ich für Sie da, nur noch 5 Minuten"... Was war: Ich wartete nochmals 20 Minuten. Dann ging die Tür auf: Sie dürfen herein. Ich stand auf und sagte: " Herr ... , wir brauchen das Gespräch erst gar nicht weiterführen, ich habe meine Entscheidung bereits gefällt, Ich möchte nicht in Ihrer Klinik arbeiten. 30 Minuten lass ich mir noch eingehen, aber fast eine 1 Std! Ich möchte kein unehrliches Gespräch mit Ihnen führen, deshalb verabschiede ich mich... usw. " Er war total erstaunt, ihm blieb kurz die Luft weg. Er bat mich, dass wir uns doch kurz hinsetzen sollen. Er entschuldigte sich mehrmals und sage: "Also, Respekt, dass Sie so geradlinig und selbstbewusst sind. Genau deshalb, würde ich Sie am liebsten gleich morgen einstellen. Bitte überlegen Sie es sich nochmal, denken Sie darüber nach... Sie können sich jederzeit bei mir melden. Ich will nämlich keine Mitarbeiter, die sich alles gefallen lassen und zu allem JA-sagen... usw..."

Interessante Reaktion von ihm, damit hab ich gar nicht gerechnet!

LG
ciaobella
 
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Dazu fällt mir gerade etwas ein:
Vor 2 Wochen hatte ich ein Vorstellungsgespräch als angehende GKP. Der PDL hatte mich zunächst 30 Minuten warten lassen, obwohl ich eine Anfahrtszeit von über 1 1/2 Stunden hatte. Dann kam er und vertröstete mich nochmals "Ich muss nur noch 2 Telefonate führen, dann bin ich für Sie da, nur noch 5 Minuten"... Was war: Ich wartete nochmals 20 Minuten. Dann ging die Tür auf: Sie dürfen herein. Ich stand auf und sagte: " Herr ... , wir brauchen das Gespräch erst gar nicht weiterführen, ich habe meine Entscheidung bereits gefällt, Ich möchte nicht in Ihrer Klinik arbeiten. 30 Minuten lass ich mir noch eingehen, aber fast eine 1 Std! Ich möchte kein unehrliches Gespräch mit Ihnen führen, deshalb verabschiede ich mich... usw. " Er war total erstaunt, ihm blieb kurz die Luft weg. Er bat mich, dass wir uns doch kurz hinsetzen sollen. Er entschuldigte sich mehrmals und sage: "Also, Respekt, dass Sie so geradlinig und selbstbewusst sind. Genau deshalb, würde ich Sie am liebsten gleich morgen einstellen. Bitte überlegen Sie es sich nochmal, denken Sie darüber nach... Sie können sich jederzeit bei mir melden. Ich will nämlich keine Mitarbeiter, die sich alles gefallen lassen und zu allem JA-sagen... usw..."

Interessante Reaktion von ihm, damit hab ich gar nicht gerechnet!

LG
ciaobella

NA, das nenne ich mal ein positives Vorstellungsgespräch! :wink:
 
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