Kommunikation Vorgespräch vor der Gezielten Anleitung

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Angel555

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Ich befasse mich gerade mit dem Vorgespräch das kurz vor der gezielten Anleitung stattfinden soll.

Ich habe einige Kriterien beschrieben, die ich im Gespräch erläutern möchte. Könnt ihr euch diese mal anschauen und mir mitteilen ob ich damit die Schülerin überfordere?


Das Vorgespräch
Im Vorfeld hat die Auszubildende von mir den Arbeitsauftrag erhalten:
Informieren Sie sich in Ihren Mitschriften, Unterrichtsmaterialien sowie im Fachbuch "Pflege Heute" über den menschlichen Puls und die Pulsmessung
Um mit der Schülerin ein ungestörtes Vorgespräch führen zu können, wähle ich einen möglichst ruhigen Raum, den wir für etwa 20 Minuten besetzen können . Idealerweise sitzen wir beider nebeneinander in einem 90 Grad Winkel , an einen Tisch, damit Platz zum Ablegen des Arbeitsmateriales vorhanden ist und um im gleichen Blickwinkel Manuskripte oder Abbildungen einsehen zu können.

Zuerst werde ich das Lernziel formulieren, in diesem Fall " Auszubildende kann Pulmessung durchführen „
Dann erläutere ich wie die Auzubildende anhand von Handlungsschritten die Feinziele erreichen kann.
Ich kläre sie über die Kompetenzen auf, die sie durch die gezielte Anleitung erwerben kann, zb. Fachkompenz, Methodenkompetenz usw.
Ich informiere die Auzubildende über die Methodenwahl die ich für diese Anleitung benutzen werde.
 
Qualifikation
Altenpflegerin/ Praxisanleitung
Fachgebiet
Ambulanter Dienst
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Michl

Hi Angel!

Meine persönlichen Gedanken dazu:
Wenn der theoretische Unterricht in der Schule schon erfolgt ist (bestimmt), dann würde ich das Vorgespräch knapp halten. 20 min. empfinde ich für ein Vorgespräch zu lang.

Wir haben gelernt, die Zielsetzungen mit den klar definierten Begriffen "Fähigkeit, Fertigkeit und Beherrschung" zu formulieren. Kann sein, dass Ihr nicht daran gebunden seid; ich kenne dies aber auch so aus der Literatur, deswegen weise ich mal darauf hin, vielleicht hast Du es hier übersehen.

Welche Anleiteschritte/-stufen hast Du vorgesehen? Kann ich nicht herauslesen. Beinhaltet wahrscheinlich Deine Info über Methodenwahl.


Ach so, sorry Deine Frage zur Überfoderung :innocent:
Kann ich jetzt nur aus "Erfahrung" (die ich auch erst knapp über ein Jahr sammeln konnte) sprechen:
Naja, wie gesagt, nicht zu lang machen. Nicht zu viel theoretischen Stoff reinpacken. Dem Schüler ruhig so viel Eigenverantwortung übertragen, dass er sich den Schulstoff bis zur Anleitung zu Gemüte genommen hat.
Bei Erstanleitungen zu dem Thema vielleicht erstmal nur Pulsfrequenz und -rhythmus feststellen lassen. Die qualitative Beurteilung dann in einer späteren Anleitung, wenn die Auszubildende die Sicherheit hat überhaupt den Puls zu finden (wenn man mal paar Jährchen gearbeitet hat, glaub man kaum wie schwer sich manch einer damit tut).

Muss man sich aber auch immer individuell auf den Auszubildenden einstellen auf das Tempo.

Wichtig ist es, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen.

Grüße und viel Spaß bei der Arbeit
Michl

 
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Manu5959

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Hallo Angel:laughing: ,
Im Vorfeld hat die Auszubildende von mir den Arbeitsauftrag erhalten:
Informieren Sie sich in Ihren Mitschriften, Unterrichtsmaterialien sowie im Fachbuch "Pflege Heute" über den menschlichen Puls und die Pulsmessung
Dein beschriebenes Vorfeld gehört bei mir schon zur gezielten Anleitung, d.H. die Schülerin erhält den Arbeitsauftrag im Vorgespräch! Dabei wird ein Zeitrahmen festgelegt(= Erreichung eines Feinzieles " Schüler informiert sich in seinen Mitschriften, Unterrichtsmaterialien und Fachbüchern über den menschlichen Puls und die Pulsmessung")

Um mit der Schülerin ein ungestörtes Vorgespräch führen zu können, wähle ich einen möglichst ruhigen Raum, den wir für etwa 20 Minuten besetzen können . Idealerweise sitzen wir beider nebeneinander in einem 90 Grad Winkel , an einen Tisch, damit Platz zum Ablegen des Arbeitsmateriales vorhanden ist und um im gleichen Blickwinkel Manuskripte oder Abbildungen einsehen zu können.
20min sind ausreichend, um die ganze gezielte Anleitung durchzusprechen, den Arbeitsauftrag zu erläutern, und den Zeitrahmen für die gezielte Anleitung und die Erreichung der Feinziele festzulegen. Ich mache das meist mit Hilfe des Dienstplanes, an den Tagen, wo unsere Dienste übereinstimmen, wird möglichst jeweils ein Feinziel erarbeitert, je nachdem, wie umfangreich dieses ist.
Für die räumliche Gestaltung halte ich noch für wichtig, das eine Uhr in deiner Sichtweite vorhanden ist(ist besser, als ständig auf die Armbanduhr zu schauen:grin: ), du Schreibunterlagen dabei hast, eventuell den Dienstplan oder Praxiseinsatzplan dabei hast.



Zuerst werde ich das Lernziel formulieren, in diesem Fall " Auszubildende kann Pulmessung durchführen „
Dann erläutere ich wie die Auzubildende anhand von Handlungsschritten die Feinziele erreichen kann.
Ich kläre sie über die Kompetenzen auf, die sie durch die gezielte Anleitung erwerben kann, zb. Fachkompenz, Methodenkompetenz usw.
Ich informiere die Auzubildende über die Methodenwahl die ich für diese Anleitung benutzen werde.
Erläuter einfach die Inhalte der Anleitung, sprich diese nochmal kurz mit der Schülerin ab, vielleicht nehmt ihr noch Änderungen vor.
Die Schülerin erhält den Arbeitsauftrag. Welche Methoden ich anwende, hab ich bisher noch nicht so intensiv mit dem Schüler besprochen . Er erfährt,welches Grobziel und welche Feinziele wir haben, wann wir die Feinziele erarbeiten, was er dafür tun muß, wann ich ihm was zeige, wann er zeigen muß, was er gelernt hat, usw...

Was ich meistens noch mache, ist für alle Kollegen und für den Schüler sichtbar im Dienstzimmer die Gliederung des Grobzieles und der Feinziele mit Zeitrahmen auszuhängen.( wird sehr positiv vom Team aufgenommen)


Grüßle Manu
 
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Geli123

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Hallo Manu 5959
auch ich halte den Zeitrahmen für zu groß. Für die Zeit des Praktikums in deiner Einrichtung sind mit Sicherheit mehrere Teilaufgaben vorgegeben. Erläutere diese anhand einer Checkliste, z. B. mit teilnehmend, unter Aufsicht durchgeführt, selbständig ausgeführt, wobei auch das dann unter deiner Aufsichtspflicht absolviert wird.
Ein Gespräch über die Tätigkeiten die durchgeführt werden sollen, muss natürlich zu Beginn gewährleistet sein. Aber nicht für jede Aufgabe extra.
Denn der theoretische Teil wurde durch die Schule abgedeckt, Hintergrundinformation und Eigeninitiave muss von jedem Einzelnen erbracht werden. Als Ansprechpartner musst und kannst du jederzeit fungieren, aber nicht dazu da sein, jedem seine Tätigkeitsnachweise zu erbringen. Das ist Aufgabe der Auszubildenen.
Eigenständigkeit und Initiative soll mit dieser Ausbildung gewährleistet sein, Provessionalität und Kompetenz.
Versuche sie an deine Schüler zu vermitteln.
Viel Glück
Geli
 
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Geli123

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Sorry, war nicht ganz bei der Sache!
Nicht Manu, sondern Angel 555 war gemeint.

Geli
 
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Manu5959

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Hallo Geli123,

das, was du beschreibst, ist keine gezielte Anleitung, sondern eher das 4-Stufen Modell! Das kommt zwar in der gezielten Anleitung auch vor, aber eine gezielte Anleitung ist didaktisch vorbereitet!

Grüßle Manu
 
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Geli123

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Hallo Manu,
meinst du mit didaktischer Festlegung, das ich dem AZUBI alles noch mal bis ins kleinste erklären soll?
Unsere Auszubildenden kommen mit einem Auftragskatalog wieder zu uns in die Einrichtung, dieser wird mit ihnen gemeinsam durchgegangen, aber für das Erreichen ihrer Aufgaben und die schriftliche Festlegung sind sie verantwortlich, die dann mit der Praxisanleitung abgesprochen wird.Zumal hat bei uns eine Praxisanleitung bis zu 2 Azubis unter sich in unterschiedlichen Lernjahren.
Kann mir nicht vorstellen, das das bei euch in der Praxis funktioniert, oder hast du als Praxisanleitung eine Stabsstelle?
Ich finde es toll, das du so engagiert bist, aber meiner Meinung nach bedeutet Praxisanleitung eine Begleitung, bei der die Initiative auch zum Großteil vom Auszubildenden kommt. Für mich ist hierbei der Zeitfaktor sehr entscheidend.

Entschuldige wenn hierbei unsere Meinungen auseinander gehen.
LG Geli

PS: Das mit dem Aushängen der einzelnen Ziele finde ich toll und werde vesuchen dies auch bei uns einzubringen, dies würde ich aber auch vom AZUBI machen lassen.( Selbstvertrauen, Kompetenz,
Eigenverantwortlichkeit..)
 
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Manu5959

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Hallo Geli123,

meinst du mit didaktischer Festlegung, das ich dem AZUBI alles noch mal bis ins kleinste erklären soll?
Nö, meine ich nicht!:blink:
Unsere Auszubildenden kommen mit einem Auftragskatalog wieder zu uns in die Einrichtung, dieser wird mit ihnen gemeinsam durchgegangen, aber für das Erreichen ihrer Aufgaben und die schriftliche Festlegung sind sie verantwortlich, die dann mit der Praxisanleitung abgesprochen wird.
Richtig, kenne ich auch so!
Zumal hat bei uns eine Praxisanleitung bis zu 2 Azubis unter sich in unterschiedlichen Lernjahren.
:thumbsup: ist ok!
Mir drängt sich die Frage auf, wieviele Praxisanleiter ihr habt? Weitergebildete Praxisanleiter oder Mentoren?
Kann mir nicht vorstellen, das das bei euch in der Praxis funktioniert, oder hast du als Praxisanleitung eine Stabsstelle?
Wenn die didaktischen Konzepte alle da wären, würde es super funktionieren, aber leider sind noch nicht alle fertig! Nein, ich habe keine Stabsstelle, und bin im Moment aus guten Gründen kein Praxisanleiter!:innocent:

meiner Meinung nach bedeutet Praxisanleitung eine Begleitung, bei der die Initiative auch zum Großteil vom Auszubildenden kommt.
sehe ich auch so!

Für mich ist hierbei der Zeitfaktor sehr entscheidend.
Der Zeitfaktor hängt mir ehrlich gesagt so langsam zum Halse raus!( sorry)

Grüßle Manu
 
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Geli123

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Hallo Manu,
wir haben auf jedem Wohnbereich eine ausgebildete Mentorin, die ihre Ausbildung in Kooperation mit der Altenpflegeschule abgeschlossen hat. ( Neue Ausbildungsverordnung).
Mit deiner Aussage ; nö meine ich nicht, auf die Frage ob ich alles noch mal ins kleinste erklären soll, tut mir leid, kommt aber so rüber.
Unsere Mentoren sind durch Gesprächstermine mit dieser Schule in Kontakt, daher können auch keine Missverständnisse entstehen.( z.B. wir haben das so erklärt bekommen, uns wurde das so gesagt, da die Mentoren auch sehr viel Material von der Schule bekommen.)
Zu deinem Schlusssatz, der Zeitfaktor hängt mir so langsam zum Halse raus, sorry. Sehe ich genauso, aber was können wir daran ändern.
Die Realität ist doch die, das wir unsere Arbeit in einer gewissen Zeit zu erbringen haben, wenn es uns gelingt etwas Zeit herauszuschlagen, können wir auch noch die zusätzlichen Aufgaben( z.B. Mentor, Hygiene, Medizinprodukteverordnung, Palliative Pflege, ....) die uns durch Ausbildung zu Teil geworden sind, mit unterbringen. Jedoch schaffen wir das nicht in dem Zeitrahmen, und versuchen wir es in der regulären Dienstzeit, kommen Aussagen auf uns zu, wie Z.B. die arbeitet nichts, die kümmert sich ständig um andere Sachen und wir müssen ihre Aufgaben mit erledigen. Ist es bei dir anders? Wenn ja, toll für dich.
Mein Beitrag war nicht negativ gemeint, aber ich muss leider die Realität sehen. So leid es mir auch tut, aber ich denke auch, alles muss nicht bis ins kleinste durchgesprochen werden, die Auszubildenden wollen ihr Examen, dafür müssen sie bereit sein auch was zu tun. Als Mentor/ Praxisanleiter muss ich die Voraussetzungen schaffen, die sie benötigen, muss Hilfestellung geben und präsent sein, aber das Schwimmen müssen sie selbst lernen.

LG Geli, auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind
 
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Manu5959

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Hallo Geli123,

Unsere Mentoren sind durch Gesprächstermine mit dieser Schule in Kontakt, daher können auch keine Missverständnisse entstehen.( z.B. wir haben das so erklärt bekommen, uns wurde das so gesagt, da die Mentoren auch sehr viel Material von der Schule bekommen.)
Das finde ich super!:thumbsup: Vor allem gefällt mir, das eure Mentoren Material von der Schule erhalten, das ist leider nicht überall so!:sick:
Die Realität ist doch die, das wir unsere Arbeit in einer gewissen Zeit zu erbringen haben, wenn es uns gelingt etwas Zeit herauszuschlagen, können wir auch noch die zusätzlichen Aufgaben( z.B. Mentor, Hygiene, Medizinprodukteverordnung, Palliative Pflege, ....) die uns durch Ausbildung zu Teil geworden sind, mit unterbringen. Jedoch schaffen wir das nicht in dem Zeitrahmen, und versuchen wir es in der regulären Dienstzeit, kommen Aussagen auf uns zu, wie Z.B. die arbeitet nichts, die kümmert sich ständig um andere Sachen und wir müssen ihre Aufgaben mit erledigen.
Leider, ja! Und macht man es in der Freizeit, reibt man sich auf....

Grüßle Manu:eek:riginal:
 
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Hey Manu, freut mich das du dich so spät noch meldest.
Ganz meine Meinung, das mit der Freizeit und so.
Deswegen ist mir der Zeitfaktor auch so wichtig. Ich bin auch so ein "Workaholik", aber im Endeffekt zieht man doch den Kürzeren.
Oder ist es bei dir anders?
Meine Freizeit besteht auch zu 50 Prozent aus Arbeit, die natürlich nicht vergütet wird. Gut, momentan macht es mir Spaß, aber was ist wenn das nicht mehr der Fall sein sollte, oder man es nicht mehr aus privater Seite abdecken kann. Dann hat man dieses Level vorgelebt, auch ohne Stundenvergütung.
Ich finde generell sollten die Strukturen besser verteilt werden, z.B. nach Priorität.
Die Auszubildenden von heute, sind die Pflegenden von Morgen, ev. auch meine.????????!!!!!!!!!!
Gibt es tatsächlich die Möglichkeit, am System was zu ändern, aufgrund der Einsparungen, Kürzungen, Diskussion um die Fachkraftquote.
Ich denke wir müssen auch die kommende Generation Altenpflege auf die immer knapper werdende Ressource " Zeit " vorbereiten. Auch wenn dies nicht unbedingt in unserem Interesse steht.
So, genug Pessimissmus, LG Geli
 
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Manu5959

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Hallo Geli123:eek:riginal: ,

ich glaube, wir trifften etwas vom Thema ab, Angel555 möge es uns verzeihen!:happy:

Ich bin auch so ein "Workaholik", aber im Endeffekt zieht man doch den Kürzeren.
Oder ist es bei dir anders?
Meine Freizeit besteht auch zu 50 Prozent aus Arbeit, die natürlich nicht vergütet wird. Gut, momentan macht es mir Spaß, aber was ist wenn das nicht mehr der Fall sein sollte, oder man es nicht mehr aus privater Seite abdecken kann. Dann hat man dieses Level vorgelebt, auch ohne Stundenvergütung.
Du hast vollkommen recht, und eine Änderung ist leider nicht in Sicht. Vom MDK kommen immer mehr Forderungen/Anforderungen, der Qualitätsanspruch soll so hoch wie möglich sein, aber wie man das alles schaffen soll, ohne Freizeiteinsatz, weiß keiner.
Gut, von Vorteil ist es wirklich, wenn es nicht an Organisationstalent mangelt, aber so langsam hilft das auch nicht mehr weiter!
Dazu kommen ja die eigenen Qualitätsansprüche, die eigenen Ziele und der Ehrgeiz!
Ich war leider an der Stelle, wo es keinen Spaß mehr gemacht hat, selbst die Praxisanleitung nicht, die mir wirklich sehr wichtig ist.
Wenn man darüber nachdenkt, fragt man sich schon des öfteren, wofür und für wen man seine Freizeit (ehrenamtlich) opfert, und seine eigene Gesundheit aufs Spiel setzt.
Leider kommt man trotzdem an seinem eigenen Naturell nicht vorbei.

Ich finde generell sollten die Strukturen besser verteilt werden, z.B. nach Priorität.
:thumbsup: Das finde ich auch!
Die Auszubildenden von heute, sind die Pflegenden von Morgen, ev. auch meine.????????!!!!!!!!!!
:laughing: Nicht nur deine, meine auch:innocent: !
Gibt es tatsächlich die Möglichkeit, am System was zu ändern, aufgrund der Einsparungen, Kürzungen, Diskussion um die Fachkraftquote.
Mmhhh, ich glaube das gehört dann in den Thread" Pflegekräfte organisieren sich".
Ich denke wir müssen auch die kommende Generation Altenpflege auf die immer knapper werdende Ressource " Zeit " vorbereiten. Auch wenn dies nicht unbedingt in unserem Interesse steht.
Aus meiner Erfahrung weiß ich, das die Azubis auch so den mangelnden Zeitfaktor mitbekommen, das merkt man alleine schon an der Dienstplaneinteilung. Als Praxisanleiter bin ich im Spätdienst mit meinem Azubi meist für mehrere Stunden allein eingeteilt, egal, welches Ausbildungsjahr er ist. Trotzdem sollte es möglich sein, ein Ausbildungskonzept in die Praxis umzusetzen.

Grüßle Manu:laughing:
 
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Rosi S.

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:wink: Finde es toll, das das Thema hier auch zur Sprache kommt. Man kann doch nicht einfach verschweigen, das es immer schwieriger wird die Menschen ausreichend gut nicht nur physisch sondern auch psychisch zu"versorgen".
Was ist aus dem guten alten Gespräch geworden? Bin froh, das auch andere manchmal sehr frustriert sind, hilft einem weiter trotz dem Zeitmangel einigermaßen motiviert zu bleiben. Aber ich muss beobachten, dass gerade wegen dem Zeitmangel und Angst um den Arbeitsplatz die Kollegialität etwas auf der Strecke bleibt.:ermm: Das macht mich manchmal fertig. :sad: Weil gerade bei denen, die im gleichen Boot sitzen, erhofft man sich doch die Kraft die man braucht. Und geteiltes Leid ist nur halbes Leid, aber bei uns schaut zur Zeit jeder auf sich. Verstehe ich auch, aber schön ist was anderes. Danke dass ich meinen Frust wieder mal kurz los geworden bin, mir gehts dann immer etwas besser. Auf frohes Schaffen!!!:thumbsup:
 
Qualifikation
Krankenschwester, PA
Fachgebiet
Berufsfachschule
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Manu5959

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Hallo Rosi S.,

Aber ich muss beobachten, dass gerade wegen dem Zeitmangel und Angst um den Arbeitsplatz die Kollegialität etwas auf der Strecke bleibt.:ermm: Das macht mich manchmal fertig. :sad: Weil gerade bei denen, die im gleichen Boot sitzen, erhofft man sich doch die Kraft die man braucht. Und geteiltes Leid ist nur halbes Leid, aber bei uns schaut zur Zeit jeder auf sich.
Ja, auch bei uns ist mittlerweile die Teamqualität ziemlich am Boden. :sick:
Bei uns liegen aber die Gründe meines Erachtens etwas anders, der Zeitfaktor spielt nur zum Teil eine Rolle.
Was kann man tun, damit es sich ,wenigstens im Team, wieder leichter und zufriedener arbeitet?
Förderung der Teamqualität durch das Team!

Ich sehe trotzdem positiv in die Zukunft, schlimmer kann es ja auch bald nimmer werden.:thumbsup:

Grüßle Manu
 
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Hallo Manu, gutes Schlusswort,
positiv denken und auch mal ein bisschen Selbstschutz, z.B. Frust im Chat ablassen.

Förderung der Teamqualität ist auch so ein heikles Thema, aber das gehört nicht hier her, obwohl es mit Sicherheit auch eines der wichtigen Themen ist, wer weiß vielleicht in einerm anderen Chat.

Also bis dahin

LG Geli
 
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