Vorgaben bei Med-blätter/Verordnungsblättern

roadrunner54

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Hallo,
ich hab mal wieder ne Diskussion mit meiner PDL und brauche einen Rat. Wir haben festgestellt, dass bei uns auf einem Wohnbereich auf dem Med-blättern nicht drauf steht, dass ob das Medikament eine Tablette, Kapsel oder ein Dragee ist.
Ich habe gehört, dass man das drauf schreiben muss, finde aber keine Vorschrift. Meine PDL meint, dass ist Blödsinn.

Was denkt ihr?

Gruß
Katja
 
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ambulante und stationäre Pflege
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jackylein

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hi


also ich bin der meinung, dass es traufstehen muss!
bei uns im haus ist es vorschrift, man könnte schon fast sagen standard!
ich finde es sinnvoll, da es öfters mal umgereimtheiten geben kann und so sieht jeder auf einen blick was das für ein medikament ist!
lg jacky
 
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Lilly-Willow

Lilly-Willow

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Hallo :eek:riginal:

bei uns im Pflegeheim schreiben die Hausärzte die Anordnungen auf die Mediakamtenverordnungsblätter. die schreiben meistens nie dazu, ob Tablette, Dragee etc.
nur bei Tropfen die Tropfenzahl (ist ja klar) und bei Saft/Sirup etc. die Milliliterangabe.

da die Hausärzte ja die erforderlichen Rezepte zu den Medikamenten ausstellen, verabreichen wir wie von der Apotheke geliefert.
wir haben glücklicherweise auch die Erleichterung, dass bei uns eine Vertragsapotheke die Medikamente 1x in der Woche richtet und die sich bei Ungereimtheiten oder evtl. Missverständnissen direkt mit dem entsprechenden Hauarzt in Verbindung setzt.

ich muss sagen das es mir persönlich eigentlich egal ist, ob es drauf steht oder nicht. bei den gängigen Medikamenten weiß man es ja sowieso denke ich. und wenn mir was unklar ist bzw. ich was nicht kenne, frage ich einfach beim Hausarzt oder der Apotheke nach.

Lieben Gruß Lilly :flowers:
 
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cleene

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Bei uns im Haus ist die Angabe der Applikationsform auch Pflicht und wird auch vom MDK überprüft.
 
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anubis

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Hallo ,

Also ,wir hatten vor kurzen einen MDK Besuch wo dieser meinte, das alle Arzeneien so auf das Med. Blatt kommen wie sie auch gegeben werden.
Also oral usw. dann die Form Tabl. / Saft / Trpf. und und und .

Mfg
Anubis
 
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roadrunner54

roadrunner54

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danke für die Antworten.
Ich habe jetzt einfach mal beim MDK angerufen und gefragt und der hat nach einigen Nachforschungen gesagt, dass mit Applikationsform auch die Darreichungsform gemeint ist. Er hat sich mit der Heimaufsicht kurzgeschlossen und sie haben da beide eine Richtung. Basieren tut das ganze auf § 13 HeimG und Punkt 15.2 aus der MDK - Anleitung die da sagt:

Sind auf dem vorgesehenen Formblatt zur Medikation die​
verordneten Medikamente vollständig und korrekt dokumentiert?

a.​
Applikationsform


b.​
Dokumentation des vollständigen Medikamentennamens


c.​
Dosierung und Häufigkeit


d.​
tageszeitliche Zuordnung

e. Bedarfsmedikation in der Pflegedokumentation festgehalten

mehr gibts dazu nicht...

Gruß
Roadrunner


 
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Vaiolenz

Vaiolenz

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Hallo, Katja!
Warum sollte das Blödsinn sein? Es gibt doch unterschiedliche Wirkungsweisen, nimm doch zum Bleistift mal eine Retardkapsel oder eine Tablette oder ein Dragee. Die Medikamente müssen dann ja auch sicher zu unterschiedlichen Zeiten eingenommen werden: vor, zum, nach dem Essen, et cetera. Bei uns wurde die Darreichungsform schon noch vom MDK gefordert, die fragten auch mal ganz schnippisch nach, wenn in der Doku das nicht "vernünftig" eingetragen war. Da ist man doch auch auf der sicheren Seite, wie ich finde. Was mich teilweise bei uns ein wenig nervt ist, das die Milligrammzahl nicht immer hinter den Medis steht. Da wird z.B. Pantozol 20mg geliefert, und vierzig muß die Person bekommen. Steht aber nirgends. Total doof. Oder es bekommt jemand meinetwegen 150 mg Paracetamol und Du bekommst Tabletten, in denen 500mg Wirkstoff enthalten ist. Aber es steht nirgendwo. Und dann dieses Teilen bei solch seltsamen Milligrammzahlen. Das einmal nur so nebenbei.
Vorgestern mußte ich bei einem Vertretungsarzt Blasenspülungen bestellen. Die Arzthelferin fragte freundlich nach, um welches Produkt es sich handeln dürfte, ich schaute im PC nach: "1-0-0-0 Blasenspühlungen". Na toll. Es gibt ja auch nur eine Sorte. Super.
Und dann gibt es ja immer wieder Herrschaften, die es nicht gebacken bekommen, Medikamente für eine Applikation duch den PEG-Schlauch zu mörsern. Des funktioniert auch so, einfach Apfelsaft drüber und gut. Denkste
Hoppsala. Ich rege mich wohl schon wieder etwas zu stark auf. Ich zähl mal eben von 10 bis null herunter.............. Puh. Geht doch!
Schöne Weihnachten Euch alle und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Bis dann,
Euer Jens.
PS: vielleicht findest Du ja hier etwas zum Thema:
 

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Ich würde mich auf eine Fachweiterbildung in Palliative Care freuen. Und das schon seit nunmehr sechs Jahren. Ich pack das..........!
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pdlandy

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Hi,
die medizinische Behandlungspflege darf keinerlei Spielraum für das Pflegepersonal bieten und deshalb ist es unisono die Form des Präparates schriftlich zu fixieren.
mfg
 
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catty2

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Hallo Ihr Lieben!
Ich befasse mich gerade zum Themengebiet Risikomanagement der Medikamentenverabreichung mit dem Themengebiet und kann dir ganz klar sagen: Ja es muss genau drauf stehen und zwar die Apllikationsform, sowie mg usw.

Habe auch einige Literaturquellen da, müsste mal meinen dicken Ordner durchschauen und würde die zu einem späteren Zeitpunkt hier nochmal aufführen, vielleicht schon morgen!

LG
Catty
 
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