Innere Medizin Vorbereitungen zur Coloskopie

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D

DrCreativ

Neues Mitglied
Basis-Konto
17.02.2004
57250
Hallo
Hallo ich wollte euch mal fragen wie in eurem Haus die Colo Vorbereitung läuft.
Das Mittel der Wahl war bislang X Prep. Dieses Präparat wurde aufgrund von Elektrolytverschiebeungen aus dem Handel genommen.
Nun verwenden wir Klean Prep. Dies ist ein löslicher Pulver was mit mit mindestens Zwei Liter Wasser getrunken wird. Dies ist gerade für ältere Patienten eine ziemliche Tortur und schmeckt zudem auch noch ziemlich schlecht.
Als Standart bleiben die Patienten 3 Tage flüssig. Am Untersuchungstag erhält der Patient einen Hebe Senk Einlauf.
Wie sieht das bei Euch aus und welche Alternative gibt es zu Klean Prep

Gruß
Stefan
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Innere Medizin/Onkologie
P

Plautze

Neues Mitglied
Basis-Konto
07.11.2004
Mönchengladbach
Hallo zusammen!
Also Colovorbereitungen werden bei uns wie folgt durchgeführt:
Am Vortag müssen die Patienten mindestens 3 Liter Klean Prep trinken. Wegen des salzigen Geschmacks (soll ja eigentlich nach Vanille schmecken) bieten wir noch ein Getränkepulver zum Unterrühren an. Bei uns wird ein Beutel Klean Prep in ein Liter Wasser gelöst. Die Patienten können nebenher soviel Tee, Kaffee, Wasser trinken, wie sie möchten. Wichtig ist nur, dass sie das Abführmittel schnell genug trinken, damit es auch abführend wirkt. Zum Essen gibt es nur klare Brühen.
Am Untersuchungstag bekommen die Patienten wieder ein Liter Klean Prep zu trinken, nur müssen sie jetzt jede Verdauung zeigen und ohen grosse Unterbrechung trinken und zwar bis sie sauber sind.
Einen hohen Einlauf machen wir nur, wenn es zu lange dauert:D !
Als Alterative haben wir noch Prepacol ( eine Lösung und 4 Tabletten ), das mit sehr viel Wasser getrunken wird. Wird bei uns normaler Weise für die Vorbereitung zur MDP nach Sellink benutzt.
Bei dieser Vorbereitungsart kommt der Pat. aber nicht an einem Einlauf (oder mehrere) vorbei.
 
Qualifikation
Krankenpfleger/Praxisanleiter
Fachgebiet
Innere
K

Katrin68

Mitglied
Basis-Konto
06.12.2002
58119
Hallo ,
wir schicken unsere Patienten in eine benachbarte Klinik und von dort haben wir folgenden Standard.
Zwei Tage vor der Untersuchung leichte Kost ,keine Milch und keine Kohlensäurehaltige Getränke.Mind.3 Ltr.Trinken.
Einen Tag vor der Untersuchung:
Leichtes Frühstück,danach nur noch Trinken ( 3 Ltr.) bis zum Abend.
15 Uhr 1 Fläschchen Prepacol verdünnt mit einem halben Glas Wasser trinken,danach sofort noch 1 Glas Wasser.
17 Uhr Einnahme von 4 Prepacol Tabletten mit einem Glas Wasser.
Medikamente die die Patienten benötigen ,sollen sie mit etwas Flüssigkeit einnehmen
Am Untersuchungtag nichts essen.
Von 6 - 8 Uhr das Gemisch aus aus Abführmittel und Tee trinken.3 Beutel Pfefferminz oder Kräutertee auf einem 1/4 Ltr.Wasser mit Abführmittel(Normofundin)vermischen.Zusätzlich mind.1/2 Ltr.Tee,Kaffee ohne Milch oder stilles Mineralwasser trinken.
Mit der oben genannten Methode ist der Darm gut gereiningt.
Gruß
Katrin
P.SSoll aber nun wohl demnächst auf Klean Prep umgestellt werden.
 
Qualifikation
Krankenschwester / STL
Fachgebiet
Pneumologie / Schwerpunkt Tuberkulose und resistente Tuberkulose
K

Kalimera

Unterstützer/in
Basis-Konto
17.01.2001
Hamburg
Hallo,
bei uns dürfen die Patienten am Vortag bis zum Mittagessen noch normale Kost zu sich nehmen. Gegen 16:00 fangen wir mit 3 Liter Oralav an, kein Abendessen. Oralav ist ähnlich wie Kleanprep, allerdings eine fertige Lösung in 1 Liter Flaschen. Am UsuTag wird schon um sechse mit weiterem Oralav begonnen und zwar bis der Stuhlgang etwa Kamillenteeartig aussieht und keinerlei festen Bestandteile mehr aufweist. (Muss vom Pflegepersonal kontrolliert werden. Wir vermischen die Lösung mit Vitamin C oder Apfelsaft, auch nur wegen des Geschmacks, nebenbei dürfen die Patienten auch Wasser trinken. Alle Patienten werden informiert schnell zu trinken, da die Flüssigkeit sonst keine reinigende Darmwirkung hat. Einläufe machen wir nie. Wenn jemand absolut nicht trinken kann lassen wir Oralav über Magensonde einlaufen.
Meiner Erfahrung ist Oralav, Kleanprep...ect. immer noch besser verträglich als Prepacol. Dabei habe ich schon Patienten kollabieren gesehen, weil dieses Mittel wohl massivste Krämpfe hervorrufen kann.

Gruß
sigjun
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
O

OnkoPfleger

Mitglied
Basis-Konto
26.04.2005
73447
Also Hebe-Senkeinlauf finde ich altertümlich und für den Patienten unnötig belastend.
Abführmaßnahmen bei uns mittels Endo-Falk und Dulco-Lax, wenn nötig- je nach Stuhlbeschaffenheit nach Abführmaßnahmen, nochmal einen "normalen" Einlauf (Practo-Klyss,...).
Muß allerdings dazu sagen dass nicht ALLE Pat. optimal abgeführt sind, dass liegt meines erachtens jedoch zum Teil am Alter.
Pflegehund:blink:
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger (RbP)
Fachgebiet
bei der Arbeit
K

kello

Mitglied
Basis-Konto
12.05.2005
44791
hallo ,


bei uns wird auch klean - prep verwendet und ich habe es probiert , es schmeckt pur wirklich :sick: .
Man kann es allerding mit apfelsaft mischen ich mache immer 1/4 apfelsaft der rest ist klean - prep . was auch geht ist mit pfefferminztee. dann kann mann es trinken .:blink:


MfG kello:D
 
Qualifikation
pflegeschülerin
Fachgebiet
innere
K

kwohner

Mitglied
Basis-Konto
08.11.2005
09113
Also, da wir Klean-Prep alle als ziemliche Zumutung empfanden, wurde bei uns auf Fleet umgestellt.Am Vortag ein leichtes Frühstück, dann vormittags und abends eine kleine Flasche Fleet und am Untersuchungstag ein Klistier. Die meisten Patienten kommen damit gut klar und es strengt nicht übermäßig an.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Krankenhaus, Innere
Isis

Isis

Aktives Mitglied
Basis-Konto
16.05.2005
2
Ich muss nächste Woche eine Colo machen lassen (ambulant bei einem Internisten in der Praxis) und bisher kannte ich die Vorbereitung halt auch mit Prepacol am Vortag und ab abends nur noch Brühe, am Untersuchungstag ab 5 Uhr zwei Liter Klean-Prep.
In dieser Praxis machen die das anders:
Am Vortag bis zum Abend essen wie man will (außer Körnerbrot und alles, was unverdaulich ist, also auch Tomaten und so). Am Untersuchungstag 3 Liter Endo-Falk, aber bis 2 Stunden vor der Untersuchung muss man damit durch sein (also, man hat um 13 Uhr Termin, dann sollte man um 7 Uhr anfangen mit trinken und bis 11 Uhr fertig sein). Trinken darf ich bis 11 Uhr, was ich will, außer Milch und rote Säfte (und Rotwein, wie der Doc sagte), weil das sonst erstmal aussieht wie Blut - falls ich noch Lust habe, außer den drei Litern Endo-Falk noch was anderes zu mir zu nehmen.
Eine andere mögliche Variante wäre: Am Vortag abends nix mehr essen und schon mal 1,5 Liter Endo-Falk nehmen, und am Untersuchungstag nochmal 1,5 Liter Endo-Falk bis zwei Stunden vor der Untersuchung.
Ich habe mich für die erste Variante entschieden.
Außerdem bekommt man vor der Untersuchung Dolantin i.v. und auf Wunsch Dormicum i.v. (und auch da nehme ich das ganze Paket.).
 
Qualifikation
Krankenschwester/Nachtwache
Fachgebiet
Altenpflegeheim
K

Kalimera

Unterstützer/in
Basis-Konto
17.01.2001
Hamburg
Hallo Isis,

Welche Variante Du auch immer wählst. Je sauberer Du bist, desto besser kann untersucht werden. Bei uns gilt, dass dann untersucht wird, wenn der Patient nur noch maximal Kamillentee gefärbtes Wasser ausscheidet und keine festen Bestandteile mehr darin enthalten sind. Ausnahme sind natürlich Patienten, die Blutungen haben, da wird die Ausscheidung nie kamillenteefarbig.
Dormicum ist eine feine Sache, Du bist schnell weg und hast nachher das Gefühl nie weggewesen zu sein. Die fehlt einfach eine Zeit, an die Du Dich nicht erinnerst und nicht mal weißt, dass sie Dir fehlt. Ob es Dolantin sein muss weiß ich nicht. Bei mir hat Dormicum vollständig ausgereicht, wobei es auch keine Engstellen gab und Schmerzen zu erwarten waren.

Alles Gute und ein gutes Ersuchungsergebnis
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
Isis

Isis

Aktives Mitglied
Basis-Konto
16.05.2005
2
Hallo Sigrid,
erstmal Danke für die guten Wünsche!!!
Also, ich kann mich jetzt nicht erinnern, daß wir damals so genau auf die Ausscheidungen der Patienten geguckt haben, aber daß keine festen Anteile mehr da sein durften, war allen Beteiligten (außer den dementen) eigentlich klar, ohne daß man das sagen musste. Dafür hatten wir aber auch manchmal Patienten, die trotz aller Bemühungen icht sauber waren und deshalb nach einer alten Methode des alten Chefarztes vorbereitet werden mussten: drei Tage lang Suppe, zwei Tage abführende Maßnahmen und schließlich noch Hebe-Senk-Einlauf am Tag der Untersuchung. Diese Vorbereitung habe ich noch zwei Jahre lang als Standard während meiner Ausbildung erlebt, dann kam ein neuer Chef - und siehe da, plötzlich wurde alles anders gemacht und es klappte (meistens) auch sehr gut.

Dormicum habe ich schon mal bekommen, während einer Knochenmarkpunktion, und danach wußte ich auch, wieso dies in unserer Endoskopieabteilung die "Wahrheitsdroge" hieß: Ich redete ohne Ende und fand nebenbei alles einfach toll, locker und wunderwunderschön....:wink:
 
Qualifikation
Krankenschwester/Nachtwache
Fachgebiet
Altenpflegeheim
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05.07.2001
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