Verweigerung im Umgang mit dem Port im Pflegeheim

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
H

heifeh

Neues Mitglied
Basis-Konto
04.08.2006
51103
Hallo zusammen,
hier mein erster Beitrag:
Vermehrt werden Patienten aus dem Krankenhaus mit Portanlage zur parenteralen Ernährung und Therapie ins Pflegeheim entlassen.
Unsere Regelung ist dann:
1) Schulung durch Intensiv Care des Sanitätshauses
2) Mehrfaches Zuschauen im Umgang mit dem Port durch Pflegefachkräfte
3) Und schließlich die Übernahme folgender Tätigkeiten durch Pflegefachkräfte im Beisein des Arztes: Vorbereiten des Ernährungsbeutels, Spülen des Port-Katheters mit NACL, Anhängen des Beutels - alles gemäß ausgehändigtem Standard!
Das Wechseln der Nadel und den Umgang mit dem Port bei noch so geringen Schwierigkeiten übernehmen die Intensivkräfte des Sanitätshauses.
Trotzdem - und das ist unser Problem - verweigern die Fachkräfte (bis auf 2) das Anhängen und das Spülen des Katheters. Sie fürchten rechtliche Konsequenzen bei Loslösung eines Thrombos mit möglichen Folgen.
Alle Bekundungen meinerseits sind vergebens, sodass ich bald zu arbeitsrechtlichen Mitteln greifen muss.
Meine Frage:
Kennt jemand eine einschlägige Rechtssprechung zum Thema: Delegation von ärztlichzen Tätigkeiten?
Hat jemand mit der gleichen Widerspenstigkeit zu tun?
Bitte um baldige Antwort

Gruß
hfehlau
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Pflegeheim
Ira

Ira

Mitglied
Basis-Konto
Re: Verweigerung im Umgang mit demPort im Pflegeheim

Es gibt sehr viel Literatur zu diesem Thema. Du kannst niemanden zwingen ärztliche Tätigkeiten auszuüben. Du wärst auch nicht klug wenn du das tätest, weil in diesem Fall du die volle Verantwortung trägst und damit die Haftung aufgebürdet bekommst, wenn tatsächlich etwas passiert. Außerdem kannst du da nicht mit arbeitsrechtlichen Maßnahmen kommen - da hättest du schlechte Karten. Übernahme von ärztlichen Tätigkeiten setzt voraus, dass die betreffende Pflegeperson sicher in der Ausübung derselben ist, mehrfach geübt hat und die Durchführung geprüft wurde. Wenn die dann aussagen, dass sie das auf deinen Druck hin gemacht haben, bist du geliefert. Warum sollen deine MA das überhaupt machen - die haben doch genug "eigene" - nämlich pflegerische Arbeit.
Grüße von Ira
 
Qualifikation
Gesundheits- und Fachkrankenschwester, PDL, QM, Geschäftsführerin
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
Felidaes

Felidaes

Mitglied
Basis-Konto
19.06.2006
50737
Mich hat gerade ein wenig die kalte Wut gepackt, als ich las, daß Du ver-
antwortungsvolle Mitarbeiter als widerspenstig abqualifizierst!
Du solltest froh sein, daß Du Kollegen hast, die ihre Grenzen anerkennen und
die sich ihrer Verantwortung bewußt sind.
Wäre es Dir lieber, wenn sie auf deinen Druck hin eine Tätigkeit durchführen,
bei deren Ausführung sie total unsicher sind, und dann ein Bewohner dabei
zu Schaden kommt?
Ärztliche Tätigkeiten können an Fachkräfte delegiert werden, aber nach meinem Ausbildungsstand habe ich als Fachkraft jederzeit das RECHT, NEIN
zu sagen, wenn ich mir nicht sicher bin, daß meine Kenntnisse dazu ausreichen, diese Tätigkeit problemlos auszuführen.
Mir wurden bspw. während meiner Ausbildung die theoretischen Grundkenntnisse der i.m.Injektion vermittelt, ich war aber nie gefordert, diese in die Praxis umzusetzen.
Dann wechselte ich die Arbeitsstelle, und es wurde im neuen Haus einfach
vorausgesetzt, daß ich eine Bewohnerin, die auf meiner Station war, i.m.
spritze, weil ich ja eine Fachkraft bin.
Ich habe mich geweigert, ich habe erklärt, daß ich das noch nie gemacht hatte und daß ich nicht bereit bin, einfach "drauf los zu spritzen", und über
die Gefahren - Verletzen von tiefliegenden gefäßen oder Nerven - brauchen
wir wohl nicht zu diskutieren.
Meine Bitte auf eine fachkundige Unterweisung durch den Hausarzt d. Bewohnerin wurde abgelehnt, aber letztendlich wurde meine Weigerung
akzeptiert.
Der Fall mag in deiner Einrichtung anders liegen, aber wie schon gesagt, Du
solltest froh sein, daß deine Mitarbeiter sich der Verantwortung, die sie mit
einer solchen Tätigkeit übernehmen, bewußt sind, zu ihrer Unsicherheit
stehen und nicht einfach "drauf los hantieren", um ja nicht aufzufallen und
dann ganz krass gesagt "scheiße bauen", bei denen ein Bewohner ernsten
Schaden nehmen könnte.
Nichts für Ungut!

Feli
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegewohngemeinschaft
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Person
K

kitteltasche

Mitglied
Basis-Konto
21.02.2006
04157
Alle Bekundungen meinerseits sind vergebens, sodass ich bald zu arbeitsrechtlichen Mitteln greifen muss.
Meine Frage:

Hat jemand mit der gleichen Widerspenstigkeit zu tun?
Cool! das sind doch ´mal wieder PDL´s, wie man sie aus der Pflegelandschaft von 1805 kennt !
Unglaublich, wirklich !

Zum Inhalt nur das : Bekommt Ihr Behandlungspflege überhaupt bezahlt?

Zu den Problemen mit Deinen bösen, widerspenstigen Mitarbeitern...
Ich wünsche allen Mitarbeitern, daß sie bald eine PDL finden, die nicht mit prähistorischen Arbeitsmethoden arbeitet; bestimmt haben alle Betroffenen vernünftigerweise auch schon Bewerbungen laufen...

Unglaublich! ... Arbeitsrechtliche Mittel.... Ts !
Das wär´ echt komisch, wenn´s nicht so traurig wär´...

da ist wirklich ´ne Abmahnung fällig.... !
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Chirurgie/Innere
W

wuschelkopp

Mitglied
Basis-Konto
20.01.2006
30655
In den letzten Tagen hab ich es auch zum ersten Mal mit PEG Versorgung zu tun bekommen. Und, ganz "toll", die WBL hatte keine Lust mir den Umgang damit zu zeigen, sie hat mir im Schnellverfahren geschildert was ich wie zu tun hätte und ist dann *huschhusch* in den Feierabend gesaust.

Ich bin zur PDL, hab ihr gesagt das ich unsicher bin, und sie hat mich gebeten erst einmal eine Fachkraft dazuzuholen, wenn ich die Versorgung übernehme. Auch immer eine Fachkraft zu fragen, wenn ich merke das mir etwas ungewöhnlich vorkommt.

Und ich hänge nur die Nahrung an, mörsere die Medikamente und gebe sie über diese kleines kleine Verbindungsstück (ich weiß garnicht wie das heisst:angry: ) Ich wäre gern besser eingewiesen worden. Aber ich darf nein sagen oder mir Hilfe holen, wenn ich merke das ich nicht zurecht komme...
 
Qualifikation
Pflegehelferin
Fachgebiet
Pflegeheim
J

Joewern

Mitglied
Basis-Konto
23.11.2005
63225
Hi erstmal. Also die Antworten auf Deinen Beitrag kann ich nicht fassen. Naja, gut, das mit den "arbeitsrechtlichen Konsequenzen" finde ich schon ein bissi hart, allerdings wenn die Mitarbeiter geschult sind, den Standart vorliegen haben und die Durchführung 2-3 mal unter Leitung einer Intensivkraft durchgeführt wurde, sollte man von einer examinierten Fachkraft schon erwarten können, genug Kompetenz an den Tag zu legen eine solche Tätigkeit durchzuführen.
Wenn ich dann lese "...Pflegelandschaft von 1805..." gehen mir die Nackenhaare hoch, weil dank dieser Art der Einstellung wir immer, wie in 1805, die Handlanger der Ärzte sein werden und dies bleiben werden. Wir haben schon genug damit zu tun uns als eigenständigen und autonomen Beruf zu qualifizieren, denn was sind wir Pflegekräfte? Die Büttel und Handlanger der Ärzte und Krankenkassen. Soll das so bleiben?
Biete die Fortbildung und die mehrfache Einweisung durch eine Intensivkraft des Sanitätshauses an. Weiter sollte vielleicht noch eine FoBi durch einen Arzt geschehen, der über die möglichen Gefahren aufklärt. Sollten sich dann noch wenige Pflegekräfte weigern, ist das OK, denn ärztliche Tätigkeiten sollten tatsächlich nur an Kräfte deligiert werden, die sich dazu befähigt halten. Druck durch arbeitsrechtliche Konsequenzen solltest Du m.E. nach unterlassen. Der bessere Weg ist die FoBi, Aufklärung und Qualifizierung.
Aber sorry, Kitteltasche, wenn wir weiter so handeln wie Du denkst werden wir niemals eine anerkannte und eigenständige Profession und bleiben tatsächlich weiterhin die Büttel und Handlanger des Arztes, wie 1805 eben...
 
Qualifikation
Studium Pflegewissenschaft, Altenpfleger
Fachgebiet
Südhessen
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Mitglieder
kleinergizmo

kleinergizmo

Mitglied
Basis-Konto
15.05.2005
61267
Hallo auch,

Sollten sich dann noch wenige Pflegekräfte weigern, ist das OK, denn ärztliche Tätigkeiten sollten tatsächlich nur an Kräfte deligiert werden, die sich dazu befähigt halten.
So als Anregung für dich, Joewern - sollten die delegierten Tätigkeiten denn dann nicht auch honoriert werden?

Zum Rest - Als Schülerin, derzeit Ende der 1.Ausbildungsjahres, kann ich bei Leitungen und/oder Fachkräften, die MA bei solchen Tätigkeiten mit Unsicherheiten alleine lassen, schlicht und einfach nur den Kopf schütteln :ermm:
Auch und gerade, weil manche Bedenken bei fehlendem theoretischen Grundstein wohl nicht unberechtigt sind und es nun mal um die Patienten/Bewohner geht... Aus deren Sicht möchte ICH nicht von Pflegekräften behandelt werden, die es wegen dem Druck von oben tun.

LG,
Gizmo
 
Qualifikation
Krankenpflegerin
Fachgebiet
Dialyse
M

Monika Bartz

Mitglied
Basis-Konto
02.02.2006
4020
Hallo Heifeh!
Zitat: "Vermehrt werden Patienten aus dem Krankenhaus mit Portanlage zur parenteralen Ernährung und Therapie ins Pflegeheim entlassen.
Unsere Regelung ist dann:
1) Schulung durch Intensiv Care des Sanitätshauses
2) Mehrfaches Zuschauen im Umgang mit dem Port durch Pflegefachkräfte
3) Und schließlich die Übernahme folgender Tätigkeiten durch Pflegefachkräfte im Beisein des Arztes: Vorbereiten des Ernährungsbeutels, Spülen des Port-Katheters mit NACL, Anhängen des Beutels - alles gemäß ausgehändigtem Standard!
Das Wechseln der Nadel und den Umgang mit dem Port bei noch so geringen Schwierigkeiten übernehmen die Intensivkräfte des Sanitätshauses."

Wenn das so läuft, dann find ich die Aufregung um die Versorgung des PORTS eigentlich auch ein wenig merkwürdig.
Ist dein Personal examiert? Wenn "ja", dann dürfte eigentlich das Handling an einem PORT kein Problem sein, denn das lernt man, zumindest bei uns, in der Ausbildung. Nicht examiertes Personal darf auch bei uns nicht am PORT hantieren.
Was mich noch interessieren würde: Wie ist das bei euch mit dem Heparin - Schloß nach der Verabreichung der parenteralen Ernährung. Wir müssen nach dem Abhängen einer Infusion oder eines Ernährungsbeutels immer mit Heparinlösung spülen. Aber dieses Thema wird auch in anderen Threads diskutiert.
Wir sind sehr froh, dass es diese Art von venösem Zugang für unsere Langzeitpatienten gibt (bei uns hauptsächlich für Chemotherapie) und das Handling ist selbstverständlich für uns.
Natürlich kann es in einem Pflegeheim andere Prioritäten geben, aber ich seh es eher so, dass wir uns als examinierte (diplomierte) Fachkräfte nicht unter unserem Wert verkaufen dürfen. Wie immer tue ich mich aber ein wenig schwer, die Sachlage in Deutschland einzuschätzen, da ich viele Gesetze und Richtlinien nicht kenne.
Arbeitsrechtliche Verfolgung erscheint mir aber trotzdem sehr hart. Da schließe ich mich der Meinung von Jöewern an!

Auszug aus einem Artikel im Internet über Delegation ärztlicher Tätigkeit:

Ist die Pflegefachperson nicht in der Lage, eine
dem Standard der pflegerischen Wissenschaft entsprechende
behandlungspflegerische Maßnahme
durch- oder fortzuführen, gebietet es die pflegerische
Sorgfalt, die Durchführung dieser Maßnahme
einer hierzu kompetenten Pflegefachperson zu
übertragen. Hätte bei Anwendung der erforderlichen
Sorgfalt erkannt werden müssen, dass die
eigenen Fähigkeiten nicht ausreichen und wird
die behandlungspflegerische Maßnahme dennoch
übernommen oder fortgesetzt, muss regelmäßig
von einer Sorgfaltspflichtverletzung ausgegangen
werden. Man spricht dann von einem Ȇbernahmeverschulden
«. Beim Einsatz von Klinikgeräten
sind Sorgfaltspflichtverletzungen nicht ganz selten.
Die zunehmende Technisierung im Gesundheitswesen
bringt es mit sich, dass Funktionsweisen
von Gertäen für die Pflegefachperson nicht mehr
durchschaubar sind. Trotzdem müssen Schäden
des Patienten durch die fehlerhafte Anwendung
eines Gertäes unter allen Umständen vermieden
werden. Von der Pflegefachperson wird erwartet,
dass sie sich mit der Arbeitsweise des von ihr eingesetzten
Gerätes und den möglicherweise auftretenden
Ströungen vertraut macht und auskennt.
Sie muss wissen, wann ein Techniker herangezogen
werden sollte.
Die berufliche Fortbildung wird aufgrund Zeitmangels
häufig vernachlässigt. Ein Verstoß gegen
diese Berufspflicht stellt eine objektive Sorgfaltspflichtverletzung
dar. Nur die Pflegefachperson,
die sich regelmäßig über den Fortschritt in der
Pflege informiert, ist in der Lage, eine für den Patienten
unschädliche Pflege zu betreiben. Auf Angaben
in wissenschaftlichen Publikationen darf
sich die Pflegefachperson verlassen, es sei denn,
dass diese so unwahrscheinlich sind, dass die Annahme
der Richtigkeit schon wieder eine objektive
Sorgfaltspflichtverletzung darstellt......

Lieben Gruß
Monika B.


 
Qualifikation
Krankenschwester / Praxisanleiterin
Fachgebiet
Linz
Ira

Ira

Mitglied
Basis-Konto
Hallo Wuschelkopp,

nein du darfst nicht nein sagen - du musst nein sagen wenn du nicht sicher bist! und das hat jede PDL, wenn Sie eine Ausbildung oder ein Studium hat, auch gelernt!

Lieben Gruß
 
Qualifikation
Gesundheits- und Fachkrankenschwester, PDL, QM, Geschäftsführerin
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
H

highfive

Mitglied
Basis-Konto
31.07.2005
52156
@ heifeh . Eigentlich musst du vor der Aufnahme eines Bewohners doch entscheiden ob ihr die Pflege überhaupt durchführen könnt. Ich denke das man da mit 2 Pflegekräften nicht auf er sicheren Seite ist, das wäre dann wohl eine eine grobe Abweichung in der MDK Sprache.

@ Wuschelkopp du führst tatsächlich Behandlungspflegen aus welche nur von Pflegefachkräften übernommen werden dürfen, da sind wir dann nicht nur bei groben Abweichungen sondern sogar schon beim Abrechnungsbetrug.
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
-
K

kitteltasche

Mitglied
Basis-Konto
21.02.2006
04157
Wenn ich dann lese "...Pflegelandschaft von 1805..." gehen mir die Nackenhaare hoch, weil dank dieser Art der Einstellung wir immer, wie in 1805, die Handlanger der Ärzte sein werden und dies bleiben werden. Wir haben schon genug damit zu tun uns als eigenständigen und autonomen Beruf zu qualifizieren, denn was sind wir Pflegekräfte? Die Büttel und Handlanger der Ärzte und Krankenkassen. Soll das so bleiben?
Sacht doch keiner! Mit keiner einzigen meiner Zeilen habe ich gesagt, daß ich das recht so finde, wenn "solche Dinge" nicht duch Pflegekräfte gemacht werden.

Aber sorry, Kitteltasche, wenn wir weiter so handeln wie Du denkst werden wir niemals eine anerkannte und eigenständige Profession und bleiben tatsächlich weiterhin die Büttel und Handlanger des Arztes, wie 1805 eben...
Du weißt ja gar nicht, wie ich denke!:wink:

Ich geb´ Dir Recht- drei Jahre lernt man und sollte tunlichst vermeiden, daß dann all diese erlernten Tätigkeiten an die Langkittel übergeben werden, logisch.
ABER:
Die Art und Weise wie jene PDL hier schreibt und von "arbeitsrechtlichen Maßnahmen" spricht sind genau das:
Arbeitsmethoden von 1805.

Das hat nichts, aber auch gar nichts mit Verwissenschaftlichung, Verselbständigung oder Professionalisierung der Pflege zu tun, sondern ganz im Gegenteil: DAS SIND METHODEN VON 1805.

Pflege wird gesagt, wenn Pflege nicht spurt, gibt´s Haue.
Ich selbst kenne aus Pflegeheimen Wissenlücken, die Florence Nightingale noch wieder aufwecken könnten und wenn Pflegekräfte sich unwohl und überfordert fühlen, müssen sie, wenn sie NICHT wie 1805 arbeiten sollen, sagen können: "Mach´ ich nicht!"
Stichwort Durchführungsverantwortung.

Ich finde das auch bekloppt, wenn sich das Personal da wegen so ´ner Lapalie in die Hosen macht : ABER: Sie haben das Recht dazu, sich in die Hose zu machen und können das tun, weil sich Pflege klar definiert und nicht nur hinnimmt.

Anstatt aber wie 1805 mit einem Arbeitsrichter kommen zu wollen, der sich - ganz nebenbei - total kaputtlachen würde, sollte man schulen, schulen, schulen und schulen.
Und wenn sich dann noch immer "alle" weigern, sollte man die Qualität der Schulungen untersuchen und nicht die Mitarbeiter verdreschen wollen!

Du bist in Bezug auf meinen Eintrag am Thema vorbei- gern aber stelle ich hiermit noch´mal klar, was ich eigentlich sagen wollte.

Fazit: Abmahnung für die PDL aus 1805 ! :devil:
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Chirurgie/Innere
G

gladius

Hallo zusammen,
hier mein erster Beitrag:
Vermehrt werden Patienten aus dem Krankenhaus mit Portanlage zur parenteralen Ernährung und Therapie ins Pflegeheim entlassen.
Unsere Regelung ist dann:
1) Schulung durch Intensiv Care des Sanitätshauses
2) Mehrfaches Zuschauen im Umgang mit dem Port durch Pflegefachkräfte
3) Und schließlich die Übernahme folgender Tätigkeiten durch Pflegefachkräfte im Beisein des Arztes: Vorbereiten des Ernährungsbeutels, Spülen des Port-Katheters mit NACL, Anhängen des Beutels - alles gemäß ausgehändigtem Standard!
Das Wechseln der Nadel und den Umgang mit dem Port bei noch so geringen Schwierigkeiten übernehmen die Intensivkräfte des Sanitätshauses.
Trotzdem - und das ist unser Problem - verweigern die Fachkräfte (bis auf 2) das Anhängen und das Spülen des Katheters. Sie fürchten rechtliche Konsequenzen bei Loslösung eines Thrombos mit möglichen Folgen.
Alle Bekundungen meinerseits sind vergebens, sodass ich bald zu arbeitsrechtlichen Mitteln greifen muss.
Meine Frage:
Kennt jemand eine einschlägige Rechtssprechung zum Thema: Delegation von ärztlichzen Tätigkeiten?
Hat jemand mit der gleichen Widerspenstigkeit zu tun?
Bitte um baldige Antwort

Gruß
hfehlau
Ein Tipp,
lade Dir jemand ein und mache eine Fortbildung daraus.
Diese lässt Du per Unterschrift der jeweiligen MA quittieren. Fertig! ... weiterdenken.

Es geht hier um eine PEG nicht um einen dreilumigen zentralen Zugang, weiterhin handelt es sich um examiniertes FACHPERSONAL.
glaube ich es denn!
 
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
Dieses Thema hat seit mehr als 365 Tagen keine neue Antwort erhalten und u.U. sind die enthalteten Informationen nicht mehr up-to-date. Der Themenstrang wurde daher automatisch geschlossen. Wenn Du eine ähnliche Frage stellen oder ein ähnliches Thema diskutieren möchtest, empfiehlt es sich daher, hierfür ein neues Thema zu eröffnen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Verwandte Forenthemen

N
Hallo, ich arbeite seit Dezember 1998 in einem nicht Tarifgebundenem Altenheim. Unser Gehalt ist Verhandlungssache. Ab September 2022...
  • Erstellt von: Nachtwachenclaudi
0
Antworten
0
Aufrufe
118
Zum neuesten Beitrag
Nachtwachenclaudi
N
Huhn
Hallo. ich würde interessieren wie eure Bedingungen aussehen und was ihr wie gewichtet. Hier ist man ja mehr oder weniger anonym. Will...
  • Erstellt von: Huhn
0
Antworten
0
Aufrufe
332
Huhn
R
Hallo zusammen, liebe Pflegeboard-Nutzer! Im Rahmen meiner Recherche Arbeit "Digitalisierung von Pflege-Organisation- und Planung"...
  • Erstellt von: Rene N.
0
Antworten
0
Aufrufe
237
R
Q
Hallo Zusammen, ich finde zwar zahlreiche Tracker, aber irgendwie keinen, der nicht potentiell recht "leicht abgelegt" werden kann...
  • Erstellt von: Quallus
8
Antworten
8
Aufrufe
536
L