Arbeitsrecht Verstoß gegen ArbZG

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marina8975

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Hallo allerseits, beim durchstöbern der Forenthemen habe ich nichts dergleichen gefunden, möchte daher dieses Thema eröffnen.

Ich arbeite derzeit bei einem ambulanten Pflegedienst und die Bedingungen dort werden immer katastrophaler. Wenn ich mir das ArbZG anschaue sehe ich gleich das mein AG gegen mindestens 2 Dinge verstößt.

Meine Frage nun, kann man das irgendwo "zur Anzeige" bringen? Schließlich ist das ArbZG doch bindend oder nicht???

lg
 
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SchwesterWolfgang

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AW: Verstoß gegen ArbZG

. . . erste Frage: gibt es einen Betriebsrat, oder eine MAV? Zweite Frage: hast Du eine Rechtsschutzversicherung oder bist Du Mitglied einer Gewerkschaft?
Wenn Du die erste mit ja beantworten kannst, dann wäre das Dein erster Ansprechpartner. Es empfiehlt sich nicht, auch wenn man im Recht ist, den Arbeitgeber zur Anzeige zu bringen. Die Retourkutsche könnte schmerzlich sein, denn Recht haben und Recht bekommen, ist in Deutschland immer noch zweierlei. Ein BR z.B. hat den Sonderkündigungsschutz und als eine Hauptaufgabe, darüber zu wachen, dass die AN- Schutz- Gesetze auch eingehalten werden. Dafür hat ein BR einige Druckmittel und kann im Härtefall auch das Gewerbeaufsichtamt ungestraft informieren.
Ansonsten empfiehlt sich der Gang zum Rechtsanwalt oder zur Rechtsabteilung der Gewerkschaft. Heißt ja nicht, dass man gleich den Arbeitgeber verklagen muss - aber manchmal ist ein höflicher, aber bestimmt formulierter Brief eines Juristen schon ganz hilfreich, einen unwilligen Arbeitgeber wieder in die rechte Spur zu bringen . . .
 
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marina8975

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AW: Verstoß gegen ArbZG

. . . erste Frage: gibt es einen Betriebsrat, oder eine MAV? Zweite Frage: hast Du eine Rechtsschutzversicherung oder bist Du Mitglied einer Gewerkschaft?
Wenn Du die erste mit ja beantworten kannst, dann wäre das Dein erster Ansprechpartner. Es empfiehlt sich nicht, auch wenn man im Recht ist, den Arbeitgeber zur Anzeige zu bringen. Die Retourkutsche könnte schmerzlich sein, denn Recht haben und Recht bekommen, ist in Deutschland immer noch zweierlei. Ein BR z.B. hat den Sonderkündigungsschutz und als eine Hauptaufgabe, darüber zu wachen, dass die AN- Schutz- Gesetze auch eingehalten werden. Dafür hat ein BR einige Druckmittel und kann im Härtefall auch das Gewerbeaufsichtamt ungestraft informieren.
Ansonsten empfiehlt sich der Gang zum Rechtsanwalt oder zur Rechtsabteilung der Gewerkschaft. Heißt ja nicht, dass man gleich den Arbeitgeber verklagen muss - aber manchmal ist ein höflicher, aber bestimmt formulierter Brief eines Juristen schon ganz hilfreich, einen unwilligen Arbeitgeber wieder in die rechte Spur zu bringen . . .
1. nein gibt es nicht, leider
2. Rechtsschutz ja, Gewerkschaft nein

ich mag niemanden verklagen gleich, will mich vorerst ja nur informieren. Sicherlich werde ich meinen AG zuallererst informieren, sollte sich dann bewahrheiten was ich vermute und sich nichts tun, dann erst gehe ich einen Schritt weiter.
 
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traveler

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AW: Verstoß gegen ArbZG

Ich muss dir sagen ich verstehs immer noch nicht.:kopfkratz:

Sollte es wirklich so sein, dass seit Monaten/Jahren, weder du noch deine Kollegen wissen ob sie richtig bezahlt werden oder die Stunden überhaupt stimmen und genügend frei bekommen etc.?

Wirklich keiner an deiner Arbeitsstelle???
Keiner deiner Kollegen???
Keiner deiner Kollegen hat bisher nachgerechnet oder nachgefragt???

Kann ich nicht Glauben:blink:

Sag bitte jetzt nicht, dass sich examinierte PKs sowas bieten lassen?
 
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marina8975

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AW: Verstoß gegen ArbZG

Ich muss dir sagen ich verstehs immer noch nicht.:kopfkratz:

Sollte es wirklich so sein, dass seit Monaten/Jahren, weder du noch deine Kollegen wissen ob sie richtig bezahlt werden oder die Stunden überhaupt stimmen und genügend frei bekommen etc.?

Wirklich keiner an deiner Arbeitsstelle???
Keiner deiner Kollegen???
Keiner deiner Kollegen hat bisher nachgerechnet oder nachgefragt???

Kann ich nicht Glauben:blink:

Sag bitte jetzt nicht, dass sich examinierte PKs sowas bieten lassen?
doch, irgendwie tun wir das.. traurig, ich weiß.. nun nachgefragt hat der ein oder andere sicherlich.. aber auch die Kommunikation zwischen den MA ist seit gut einem halben Jahr beträchtlich gesunken.. das Arbeitsklima beschissen.. fragt man die GF was bekommt man kaum, ungenügende oder aber patzige Antworten.. frag mich nicht wie oft ich allein schon gefragt hab nach nem Ausdruck bzgl meiner Mehr-/Minderarbeit..
 
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SchwesterWolfgang

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AW: Verstoß gegen ArbZG

. . . na bitte, Rechtsschutz ist doch schon mal was! Also such Dir einen Fachanwalt für Arbeitsrecht in Eurer Gegend. Bitte nicht einen, der Arbeitsrecht, Verkehrsrecht, Familienrecht, Erbrecht usw.usw. in einer Person anbietet! Damit meine ich - es gibt auch Anwaltbüros, wo mehrere Anwälte unter einem Dach und jeder auf seinem Fachgebiet zusammenarbeiten. Aber einer allein kann nicht mehrere Fachgebiete können- maximal 2. Der kann sich dann Deinen Arbeitsvertrag mal vornehmen, kann über die Firma recherchieren, was an Informationen noch fehlt und Dir dann genau Auskunft erteilen. Wie schon im ersten posting geschrieben - Du musst ja nicht gleich was unternehmen - erst mal eine Rechtsberatung. Und je nachdem, wie diese ausfällt, wird Dir ein guter Fachanwalt auch wieder erst mal die einfachste Herangehensweise empfehlen, sowie die Chancen. Und dann kannst Du unter anwaltlicher Begleitung Schritt für Schritt Dein Recht einfordern. Ein guter Anwalt wird einem Arbeitnehmer nur im Härtefall eine gerichtliche Auseinandersetzung empfehlen, weil man zwar Recht bekommen kann, dann aber das Verhältnis auf alle Zeiten vergiftet ist und am Schluss vielleicht die Eigenkündigung steht. Also keine Angst: ein Anwalt tut nichts gegen Deinen Willen, aber er kann Dich konkreter beraten, als es in einem Forum möglich ist . . .
 
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marina8975

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AW: Verstoß gegen ArbZG

. . . na bitte, Rechtsschutz ist doch schon mal was! Also such Dir einen Fachanwalt für Arbeitsrecht in Eurer Gegend. Bitte nicht einen, der Arbeitsrecht, Verkehrsrecht, Familienrecht, Erbrecht usw.usw. in einer Person anbietet! Damit meine ich - es gibt auch Anwaltbüros, wo mehrere Anwälte unter einem Dach und jeder auf seinem Fachgebiet zusammenarbeiten. Aber einer allein kann nicht mehrere Fachgebiete können- maximal 2. Der kann sich dann Deinen Arbeitsvertrag mal vornehmen, kann über die Firma recherchieren, was an Informationen noch fehlt und Dir dann genau Auskunft erteilen. Wie schon im ersten posting geschrieben - Du musst ja nicht gleich was unternehmen - erst mal eine Rechtsberatung. Und je nachdem, wie diese ausfällt, wird Dir ein guter Fachanwalt auch wieder erst mal die einfachste Herangehensweise empfehlen, sowie die Chancen. Und dann kannst Du unter anwaltlicher Begleitung Schritt für Schritt Dein Recht einfordern. Ein guter Anwalt wird einem Arbeitnehmer nur im Härtefall eine gerichtliche Auseinandersetzung empfehlen, weil man zwar Recht bekommen kann, dann aber das Verhältnis auf alle Zeiten vergiftet ist und am Schluss vielleicht die Eigenkündigung steht. Also keine Angst: ein Anwalt tut nichts gegen Deinen Willen, aber er kann Dich konkreter beraten, als es in einem Forum möglich ist . . .
danke für den Tipp:thumbsup2:
ich werd mich mal darum kümmern
 
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