Versorgung eines Verstorbenen

Nikroete

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:blushing: Hallo......wir hatten heute auf der Arbeit das Thema, was ist genau zu tun, wenn ein Kunde ( ambulanter Pflegedienst ) verstirbt.
Eine Kollegin erzählte nämlich, das es wohl "verboten" sei, den Unterkiefer mit einer Mullbinde locker zu fixieren, damit der Mund geschlossen bleibe. Andere sagen wieder rum, das es noch richtig sei.
Was denn nun? Gerüchten nach, wird gesagt, das es sonst "Druckstellen" gibt. Wir haben zwar ein Standard für die Versorgung eines Verstorbenen, aber von einer leichten Fixierung des Unterkiefers, steht nichts daon drin. :ermm:
Wer kann helfen???
 
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pegean

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AW: Versorgung eines Verstorbenen

So lange der Arzt nicht da war würde ich gar nichts machen ,denn offiziell darf ja nur dieser den Tod fest stellen .
Es gibt Ärzte (meistens Bereitschafsärzte ) die da sehr empfindlich reagieren und und schnell "unklare " Todesursache im Totenschein ankreuzen.

LG
 
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Nikroete

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AW: Versorgung eines Verstorbenen

ja, das ist klar, das man erst auf den Arzt warten muss. Aber danach???? Bei uns ist es nämlich so, das die Ärzte dann sehr schnell bei dem Verstorbenen ankommen, um den Tod festzustellen. Auch dann erst werden die Kunden noch "Zurecht" gemacht.....kleine Wäsche, frische Kleidung ( wenn erwünscht wird ) usw.
Darf man dann den Unterkiefer leicht fixieren, damit der Mund geschlossen bleibt??????????????? Da gibt es nämlich sehr unterschiedliche Äußerungen.
 
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pegean

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AW: Versorgung eines Verstorbenen

Wüsste nicht was gegen die leichte Fixierung spricht .
Selber nehme ich dann immer gern ein kleines zusammen gerolltes Handtuch .

LG
 
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Lisy

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AW: Versorgung eines Verstorbenen

Hallo Nikroete,
eine rechtsverbindliche Aussage kann ich jetzt nicht machen. Wir haben uns mit den Bestattern einnehmlich darauf geeinigt, das wir nur auf ausdrücklichen Wunsch die Kunden "zurecht machen" ansonsten macht das der Bestatter sowieso und den Kiefer zu binden machen wir seit bestimmt 20 Jahren nicht mehr - bringt eh nicht wirklich was- außer das der Verstorbene echt scheußlich aussieht- mit der Mullbinde um den Kopf.
Grüßle Lisy
( fragt doch einfach eure Bestattungsunterhemen)
 
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nofretete

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AW: Versorgung eines Verstorbenen

Ja stimmtLisy wir binden au schon lange nicht mehr hoch, eventuell ein zusammengerolltes Handtuch. Aber bei den Bewohnern, die schon Tage vor dem Sterben mit offenen Mund schlafen, da hilft dann im Endeffekt auch keine Mullbinde mehr, da schon leichte Versteifung eingetreten ist.
 
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Nikroete

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AW: Versorgung eines Verstorbenen

Hallo an alle.....
danke für Eure Antworten, dann denke ich mal, das ich meinen lieben Kollegen das mal verklickern werde. Denn Sinn habe ich sowieso nie so richtig verstanden. Und.....ihr habt recht.....es sieht dann echt schrecklich mit der Mullbinde um den Kopf aus.
 
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Heiri78

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AW: Versorgung eines Verstorbenen

wir benützen bei uns klar eine Kinnstütze...
kann verbleiben und ist unauffällig.
(Selbverständlich nach den ärztlichen Formalitäten)

Grüsse
 
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Marcus Franciscus

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AW: Versorgung eines Verstorbenen

Hi,
auf Binden sollte verzichtet werden bis ein natürlicher Tod festgestellt worden ist. Kinnstütze klingt gut.
Zubinden kann Stangulierungsmerkmale, Würgemerkmale verbergen oder vortäuschen und somit Zweifel an einem natürlichen Tod aufkommen lassen. Besser unterlassen! (vgl. Rechtsmedizin systematisch)
LG Markus Franciscus
 
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i.w.S.d.W." Leerer" Pflegeberufe, Pflegetheoretiker "praktisch kann ich nur denken"
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