Verhinderungspflege plus Kurzzeitpflege

F

fragender1

Mitglied
Basis-Konto
0
28325
0
Hallo, ich habe mal gleich ein neuen Thread geöffnet weil ich ne neue Frage habe. Ich habe grad gelesen das seit dem 01.01.2015 ein neue Regelung in kraft getreten ist. Ich ich wollte ich Fragen ob ich mit dem was ich daraus verstanden habe richtig liege. Undzwar wurde ich Verhinderungspflege ja erhöht auf 1612€ im Jahr und die Tage von 28 auf 42 Kalendertage. Nun habe ich gelesen das wenn man die Kurzzeitpflege nicht in Anspruch genommen hat, das man 50% von der Summe also 806€ zusätzlich zur verfügung hat für die Verhinderungspflege. Also das man Jährlich 2418€ zur Verfügung hat, habe ich das so richtig aufgefasst, oder habe ich was falsch verstanden?

Hier kann man was darüber lesen unten auf der Seite unter dem Punkt Verhinderungspflege Die Pflegereform 2015 – das sind die neuen Leistungen

Sorry wenn es das Thema schon habe leider nichts darüber gefunden, nur eben so sachen wie der Link von mir.

Also falls das Stimmen sollte, kann ich im Jahr die Verhinderungspflege ganz normal wie sonst auch in der Höhe von 2418€ weitergeben?

Gruß
 
Qualifikation
maler
Fachgebiet
bremen
R

Rosa1234

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
0
AW: Verhinderungspflege plus Kurzzeitpflege

Hi, ja es ist korrekt, dass ab diesem Jahr 2412 Euro fuer Verhinderungspflege zur Verfuegung stehen, soferm die Kurzzeitpflege nicht in Anspruch genommen wird.

Bei einer Ianspruchnahme unter 8 h am Tag, d.h. Bleibt das Pflegeld erhalten. Bei einer tageweisen Inanspruchnahme wird das Pflegeld fuer den Zeitraum.um die Haelfte reduziert
 
Qualifikation
Pflegeberaterin
Fachgebiet
Beratung
D

Deniz10

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
Aachen
0
AW: Verhinderungspflege plus Kurzzeitpflege

Hallo fragender 1,

die ist richtig, du darfst nicht vergessen, je nachdem bei welcher Krankenversicherung du bist musst du auf dem Antrag einen Absatz mit UMWIDMUNGSRegelung ankreuzen. Nur wenn du dieses Feld Ankreutzt bekommst du alles. für weitere fragen schreibe mir ruhig ich stehe gern zur Koorperation zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Deniz
 
Qualifikation
krankenpfleger im studium zur PDL
Fachgebiet
außerklinische heimbeatmung
Henoch

Henoch

Mitglied
Basis-Konto
32
63517
0
AW: Verhinderungspflege plus Kurzzeitpflege

" Zusätzlich möchte ich die Hälfte meines Anspruches auf Kurzzeitpflege (maximal € 806,00) als Verhinderungspflege in Anspruch nehmen."
steht auf den Formularen der KK nach Anlagenforderung zum PSG.

Wenn das bei Antragstellung nicht angekreuzt wurde, oder (noch) nicht auf dem Formular zu finden ist, stellt das auch kein Problem dar.
Der Anspruch auf Leistungen gem. § 39 "Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson" und hier nach Abs. 3 sind nicht formgebunden und bestehen auch ohne "das Kreuzchen" für das jeweilige Kalenderjahr fort.


:coff:
 
Qualifikation
Pflegeberater (7a), CM, Pflegegutachter (FH)
Fachgebiet
MDK
Weiterbildungen
Fachkrankenpfleger Intensivpflege & Anästhesie
Fachkrankenpfleger Psychiatrie -Gerontopsychiatrie
TQM-Auditor
F

fragender1

Mitglied
Basis-Konto
0
28325
0
AW: Verhinderungspflege plus Kurzzeitpflege

Ui cool dann weiß ich ja jetzt bescheid vielen dank. Aber krass das man sowas nicht schriftlich von der Versicherung bekommt, das es diese und jene neure Regelungen gibt. Man muss sich immer selbst darüber Informieren.
 
Qualifikation
maler
Fachgebiet
bremen
Henoch

Henoch

Mitglied
Basis-Konto
32
63517
0
AW: Verhinderungspflege plus Kurzzeitpflege

Werter Fragender1,

da fehlt mir jetzt aber leider jedwedes Verständnis.

Es gab Info´s im Fernsehen, zumindest auf den Sendern mit echten Inhalten.
Es gab Info´s in (fast) jeder echten Tageszeitung.
Es gibt Info´s zum Online-Lesen auf unzähligen Seiten.
Es gibt Info-Broschüren von allen Kranken- und Pflegekassen, sowohl Online wie auch in Papierform in deren Geschäftsstellen.
Es gibt Info´s und Online-Rechner auf den Seiten des BMvG.
Es gibt Info´s auf verschiedenen Board´s, auch auf speziellere Fragen.
Es gibt regionale Beratungsangebote von Kommunen, Kassen, und und

Was braucht es denn noch?
Sollen die Pflegekassen jedem der ca. 2,8 Millionen Pflegebedürftigen bei jeder Änderung, welche für ihn vieleicht relevant sein könnte oder würde, noch ´ne extra Info zusenden?
Das wären, wenn´s als Info-Flyer wäre rund 1,74 Millionen Euro nur an Portokosten.
Oder soll es gleich ´ne Broschüre sein? Dann wären es rund schlappe 4,1 Millionen an Porto.

Wer es möchte, kann sich diese Broschüren ja bei seiner Kasse auch bestellen.

Also ein wenig Eigeninteresse und -initiative darf es dann schon noch sein.


Also irgendwie F70ff...

Klar, können auch jeden der 35 Millionen Autofahrer über Änderungen im Punktesystem oder Bußgeldkatalog etc. auch noch persönlich, am besten im Rahmen eines individuellen Beratungsgesprächs, damit es auch wirklich jeder (zumindest im Ansatz) kappiert, informieren.

Wir leben doch nicht mehr im 17. Jahrhundert. Da brauchte es ja noch den Herold.

Soviel :coff: kann ich gar net trinken...:blink::blink:
 
Qualifikation
Pflegeberater (7a), CM, Pflegegutachter (FH)
Fachgebiet
MDK
Weiterbildungen
Fachkrankenpfleger Intensivpflege & Anästhesie
Fachkrankenpfleger Psychiatrie -Gerontopsychiatrie
TQM-Auditor
F

fragender1

Mitglied
Basis-Konto
0
28325
0
AW: Verhinderungspflege plus Kurzzeitpflege

Hahahaha was geht den mit dir Bitte? Arbeitest du für eine Kranken/Pflegeversicherung? Was Interessiert es dich den ob und wer was für Kosten aufbringt um seine Kunden zu Informieren? Es gibt Menschen die haben kein Internet, Fernsehn und lesen vielleicht auch nicht jede Zeitung und jedes Prospekt. Wenn es was gibt was dem Kunden wirklich was bringt dann sollte man ihn schon Schriftlich was zukommen lassen. Ich mein wir kriegen täglich Millionenfach müll mit Werbung was uns nichts bringt zugestellt, warum dann nicht etwas wo wir wirklich was von haben? Und zu mir ich bin 27 Jahre Alt und nutzer von Internet und Tv und trotzdem habe ich nichts davon mitbekommen, weil ich nicht jedesmal mich extra darüber Infomiere. Wenn man jemanden Geld schuldet dann wird man ja auch Bombandiert mit Rechnungen da denkt der Gläubiger ja auch nicht, oh lassen wir ihn mal ihn ruhe vielleicht kommt er ja selbst darauf zu zahlen. Ist jetzt ein dummes Beispiel aber was solls.
 
Qualifikation
maler
Fachgebiet
bremen
Böserwolf

Böserwolf

Unterstützer/in
Basis-Konto
32
kassel
0
AW: Verhinderungspflege plus Kurzzeitpflege

Also mein Vater ist auch pflegebedürftig und meine Eltern haben davon weder in der Zeitung, noch TV etwas gelesen.
Ich habe es hier durch Zufall im Pflegeboard gelesen. Ist also nicht so, dass ALLE Betroffenen davon wissen....
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Freiberufler
Henoch

Henoch

Mitglied
Basis-Konto
32
63517
0
AW: Verhinderungspflege plus Kurzzeitpflege

Was soll ich da noch erwidern? Das sind ja schon die Totschlagargumente schlechthin...

Dann fang ich mal "oben" an.
Gut, mein Arbeitgeber wird von den Kranken- und Pflegekassen finanziert.
Ist für mich jedoch gar kein Grund, nach dem Gusto eben dieser zu reden.
Die Rechnung ist eben eine ganz andere und, wie ich finde, auch ganz simpel.
Klar können die Gelder auch (noch) für (und noch eine) Informationskampagne rausgeworfen werden.
Nur, und hier ist nun mal kurz das Köpfchen gefragt..., wer bezahlt denn das Ganze?
Oh ja, genau die Kranken-/Pflegekassen. Und wer bezahlt resp. finanziert diese?
Klick, jedes Mitglied derselben eben.
Mir ist es eben lieber, wenn deren Gelder (unter anderem auch meine Mitgliedsbeiträge eben) für wichtigere Dinge ausgegeben werden. Es klemmt schon genug in dem Finanzierungssystem.
Aber gut, machen wir halt zu jedem "neuen" Fitzel eine Info-Kampagne. Und es gibt etliche Fitzel, welche für viele Interessant wären, Wegfall der Zuzahlung für Pille X, Verkehrsverbot für Tröpfchen Y, Neueinführung von Windel Z etc. etc.
Dann will ich aber auch kein Gejammer hören, wenn die Beiträge um 5 Punkte angehoben werden und Kasse H noch mal 5% Zusatzbeitrag braucht, weil sie sooo toll Informiert.

Es war, wie gesagt im "echten" Fernsehen Thema. Als das PSG (nicht der FC Paris Saint-Germain) Mitte ´14 beraten wurde fing das schon an.
Und Ende ´14 und Anfang ´15 gab es etliche TV Berichte hierzu. Spontan kann ich mich an Plusminus, Monitor, Report, MoMa und etliche Formate in den 3. erinnern, welche über die Änderungen berichet haben. Manche auch mit "Expertenrat am Telefon".

Die FAZ, die Süddeutsche, der Focus, der Spiegel und Stern etc. hatten informative Berichte.
Sogar unser Dorfblättchen hatte 2 Beiträge zum PSG.
Es gab landauf-landab Infoveranstaltungen von z.B. der Diakonie und anderen.
Die Dachverbände haben etliches an Material an ihre Mitglieder verteilt.

Wenn das also alles nicht ausreicht, dann ist an der alten Legende doch was dran. "Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin, weil es keiner weiss".

und lesen vielleicht auch nicht jede Zeitung und jedes Prospekt
Und somit ist doch schon der Effekt einer solchen, schriftlichen Info-Kampagne wie es gefordert wird, ad absurdum gestellt.
Wenn eben nicht jeder Prospekt gelesen wird und ich unterstelle ganz keck, auch "Prospekte" der KK/PK fallen hierunter warum dann zuschicken?

jedesmal mich extra darüber Infomiere.
Verlangt auch niemand... Bei der heutigen Informationsflut "hier" schon gar nicht.
Jedoch, wenn ich als Pflegeperson meines Vaters eben hier betroffen bin, tja, dann schon.
Es gibt den Spruch "Unwissenheit schützt nicht vor Strafe".
Auch wenn nicht jeder die StVO und StVZO auswendig kennt, so muss er halt trotzdem Zahlen oder den Führerschein abgeben wenn er dagegen verstößt. Ach ja...es gibt ein neues Punktesystem...schon gehört?

Und selbst wenn es bei Antragstellung auf Verhinderungspflege den Betroffenen nicht bekannt ist, auch nicht tragisch.
Zum einen, die Kasse weiss es und handelt entsprechend.
Die Kasse hat eine Beratungspflicht und mit dem Genehmigungsbescheid gibt es noch einen Info-Flyer zum Thema.

Ins Blaue würde ich noch anmerken...ein Smartphone kann mehr denn nur daddeln...


--------

Hallo BöserWolf,

mag es ja gar nicht aussprechen (schreiben), aber wie war das mit der (nicht verankerten) Fortbildungspflicht?
SGB V u. XI gehören doch zum Handwerkzeug.
Bei "Laien-Pflegenden" verstehe ich vieles, wenn jedoch "Betroffene" mit Unkenntnis glänzen, kriege ich so´n ziehen im Backenzahn. Zumal gerade für die Freiberufler doch die Ergänzungen z.B. des § 84 Abs. 7 SGB XI nicht uninteressant sind, betrifft es doch auch ihre Position bei der in Rechnungstellung ihrer Leistungen.

Auf etlichen Kongressen und Symposien gab (und gibt es noch) es Programmpunkte zum Thema PSG.

Mein Votum: Pflegekammern und verankerte Fortbildungspflicht für Pflegekräfte

Tja, kannst mir ja Deine E-Mail-Adresse geben, dann setz ich Dich auf die Newsletter...

Grüße
und :coff:
 
Qualifikation
Pflegeberater (7a), CM, Pflegegutachter (FH)
Fachgebiet
MDK
Weiterbildungen
Fachkrankenpfleger Intensivpflege & Anästhesie
Fachkrankenpfleger Psychiatrie -Gerontopsychiatrie
TQM-Auditor
L

Lisy

Unterstützer/in
Basis-Konto
AW: Verhinderungspflege plus Kurzzeitpflege

Leute ist euch die Temperatur zu hoch oder was soll das jetzt?
Klar sind die MA des MDK gehalten die Kosten niedrig zu halten. Aber jeder ambulante PD ist gehalten die "Kunden" zu beraten und zu unterstützen, wird neuerdings zu mindest in BW auch bezahlt. Dabei ist es egal ob die Pflegesachleistungen "haben" die niederschwellige Betreuung abrufen oder "nur" das Beratungsgespräch benötigen.
Die Pflegekassen geben sehr viel Geld aus um Pflegetagebücher zu verschicken, da kann man ja schon erwarten das sie ihre Mitglieder auf den neusten Stand bringen.
Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
  • Gefällt mir
Reaktionen: conny-baer17
Böserwolf

Böserwolf

Unterstützer/in
Basis-Konto
32
kassel
0
AW: Verhinderungspflege plus Kurzzeitpflege

Danke Lisy .
Henoch, da ich keine privatpflege mache, sondern ausschließlich in Einrichtungen tätig bin, liegen meine Fortbildungen im pflegerischen Bereich.
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Freiberufler
Henoch

Henoch

Mitglied
Basis-Konto
32
63517
0
AW: Verhinderungspflege plus Kurzzeitpflege

Zu warm gewiss nicht, jedenfalls mir nicht. Da kenne ich ganz andere klimatische und Arbeits-/bedingungen.
Zumal es hierzulande auch Aircondischen gibt.

Klar sind die MA des MDK gehalten die Kosten niedrig zu halten.
So ist es nicht.

Und ich finde es schon schade, das gerade die, welche es eigentlich wissen müssten, solche "Latrinen-Parolen" weiter(hin) verbreiten.

Aber gut, wie sieht den die Realität aus?
Jeder Versicherte wünscht sich ja eine qualitativ gute, wissenschaftlich gesicherte, gleichwertige und preiswerte Versorgung, unabhängig vom Wohnort und der Kranken-/Pflegeversicherung.

Um hierbei allen am System der Versorgung beteiligten eine fachlich unterstützende Stelle zur Seite zu stellen, gibt es den MDK/MDS.

Die Gutachterinnen und Gutachter des MDK sind in ihrer medizinischen und pflegerischen Bewertung unabhängig.
Im § 18 "Verfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit" heißt es explizit, >Die Gutachter sind bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben nur ihrem Gewissen unterworfen. Diese Vorgabe erfordert objektive und wissenschaftlich basierte Bewertungen.
Wir sind nur an den aktuellen Stand der Pflege- und Medizinwissenschaft und die aktuellen sozialrechtlichen Vorgaben gebunden.
In die ärztliche Behandlung oder pflegerische Versorgung wird grundsätzlch nicht eingegriffen.
Wir geben jedoch Hinweise und Tipps, wie manche Situation einfacher, fachlicher oder auch kosteneffizienter gestaltet werden kann.

Für die Pflegekassen begutachtet wir, ob jemand pflegebedürftig ist. Bei der Begutachtung zu Hause oder im Pflegeheim prüfen wir das Vorliegen der Voraussetzungen für Pflegebedürftigkeit und ob eine erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz vorliegt.
Auf dieser Beurteilung aufbauend, empfehlen wir der Pflegekasse eine Pflegestufe. Ebenso schlagen wir Maßnahmen zur Prävention und Rehabilitation vor, geben Empfehlungen über die Art und den Umfang von Pflegeleistungen oder die Hilfsmittelversorgung ab und formulieren Hinweise zu einem individuellen Pflegeplan.
Wir sind in keinster Weise "gehalten" die Kosten niedrig zu halten, also in diesem Sinn eine PS zu empfehlen, welche unterhalb des tatsächlichen Umfangs liegen würde.

Die Entscheidung über die Einstufung oder eine andere Leistungen liegt immer und einzig bei den Kranken- und Pflegekassen.

Hierbei sind die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen natürlich an ihre klare Verantwortung, die Beitragseinnahmen in die bestmögliche Versorgung ihrer Versicherten zu investieren gebunden. Die genehmigten Leistungen in jedem Einzelfall müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein.

Wie sich dies im Einzelfall darstellen mag, hierüber will und kann ich nicht urteilen. Da im ganzen System Menschen arbeiten, können gewiss Fehlentscheidungen nie ausgeschlossen werden. Genau auch hierfür gibt es ja den Widerspruch gegen mögliche Fehlentscheidungen.

Die Pflegekassen geben sehr viel Geld aus um Pflegetagebücher zu verschicken, da kann man ja schon erwarten
das sie ihre Mitglieder auf den neusten Stand bringen.
Tja, die werden nicht ohne Anlass verschickt, einzig bei Erst- oder Höherstufungsanträgen. Bei den meisten Kassen, zumindest hier im Bereich, liegt dann auch ein Flyer oder ´ne Broschüre zu den Leistungen der PV bei.

Schön wäre es, wenn diese Tagebücher dann auch genutzt würden... was leider überwiegend nicht stattfindet. Ebenso wie die nicht ausgefüllten Fragebogen, welche wir mit der Terminankündigung verschicken. Welcher übrigens auch eine Info zum Begutachtungsverfahren beiliegt.
Wie der Themenstarter es ausdrückte, "Ich versteh das sowieso nicht, was man alles den immer so genau erklären muss und alles vorzeigen muss, wo sie am ende eh nur ihre Bewertung abgeben und diese dann zählt.", versteht ein überwiegende Teil der Antragsteller aus unterschiedlichen Gründen das Verfahren der Begutachtung und die Leistungen der PV dann eben doch nicht. Trotz der zugesendeten Info´s.
Schon aus dieser Erfahrung heraus, sehe ich das einfache Zusenden von Info´s zu Änderungen der PV eher kritisch. Diese würden vielleicht nicht gelesen, nicht verstanden oder sonst was...

Eben gerade hierbei, der Information über Neuerungen der PV sehe ich u.a. die PD´s ebenso in der Pflicht.
Wer führt den überwiegend die Beratung in der eigenen Häuslichkeit durch?
Ohne hier zur Verallgemeinerung zu neigen, kann ich meine Einschätzung dieser Beratungen auch nur auf die eigene Kenntnis sowie die meiner KollegenInnen stützen. So gibt es hieraus leider die Erfahrung, dass diese eben von vielen PD´s wie eine zusätzliche Pflicht gesehen werden. Statt einer effektiven Beratung, erfolgt eine "Anpreisung" des PD und die sehr kurze "Einschätzung" der momentanen Pflegesituation. 5-10min und schon ist die Pflegefachkraft wieder entschwunden. So verwundert es mich nicht, wenn eben die Pflegebedürftigen und Pflegepersonen in einem Zustand der "relativen Unkenntnis" verharren.
Soviel dazu... Cave: Keine Wertung eines expliziten PD oder eines Mitglieds des Board´s.

Klar kann ich verstehen, dass gerade bei manchen... Pflegediensten oder manchen... Heimen eine Frustration besteht, weil deren Vorstellung und/oder Einschätzung der Pflegebedürftigkeit sich nicht mit der Beurteilung durch die/den GutachterIn deckt.
Die Ursachen für diese, möglicherweise auch einmal fehlerhafte Beurteilung gerade des Umfangs der Pflegebedürftigkeit sind hier
manigfaltig.
Beispielhaft, um hier im Schwerpunkt bei den PD zu bleiben, -manche- scheinen zu Glauben, die GutachterIn sei gerade erst vom Baum gestiegen und schon mit dem Lesen einer Pflegedoku eh überfordert. Erster Irrtum. Oder die Pflegebedürftigen werden für die Begutachtung "hart gebrieft". Zweiter Irrtum. etc.
Ja, auch ohne PD, gibt es diese "Briefings". Nur dann weniger Professionell...
Klar ist, dass funktioniert eben meist nicht. Dies kann auch gerade den gegenteiligen Effekt erzielen, dann nämlich wenn die/der GutachterIn auch die tatsächlichen Einschränkungen des Pflegebedürftigen für "gespielt, übertrieben" usw. hält. Der Effekt ist dann nachvollziebar...
Und dann beginnt das Jammern und Schimpfen, die/der dämliche GutachterIn hat die tatsächliche Situation gar nicht erkannt.
Tja, dies hat mit "soll Kosten sparen" mal gar nix zu tun. Aber klar, die Fehler liegen doch immer bei den GutachterInnen.

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann diesen: das alle Beteiligten mit der nötigen Profession und Wertschätzung gegenüber dem anderen in das Verfahren einsteigen.

Die Ziele unserer Tätigkeiten sind ja die Gleichen: Ganzheitliche, individuelle und umfassende, dem jeweiligen Bedarf des Pflegebedürftigen entsprechende Pflege- und Betreuungsleistungen, welche ihm gleiche Chancen zur Verwirklichung eines Lebens in Würde und der freien Entfaltung seiner Persönlichkeit ermöglichen.

In diesem Sinne...

-----
Sorry BöserWolf,

Nimm´s nicht persönlich.
Liegt einfach daran, dass ich recht hohe Ansprüche an die Profession der Pflegenden habe.
Da ich hier den Angehörigen und Professional gesehen habe, ging ich von einer gewissen, durch Eigeninteresse gegründeten Motivation aus.
Aber, hast recht, ´mer kann halt nicht alles wissen.

------

Einen schönen und sonnigen Tag noch

:coff:
 
Qualifikation
Pflegeberater (7a), CM, Pflegegutachter (FH)
Fachgebiet
MDK
Weiterbildungen
Fachkrankenpfleger Intensivpflege & Anästhesie
Fachkrankenpfleger Psychiatrie -Gerontopsychiatrie
TQM-Auditor
L

Lisy

Unterstützer/in
Basis-Konto
AW: Verhinderungspflege plus Kurzzeitpflege

Hallo Henoch,
das sehe ich anderst. Ich will jetzt nichthier auf jeden Punkt deiner ausführlichen Darstellung eingehen. Aber: Ich bin seit 1996 ambulant unterwegs, ich kenne bei mir in der Ecke alle MDK MA die einstufen und ich habe oftmals das Gefühl, wenn wir als PD beim Termin dabei sind läuft vieles anderst. Das war nicht immer so, aber man kennt sich inzwischen und die Gutachter wissen das wir (im Namen der Pflegebedürftigen) sofort Wiederspruch einlegen wenn was nicht passt.
Wie andere PD ihre Kunden informieren weiß ich nicht, wir informieren sie regelmäßig und zeitnah und zwar schriftlich- und das wird übrigens gelesen. Wenn die Kunden was nicht verstanden haben telefonieren sie mit uns, wenns ganz, für die Betroffenen oder deren Angehörigen läuft, machen wir einen Beratungsbesuch.
Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
  • Gefällt mir
Reaktionen: conny-baer17
Henoch

Henoch

Mitglied
Basis-Konto
32
63517
0
AW: Verhinderungspflege plus Kurzzeitpflege

Hallo Lisy,

Unbestritten, wenn die Bezugspflegekraft oder die PDL bei einem Termin anwesend ist, läuft das Ganze runder.
Daher gibt es auch im stationären Bereich sehr selten eine Widerspruchsbegutachtung. Eben auch weil eine direkte fachliche Kommunikation gegeben ist und Probleme gleich geklärt werden können. Es ermöglicht eben die direkte Rüchsprache und einen Austausch auf fachlicher Ebene. Das ermöglicht eine einfachere und genauere Einschätzung des Umfangs der notwendigen Leistungen.

Ich freue mich immer, wenn dies so ist.
Leider aber ist dies ambulant eher die seltene Ausnahme. Und bei nicht selten ungenauer Doku und "professionell" Gebrieften Pflegebedürftigen und/oder Angehörigen... :whistling halt, ich wiederhole mich.
Ob Deine Vermutung, dass bei den GutachterInnen in Deinem Bereich eine "unterschwelliges Wissen" um die "Gefahr" eines Widerspruchs für eine genauere Begutachtung bzw. einen Vorschlag zur PS in Eurem Sinne führt, kann ich für eben diesen Bereich nicht beurteilen. Jedoch mag ich es bezweifeln. Eben aus o.g. Gründen, laufen diese Begutachtungen dann einfacher und in Euren Augen wohl auch genauer.
Aber Angst vor einem Widerspruch? Woher denn. Habe ich auch aus anderen Bereichen noch nie gehört.
Wäre aber auch eine interessante Frage für ´ne Studienarbeit. :pfeif:

Das bei Euch die Beratung wohl gut funktioniert, freut mich für Eure Kunden. So soll das auch sein. :super::super::super: Weiter so.

Grüße

:coff:
 
Qualifikation
Pflegeberater (7a), CM, Pflegegutachter (FH)
Fachgebiet
MDK
Weiterbildungen
Fachkrankenpfleger Intensivpflege & Anästhesie
Fachkrankenpfleger Psychiatrie -Gerontopsychiatrie
TQM-Auditor
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.