Vergütung im Katastrophenfall

Y

Yoogiebaer

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02.11.2007
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Hallo,
als erstes möchte ich mich vorstellen, ich arbeite als Krankenpfleger in einem großen Krankenhaus am Niederrhein, habe dort auch meine 3-jährige Ausbildung absolviert, habe nach der Ausbildung fast 7 Jahren in der Schweiz/Basel gearbeitet(OP-Pfleger, um dann wieder zurückzukehren. Jetzt arbeite ich in der chir. Notaufnahme.
Vor kurzem hatten wir Katastrophenalarm (Unfall Grevenbroich RWE). Die Alarmierung erwies sich für unser Haus als nicht erforderlich, da wir keine Patienten aus Grevenbroich bekamen.
Jetzt meine Frage: Wie wird dieser Alarm vergütet? Es gibt angeblich eine Regelung, wobei unabhängig von der Dauer der Anwesenheit pauschal mindestens 3 Stunden vergütet bzw. gutgeschrieben werden. (Im TVÖD habe ich nichts gefunden) Stimmt das?
 
Qualifikation
exam. Krankenpfleger
Fachgebiet
chir. Notaufnahme
HBR69

HBR69

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05.10.2000
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Hallo yoogiebär,

wichtig wäre die Frage ob in eurem Fall Katastrophenalarm vom Kreis ausgesprochen worden ist. Dies ist aber eigentlich nur für den Krankenhausträger von Bedeutung da er sich die Kosten vom Land zurückerstatten lassen kann.
Für dich ist die Anwesenheit, meiner Meinung nach, normale Arbeitszeit und wird in Überstunden wieder frei gegeben oder vergütet.
Habt ihr einen Krankenhausalarmplan? Im Falle einer Evakuierung z.B. würde ja auch sämtliches Personal aus dem Frei "eingezogen". Auch in diesem Fall würden die Stunden als normale Arbeitszeit vergütet.
Frag doch mal beim Betriebsrat nach. Vieleicht können die dir weiterhelfen. Von den 3 Stunden "Allgemeinvergütung" habe ich noch nichts gehört. Wir hatte auch mal eine Bombendrohung und mußten unsere Intensiv evakuieren. Alle die aus ihrem "Frei" gekommen sind haben die Stunden als Überstunden (reale Anwesenheit) gutgeschrieben bekommen.

Gruß
Heike
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
Fachgebiet
Lungenfachklinik Intensivstation, Stationsleitung
Weiterbildungen
Mitgliedschaft bei der DGF
Hawkeye Pierce

Hawkeye Pierce

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08.05.2007
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In dem Klinikum in dem ich arbeite, sind wir mit "Katastropenalarm" wohl vertraut. Bundesweit haben die beiden Vollevakuierungen, nach Bombenfunden während der umfangreichen Bauarbeiten, Aufmerksamkeit erregt.Derzeit finden Umzugsaktionen statt die ebenfalls von den Mitarbeitern viele Stunden an "Mehrarbeit" erbracht. Hierzu gibt es von der Geschäftsleitung eine hochlöbliche Erwähnung und die Anerkennung der gezeigten positiven Identivizierung mit dem Klinikum.
Es geschieht ja alles zum Wohle des Patienten da können ja materielle Interessen nicht in Betracht kommen.
So stellte sich schon Bismarck die Solidargesellschaft vor:
Die zügellose Ausbeutung des guten Gewissens der einfachen Leute.
Einige mußten unterschreiben, länger als 8h freiwillig vor Ort zu sein.

Überstundenvergütung ist etwas anderes als Mehrarbeit. Hier kämen 25-35% zusätzliche Vergütung zustande.
Dies bedarf vorherigen der Anordnung durch den AG und Bestätigung durch den Betriebsrat (Personalrat).
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Krankenhaus